Jahresrückblick 2020

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    gypsy-tail-wind
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    Nur 2015 gab es in der Klassik-Ecke einen Jahresrückblick … ansonsten habe ich ja laufend versucht, zu berichten, was ich auf Konserve und v.a. im Konzert hörte. Das kam dieses Jahr zu kurz, denn die Lust, über die paar Corona-Konzerte zu schreiben (die teilweise phantastisch waren!) hielt sich in engen Grenzen. Es kam aber doch so einiges zusammen, v.a. weil das Jahr richtig gut losgegangen war.

     

     

    : : Die Konzerte : :
     

    * * * * *
    Igor Levit (Beethoven) – Lucerne Festival, Luzern, KKL – 23.8. (Bericht)
    Cecilia Bartoli, Les Musiciens du Prince, Gianluca Capuano – Zürich, Tonhalle-Maag – 1.9.
    Gluck: Iphigénie en Tauride (Bartoli, Degout, Antoun, Lapointe; Capuano; Homoki) – Zürich, Opernhaus – 4.2. (Bericht)
    Igor Levit (Beethoven) – Lucerne Festival, Luzern, KKL – 22.8. (Bericht)
    Berg: Wozzeck (Gerhaher, Brenna, Milne; Haenchen; Homoki) – Zürich, Opernhaus – 12.2. (Bericht)
    Kristian Bezuidenhout – Festival Alte Musik, Zürich, St. Peter – 18.9.

     
    * * * *1/2
    Grigory Sokolov (Mozart, Schumann) – Zürich, Tonhalle-Maag – 15.9.
    András Schiff (Bach: WTC II BWV 870-893) – Zürich, Tonhalle-Maag – 9.2. (Bericht)
    Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi (Lutoslawski, Honegger) – Zürich, Tonhalle-Maag – 26.6. (Bericht)
    Rossini: La Cenerentola (Bartoli, Camarena, Widmer, Corbelli, Olvera, Nikiteanu, Vorobyov; Capuano; Lievi) – Zürich, Opernhaus – 2.1. (Bericht)
    András Schiff (Haydn, Beethoven, Schubert) – Zürich, Tonhalle-Maag – 17.10.
    Philharmonia Zürich, Fabio Luisi, Beatrice Rana – Zürich, Opernhaus – 23.2. (Bericht)
    Mahan Esfahani – Festival Alte Musik, Zürich, St. Anna Kapelle – 19.9.

     
    * * * *
    Kitgut Quartet – Zürich, St. Peter – 4.10.
    Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi (Tschaikowsky, Bartók) – Zürich, Tonhalle-Maag – 9.1. (Bericht)
    Vilde Frang, Kammerorchester Basel (Mendelssohn, Bach, Grieg) – Zürich, Tonhalle-Maag – 26.10.
    Ensemble der Lucerne Festival Alumni, Baldur Brönnimann, Valentine Michaud (Meierhans, Vassena, Bianchi) – Lucerne Festival, Luzern, KKL – 23.08.2020 (Bericht)
    Tonhalle-Orchester, Rafael Payare, Vilde Frang (Bartók, Schostakowitsch, Dvorák 7) – Zürich, Tonhalle-Maag – 6.2. (Bericht)
    Lars Vogt, Tonhalle Orchester Zürich, Paavo Järvi (Beethoven, Pärt) – Zürich, Tonhalle-Maag – 25.9.
    Gabriele Carcano (Beethoven) – Lugano, LAC – 4.11.
    Musikkollegium Winterthur, Thomas Zehetmair, Emmanuel Pahud (Staud, Nielsen, Sibelius) – Winterthur, Stadthaus – 5.3. (Bericht)
    Zürcher Kammerorchester, Vesselina Kasarova, Richard Galliano – Zürich, Tonhalle-Maag – 1.1. (Bericht)
    Renggli: Dschungel (Schnürpel, Krynski Cox, Hudarew; Bach; Ryser) – Luzerner Theater – 16.2. (Bericht)
    Emmanuel Tjeknavorian/Maximilian Kromer (Schubert, Fauré, Messiaen, Szymanowski etc.) – Zürich, Tonhalle-Maag – 2.3. (Bericht)
    Zürcher Kammerorchester: Kammermusik@ZKO (F. Couperin, de Visée, Rameau, Corbetta, Leclair, Chéron) – Zürich, ZKO-Haus – 2.2. (Kurzbericht)

     
    * * *1/2
    Beethoven: Fidelio (Kampe, Schager, Widmer, Koch, Ivashenko, Petit, Lang; Poschner; Homoki) – Zürich, Opernhaus – 29.1. (Bericht)

     
    Los ging es mit zweimal Cecilia Bartoli, die ich gegen Ende des Sommers gleich noch ein drittes Mal hören konnte – grossartig! Dann mit Gerhaher in „Wozzeck“, mit einem etwas halbgaren „Fidelio“, mit Konzerten von András Schiff (den ich ebenfalls im Herbst nochmal hörte – und das, ohne dass ich ein Fan von ihm wäre), vom ZKO, von Beatrice Rana mit dem Orchester des Opernhauses, von Emmanuel Pahud, dessen Gig als Artist in Residence in Winterthur soweit ich mich erinnere fast oder ganz vollständig stattfinden konnte …

    Abgebrochen werden musste leider der Tschaikowsky-Zyklus des Tonhalle-Orchesters mit Paavo Järvi, der ja auch mitgeschnitten wurde. Das letzte der geplanten Konzerte mit den Symphonien 1 und 3 fand nicht mehr statt. Vor einigen Wochen erschien eine erste einzelne CD mit Nr. 5 und „Francesca da Rimini“, die mir ziemlich gut gefällt. Geplant war, gleich den ganzen Zyklus als Box herauszubringen (wenigstens fünf CDs, weil ja anscheinend neben den sechs Symphonien noch etwas mehr dabei sein sollte) – ob Nr. 1 und Nr. 3 inzwischen aufgezeichnet wurden, weiss ich nicht. Geplant waren Live-Aufnahmen mit Patch-Sessions, in denen wo nötig einzelne Passagen nochmal aufgenommen wurden. Das Tonhalle-Orchester hörte ich dann im Juni bei einem kurzen Konzert mit Lutoslawski/Honegger noch einmal, und später bei einem ebenfalls kurzen mit Lars Vogt (Beethoven PC 4, sehr gut!) zu Beginn der neuen Saison, als vor kleinerem Publikum wieder ein paar Konzerte durchgeführt wurden, bis im Oktober/November wieder Schluss war (beim ganzen Chaos und Kompetenz-Gerangel weiss ich schon überhaupt nicht mehr, was wo wann verboten wurde, ich weiss nicht einmal, welche Regeln in Zürich gerade gelten – aber das ist auch egal, denn bloss weil man was darf, tue ich es derzeit ja noch lange nicht – aber momentan darf man ja eh vieles nicht, und Skifahren ist in der Gegend hier kein Thema, bei mir sowieso nicht).

    Im August fand eine kleine Version des Lucerne Festival statt, die mir eine sehr kurze Flucht ermöglichte (nur eine Nacht, das dreitätige Beethoven-Festival im November musste dann natürlich wieder abgesagt werden, da befand sich die Schweiz schon mitten in der verheerenden zweiten Welle, die demnächst dazu führen wird, dass von Tausend Einwohner*innen eine*r gestorben sein wird – es ist beschämend und beelendend, wie damit umgegangen wird). Igor Levit spielte zwei Abende mit düsterem Beethoven, ganz anders als in seiner CD-Box – sehr faszinierend jedenfalls! Die Spaziergänge in Luzern an dem Wochenende vermittelten den Eindruck, die gesamte Zentralschweiz hielte ich sich gerade dort am Seeufer auf, und sie hielten mir so schon deutlich vor Augen, dass die Schweizer Pandemie eben gerade nicht können (im Gegensatz zu einem der depperten Bonmots, die unsere Regierung im Frühling rausliess: „Wir können Corona.“ – können wir schon, aber ganz anders, als es damals gemeint war).

    Im September ging ich dann zweimal zum Festival Alte Musik, das ein Corona-Programm mit Pianist*innen zusammenstellte, weil die geplanten kleineren Ensembles auf der Bühne halt unter den Umständen nicht so schlau gewesen wären. Mahan Esfahani spielte ein wunderbares Konzert mit vornehmlich englischem Repertoire, Kristian Bezuidenhout einen Beethoven-Abend, der zum tollen Kontrast zu Levits Konzerten wurde. Dazu kam auch nochmal Grigory Sokolov – zwei- oder dreimal verschoben (wie Bartoli, beide hätten im Frühling auftreten sollen) – und ein wahrer Fels in der Brandung, dieses mal mit Mozart und Schumann und dem üblichen halben Dutzend Zugaben – und weil alles (Garderoben, Gastronomie …) zu war ohne Pause; ein ziemlicher Marathon!

    Unbedingt erwähnenswert ist auch „Dschungel“, die Brass-Oper von Manuel Renggli/Michael Fehr. Ich fand es toll, im Rahmen einer Oper (wobei Teile des Publikums bei der Zuschreibung wohl das Näschen rümpft) mit aktuellen Themen und Problemstellungen konfrontiert zu werden. Das geschah sehr spielerisch und kreativ, teils mit ganz einfachen Mitteln – aber es hat geklappt und es hat, alles in allem, sehr gut funktioniert.

    Im November, als ich den einzigen halbwegs so zu bezeichnenden Urlaub des Jahres im Tessin zum Glück machen konnte (davor und danach war bei der Arbeit die Hölle los, hoffe am Montag geht es nicht gleich wieder in dem Tempo weiter!), hörte ich dort noch Gabriele Carcano – noch einmal mit Beethoven, und auch das ein schönes Konzert. Der Meister aus Bonn kam also keinesfalls zu kurz, zumindest nicht, wenn ich seinen Anteil an den Konzerten messe, die durchgeführt werden konnten (geplant gewesen wären u.a. noch zwei weitere Abende mit Levit und einer mit Levit/Kopatchinskaja mit der „Kreutzer“ … das hätte ich schon sehr, sehr gerne gehört).

     
    : : Die Tonträger : :

    * * * * *
    Jonathan Powell – Sorabji: Sequentia Cyclica

    * * * *1/2
    Sophie Schafleitner/Lorelei Dowling/Klangforum Wien/Peter Rundel/Stefan Asbury – Liza Lim: Extinction Events and Dawn Chorus
    Georg Nigl/Olga Pashchenko – Vanitas: Beethoven, Schubert, Rihm
    Sabine Devieilhe/Alexandre Tharaud – Chanson d’amour
    Les Kapsber’girls – Kapsberger che fai tu? Villanelles
    Luke Stewart – Luke Stewart Exposure Quartet
    Patricia Kopatchinskaja/Gioanni Antonini/Il Giardino Armonico – What’s Next Vivaldi?
    Concerto Italiano/Rinaldo Alessandrini – Monteverdi: Il terzo libro de‘ madrigali
    Kitgut Quartet – ‚Tis too late to be wise: String Quartets Before the String Quartet
    Lucile Richardot/Yves Saelens/Het Collectief/Reinbert de Leeuw – Mahler: Das Lied von der Erde
    Vox Luminis/Lionel Meunier – Andreas Hammerschmidt: Ach Jesus stirbt
    Ghalia Benali/Romina Lischka – Call to Prayer
    Aisha Orazbayeva – Music for Violin Alone
    Víkingur Ólafsson – Debussy/Rameau
    Ermonela Jaho/Orquestra de la Comunitat Valenciana/Andrea Battistoni – Anima Rara
    Pygmalion/Raphaël Pichon – JS Bach: Motets
    Mahan Esfahani – Musique?
    Rudolf Buchbinder – The Diabelli Project
    Philippe Jaroussky/Artaserse – La Vanità del Mondo
    Leonore Piano Trio – Litolff: Piano Trios
    Diana Damrau – Richard Strauss: Lieder
    Nicolas Altstaedt/Alexander Lonquich – Beethoven: Complete Works for Fortepiano and Violoncello
    Judith Ingolfsson – The Happiest Years: Sonatas for Violin Solo by Artur Schnabel and Eduard Erdmann
    Véronique Gens/I Giardini – Nuits
    Grigory Sokolov – Beethoven/Brahms/Mozart
    Patricia Kopatchinskaja/Sol Gabetta/Francisco Coll/Camerata Bern – Plaisirs illuminés: Veress, Ginastera, Coll
    Stephen Hough – Brahms: The Final Piano Pieces
    Alina Ibragimova/State Academy Symphony Orchestra of Russia „Evgeny Svetlanov“/Vladimir Jurowski – Shostakovich: Violin Concertos
    Kammerorchester Basel, / Heinz Holliger – Schubert: Symphonies Nos. 4 & 6
    Chiara Zanisi/Giovanni Sollima – The Lady from the Sea: Duos for Violin and Cello from Vivaldi to Sollima
    Plamena Nikitassova – Westhoff: Suites for Solo Violin
    Mary Bevan/Joseph Middleton – The Divine Muse: Haydn, Schubert, Wolf
    Andreas Haefliger/Helsinki Philharmonic Orchestra/Susanna Mälkki – Amman, Ravel, Bartók: Piano Concertos
    Berner Symphonieorchester/Ton Koopman – Haydn: The Seven Last Words
    Augustin Hadelich – Bohemian Tales: Dvorák, Suk, Janácek
    Judith Wegmann – Le Souffle Du Temps II – Refléxion
    Thomas Dunford/Jean Rondeau – Barricades
    Sarah Willis – Mozart y Mambo
    Carolyn Sampson/Joseph Middleton – The Contrast: English Poetry in Song
    Isabelle Faust/Swedish Radio Symphony Orchestra/Daniel Harding – Schönberg: Violin Concerto/Verklärte Nacht
    Chouchanne Siranossian/Venice Baroque Orchestra/Andrea Marcon – Tartini: Violin Concertos
    Maroussia Gentet – Invocations (Concours d’Orléeans Live)
    Magdalena Consort/Fretwork/His Majestys Sagbutts & Cornetts, Silas Wollstron – In Chains of Gold: The English Pre-Restoration Verse Anthem Vol. 2, William Byrd to Edmund Hooper: Psalms and Royal Anthems
    Eric Hoeprich/Orchestra of the Eighteenth Century/Guy Van Waas – Weber: The Clarinet Concertos
    Zeynep Gedizlioglu – verbinden und abwenden
    Sollazzo Ensemble/Anna Danilevskaia – Firenze 1340: Un jardin médiéval florentin
    Vox Luminis & A Nocte Temporis/Reinoud Van Mechelen & Lionel Meunier – Charpentier: Orphée aux enfers
    Ruby Hughes/BBC National Orchestra of Wales/Jac van Steen – Clytemnestra: Samuel, Mahler, Ber
    Emmanuel Pahud/Paul Meyer/Daishin Kashimoto/Zvi Plesser/Eric Le Sage – Vienne 1900
    Cantica Symphonia/Giuseppe Maletto – Josquin Desprez: Stabat Mater
    Marc-André Hamelin – Liszt/Thalberg: Opera transcriptions & fantasies
    Academy of Ancient Music/Richard Egarr – Dussek: Messe Solemnelle
    Pluto-Ensemble/Marnix De Cat, Hathor Consort/Romina Lischka – Animan gementem cano: Tuma, Stabat Mater/Biber, Requiem
    Lucian Ban/John Surman/Mat Maneri – Transylvanian Folk Songs: The Béla Bartók Field Recordings
    Sophie Junker/Le Concert de l’Hostel Dieu/Franck-Emmanuel Comte – La Francesina: Händel’s Nightingale
    Ensemble Corréspondances/Sébastien Daucé – Charpentier: Messe à quatre choeurs: Carnets de voyage d’Italie
    Netherlands Chamber Choir/Peter Dijkstra/Raschèr Saxophone Quartet – Auerbach: 72 Angels
    Anna Prohaska/Julius Drake – Paradise Lost
    Eric Hoeprich/London haydn Quartet – Weber/Krommer: Clarinet Quintets
    Giuliano Carmignola/Mario Brunello/Accademia dell’Annunciata/Riccardo Doni – Bach/Vivaldi: Sonata in Ottava – Double Concertos for violin and violoncello piccolo
    Evgeny Sviridov/Millenium Orchestra – Tartini: Violin Concertos
    Anna Prohaska/Lautten Compagney/Wolfgang Katschner – Bach: Redemption
    Sarah Maria Sun & The Gurks – Killer Instincts
    Le Banquet Céleste/Damien Guillon – Stradella: San Giovanni Battista
    Diana Damrau – Tudor Queens
    Coro e Orchestra Ghislieri/Giulio Prandi – Jommelli: Requiem
    Rebecca Saunders – musica viva, Neue Folge #35: Still, Aether, Alba (BR Symphonieorchester, Carolin Widmann, Marco Blaauw, Ilan Volkov, Peter Eötvös etc.)

    * * * *
    Jan Michiels – Bach-Busoni*
    Philharmonisches Orchester Altenburg Gera/Laurent Wagner/Elisaveta Blumina/Konzertchor Rutheneum – Mieczyslaw Weinberg
    Isabelle Faust/Alexander Melnikov – Mozart: Sonatas for fortepiano & violin, vol. 2
    Ensemble Correspondances/Sébastien Daucé – Les Plaisirs du Louvre
    Les Abbagliati – D’Astorga & Lalli: Cantatas, Sonatas
    Kristian Bezuidenhout/Freiburger Barockorchester/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Piano Concerto No. 4/Coriolan & Die Geschöpfe des Prometheus Overtures
    Stéphanie d’Oustrac/Ensemble Amarillis/Héloïse Gaillard – Portraits de la Folie
    Vittorio Ghielmi/Luca Pianca/Il Suonar Parlante – Le Secret de Monsieur Marais
    Mario Brunello/Accademia dell’Annunciata/Riccardo Doni – Tartini: Concerti e Sonate per violoncello piccolo
    La Venexiana – Bononcini: La conversione di Maddalena
    Robert Oberaigner/Michael Schöch/Dresden Chamber Soloist/Michail Jurowski – Weinberg: Clarinet Music
    Daniel Weissmann/Peter Petrov – The Romantic Viola II: Vierne, Chausson, Tournemire, Berlioz
    Astrig Siranossian/Nathanël Gouin/Daniel Barenboim – „Dear Mademoielle“: A Tribute to Nadia Boulanger
    Maia Cabeza – Folk Roots: Works by Janácek, Veress, Holliger, Enescu, Schulhoff and Bartók
    Duo Tal & Groethuysen – Febel/Bach: 18 Studies on „The Art of Fugue“
    Sandrine Piau/Christophe Lowrey/Les Talens Lyriques/Christophe Rousset – Pergolesi: Stabat mater
    Kristian Bezuidenhout/Freiburger Barockorchester/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Piano Concertos #1
    Olivia Vermeulen/Jan Philip Schulze – Dirty Minds: Schubert, Wolf, Schönberg, Eisler
    Nuria Rial/Artemandoline – Venice’s Fragrance
    Igor Levit – Encounter
    Tonhalle-Orchester Zürich/Paavo Järvi – Tchaikovsky: Symphony No. 5/Francesca da Rimini
    Le Concert Spirituel/Hervé Niquet – Martini: Requiem pour Louis XIV
    Núria Rial/Edin Karamazov – con guitarra: Works by de Falla, Granados & Palomo
    Bertrand Cuiller – François Couperin l’alchimiste: Les Années de jeunesse (Vol. 2)
    Leila Schayegh/La Cetra Barockorchester Basel – Leclair: Concerti per violino Opp. 7 & 10 Nos. 1 & 3*
    Hanna-Elisabeth Müller/Juliane Ruf – Reine de coeur (Schumann, Poulenc, Zemlinksy)
    Gabriella Smart – Cat Hope & Erkki Veltheim: Works for Travelled Pianos
    Andrew Haveron/Sinfonia of London Chamber Ensemble/RTÉ Concert Orchestra/John Wilson – Korngold: Violin Concerto, String Sextet
    Camilla Tilling/Paul Rivinius – Jugendstil: Songs 1898-1961 (Berg, Korngold, Mahler, Schönberg, Zemlinsky)
    Judith Wegmann – Feldman: Triadic Memories
    Julien Chauvin/Le Concert de la Loge – Vivaldi: Concerti per violino VIII ‚Il teatro’*
    Regula Mühlemann – Mozart Arias II
    Il Giardino Armonico/Giovanni Antonini – Haydn 2032, No. 8: La Roxolana
    Alexandre Tharaud – Abrahamsen/Pesson/Strasnoy: Piano Concertos
    Gunar Letzbor/Ars Antiqua Austria – Biber: Rosenkranzsonaten
    Julie Roset/Clematis – Nun Danket alle Gott
    Der musikalische Garten – Biber: Harmonia Artificioso-Ariosa
    Viviane Spanoghe/Jan Michiels – Galina Ustvolskaja & Alfred Schnittke: Works for Cello & Piano*
    Kate Lindsey, Arcangelo/Jonathan Cohen – Arianna
    Orchestra La Scintilla/Riccardo Minasi – Vivaldi/Verdi: The Four Seasons*
    Barbara Hannigan/Ludwig Orchestra – La Passione
    Alisa Weilerstein – Bach (Cello Suites)
    Tabea Zimmermann/Javier Perianes – Cantilena: Piazzolla, Falla, Granados, Villa-Lobos
    Isil Bengi – HiKAYE*
    Giovanni Antonini/Il Giardino Armonico – Vivaldi: Concerti per flauto
    Buck-Wolfarth – Edu Haubensak & Thomas Korber: Works for Guitar & Percussion
    Bruno Cocset/Guido Balestracci/Les Basses Réunies – Diego Ortiz: Trattado de Glosas
    Il Ricercar Continuo – Pulchra es: Affetti in 17th-century Italian Instrumental Music

    * * *1/2
    Swiss Orchestra/Lena-Lisa Wüstendorfer – Raff: Traumkönig und sein Lieb/Walter: Sinfonie Es-Dur
    Meret Lüthi/Sonoko Asabuki/Alexandre Foster/Leonardo Miucci – Young Beethoven: The Piano Quartets WoO 36
    Mario Brunello/Gidon Kremer/Kremerata Baltica – Searching for Ludwig: Beethoven, Sollima, Ferré
    Various – A Tribute to Ysaÿe*
    Goldner String Quartet/Piers Lane – D’Erlanger/Dunhill: Piano Quintets
    Máté Bella/Balázs Horváth/Dan Dediu – Headed East/Zukunfsmusik ostwärts
    Barrucand & Geoffroy – Les Caractères d’Ulysse: Rebel & Boismortier, Suites poour deux clavecins
    Daniel Hope – Belle Epoque
    Valentina Nafornita, Münchner Rundfunkorchester/Keri-Lynn Wilson – Romance
    Raffaele La Ragione/Marrco Crosetto – Beethoven and His Contemporaries: Music for Brescian Mandolin and Fortepiano
    Les Lunaisiens/Agathe Peyrat/Arnaud Marzorati – Le Code de la route: Hommage à Boris Vian
    Freiburger Barockorchester/Zürcher Sing-Akademie/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Symphony No. 9/Choral Fantasy

    * * *
    Roberto Loreggian/L’Arte dell’Arco/Federico Guglielmo – Platti: Harpsichord Concertos/Violin Concerto
    Khatia Buniatishvili – Labyrinth


    *) auf 2019 datiert, aber erst 2020 erschienen

     
    ARCHIV

    * * * *
    Paul Tortelier – RIAS Recordings, Berlin, 1949-1964
     

    Auch dieses Jahr habe ich wahnsinnig viel gekauft und sehr vieles gehört … Beethoven stand dabei nicht sehr im Mittelpunkt (obwohl er u.a. mit Buchbinder, Altstaedt/Lonquich und zuletzt der wunderbaren CD von Nigl/Pashchenko doch recht stark vertreten ist).

    Die grösste Entdeckung war die Box mit der ersten Einspielung von Sorabjis „Sequentia Cyclica“ durch Jonathan Powell, dicht gefolgt von der CD mit Musik von Liza Lim bei Kairos, einer wie ich finde grossartigen Einspielung, die als eine Art musikalischer Zeitkommentar verstanden werden kann.

    Auf den nächsten Rängen dann Lieder mit Nigl/Pashchenko, dem Dreamteam Devieilhe/Tharaud und den Kapsber’girls, die bei einer StoneFM-Sendung viel Anklang fanden (ebenso wie die CD von Zanisi/Sollima). Ebenfalls eine tolle Lied-CD kam von Diana Damrau heraus (Strauss), und auch die Arrangements (für Klavier und Streichquartett), die Véronique Gens auf der CD „Les Nuits“ singt, gefallen mir sehr gut (Chausson, Berlioz, Hahn, Fauré, Massenet, Saint-Saëns etc.).

    Patricia Kopatchinskaja liess auf die Vivaldi-CD von Anfang Jahr gleich noch eine tolle Scheibe folgen, mit Musik von Veress, Ginastera und Coll und mit einem Beitrag von Sol Gabetta.

    Noch nicht angehört bzw. im Fall von Karg/Martineau schon mal oberflächlich angehört aber noch ohne Urteil … viel bzw. fast nur Oper (und Oratorium) – danach war mir der Sinn 2020 nicht … und die Haydn-Quartette habe ich ja vor ein paar Jahren allmählich zu hören angefangen, bei Op. 33 bin ich da noch nicht angekommen (aber das Doric String Quartet habe ich mal im Konzert gehört und die Haydn-CDs seither gekauft, die erste gab es da schon, die anderen zwei kamen danach).

    Christiane Karg/Malcolm Martineau – Erinnerung: Mahler, Lieder
    Juliette De Banes Gardonne/Bruno Cocset/Paolo Corsi/Emanuele Forni – Alla virtù della sig. Maria Pignatelli: Unpublished Italian Baroque Cantatas
    Doric String Quartet – Haydn: String Quartets Op. 33
    Boston Early Music Festival/Paul O’Dette/Stephen Stubbs – de Lalande: Les Fontaines de Versailles/Le Concert d’Esculape
    Marguerite Louise/Gaétan Jarry – Lully/Molière: George Dandin/La Grotte de Versailles
    Choeur de Chambre de Namur/Millenium Orchestra/Leonardo García Alarcón – Händel: Samson
    Purcell Choir/Orfeo Orchestra – Boismortier: Les Voyages de l’Amour
    Auser Musici/Carlo Ipata – Melani: L’empio punito
    Collegium 1704/Václav Luks – Rameau: Les Boréades
    {oh!} Orkiestra Historycna/Martyna Pastuszka/Marcin Swiatkiewicz – Vinci: Gismondo
    Le Concert Spirituel/Hervé Niquet – Lully: Armide
    Tassis Christoyannis/Jeff Cohen – Hahn: Complete Songs
    Cappella Mediterranea/Leonardo Garía Alarcón – Draghi/Alarcón: El Prometeo
    Orchestre National de France/Markus Poschner – Offenbach: Maître Péronilla
    Orfeo Orchestra/György Vashegyi – Montéclair: Jephté
    Orfeo Orchestra/Purcell Choir/György Vashegyi – Lemoyne: Phèdre
    Münchner Rundfunkorchester/Choeur du Concert Spirituel/Hervé Niquet Hahn: L’Île du rêve
    Les Siècles/accentus/François-Xavier Roth – Saint-Saëns: Le Timbre d’argent
    Le Concert Spirituel/Hervé Niquet – Grétry: Richard coeur de lion
    Ensemble Mare Nostrum/Andrea De Carlo – Stradella: Il Trespolo tutore
     

     
    Es folgt noch ein Post, in dem ich diese grosse Liste gruppieren und in der Art kurz kommentieren möchte … ich habe, wie ich die obigen Zeilen dazu zu schreiben anfing, gemerkt, dass das so sehr unüberblicklich ist und einen Versuch unternommen, die Liste in Genres zu teilen (Clavier, Kammer, Orchester, Lied, Vokal, Oper …) – das Aufteilen ist auch nicht leicht und nicht in jedem Fall sinnvoll, aber es hilft, etwas klarer zu sehen.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #123: Dr. Lonnie Smith (1942–2021), 21.10., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
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    #11315519  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Beiträge: 58,972

    Wie versprochen noch ein Versuch, die Flut an Tonträgern etwas zu gruppieren und zu kommentieren. In Sternen ist es so, dass die erste Gruppe jeweils ****1/2 kriegt, die nächste **** etc. – Abweichungen sind markiert.

     

    : : ORCHESTER & KONZERTANT : :

    Patricia Kopatchinskaja/Gioanni Antonini/Il Giardino Armonico – What’s Next Vivaldi?
    Patricia Kopatchinskaja/Sol Gabetta/Francisco Coll/Camerata Bern – Plaisirs illuminés: Veress, Ginastera, Coll
    Alina Ibragimova/State Academy Symphony Orchestra of Russia „Evgeny Svetlanov“/Vladimir Jurowski – Shostakovich: Violin Concertos
    Kammerorchester Basel, / Heinz Holliger – Schubert: Symphonies Nos. 4 & 6
    Andreas Haefliger/Helsinki Philharmonic Orchestra/Susanna Mälkki – Amman, Ravel, Bartók: Piano Concertos
    Berner Symphonieorchester/Ton Koopman – Haydn: The Seven Last Words
    Augustin Hadelich – Bohemian Tales: Dvorák, Suk, Janácek
    Isabelle Faust/Swedish Radio Symphony Orchestra/Daniel Harding – Schönberg: Violin Concerto/Verklärte Nacht
    Chouchanne Siranossian/Venice Baroque Orchestra/Andrea Marcon – Tartini: Violin Concertos
    Eric Hoeprich/Orchestra of the Eighteenth Century/Guy Van Waas – Weber: The Clarinet Concertos
    Evgeny Sviridov/Millenium Orchestra – Tartini: Violin Concertos
    Giuliano Carmignola/Mario Brunello/Accademia dell’Annunciata/Riccardo Doni – Bach/Vivaldi: Sonata in Ottava – Double Concertos for violin and violoncello piccolo

    Philharmonisches Orchester Altenburg Gera/Laurent Wagner/Elisaveta Blumina/Konzertchor Rutheneum – Mieczyslaw Weinberg
    Kristian Bezuidenhout/Freiburger Barockorchester/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Piano Concertos #2
    Kristian Bezuidenhout/Freiburger Barockorchester/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Piano Concertos #1
    Tonhalle-Orchester Zürich/Paavo Järvi – Tchaikovsky: Symphony No. 5/Francesca da Rimini
    Leila Schayegh/La Cetra Barockorchester Basel – Leclair: Concerti per violino Opp. 7 & 10 Nos. 1 & 3
    Andrew Haveron/Sinfonia of London Chamber Ensemble/RTÉ Concert Orchestra/John Wilson – Korngold: Violin Concerto, String Sextet
    Julien Chauvin/Le Concert de la Loge – Vivaldi: Concerti per violino VIII ‚Il teatro‘
    Il Giardino Armonico/Giovanni Antonini – Haydn 2032, No. 8: La Roxolana
    Orchestra La Scintilla/Riccardo Minasi – Vivaldi/Verdi: The Four Seasons
    Barbara Hannigan/Ludwig Orchestra – La Passione
    Giovanni Antonini/Il Giardino Armonico – Vivaldi: Concerti per flauto

    Swiss Orchestra/Lena-Lisa Wüstendorfer – Raff: Traumkönig und sein Lieb/Walter: Sinfonie Es-Dur
    Various – A Tribute to Ysaÿe
    Daniel Hope – Belle Epoque
    Freiburger Barockorchester/Zürcher Sing-Akademie/Pablo Heras-Casado – Beethoven: Symphony No. 9/Choral Fantasy

    Roberto Loreggian/L’Arte dell’Arco/Federico Guglielmo – Platti: Harpsichord Concertos/Violin Concerto

    Reine Orchestermusik ist bei mir bekanntlich ja eher nicht die Königsdisziplin, jedenfalls nicht beim Musikhören in den eigenen vier Wänden. So ausführlich wird die Liste hier aber, weil konzertante Musik (die Teils auch in die Kammermusik-Kategorie passte) hier auch berücksichtigt wurde. Umwerfend mal wieder die zwei Kopatchinskaja CDs, sei es mit der Camerata Bern (bei der sie momentan die künstlerische Leitung innehat) oder mit Il Giardino Armonico/Giovanni Antonini. Letzterer hat auch eine CD mit Flötenkonzerten (gespielt an der Blockflöte) von Vivaldi vorgelegt, die ebenfalls schön ist, sofern man an sowas Gefallen findet (bei mir ist das mit gewissen Einschränkungen bzw. nicht allzu oft schon der Fall).

    Sehr toll dann die Einspielung der Violinkonzerte von Schostakowitsch durch Alina Ibragimova – und die CD eine Erinnerung an die Tage vor der Pandemie … noch beeindruckender (durchaus im Fünf-Sterne-Gebiet) das Klavierkonzert von Dieter Ammann in der Ersteinspielung durch Andreas Häfliger – leider etwas fragwürdig mit Allzubekanntem gekoppelt, was dann auch weniger zwingend dargeboten wird, daher etwas Abzug.

    Sehr gefreut haben mich die Tartini-CDs – denn 2020 war auch dessen Jahr, obwohl das halt kaum interessiert. Chouchane Siranossian (und ihre Schwester Astrig, siehe Kammermusik) sind Entdeckungen dieses Jahres, von denen ich inzwischen auch frühere Aufnahmen angeschafft habe. Sviridov ist ebenfalls sehr gut, und Überschneidungen wurden vermieden (auf der CD von Siranossian findet sich ein Konzert, das auch Joseph Szigeti schon gespielt hat.

    Die CD von Hadelich enthält Dvoráks Violinkonzert sowie Kammermusik von den drei Komponisten. Hadelich wäre im Juni hier aufgetreten, ich wäre dann aber im Urlaub gewesen … nunja, es kam anders, auf die Gelegenheit, diesen inzwischen hochgeschätzten Geiger mal im Konzert zu hören, muss ich also noch warten. Isabelle Faust dafür hörte ich schon einige Male, und fast immer war ich begeistert – auch von ihrer Schönberg-CD bin ich sehr angetan (sie taucht unten auch nochmal auf).

    Dann war auch Eric Hoeprich mit Musik (v.a.) von Weber eine wunderbare Entdeckung – auch er kommt in der Kammermusik erneut vor. Und erwähnenswert ist auch die Reihe mit Violinkonzerten von Leclair, die wie Hoeprich bei Glossa erscheint. Leyla Schayegh ist eine in der Schweiz aktive Geigerin, die ich leider noch nie im Konzert hören konnte. Eine feine CD von Alexandre Tharaud mit drei zeitgenössischen Klavierkonzerten folgt dann in der Kategorie „Zeitgenössisches“ (wo die Ammann-CD bei sinnvollerer Kopplung auch gelandet wäre).

    In Sachen Orchester, ohne Solo-Instrument: Holliger, Schubert! Inzwischen ist da noch eine CD erschienen, auf die ich noch warte … meine Karte für die Schubert-Feyer mit Holliger, Gerhaher und dem Kammerorchester Basel verfiel leider. Das Konzert wurde zwar nachgeholt, aber da ich nicht individualmotorisiert bin, liess ich es unter den Umständen bleiben (an sich müsste man da so Dinge wie mit dem Fahrrad nach Basel und in der Nacht wieder heim machen … aber ich würde wohl auf halber Strecke umkippen).

    Immer erfreulich finde ich es, wenn von Haydn 2032 eine neue Folge erscheint – bis 2032 will Giovanni Antonini (der hier auch beim Tonhalle-Orchster geschätzt wird) abwechselnd mit Il Giardino Armonico und dem Kammerochester Basel die gesamten Symphonien von Haydn herausbringen. Inzwischen sind wir immerhin schon bei Vol. 8 angekommen. Barbara Hannigan hat auf ihrer CD „La passione“ die Haydn-Symphonie mit demselben Übertitel ebenfalls eingespielt – aber sie erreicht nicht die Klarheit von Antonini, nicht das spitze Spiel (das das KOB aber auch nicht so gut beherrscht wie Il Giardino Armonico). Ganz wunderbar finde ich hingegen, das erwähnte ich ja hier und bei StoneFM schon, die Aufnahme, die das Berner Sinfonieorchester unter Ton Koopman von „Die sieben letzten Worte“ herausgebracht hat.

    Für die erste Tschaikowsky-CD vom Tonhalle-Orchester gibt es vier Sterne – was mit der Einspielung nichts zu tun hat, eher mit meiner nicht ganz so grossen Begeisterung für Tschaikowsky, den mir die Konzert allerdings schon etwas näher bringen konnte (ic hörte Nr. 2 und 4-6), gerade weil Järvi einen völlig unsentimentalen Zugriff pflegt.

    Eine schöne Sache ist auch die erste CD vom Swiss Orchestra. Auch da warte ich noch auf ein Konzert – zwei wären geplant gewesen, eins davon mit Holliger (bei dem ich schon seit ein paar jede Chance nutze, aber 2020 hat es halt unter den Umständen nicht geklappt). Gegründet wurde das Orchester von der Dirigentin Lena-Lisa Wüstendorfer, es ist dem Ausgaben von Schweizer Repertoire vor allem des 19. Jahrhunderts gewidmet, die erste CD ist ganz schön geworden, aber klar, die ganz grossen Meisterwerke werden da wohl eher nicht gefunden – aber ich bleibe wohlwollend dran (und hatte mich bei der CD auch am Crowdfunding beteiligt und damit deutlich mehr bezahlt, als üblich).

    Dass die Vivaldi-Reihe von Naïve seit einiger Zeit wieder fortgesetzt wird, freut mich sehr. Die CD von Chauvin ist toll – aber das ganz grosse Lieblingsrepertoire ist das auch nicht. Vivaldi hat auch das Alte-Musik Ensemble des Opernhauses Zürich, La Scintilla, aufgenommen – die Jahreszeiten halt, einmal mehr … aber gekoppelt mit einer schönen Suite von Orchesterstücken von Verdi, aus denen ich auch mal was bei StoneFM hatte spielen wollen, aber dann nicht mehr untergebracht kriegte.

    Dann das Beethoven-Jahr … die Konzerte in der Einspielung von Kristian Bezuidenhout sind Ohröffner, keine Frage. Aber die Freiburger unter Heras-Casado finde ich nicht immer so toll (besonders nicht bei der ruppigen Aufnahme der 9. Symphonie, wo ich aber den Chor besonders loben möchte). Am schönsten ist Klavierkonzert Nr. 4, aber die CD ist mit Ouvertüren aufgefüllt, das gibt in Sternen halt Abzug … die erste CD der Reihe, mit den Konzerten Nr. 2 und Nr. 5, finde ich weniger zwingend. Sehr schön dafür die Choralfantasie in der neuen Einspielung (auf einer zweiten CD – ohne Füller – der Neunten beigegeben).

    Was fehlt noch? Die Ysaÿe-Box z.B., die recht gute Einspielungen von dessen Werken enthält – aber mit Standard-Repertoire gefüllt wurde, das in zahlreichen besseren Versionen vorliegt … eine seltsame Überlegung. Die Box gehört zudem ebenso unter Kammermusik, aber ich liste sie mal hier.

    Mario Brunello hat mit Giuliano Carmignola zudem eine schöne CD mit Bach und Vivaldi herausgebracht – auch Brunello ist eine Entdeckung des Jahres, mehr von ihm in der Kammermusik-Liste.

    Die Konzerte von Platti sind nett aber auch harmlos – ist das irgendwie eine Art Gesamtfazit zu dem Bemühungen umd seltenes Repertoire von cpo, zumindest wenn es ums 18. und 19. geht? Vielleicht unfair, aber ich bin da wohl nicht das Zielpublikum. von Platti darf aber gerne noch das eine oder andere dazukommen (die CD mit den Konzerten ist meine dritte und wohl diejenige, die ich bisher am schwächsten finde, die anderen kriegen wohl einen halben oder ganzen Stern mehr).

    Und da ist natürlich noch Weinberg – um den cpo sich ja auch sehr bemüht, was ich dem Label wiederum sehr hoch anrechne! Die neue CD von Altenburg/Gera präsentiert die sechste Symphonie, die drei Passagen für Knabenchor enthält – auch das kein Territorium, auf dem ich mich natürlicherweise wohlfühle, aber das ist schon ein beeindruckendes Werk. Als (nicht nur) Füller gibt es dann noch etwas Klaviermusik mit Elizaveta Blumina, die ja bei cpo auch schon einiges an Weinberg gemacht hat.

    Dann noch Korngold – die Aufführung seiner Oper „Die tote Stadt“ an der Scala gehörte ja zu meinen 2019er-Highlights … das Violinkonzert gefällt mir in dieser neuen Einspielung sehr, sehr gut. Das Streichsextett hinterliess bisher jedoch nur wenig Eindruck. Ähnlich verhält es sich mit der „Belle Epoque“ Doppel-CD des Zürcher Kammerorchesters, bei dem ich lauwarm bleibe (was nicht ganz heisse Begegnungen im Konzert ausschliesst, z.B. letztes Jahr mit Buchbinder, aber auch schon mit Faust, Norrington, Altstaedt/Hope …). Die nächste CD „Serenades“ ist ja bereits angekündigt, die werde ich wohl auslassen …

    So, und wenn das so ausführlich wird, erstelle ich wohl pro Kategorie einen eigenen Post, sonst werde ich nie fertig, oder drücke unterwegs mal unbedacht auf Refresh …

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    Und separat und obendrein mit Bildchen noch ein Nachtrag zu 2019 – die CD hatte ich im Herbst 2019 mal bestellt, aber sie kam dann erst irgendwann dieses Jahr beim Vertrieb an … und sie ist ganz hervorragend:

    Ivo Kahánek/Bamberger Symphoniker/Jakub Hrůša ‎– Dvořák & Martinů: Piano Concertos

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    : : KAMMERMUSIK : :

    Kitgut Quartet – ‚Tis too late to be wise: String Quartets Before the String Quartet
    Aisha Orazbayeva – Music for Violin Alone
    Leonore Piano Trio – Litolff: Piano Trios
    Nicolas Altstaedt/Alexander Lonquich – Beethoven: Complete Works for Fortepiano and Violoncello
    Judith Ingolfsson – The Happiest Years: Sonatas for Violin Solo by Artur Schnabel and Eduard Erdmann
    Chiara Zanisi/Giovanni Sollima – The Lady from the Sea: Duos for Violin and Cello from Vivaldi to Sollima
    Plamena Nikitassova – Westhoff: Suites for Solo Violin
    Thomas Dunford/Jean Rondeau – Barricades
    Emmanuel Pahud/Paul Meyer/Daishin Kashimoto/Zvi Plesser/Eric Le Sage – Vienne 1900
    Eric Hoeprich/London Haydn Quartet – Weber/Krommer: Clarinet Quintets

    Isabelle Faust/Alexander Melnikov – Mozart: Sonatas for fortepiano & violin, vol. 2
    Mario Brunello/Accademia dell’Annunciata/Riccardo Doni – Tartini: Concerti e Sonate per violoncello piccolo
    Robert Oberaigner/Michael Schöch/Dresden Chamber Soloist/Michail Jurowski – Weinberg: Clarinet Music
    Daniel Weissmann/Peter Petrov – The Romantic Viola II: Vierne, Chausson, Tournemire, Berlioz
    Astrig Siranossian/Nathanël Gouin/Daniel Barenboim – „Dear Mademoielle“: A Tribute to Nadia Boulanger
    Maia Cabeza – Folk Roots: Works by Janácek, Veress, Holliger, Enescu, Schulhoff and Bartók
    Viviane Spanoghe/Jan Michiels – Galina Ustvolskaja & Alfred Schnittke: Works for Cello & Piano
    Alisa Weilerstein – Bach (Cello Suites)
    Tabea Zimmermann/Javier Perianes – Cantilena: Piazzolla, Falla, Granados, Villa-Lobos

    Meret Lüthi/Sonoko Asabuki/Alexandre Foster/Leonardo Miucci – Young Beethoven: The Piano Quartets WoO 36
    Mario Brunello/Gidon Kremer/Kremerata Baltica – Searching for Ludwig: Beethoven, Sollima, Ferré
    Goldner String Quartet/Piers Lane – D’Erlanger/Dunhill: Piano Quintets
    Barrucand & Geoffroy – Les Caractères d’Ulysse: Rebel & Boismortier, Suites poour deux clavecins
    Raffaele La Ragione/Marrco Crosetto – Beethoven and His Contemporaries: Music for Brescian Mandolin and Fortepiano

    Das Kitgut Quartet konnte ich Anfangs der Saison noch bei einem wunderbaren, semi-distanzierten Konzert erleben. Damals waren die Zahlen noch relativ tief und die Bedenken eher gering – doch das änderte sich danach leider rasant. Jedenfalls ist das eine tolle CD, vornehmlich mit Zwischenstücken und – in aller Regel vierstimmigen – Instrumentalsätzen aus Bühnenwerken, zudem eins von Haydns späten Konzerten. Das funktioniert sehr gut, ist abwechslungsreich, und demonstriert, wie gekonnt Komponisten wie Purcell oder Locke solche instrumental Miniaturen zu komponieren wussten.

    Meine wohl grösste Entdeckung dieses Jahres ist die Geigerin Aisha Orazbayeva, die von Telemann bis Cage so ziemlich alles spielt, dabei eingreift und z.B. Spieltechniken aus der neuen Musik auf die alte überträgt. Nebst dieser neuen CD, die tatsächlich im Frühling im vergleichsweise harten Lockdown in Frankreich entstand, kaufte ich von ihr dann noch diverse weitere CDs, auf denen sie auch ein Stück von John Cale interpretiert oder „Harbour Lights“ singt, das mir v.a. von Elvis Presley bekannt war. Eine wie ich finde sehr faszinierende Musikern, an deren Schaffen ich dran bleiben werde!

    Weitere Entdeckungen waren die superben Klaviertrios von Litolff (Hyperion at its best!), die Suiten für unbegleitete Violine von Westhoff in der Aufnahme von Plamena Nikitassova, die Solo-CD der Geigerin Judith Ingolfsson (Schnabel/Erdmman – zwei Pianisten, die auch komponierten, und die beide in meinen persönlichen Olymp gehören), dann die CD „Lady from the Sea“, die ich bei StoneFM (wie Orazbayeva und Nikitassova) präsentiert habe.

    Giovanni Sollima, der Cellist der „Lady“, ist auch eine Entdeckung von 2020. Als Komponist ist er auf der Vivaldi-CD von Kopatchinskaja (oben) vertreten, aber auch auf „The Lady from Sea“ ebenso wie der vorhergehenden CD der Geigerin Chiara Zanisi (im Duo mit Stefano Barneschi, auch an der Geige), „Suite Case“, zudem auch auf der Kremerata-CD (wo Mario Brunello am Cello zu hören ist) mit einem interessanten Werk auf der Basis von Skizzen von Beethoven … womit wir wieder zum Beethoven-Jubiläum überleiten können.

    Die Cello-Sonaten Beethovens sind allesamt bezaubernde Werke. Ich hörte sie vor einiger Zeit schon im Konzert mit den beiden, die sie 2020 bei alpha auch auf CD herausgebracht haben: Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich. Das Konzert fand ich noch eindrücklicher, aber auch die CD-Einspielung ist hervorragend. Auch zum Beethoven-Jubiläum gehört die CD von Raffaele La Ragione und Marrco Crosetto, „Beethoven and His Contemporaries: Music for Brescian Mandolin and Fortepiano“, auf der die vier bekannten Stücke für Mandoline von Beethoven mit zeitgenössischem Repertoire (v.a. der Sonate von Hummel) gepaart wird – sehr charmant, aber nichts Grosses. Zum Beethoven-Jubiläum gehört auch die Einspielung von dessen frühen Klavierquartetten (Meret Lüthi/Sonoko Asabuki/Alexandre Foster/Leonardo Miucci). Das hat mich vom ersten Eindruck her aber nicht umgehauen, auch wenn es schön ist, Beethovens Beitrag zu diesem Genre in einer vermutlich mehr als adäquaten Sichtweise hören zu können. Ebenfalls nicht umgehauen hat mich „Searching for Ludwig“, auf der Mario Brunello und Gidon Kremer mit der Kremerata Baltica Streichorchester-Fassungen zweier später Streichquartette spielen. Für meine Ohren klingt das hier dann auch etwas, wie soll ich sagen, russifziert/kremeratisiert? Ich höre das kaum noch als Beethoven, was dann aber auch wieder zu einem neuen Reiz führt. Und Sollimas auf der CD zu hörendes Stück erwähnte ich ja gerade, vielleicht mein Highlight hier.

    Eine schöne Überraschung gegen Ende des Jahres war die CD „Barricades“ von Thomas Dunford und Jean Rondeau. Die beiden spielen Solostücke für Laute oder Cembalo im Duo, was ganz wunderbar klappt, ohne dass sie offenlegen würden, was sie mit der Musik genau anstellen. (Auf die Duo-CD von Dunford mit dem Geiger Théotime Langlois de Swarte warte ich noch.)

    Den Klarinettisten Eric Hoeprich erwähnte ich bereits … sehr schön ist auch seine Einspielung des Klarinettenkonzertes von Mozart – und ich erwähnte das oben noch nicht: Hoeprich spielt (wie das London Haydn Quartet) auf alten Instrumenten. Auch Brunello erwähnte ich bereits, der sich ebenfalls am Tartini-Jubiläumsjahr beteiligt hat – mit einer schönen CD mit Sonaten/Konzerten (die Übergänge sind in der Zeit fliessend, ich hätte die beiden Tartini-CDs mit Violinkonzerten wohl auch hier listen können).

    Auf „Vienne 1900“ haben Emmanuel Pahud (fl), Paul Meyer (cl), Daishin Kashimoto (v), Zvi Plesser (vc) und Eric Le Sage (p) ein schönes Programm mit Musik von Berg, Schönberg, Mahler, Zemlinsky und Korngold zusammengestellt. Die Besetzungen wechseln stets, alle zusammen sind sie nur am Ende zu hören, in der Webern-Transkription von Schönbergs erster Kammersinfonie).

    Isabelle Faust und Alexander Melnikov haben die zweite Folger ihrer entstehenden Einspielung der Violionsaten Mozarts vorgelegt – wobei ich mich manchmal beim Gedanken ertappe: warum nicht Faust/Bezuidenhout? Aber schön ist das auch so!

    Eine weitere CD für Violine solo hat Maia Cabeza vorgelegt, mit Werken, die einen Bezug zu Folklore haben, natürlich von Bartók, aber auch von Enescu, Veress, dessen Schüler Holliger, sowie von Janácek und Schulhoff. Sehr hörenswert.

    Auch Astrig Siranossian erwähnte ich schon – sie hat mit dem Pianisten Nathanël Gouin (und einmal Daniel Barenboim) eine Tribute-CD für Nadia Boulanger aufgenommen (von der Eloquence Australia auch eine kleine Box vorlegte, die ihre fünf Decca-Alben neu vorlegt – habe ich noch nicht zu hören angefangen). Die Scheibe von Siranossian gefällt, aber das ist leichte Kost (darf man da schon – fast? – von Salonmusik schreiben?). Schön auch die zweite Folge von „The Romantic Viola“ von Daniel Weissmann, der hauptberuflich (kaufmännischer) Direktor der Orchesters von Liège ist. Das Hauptstück auf der CD ist ein Arrangement von Berlioz‘ „Harold en Italie“ für Viola und Klavier, was mir wohl sogar besser gefällt, als die Orchesterfassung … die Suite von Tournemire ist vermutlich mein Highlight. Leichtere Kost gibt es auch auf der CD „Cantilena“ von Tabea Zimmermann – aber sehr schön! (Seltsamerweise fehlt Nils Mönkemeyer dieses Jahr in meiner Liste, hat er gar nichts Neues herausgebracht?)

    Schwere Kost haben Viviane Spanoghe und Jan Michiels vorgelegt, eine schöne Einspielung von Musik von Galina Ustvolskaja und Alfred Schnittke. Auch die CD mit Klarinettenmusik von Weinberg gefällt mir wieder sehr gut. Sie öffnet mit dem Klarinettenkonzert und hätte daher auch schon oben stehen können, zudem die Klarinettensonate und die vierte Kammersymphonie.

    Alisa Weilersteins Einspielung der Cello-Suiten von Bach ist interessant, ich kriege sie bisher noch nicht wirklich gefasst. Einerseits muskulös, altmodisch in der Hinsicht, aber zugleich eben doch sehr beweglich und vor allem enorm musikalsich.

    Etwas enttäuschend (Hyperion nicht ganz at its best) fand ich dann die CD des Goldner String Quartet mit dem Pianisten Piers Lane und Klavierquintetten von zwei weiteren mir bisher völlig unbekannten Komponisten (D’Erlanger/Dunhill) – wie bei Swiss Orchestra oben ist halt nicht jede Ausgrabung Gold, manche sind nur Silber oder Bronze, aber das nimmt ihnen nicht den Wert.

    Eine letzte hübsche CD mit leichter Kost kommt schliesslich vom Cembalo-Duo Barrucand & Geoffroy, sie haben unter dem Titel „Les Caractères d’Ulysse“ Suiten aus Musik von Rebel und Boismortier zusammengestellt – hört sich super an, aber ist auch kein grosser Wurf, finde ich.

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    : : CLAVIER : :
     

    Jonathan Powell – Sorabji: Sequentia Cyclica (*****)

    Víkingur Ólafsson – Debussy/Rameau
    Mahan Esfahani – Musique?
    Rudolf Buchbinder – The Diabelli Project
    Grigory Sokolov – Beethoven/Brahms/Mozart
    Stephen Hough – Brahms: The Final Piano Pieces
    Judith Wegmann – Le Souffle Du Temps II – Refléxion
    Maroussia Gentet – Invocations (Concours d’Orléeans Live)
    Marc-André Hamelin – Liszt/Thalberg: Opera transcriptions & fantasies

    Jan Michiels – Bach-Busoni
    Maurizio Pollini – Beethoven: The Last Three Sonatas Opp. 109-111
    Marc-André Hamelin – Feinberg: Piano Sonatas 1-6
    Duo Tal & Groethuysen – Febel/Bach: 18 Studies on „The Art of Fugue“
    Igor Levit – Encounter
    Bertrand Cuiller – François Couperin l’alchimiste: Les Années de jeunesse (Vol. 2)

    Khatia Buniatishvili – Labyrinth

    Klaviermusik … eine meiner grossen Lieben in Sachen Klassik … und ich merke gerade, dass die letzte unter Kammermusik besprochene CD gerade so gut hier gepasst hätte (Tal & Groethuysen sind auch hier). Egal.

    Die Sorabji-Box (7 CDs, eine der Variationen ist so lang, dass sie nicht mal auf einer CD Platz findet) ist der Hammer. Nicht, dass ich das fassen könnte, aber die Musik wie auch die Interpretation von Jonathan Powell beeindrucken mich schwer. Die einzige Veröffentlichung von 2020, der ich die vollen fünf Sterne gebe.

    Am andere Ende Khatia Buniatishvili … abgezählt liegt sie bei drei Sternen, und weniger möchte ich wohl auch nicht geben, denn es sind schon einige schöne Sachen dabei – aber das funktioniert dann doch zu oft nicht, im Gegensatz zu ihrem anderen Album, „Motherland“, das als Ganzes viel besser klappt, und im Gegensatz zu ihren Repertoire-CDs, die mindestens immer zum Nachdenken anregen, selbst ihr eingenartiger Schubert neulich.

    Dazwischen finden sich weitere wunderbare Scheiben, die nur haarscharf an den vollen Fünfen vorbeischrammen, besonders Ólafsson und Esfahani, aber auch das hervorragenden Diabelli-Projekt von Buchbinder. Ólafsson verbindet Rameau und Debussy – und das wirkt in seinen Händen absolut logisch. Ich brauche da die früheren DG-Alben auf jeden Fall auch noch! Bei Esfahani bin ich schon eine Runde weiter. Er ist es ja, der auch Mel Powell spielt (klick) und den ich auch im Konzert hörte – ein Schüler von Zuzana Ruzicková, der sich nichts weniger zum Ziel gesetzt hat, das Cembalo wieder populär zu machen. Wenn ich aufgrund des Publikums beim Konzert in Zürich schliessen darf, gelingt das noch nicht ganz, aber es waren schon ein paar jüngere Leute da (ein paar wirklich junge, aber auch einige wie ich, irgendwo in der Lebensmitte und nicht wie der grosse Rest schon auf der Zielgerade). Auf „Musique?“ spielt er zeitgenössische Werke und Werke aus dem 20. Jahrhundert – und das ist so gute Musik (aber klar doch!), dass ich mir wirklich wünsche, dass er damit auch mal ein grösseres Publikum finden würde (aber „zeitgenössisch“ und „grösseres Publikum“, hm, there we go again – zudem ist das Instrument natürlich für grosse Häuser eh nur bedingt gemacht).

    Rudolf Buchbinders Beitrag zum Beethoven-Jubiläum besteht aus einer Neueinspielung der Diabelli-Variationen, die für sich schon sehr hörenswert ist. Darüberhinaus hat er aber eine Auswahl der damaligen Variationen anderer Komponisten eingespielt – und neue in Auftrag gegeben. Da sind interessante neue Stücke u.a. von Manoury, Auerbach, Richter oder Widmann dazugekommen. Bin ja dem Jubiläum nicht im grossen Stil hinterhergerannt, aber das ist wohl für mich der schönste Beitrag in Sachen Tonträger.

    Auch Sokolovs jüngste CD enthält Beethoven, die Sonate Nr. 3 und die Bagatellen Op. 119 (CD1), zudem Brahms Opp. 118 und 119 sowie einen Zugaben-Strauss (CD2) – das ist ein Konzertprogramm von 2019. Auf DVD gibt noch ein zusätzliches Konzertprogramm von 2017 mit Mozart (KV 545, KV 475/457), Beethoven (Op.p 90 & 111) und abermals Zugaben. Das ist natürlich auch toll – aber zugleich sind Sokolovs CD-Veröffentlichungen, die seit ein paar Jahren bei DG erscheinen, Konzertdokumente, und das meist von Konzertprogrammen, die ich auch gesehen habe. Das mindert für mich den Wert der CDs schon ein wenig.

    Von Brahms ist der Weg aber kurz zu einer CD, die vielleicht vor Sokolov in die Liste gehörte: Stephen Hough hat das gesamte Spätwerk von Brahms für Klavier solo bei Hyperion herausgebracht – und das ist ganz wunderbar geworden (reiht sich bei mir neben die Doppel-CD von Koroliov bei Tacet von 2019 ein, die alle Intermezzi – und daher teils keine vollständigen Opera – enthält).

    Und nochmal zu Beethoven zurück: auch Pollini leistet da seinen Beiträg zum Jubiläum: bei DG sind Neueinspielungen von Konzerten in München von den letzten drei Sonaten (opp. 109-111) erschienen. Das ist schon sehr toll, aber meine Ambivalenz Pollini gegenüber lege ich in diesem Leben vermutlich nicht mehr ganz ab.

    Noch vor Pollini reihen sich drei weitere feine CDs ein: die Debütantin Maroussia Gentet mit einem sehr schönen Programm aus Bekanntem in schlüssigen Sichtweisen und Neuem, der irre Marc-André Hamelin mit Operntranskriptionen nicht nur von Liszt sondern auch vom wenig bekannten Sigismond Thalberg (und in „Hexameron“ auch Chopin, Czerny, Herz und Pixis), zudem Jan Michiels, der in Sachen Bach-Busoni noch vor dem Lockdown-Album von Igor Levit landet, der im Sommer Choralvorspiele von Bach/Busoni, Brahms/Busoni, zudem Brahms-Bearbeitungen von Reger und Morton Feldmans „Palais de Mari“ einspielte. Ein schönes Album auf jeden Fall, eines, das Zeit braucht – aber am Ende finde ich es nicht so gut wie sein Album „Life“ von 2018, das auch schon einige tolle Busoni-Einspielungen enthält.

    Von Hamelin kam noch eine schöne neue CD dazu, die ersten sechs Klaviersonaten von Samuil Feinberg – vielleicht steigt diese in meiner Gunst noch, würde mich nicht überraschen (Aufnahmen von Feinberg selbst habe ich 2020 auch zum ersten Mal gehört, mit seinem Bach kam ich allerdings noch nicht sehr weit)

    Dann sind da noch Tal & Groethuysen mit Febel/Bach, „18 Studies on ‚The Art of Fugue'“ – lief noch nicht oft, aber gefällt schon ziemlich gut!

    Und noch aus der Cembalo-Rubrik die zweite Folge von Bertrand Cuillers Couperin-Einspielung, die diese Mal auch Chormusik (Messen) umfasst. Da bin ich auf Fortsetzung unbedingt gespannt, jedenfalls schon jetzt ein tolles Projekt!

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    : : LIED : :

    Georg Nigl/Olga Pashchenko – Vanitas: Beethoven, Schubert, Rihm
    Sabine Devieilhe/Alexandre Tharaud – Chanson d’amour
    Les Kapsber’girls – Kapsberger che fai tu? Villanelles
    Lucile Richardot/Yves Saelens/Het Collectief/Reinbert de Leeuw – Mahler: Das Lied von der Erde
    Diana Damrau – Richard Strauss: Lieder
    Véronique Gens/I Giardini – Nuits
    Mary Bevan/Joseph Middleton – The Divine Muse: Haydn, Schubert, Wolf
    Carolyn Sampson/Joseph Middleton – The Contrast: English Poetry in Song
    Ruby Hughes/BBC National Orchestra of Wales/Jac van Steen – Clytemnestra: Samuel, Mahler, Ber
    Anna Prohaska/Julius Drake – Paradise Lost

    Olivia Vermeulen/Jan Philip Schulze – Dirty Minds: Schubert, Wolf, Schönberg, Eisler
    Nuria Rial/Artemandoline – Venice’s Fragrance
    Núria Rial/Edin Karamazov – con guitarra: Works by de Falla, Granados & Palomo
    Hanna-Elisabeth Müller/Juliane Ruf – Reine de coeur (Schumann, Poulenc, Zemlinksy)
    Camilla Tilling/Paul Rivinius – Jugendstil: Songs 1898-1961 (Berg, Korngold, Mahler, Schönberg, Zemlinsky)

    Einspielungen von Liedern habe ich einige angehört – im Gegensatz zu Opern, wo sich unten nur ein paar Rezital-CDs finden.

    Die schönste Überraschung ist „Vanitas“ von Nigl/Pashchenko geworden, wo ich keine Vorstellung hatte, was mich erwarten würde – im Gegensatz zu Devieilhe/Tharaud, wo ich höchste Erwartungen hatte, die zuverlässig erfüllt wurden. Zwei beeindruckende Einspielungen!

    Ebenfalls sehr bewegend dann die kammermusikalische Fassung von Mahlers „Das Lied von der Erde“, mit der sich Reinbert de Leeuw von selbiger verabschiedet.

    Ein paar weitere CDs erwähnte ich oben bereits rasch. Ich fasse mich sowieso kürzer, sonst werde ich nicht mehr fertig … Joseph Middleton zählt wohl derzeit zu den besten Leidbegleitern – seine Alben mit Carolyn Sampson gefallen mir schon seit einiger Weile sehr gut. Das jüngste ist allerdings nicht gerade home turf, was das Repertoire angeht, wohl auch deshalb landet das Album von Mary Bevan knapp davor.

    Ruby Hughes hat auf ihrem neuen Album ein zeitgenössisches Stück („Clytemnestra“ von Rhian Samuel) mit Klassikern der Moderne verbunden (Rückert-Lieder von Mahler und Altenberg-Lieder von Berg) – auch das ein beeindruckendes Album. Und eine betörende Stimme!

    Die erste Scheibe von Anna Prohaska stieg bei mir Anfang Jahr ganz oben ein, wurde dann aber etwas nach unten gereicht. Mit Julius Drake hat sie einen anderen exzellenten Lied-Begleiter an ihrer Seite – wie Olivia Vermeulen mit Jan-Philip Schulze (der auch bei Sarah Maria Sun mitwirkt, siehe unten), die bei ihrem „dirty“ Programm hörbar Spass haben.

    Nuria Rial verfügt über eine Stimme, die ich zu den allerschönsten zähle – ihr Manko ist vielleicht, dass sie fast nur „schöne“ Musik macht, dass es keine Rätsel, keine Irritationen gibt ( @soulpope?). Aber davon abgesehen ist sie für Musik aus dem Barock und auch aus anderen Epochen bei mir hochgeschätzt. Die beiden aktuellen CDs zählen aber nicht zu den besten, denke ich. Musik mit Mandolinenbegeleitung hat sie schon vor einigen Jahren aufgenommen („Sospiri d’amanti“), da ist sehr charmante Musik dabei, und dasselbe gilt für die spanischen Lieder mit Gitarrenbegleitung.

    Von Hanna-Elisabeth Müller und ihrer Pianistin Juliane Ruf fand ich die Vorgänger-Scheibe „Traumgekrönt“ ganz hervorragend – und die neue (aber auch nur) in der Hinsicht eine leise Enttäuschung. Muss sie allerdings bald mal wieder anhören! Dasselbe gilt für die Jugendstil-CD von Camilla Tilling, die mir beim ersten Hören auch mal enorm gefallen hatte.
     
     

    : : VOKAL : :

    Concerto Italiano/Rinaldo Alessandrini – Monteverdi: Il terzo libro de‘ madrigali
    Vox Luminis/Lionel Meunier – Andreas Hammerschmidt: Ach Jesus stirbt
    Pygmalion/Raphaël Pichon – JS Bach: Motets
    Vox Luminis & A Nocte Temporis/Reinoud Van Mechelen & Lionel Meunier – Charpentier: Orphée aux enfers
    Academy of Ancient Music/Richard Egarr – Dussek: Messe Solemnelle
    Pluto-Ensemble/Marnix De Cat, Hathor Consort/Romina Lischka – Animan gementem cano: Tuma, Stabat Mater/Biber, Requiem
    Ensemble Corréspondances/Sébastien Daucé – Charpentier: Messe à quatre choeurs: Carnets de voyage d’Italie
    Anna Prohaska/Lautten Compagney/Wolfgang Katschner – Bach: Redemption
    Le Banquet Céleste/Damien Guillon – Stradella: San Giovanni Battista
    Coro e Orchestra Ghislieri/Giulio Prandi – Jommelli: Requiem

    Ensemble Correspondances/Sébastien Daucé – Les Plaisirs du Louvre
    Les Abbagliati – D’Astorga & Lalli: Cantatas, Sonatas
    Stéphanie d’Oustrac/Ensemble Amarillis/Héloïse Gaillard – Portraits de la Folie
    La Venexiana – Bononcini: La conversione di Maddalena
    Sandrine Piau/Christophe Lowrey/Les Talens Lyriques/Christophe Rousset – Pergolesi: Stabat mater
    Le Concert Spirituel/Hervé Niquet – Martini: Requiem pour Louis XIV
    Julie Roset/Clematis – Nun Danket alle Gott
    Kate Lindsey, Arcangelo/Jonathan Cohen – Arianna

    Was jetzt hierhin gehört und was nach oben (Orchesterlieder vs. Ensemble/Orchestermusik mit Solo-Stimme?) ist mir selbst nicht ganz klar, aber dass geistliche Werke mit Chor und Solist*innen nicht in die Lied-Liste gehören und eine Trennung sinnvoll schien, fand ich schon klar.

    Dass die neue Monteverdi-CD von Alessandrini sich noch an der enorm tollen Hammerschmidt-CD (die auch unter „Alte Musik“ passt) vorbeischob, ist vermutlich unfair und dem Neuheiten-Bonus geschuldet. Die Hammerschmidt-Scheibe ist jedenfalls in dieser Liste die ganz grosse Entdeckung des Jahres, weil ich den Komponisten überhaupt nicht auf dem Schirm hatte und die Musik klasse, die Interpretationen hervorragend finde.

    Die neue Einspielung der Motetten von Bach durch Pygmalion wollte ich zunächst nicht auch noch kaufen – aber das Ensemble schätze ich sehr und die Rezensionen überschlugen sich mit Lob … ich gab also nach, und bin froh, dass ich das getan habe!

    Ansonsten sind hier weitere Ensembles und Künstler*innen vertreten, die ich sehr schätze: Van Mechelen/Meunier, Daucé, nochmal Prohaska (mit einem Bach-Programm, das während des Lockdowns entstand), d’Oustrac, La Venexiana, Piau, Rousset, Niquet … aber auc einiges an interessantem Repertoire: Bibers Requiem (mit einem Ensemble, das für mich neu ist, aber Romina Lischka wirkt auf einer weiteren Lieblings-CD des Jahres mit, s.u.), Stradellas „San Giovanni Battista“, Jomellis „Requiem“ (auch mit Piau), Kantaten von d’Astorga, die „Messe Solemnelle“ von Dussek (mit Stefanie True als Sopran-Solistin, die letztes Jahr eine tolle CD mit Kantaten von Giuseppe Porsile herausgebracht hat … von dem auf einer Neuheit, die ich noch nicht angehört habe, auch noch mehr drauf ist, „Alla virtù“ von Juliette De Bandes Gardonne etc., s.o.), Martinis Reuqiem, Bononcinis „La conversione di Maddalena“ …

    Sehr schön zuletzt auch die CD von Clematis mit Julie Roset mit Musik von Buxtehude, Hammerschmidt, Monteverdi, Rosenmüller etc. und die CD von Kate Lindsey mit drei Arianna-Kantaten (Händel, Haydn, Scarlatti).
     
     

    : : OPER : :

    Philippe Jaroussky/Artaserse – La Vanità del Mondo
    Ermonela Jaho/Orquestra de la Comunitat Valenciana/Andrea Battistoni – Anima Rara
    Sophie Junker/Le Concert de l’Hostel Dieu/Franck-Emmanuel Comte – La Francesina: Händel’s Nightingale
    Diana Damrau – Tudor Queens

    Regula Mühlemann – Mozart Arias II

    Valentina Nafornita, Münchner Rundfunkorchester/Keri-Lynn Wilson – Romance

    Das mit der Oper war eben so eine Sache … lief schon vor der Pandemie zuhause eher selten, aber eine Phase, in der ich richtig Lust auf Oper hatte, ergab sich seither nicht mehr. Kommt wieder, keine Frage, aber jetzt ist nicht die Zeit dafür. Ein paar Rezital-Alben kamen doch in den Player, und die erste ist gar nicht aus Opern sondern aus Oratorien-Auszügen zusammengstellt und zeigt den Countertenor Philippe Jaroussky mal wieder von seiner eindrücklichsten Seite.

    Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich beim ersten Durchgang vor ein paar Tagen die Verismo-Scheibe von Ermonela Jaho. Sie singt da keine Rollen sondern verkörpert sie buchstäblich. Die CDs von Sophie Junker und Diana Damrau fand ich ebenfalls sehr eindrücklich.

    Die zweite Mozart-CD von Regula Mühlemann mit dem KOB vielleicht eine Spur weniger gelungen als die erste. Ich habe irgendwie ein wenig das Gefühl, dass sich bei Mühlemann gerade nicht sehr viel tut, und das finde ich sehr bedauerlich, denn ich fand sie vor ein paar Jahren enorm vielversprechend. Abwarten …

    Etwas enttäuschend fand ich dann die CD von Valentina Nafornita, die mir zunächst auch ganz hervorragend gefallen hatte.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #123: Dr. Lonnie Smith (1942–2021), 21.10., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11315623  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 58,972

    : : ALTE MUSIK : :

    Magdalena Consort/Fretwork/His Majestys Sagbutts & Cornetts, Silas Wollstron – In Chains of Gold: The English Pre-Restoration Verse Anthem Vol. 2, William Byrd to Edmund Hooper: Psalms and Royal Anthems
    Sollazzo Ensemble/Anna Danilevskaia – Firenze 1340: Un jardin médiéval florentin
    Cantica Symphonia/Giuseppe Maletto – Josquin Desprez: Stabat Mater

    Vittorio Ghielmi/Luca Pianca/Il Suonar Parlante – Le Secret de Monsieur Marais
    Gunar Letzbor/Ars Antiqua Austria – Biber: Rosenkranzsonaten
    Der musikalische Garten – Biber: Harmonia Artificioso-Ariosa
    Bruno Cocset/Guido Balestracci/Les Basses Réunies – Diego Ortiz: Trattado de Glosas
    Il Ricercar Continuo – Pulchra es: Affetti in 17th-century Italian Instrumental Music

    Über die zweite Folge von „In Chains of Gold“ las ich irgendwo etwas und musste die Scheibe haben … Vol. 1 fehlt mir noch, aber das werde ich ändern. Die CD enthält Musik von Bull, Byrd, Morley etc.

    Die CD des Sollazzo Ensemble auf dem kleinen aber feinen Label Ambronay ist ebenfalls ganz hervorragend, darauf sind höchst konzentrierte Darbietungen von diversen Komponisten zu hören, die im 14. Jahrhundert in Florenz aktiv waren.

    Die Josquin-CD von Cantica Symphonia hörte ich die letzten Tage mehrmals und finde sie sehr gelungen in der Mischung aus vokalen und instrumentalen Stücken, auch erstere werden manchmal zurückhaltend vor ein paar Instrumenten begleitet. Diese Ensemble hörte ich auch bei einem früheren Besuch am Festival Alte Musik (als noch gesungen wurde) und fand es sehr beeindruckend, diese hohe Gesangskunst im Konzert bei ihrem Entstehen in Echtzeit zu beobachten.

    Biber ist eine kleinere Obsession von mir … das sind beides keine sofortigen Lieblings-Einspielungen, aber beides – v.a. die „Harmonia“, schöne Ergänzungen.

    Gambenmusik mag ich ja auch sehr gerne, die Alben von Ghielmi/Pianca und Cocset/Balestracci finde ich beide ebenfalls mehr als hörenswert.

    Die letzte CD, auch rein instrumental, ist eine der jüngsten Anschaffungen, zu hören sind Stücke für Blockflöten oder Dulzian (Fagott) mit Cello und oder Laute/Theorbe, auch ein paar Duette für Cello/Laute sind dabei.
     
     

    : : ZEITGENÖSSISCH : :

    Sophie Schafleitner/Lorelei Dowling/Klangforum Wien/Peter Rundel/Stefan Asbury – Liza Lim: Extinction Events and Dawn Chorus
    Judith Wegmann – Le Souffle Du Temps II – Refléxion
    Zeynep Gedizlioglu – verbinden und abwenden
    Netherlands Chamber Choir/Peter Dijkstra/Raschèr Saxophone Quartet – Auerbach: 72 Angels
    Rebecca Saunders – musica viva, Neue Folge #35: Still, Aether, Alba (BR Symphonieorchester, Carolin Widmann, Marco Blaauw, Ilan Volkov, Peter Eötvös etc.)

    Gabriella Smart – Cat Hope & Erkki Veltheim: Works for Travelled Pianos
    Judith Wegmann – Feldman: Triadic Memories
    Alexandre Tharaud – Abrahamsen/Pesson/Strasnoy: Piano Concertos
    Isil Bengi – HiKAYE
    Buck-Wolfarth – Edu Haubensak & Thomas Korber: Works for Guitar & Percussion

    Máté Bella/Balázs Horváth/Dan Dediu – Headed East/Zukunfsmusik ostwärts

    Die Liste hier ist erstaunlich lang … die CD von Liza Lim beeindruckt mich ganz enorm, das ist brodelnde, düstere, vielschichtige Musik.

    Judith Wegmann habe ich beachtet, weil ihre CDs auf dem neuen Label des Gründers von Hat Art (Werner X. Uehlinger) erscheinen, ezz-thetics, und ich diesen Katalog im Auge habe, seitdem Uehlinger dieses jüngste Kapitel aufgeschlagen hat. „Le souffle du temps“ erschien vor ein paar Jahren noch bei Hat, die neue CD ist eine Reflexion dazu und beides sind Entdeckungen des Jahres (ich kannte die erste auch noch nicht), und so musste dann auch die Feldman-CD von Wegmann her.

    Es fällt mir schwer, über solche Alben viel zu schreiben, aber ich fand sowohl Auerbach als auch Sanders sehr toll. Die CD von Smart ist völlig irre, ich schrieb darüber irgendwo mal was, es geht um Klaviere und Telegraphen in Australien … ich weiss nicht, ob die Musik so gut ist, wie die Story dazu, ob ich das mehr als zwei-, dreimal hören werde – aber der eine bisherige Durchgang war schon irre!

    Die Scheibe von Tharaud ist da ungleich konventioneller und ich hätte sie wohl doch besser oben zu „Orchester“ gruppiert. Er spielt drei Klavierkonzerte aus jüngster Zeit (2006-2015) und die sind ziemlich interessant, aber tiefer erkundet habe ich sie noch nicht.

    Die CD von Isil Bengi ist eine Art Konzeptalbum, neben Bloch und Franck sind Takemitsu und ein paar mir unbekannte und der mir aus dem Jazz bekannte Stéphane Galland vertreten. Funktioniert sehr gut, finde ich.

    Die beiden letzten CDs sind ebenfalls nicht uninteressant, die Buck/Wolfarth ist für mich eher vom Jazz bzw. der freien Improvisation her anschlussfähig, rein wegen der Instrumentierung (Gitarre und Perkussion), die CD mit neuer Musik aus Osteuropa enthält tolle und weniger tolle Sachen, ist etwas unausgewogen, finde ich.
     
     

    : : CROSSOVER : :

    Ghalia Benali/Romina Lischka – Call to Prayer
    Sarah Willis – Mozart y Mambo
    Lucian Ban/John Surman/Mat Maneri – Transylvanian Folk Songs: The Béla Bartók Field Recordings
    Sarah Maria Sun & The Gurks – Killer Instincts

    Les Lunaisiens/Agathe Peyrat/Arnaud Marzorati – Le Code de la route: Hommage à Boris Vian (***1/2)

    So, fast geschafft … die arabische Sängerin Ghalia Benali kannte ich bisher ebensowenig wie Romina Lischka, die Gambe spielt (und oben noch mit einer anderen CD mit Barockmusik vertreten ist). Hier singt Lischka zudem im Stil der Hindustani-Musik, Vincent Noiret am Kontrabass und der Chitarra battente ist als drittes dabei, und aus den Stücken von Benali und barocken Instrumental-Nummern (A. Forquerray, Marais, Sainte-Colombe, aber auch Noiret) ergibt sich ein äusserst stimmiger Mix.

    Der kubanische Mozart von Sarah Willis schlug bei mir richtig ein, das war ein passender Gute-Laune-Kontrapunkt zu diesem vermaledeiten Jahr.

    Nachdenklicher geht es beim Trio Ban/Surman/Maneri in ihrem Bartók-Programm zu, das ich auch mal noch in Ruhe hören und das Booklet lesen muss … die CD lief aber schon einige Male und könnte ev. noch wachsen.

    Toll dann auch das jüngste Album der furchtlosen Sarah Maria Sun, die hier Songs von Randy Newman und Tom Waits Stücken von Weil, Bernstein oder Sondheim gegenüberstellt, dazwischen Wolpes wütendes „Hitler“ bellt oder „I Put a Spell on You“ raunt. Die Frau kann echt alles!

    Und dann ist da noch eine hübsche Vian-Hommage, die ebenfalls in keine Schublade passen will … nicht ganz so zwingend, aber dennoch hörenswert, zwei Stimmen (Marzorati ist auch der Leiter der Gruppe, Peyrat spielt zudem Ukulelel) mit Trompete, Akkordeon und Kontrabass. Très français, bien sûr.

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    #11316025  | PERMALINK

    seenus

    Registriert seit: 26.01.2020

    Beiträge: 107

    @gypsy-tail-wind

    Das ist ja der blanke Wahnsinn. Vielen Dank für diese ausführlichen Auflistungen, Berichte und Einschätzungen. Auch wenn ich einen gar nicht so kleinen Teil der genannten Veröffentlichungen besitze, kenne oder zumindest einmal gehört habe und wir durchaus einige gemeinsame Favoriten haben, so ist das hier doch eine wunderbarer Ausgangspunkt, um sich den ganzen Veröffentlichungen zu widmen, die ich übersehen, vergessen oder vernachlässigt habe.

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    Tradition is one of those words conservative people use as a shortcut to thinking.
    #11316095  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 39,937

    Danke für die detaillierte „klassische Jahresaufarbeitung @ „gypsy“ …. bei mir galt auch in diesem Genre in 2020 viel gehört wenig erstanden …. neben ein paar Nachziehkäufen kommt mir da nur Mahler „Lied der Erde“ (Alpha) und die neue La Venexiana in den Sinn ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #11316165  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 58,972

    Danke für die Rückmeldungen @seenus und @soulpope.

    Ja, es war schon ziemlicher Wahnsinn, was 2020 alles zusammenkam. Der grosse Unterschied ist, dass ich praktisch alles auch wirklich schon angehört habe (eben: ausser die Opern), weil ich ja sonst abends fast nie was vor hatte.

    Ich denke, das in der Liste oben ist aber von der Gesamtmenge nicht mal im zweistelligen Prozentbereich … es wird wahnsinnig viel klassische Musik auf CD produziert in diesen Jahren – aber eben nicht von den Majors (Universal ist mit DG/Decca/Australian Eloquence etc. noch im Rennen, Sony scheint irgendwie nur noch lokal aktiv zu sein, DHM in DE, Kammerorchester Basel und related in CH … aber abgesehen vom gelegentlichen Sängerinnen-Album wird kaum was gross gepusht, dafür mag ich die vielen Reissue-Boxen von Sony schon sehr gerne … der dritte Player, Warner, scheint sich mehr oder weniger aufs Verwalten/Umverpacken von EMI-Beständen zu beschränken (sowas wie die jüngste Samson François-Box finde ich als Besitzer der vorhergehenden eine ziemliche Frechheit, zudem ist ja nicht mal öffentlich bekannt, was in der neuen Box drin ist, ob ausser der einen entsprechend so vermerkten Aufnahme noch weiteres drin ist, was in der früheren fehlt … und eine Anfrage blieb natürlich unbeantwortet – die guten Leute von EMI im UK, die mir früher hie und da auch schon mal Details zu grösseren Boxen schickten, bei denen z.B. Aufnahmejahre fehlten, sind wohl alle längst entlassen worden oder haben bestenfalls einfach keine Zeit mehr für sowas … Kunden? Die muss man nicht pflegen, der Markt regelt das von selbst, oder so  :scratch: )

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #123: Dr. Lonnie Smith (1942–2021), 21.10., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11332841  | PERMALINK

    yaiza

    Registriert seit: 01.01.2019

    Beiträge: 3,414

    gypsy-tail-wind : : KAMMERMUSIK : :
    Judith Ingolfsson –
    The Happiest Years Sonatas for Violin Solo by Artur Schnabel and Eduard Erdmann
    Plamena Nikitassova – Westhoff: Suites for Solo Violin
    Maya Cabeza – Folk Roots: Works by Janácek, Veress, Holliger, Enescu, Schulhoff and Bartók

    dieses ganz wundervolle Trio dreht sich in meinem Player auch sehr regelmäßig – ganz wunderbar :rose:

    (habe den Thread gerade erst gesehen :unsure: )

    alle drei „neue Namen“ / Entdeckungen für mich

    … Ingolfsson mit der Solo-Violinsonate von Schnabel nichtsahnend zu Ostern im Radio… eine sehr spannende Stunde – mit sehr guter Aufbereitung von Daten/Zitaten zu/von Schnabel und Erklärungen der Solistin, die zwischen die einzelnen Sätze des Mammutwerks gelegt wurden…

    … die Westhoff-CD war mein erster Radio StoneFM – No Problem Saloon -Kauf ;D … hatte mich beim Hören im Mai direkt umgehauen, im Oktober fiel sie mir im Einzelhandel auf – weiter aufschieben war nicht drin, kam direkt mit…

    … und von Maya Cabeza wollte ich ursprünglich im März das CD Release-Konzert im Pianosalon hören, das dann nicht mehr stattfinden konnte… es wäre bestimmt ein sehr schönes Konzert geworden (sehr schöne Zusammenstellung und Interpretation!) … sie war im Frühjahr gleich 2x in Debütsendungen beim Dlf zu hören — und sie hat noch soviel vor, wie sie erzählte. Ich drücke die Daumen!

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    #11332877  | PERMALINK

    yaiza

    Registriert seit: 01.01.2019

    Beiträge: 3,414

    gypsy-tail-wind : : ORCHESTER & KONZERTANT : :
    Alina Ibragimova/State Academy S.O. of Russia „Evgeny Svetlanov“/Vladimir Jurowski – Shostakovich: Violin Concertos
    Daniel Hope – Belle Epoque

    … das mit der „Belle Epoque“ sehe ich ähnlich, allerdings ist sie eine schöne Erinnerung an das Konzert Anfang März – auch das erste Mal, dass man im Konzerthaus mit „Vielen Dank, dass Sie fast alle zum Konzert gekommen sind“ begrüßt wurde. Ein paar Tage später waren die Musikstätten zu. Ich denke, dass die CD bei mir auch mit mehr Kenntnis der Stücke wachsen könnte, mir war das Doppelalbum anfangs auch zu umfangreich – inzwischen denke ich schon etwas anders darüber,einige Perlen sind dabei…

    … bei den Schostakowitsch VK brach ich mit dem intensiven Hören leider irgendwann ab… der Erscheinungstermin im Sommer passte einfach nicht, keine Musik für Sonnenschein… das Hören wollte ich eigentlich mal wieder aufnehmen –> es ist ja noch genug Winter übrig …

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    #11332933  | PERMALINK

    yaiza

    Registriert seit: 01.01.2019

    Beiträge: 3,414

    gypsy-tail-wind : : CLAVIER : :
    Víkingur Ólafsson – Debussy/Rameau
    Duo Tal & Groethuysen – Febel/Bach: 18 Studies on „The Art of Fugue“
    Igor Levit – Encounter

    Alben von Künstlern, die ich 2020 auch live erleben durfte…

    … das Debussy/Rameau-Album von Ólafsson erschließt sich mir noch nicht so ganz; zu tief sind wohl noch die Eindrücke der Vorgänger-CDs zu Glass & Bach… das Rezital Ende Januar war aber ganz wundervoll und man merkte ihm auch die Freude, die Stücke zu spielen, an… in den Konzerten davor (er war Artist in Residence im KH Berlin) spielte er auch schon Zugaben von Debussy und Rameau – in das „Gespräch“ der beiden muss ich mich wirklich erst noch einhören…

    … das Duo Tal & Groethuysen sah ich im Februar zusammen mit Sergey Malov (Violine,Viola) und Raphaela Gromes (Cello) in einem kammermusikalischen Abend, ein echtes Highlight… Die Febel/Bach-Studien hörte ich im Jahr zuvor in einem Radio-Gesprächskonzert im WDR mit ausgewählten Studien und nahm mir vor, mir die CD zu holen, wenn sie erscheinen sollte… Das war schon alles hochinteressant. Eigentlich wollte ich mal Studie für Studie hören, aber sobald die CDs drin liegen, laufen sie auch durch… Das Booklet habe ich noch immer nicht gelesen – Zeit wird’s…

    … „Encounter“ von Igor Levit – diese Doppel-CD hat ganz schön meinen Herbst bestimmt – das passte irgendwie. Die Busoni und Reger-Bearbeitungen haben bei mir nochmal eine Neugier auf die beiden Komponisten ausgelöst. Ich hatte das Glück, den Beethoven-Sonatenzyklus mit Levit in der Philharmonie hören zu können und zwei-drei Choralvorspiele streute er als Zugaben ein. Ich fand, das passte auch zur -nahezu andächtigen- Stimmung der Konzerte im August und September (in Berlin ging der Konzertbetrieb in geschlossenen Räumen relativ spät wieder los). „Palais de Mari“ von Feldman auf CD 2 war eine Überraschung und ein echtes Geschenk; ich hatte beim ersten Hören keine Ahnung, was da kommen wird – ganz großartig!

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    #11332941  | PERMALINK

    yaiza

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    gypsy-tail-wind
    Georg Nigl/Olga Pashchenko – Vanitas: Beethoven, Schubert, Rihm
    Lucile Richardot/Yves Saelens/Het Collectief/Reinbert de Leeuw – Mahler: Das Lied von der Erde
    Núria Rial/Edin Karamazov – con guitarra: Works by de Falla, Granados & Palomo

    diese drei interessieren mich auf jeden Fall … vielen Dank für die Erinnerung…

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    #11332953  | PERMALINK

    yaiza

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    gypsy-tail-wind : : ZEITGENÖSSISCH : :
    Máté Bella/Balázs Horváth/Dan Dediu – Headed East/Zukunfsmusik ostwärts

    … die „Zukunftsmusik ostwärts“ ist sehr sehr gelungen… ergänzend noch die Erwähnung,dass zwei der drei Kompositionen mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera im Rahmen einer Förderung aufgenommen wurde… das Cellokonzert von Dan Dediu hörte ich am Radio innerhalb eines „Rumänischen Abends“… fortan hielt ich ab und zu Ausschau nach Dan Dediu, der sogar auch noch in einer anderen Sendung mit Kammermusik zu hören war – sehr spannend … Ersthören von Bella & Horváth mit dieser CD und diese beiden scheinen auch sehr interessant zu sein. Zum einen gibt’s ein ‚Generationsporträt'(Sounds of Generation Y) und zum anderen eine Hommage an Komponisten der Region in Form eines Klarinettenquintetts (Playlist for my journey to Gera, 2018).

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