Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

Startseite Foren Kulturgut Für Cineasten: die Filme-Diskussion Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

Ansicht von 15 Beiträgen - 49,996 bis 50,010 (von insgesamt 50,013)
  • Autor
    Beiträge
  • #11533779  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 14,565

    Gestern auf arte:
    Florence Foster Jenkins, GB/F 2018, Stephen Frears
    Vergnügliche Filmbiografie mit einer gut aufgelegten Meryl Streep.

    Anschliessend: Maria by Callas, F, 2017, Tom Voll
    Bin überhaupt kein Fan von Oper und bisher auch nicht von Maria Callas. Aber das ist eine wunderbar zusammengestellte Filmbiografie, die das Leben und die Musik der Callas eindrucksvoll abbildet. Toll.

    --

    Hey! Ho! Let's GO!!!!!!
    Highlights von Rolling-Stone.de
    Werbung
    #11533795  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 60,002

    In der letzten Woche:

    The Assistant (2019/Kitty Green) ***1/2

    Sicherlich ein ambitionierter wie sehr gut umgesetzter Film mit einem nie im Bild zu sehenden Akteur, der Einfluss auf alle anderen Menschen, die der Film zeigt, nimmt. Letztlich scheint sich die Protagonistin trotz massiver innerer Widerstände in ihr Schicksal zu fügen und willigt in das widerliche System ein. Mir wurde der Film mitunter ein wenig zu behäbig, wenn jede noch so kleine Handlung mit Bedeutung aufgeladen wird. Das ist aber mein Problem und nicht das Problem des Films. Ich kann jedenfalls die sehr guten Kritiken nachvollziehen und werde ihn mir bei Gelegenheit wohl nochmals ansehen.

    Stern des Gesetzes (OT: The Tin Star/1957/Anthony Mann) ****1/2

    Neben den Western mit James Stewart in der Hauptrolle (vor allem „Winchester 73“ und „The Naked Spur“) ist dieser Film ein weiterer Höhepunkt in der Filmografie von Anthony Mann. Thematisch auf ähnlichem Terrain unterwegs wie „High Noon“, würde ich dem Mann-Film in dem Vergleich den Vorzug geben.

    Saiten des Lebens (OT: A Late Quartet/2012/Yaron Zilberman) ****

    Das Ensemble um Christopher Walken, Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener und Mark Ivanir funktioniert nicht nur im musikalischen Zusammenspiel gut, sondern auch in schauspielerischer Hinsicht. Sehr ruhig entwickelt, auch in den zunächst schwelenden und dann offen ausgetragenen Konflikten, hat der Film bei mir das Interesse stets hochgehalten.

    --

    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #11533811  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

    Beiträge: 5,724

    pipe-bowlIn der letzten Woche: The Assistant (2019/Kitty Green) ***1/2 Sicherlich ein ambitionierter wie sehr gut umgesetzter Film mit einem nie im Bild zu sehenden Akteur, der Einfluss auf alle anderen Menschen, die der Film zeigt, nimmt. Letztlich scheint sich die Protagonistin trotz massiver innerer Widerstände in ihr Schicksal zu fügen und willigt in das widerliche System ein. Mir wurde der Film mitunter ein wenig zu behäbig, wenn jede noch so kleine Handlung mit Bedeutung aufgeladen wird. Das ist aber mein Problem und nicht das Problem des Films. Ich kann jedenfalls die sehr guten Kritiken nachvollziehen und werde ihn mir bei Gelegenheit wohl nochmals ansehen.

    Mir ging es ähnlich. Gut gespielt (ziemlich trostlos so ein Leben als Assistentin) aber ziemlich zäh.

    --

    #11533935  | PERMALINK

    jimmydean

    Registriert seit: 13.11.2003

    Beiträge: 2,336

    Das Brandmal (Branded, Rudolph Maté, 1950)
    Choya (Alan Ladd) ist ein kleiner Gauner, der sich überreden lässt, sich bei einer reichen Familie als deren verlorener Sohn einzuschleichen. So gedenkt man, der Familie die Last des Geldes zu nehmen. Dummerweise ist die Familie aber eine richtig nette, besonders die Tochter des Hauses. Das bringt Choya in echte Nöte. Als er dann auch noch erfährt, dass der echte Sohn südlich der Grenze als Ziehsohn eines Gangsterbosses lebt, wird die Sache richtig kompliziert.
    Ich habe nie von diesem kleinen Meisterwerk gehört, bin nur zufällig auf Amazon Prime darauf gestoßen und habe den Film im Rahmen meines „Ein-Western-am-Tag-Projektes“ geschaut. Was für ein Glück! Die Besetzung spielt toll, die Kameraarbeit ist prima und auch die Geschichte ist stark. Besonders hervorheben muss man hier die zweite Hälfte des Films, wenn der tatsächliche Sohn und sein Ziehvater ins Spiel kommen. Ähnliche Konflikte hat man da schon deutlich plumper umgesetzt gesehen. Ich bin ziemlich angetan und gebe 8,5/10 Punkten.

    wobei alan ladd ja schon ein irgendwie limitierter schauspieler war… habe mir jetzt auf deinen tip hin „die hölle der roten berge“ gekauft, echt klasse film, aber ladd agiert derart hölzern, das es irgendwie für mich nicht 100% passt…

    --

    i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)
    #11534755  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 6,915

    Fear Street – Teil 1: 1994

    Auf Netflix hat eine eigens produzierte neue Horrorfilm-Reihe gestartet, bestehend aus drei Teilen, die die Geschichte einer toten Hexe erzählt, die von amerikanischen Highschool-Kids in ihrer Totenruhe gestört wird … und deshalb eine Horde an brutalen untoten Handlangern über die Jugendlichen herfallen lässt. Zum Beispiel ein als Skelett maskierter Killer mit Messer und ein Typ im roten Baumfällerhemd mit Axt. Es handelt sich dabei um die Verfilmung von Geschichten des US-Schriftstellers R.L. Stine, der in Übersee besonders populär für seine Gruselgeschichten für Kinder ist. Finde ich schon gewagt, was für brutale und finstere Stoffe die Amis ihren Kindern zumuten, scheint aber anzukommen dort. Aber aus den USA stammt ja auch die Kultur des Halloween-Festes. Besonders heftig ist die Szene mit der Brotschneidemaschine. Der erste Teil wirkt wie eine Mischung aus Scream und Freitag, der 13. Vor allem der Soundtrack ist vorzüglich, gleich zu Anfang hört man „Closer“ von Nine Inch Nails, dann folgen Radiohead, White Zombie (More human than human), The Prodigy, Cypress Hill, Bush, Soundgarden … Eben der Alternative-Rock-Katalog, der Mitte der 1990er Jahre im Trend lag. Die Handlung spielt nämlich im Jahre 1994.

    zuletzt geändert von ford-prefect

    --

    If you know the words please sing along
    #11535675  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,196

    Verdammt zu leben – verdammt zu sterben (I quattro dell’apocalisse, Lucio Fulci, 1975)

    Der Falschspieler Stubby, die schwangere minderjährige Prostituierte Bunny, der Trinker Clem und der geistig verwirrte Schwarze Bud, der mit Toten redet, überleben nur knapp ein Massaker in der Stadt Salt Flat, mit dem die „ehrbaren“ Bürger ihre Stadt von Kriminellen befreien wollen. Gemeinsam machen sich die Vier auf eine Reise, die sie an ihre Grenzen führen wird und in der sie transformiert werden von ihren anfänglich makelbehafteten Wesen zu etwas Höherem und daher so etwas wie Erlösung finden, wenn auch nicht unbedingt auf Erden. Unterwegs begegnen sie auf ihrer Reise sehr unterschiedlichen Menschen, die alle einen starken Einfluss nehmen auf unsere Gruppe, sei es im Guten (da ist z.B. eine Gruppe radikaler schweizer Christen) als auch im Bösen, wobei der hauptsächliche Antagonist Chaco eine Figur ist, die man schnell mit Inbrunst zu hassen lernt.

    Dieser Italowestern ragt für mich aus Fulcis Werk deutlich heraus (wobei ich noch einige Lücken habe, was seine Filme angeht). Ich denke, jeder verbindet mit seinem Namen Filme, die ein relativ hohes Level an Gewalt beinhalten, die auch sehr explizit gezeigt wird. Das ist auch hier der Fall. Es gibt eine Vergewaltigung zu sehen, die schon ziemlich hart anzusehen ist, aber auch solche Dinge wie eine Häutung bei lebendigem Leibe. Bei letzterer hält die Kamera auch gnadenlos drauf und zeigt sie recht detailliert, bei der Vergewaltigung bleiben dem Zuschauer zumindest Detailaufnahmen erspart. Aber nicht nur körperliche Gewalt, sondern auch psychische Demütigungen müssen die Vier ertragen, und auch das ist harter Tobak. Was aber diese derben Szenen wirklich richtig so extrem brutal wirken lässt ist der Kontrast, in dem sie zum Rest des Filmes stehen. Fulci inszeniert nämlich die Reise der Protagonisten weitestgehend sehr ruhig und zeigt regelrecht zärtliche Szenen, wobei gerade diese Zärtlichkeit nichts ist, was ich spontan mit Fulcis Filmen verbunden hätte.

    Neben einem starken Skript bestechen bei Verdammt zu leben – verdammt zu sterben vor allem die schauspielerischen Leistungen. Sowohl die Protagonisten als auch der Schurke Chaco werden hervorragend gespielt. Ich bin ziemlich begeistert und gebe 9,5/10 Punkten.

    zuletzt geändert von motoerwolf

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    #11535677  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,196

    jimmydean

    Das Brandmal (Branded, Rudolph Maté, 1950) Choya (Alan Ladd) ist ein kleiner Gauner, der sich überreden lässt, sich bei einer reichen Familie als deren verlorener Sohn einzuschleichen. So gedenkt man, der Familie die Last des Geldes zu nehmen. Dummerweise ist die Familie aber eine richtig nette, besonders die Tochter des Hauses. Das bringt Choya in echte Nöte. Als er dann auch noch erfährt, dass der echte Sohn südlich der Grenze als Ziehsohn eines Gangsterbosses lebt, wird die Sache richtig kompliziert. Ich habe nie von diesem kleinen Meisterwerk gehört, bin nur zufällig auf Amazon Prime darauf gestoßen und habe den Film im Rahmen meines „Ein-Western-am-Tag-Projektes“ geschaut. Was für ein Glück! Die Besetzung spielt toll, die Kameraarbeit ist prima und auch die Geschichte ist stark. Besonders hervorheben muss man hier die zweite Hälfte des Films, wenn der tatsächliche Sohn und sein Ziehvater ins Spiel kommen. Ähnliche Konflikte hat man da schon deutlich plumper umgesetzt gesehen. Ich bin ziemlich angetan und gebe 8,5/10 Punkten.

    wobei alan ladd ja schon ein irgendwie limitierter schauspieler war… habe mir jetzt auf deinen tip hin „die hölle der roten berge“ gekauft, echt klasse film, aber ladd agiert derart hölzern, das es irgendwie für mich nicht 100% passt…

     

    Hölzern hätte ich jetzt vielleicht nicht gesagt. Zweckdienlich trifft es ganz gut, finde ich.

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    #11535789  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,196

    Ggf. Spoiler ahead, Links führen zu den Filmen auf YouTube.

     

    Blutrache in Montana (The Showdown, Dorrell McGowan / Stuart E. McGowan, 1950)

    Der ehemalige Angehörige der texanischen Staatspolizei Shadrach Jones öffnet in einer finsteren Nacht ein frisches Grab auf einem Friedhof, um festzustellen, ob der dort liegende Tote tatsächlich sein Bruder ist. Dabei wird er von dem Rancher Cap MacKellar unterbrochen, der die Störung der Totenruhe nicht gutheißt, doch Jones gewähren lässt, als er den Grund für die Grabung erfährt. Später kommt Jones in die Stadt, um dort den Mörder seines Bruders zu identifizieren. Dabei stößt er auf viel Widerstand, denn nicht nur der unbekannte Mörder hat wenig Interesse an Jones Anwesenheit, auch der Rest der Bevölkerung lehnt Jones ab, denn die TSP war in hohem Maße unbeliebt bei den Menschen. Zu ihren Aufgaben gehörten nämlich auch die Aufklärung von Verbrechen gegen Schwarze, und es gab in ihren Reihen sogar schwarze Polizisten. Da alle Verdächtigen zu einer Gruppe Viehtreiber gehören, die bereits am Tag nach Jones Ankunft auf einen Trieb gehen, schließt sich Jones, der die ganze Region kennt, als Vorarbeiter der Gruppe an, um unterwegs den Fall weiter zu bearbeiten. Sein Rachedurst macht ihn hart und auch dem Zuschauer immer unsympathischer, die Spannungen in der Gruppe nehmen zu, es kommt sogar zu Toten infolge der harten Regeln Jones. Nur der ebenfalls mitgerittene MacKellar hat Verständnis für Jones, versucht aber dennoch immer wieder, ihn von seinem dunklen Pfad abzubringen.

    In dem Film gibt es übrigens eine Figur, die Dutch oder der Deutsche genannt wird. Dieser hat ein Grammophon, auf dem er immer wieder dieselbe Melodie abspielt, eine Variante des Deutschlandliedes. Eine im ersten Moment durchaus seltsam anmutende musikalische Untermalung für einen Western.

    Der Film ist wirklich düster, und die starken S/W-Bilder verstärken diesen Eindruck zusätzlich. Im Grunde haben wir hier einen klassischen Whodunit-Krimi vor einer Westernkulisse vor uns, der beide Elemente genial vereint. Blutrache in Montana ist wieder so eine positive Überraschung für mich gewesen, ich habe nie bewusst von dem Film gehört und bin nur per Zufall darauf gestoßen. Glück muss man haben. 9,5/10 Punkten. Leider ist die Tonspur teilweise schlecht erhalten.

     

     

    Fuzzy gegen Tod und Teufel (Return of the Lash, Ray Taylor, 1947)

    Als Kind habe ich Fuzzy geliebt, heute erschließt sich mir meine Begeisterung nicht mehr so ganz. Der eigentliche Held des Films, gespielt von Al „Lash“ LaRue ist in seiner Makellosigkeit nur für Kinder wirklich ertragbar, die Clownereien von Al „Fuzzy“ St. John ebenso. Hier bleibt wenig wirklich in Erinnerung. Mit am interessantesten an dem Film ist noch, dass er in Deutschland verlängert wurde, indem man einen13-minütigem Zusammenschnitt von Fuzzy der Banditenkiller / Border Feud als Rückblende in den Film montiert hat. Mit 3,5/10 Punkten ist der Film in meinen Augen fair bewertet.

     

     

    The Last Drop of Water (The Last Drop of Water, David Wark Griffith, 1911)
    Meines Wissens ist dies der allererste Western, der einen Planwagentrek thematisiert. Und er enthält bereits viele Elemente, die später immer wieder auftauchen. Es gibt eine Dreiecksgeschichte um eine Frau, die zwei befreundete Verehrer, Jim und John, hat, es gibt einen Indianerüberfall, der in einer Belagerung der Wagenburg mündet, und wegen des Wassermangels müssen Jim und John einen Ausbruch wagen. Es kommt zu einer selbstlosen heroischen Opferung des eigenen Lebens, um das des Freundes zu retten, und natürlich kommt am Ende die Kavallerie. Spät zwar, aber sie kommt. Schöner Film für Freunde solcher Kost. Ich gebe 8/10 Punkten.

     

     

    Robin Hood, der rote Rächer (The Men of Sherwood Forest, Val Guest, 1954)
    Man könnte Guests Robin-Variante als eine Actionkomödie bezeichnen, allerdings sind die Späße sehr harmlos und die Action ebenso. Das ganze ist am ehesten für Kinder geeignet. Allerdings sind Kinder heute anderes gewohnt und wahrscheinlich auch nur schwer für solche Kost zu begeistern, da bleiben als potentielle Zuschauer nur noch solche Menschen wie ich, die ein generelles Interesse am Medium haben und auch filmhistorisch interessiert sind. Der Humor des Films entsteht vor allem durch die Figur des Bruder Tuck, der hier nicht nur gerne gut und viel speist, sondern auch ein Spieler ist. Mit seinen Spielen, die er teilweise spontan erfindet, übertölpelt er mehr als einmal seine Widersacher, die aber auch, wie in solchen Filmen üblich, keine Geistesriesen sind. Wann immer ihm das gelingt, wirft Robin verlässlich seinen Kopf in den Nacken und lacht ein Lachen, das schon zu Stummfilmzeiten als Overacting durchgegangen wäre. Kann man schauen, ist aber alles andere als zwingend. Im historischen Kontext sehe ich den Film als mit 5/10 Punkten fair bewertet, für heutige, junge Zuschauer müsste man die Wertung wohl niedriger ansetzen.

     

     

    Rescued from an Eagle’s Nest (Rescued from an Eagle’s Nest, J. Searle Dawley, 1908)
    Ein kurzer Stummfilm, in dem ein Baby von einem Adler entführt und dann von den Eltern und ein paar Holzfällerkollegen gerettet wird. Interessant sind hier zwei Dinge. Zum einen finde ich es bemerkenswert, dass dem Drehbuchschreiber nichts besseres einfiel, als die Mutter des Kindes auf den bereits hoch aufgestiegenen Adler, der das Baby in seinen Krallen trägt, schießen zu lassen. Zum anderen gibt es einen Schnitt etwa in der Mitte des Films, der das Gefühl vermittelt, das die Einheit des Ortes wohl das letzte war, worauf man beim Dreh Wert legte. 6,5/10 Punkten.

     

     

     

    zuletzt geändert von motoerwolf

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    #11535873  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

    Beiträge: 5,724

    ford-prefectFear Street – Teil 1: 1994

    Gut auch die Scream-Referenz mit dem Mord im Kaufhaus, die ganze Szene wurde von Scream übernommen. Habe mittlerweile alle 3 Teile gesehen und sehr genossen. Dafür dass die Filme auf einer Jugendbuch-Reihe basieren fand ich sie aber auch ziemlich brutal. Vor allem zum Ende hin von Teil 2 dann auch „over the top“ was den Gewaltpegel angeht.

    --

    #11536419  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,196

    Freaky (Freaky, Christopher B. Landon, 2020)
    Freaky ist eine gelungene Horrorkomödie, welche auf eine charmante Art den Slasherfilm mit der Körpertauschkomödie vermischt. Schon der Name lehnt sich an eines der Vorbilder an, Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag (Mark Waters, 2003), und nach einem kurzen Vorspann erfahren wir per Einblendung, dass die Haupthandlung an einem Freitag, den 13. spielt, womit auch dem zweiten Einfluss Referenz erwiesen wurde. Der Clou in Freaky ist, dass der Körpertausch zwischen der Highschoolschülerin Millie und einem irren Serienkiller mit dem Titel Blissfield Butcher stattfindet. Beide wachen also in einem Körper auf, der ein anderes Geschlecht hat, einer deutlich anderen Generation angehört und psychisch extrem unterschiedlich aufgestellt ist. Während der Killer im Körper des Mädchens seine jetzt sehr harmlose Erscheinung nutzt, muss Millie damit klarkommen, dass jeder sie für einen Wahnsinnigen hält und sie daher gejagt wird. Gottlob schafft sie es, ihre besten Freunde und auch ihren heimlichen Schwarm von ihrer wahren Identität zu überzeugen, doch die Einwohner der Stadt und die Polizei stehen ihr stets im Wege bei dem Versuch, innerhalb der genreüblichen 24-Stunden-Frist den Tausch rückgängig zu machen. Ganz herrlich sind Szenen, in denen Millie ihren neuen Körper zu benutzen lernt oder wenn sie im falschen Körper ihrem Schwarm ihre Liebe gesteht. Vince Vaughn als Killer / Millie macht einen hervorragenden Job, seine Darstellung einer Teenagerin ist sicher etwas Klischeehaft, aber einfach extrem spaßig anzusehen. Aber nicht nur die komischen Elemente des Drehbuchs sind wirklich gelungen, auch der Horroranteil ist gut umgesetzt. Die Morde sind schön blutig, wie man es sich von einem Slasher erhofft. Ich hatte viel Spaß im Kino, meine frau ebenso und scheinbar auch der ganze Saal, also stehen 9/10 Punkten nichts im Wege.

    zuletzt geändert von motoerwolf

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    #11536723  | PERMALINK

    jimmydean

    Registriert seit: 13.11.2003

    Beiträge: 2,336

    too late for tears – byron haskins (1949)

    ein mittelklasse film noir… lizbeth scott als femme fatale ist sehr gut… die plot twists erinnern ein bisschen an „double indemnity“

    --

    i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)
    #11538689  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 11,016

    EMA von Pablo Larraín (Chile 2019). Hat mir ziemlich gut gefallen. Als Parabel für weibliche Selbstbestimmung geht er bei mir durch, als Abbild der Realität eher nicht. Will er aber auch nicht sein. Tolle Bilder. Der Film ist aber insgesamt nicht ganz so packend, wie er vielleicht hätte sein können. Liegt vielleicht an der Hauptfigur, die nicht wirklich sympathisch ist. Bernal vielleicht auch etwas zu übertrieben waschlappig. Bin auch nicht ganz sicher, wie gut sich der Film auf Dauer halten wird.

    --

    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #11538691  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 11,016

    Ansonsten in letzter Zeit hauptsächlich Tsai Ming-liang gesehen. Mein Favorit wäre wohl GOODBYE, DRAGON INN über die letzten Stunden eines alten Kinos, das zum Schluss hauptsächlich als schwuler Cruising Spot genutzt wird. Neben einem unbedarften japanischen Touristen auf der Suche nach Sex steht die Kartenverkäuferin mit ihrem unerwiderten Crush auf den Filmvorführer im Mittelpunkt. Und natürlich das Kino selbst.
    Das Kino taucht auch schon in WHAT TIME IS IT THERE? auf und ist dort Schauplatz einer saukomischen Szene. Dieser Film bringt es fertig, gleichzeitig der traurigste und der lustigste zu sein, und einer der besten über Einsamkeit, in Taiwan wie in der Fremde (Paris). Jean-Pierre Léaud hat einen sehr schönen Auftritt. Insgesamt nur ganz knapp hinter GOODBYE, DRAGON INN.
    Einsamkeit scheint überhaupt ein großes Thema bei Tsai zu sein, auch in THE HOLE, dem prophetischen Pandemiefilm. Es gibt zwar kein China-, aber ein Taiwan-Virus, Selbstisolierung und das Horten von Toilettenpapier. Die Infizierten benehmen sich wie Kakerlaken – schönen Gruß an Gregor Samsa. In einem Nachrichtenbeitrag wird ein Mann erwähnt, der acht Stunden unter seinem Bett verbrachte. Aber das ist ja eigentlich nichts Besonderes. Mache ich auch häufiger. Dazwischen gibt es kommentierende Musical-Nummern. Auch ziemlich gut, wenn auch ein bisschen hinter den beiden anderen Filmen.

    --

    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #11538693  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 11,016

    Dann habe ich noch LERCHEN AM FADEN von Jiří Menzel gesehen. Der war gut, aber nicht überragend. Der Abstand von LIEBE NACH FAHRPLAN zu seinen anderen Filmen scheint mir doch recht groß zu sein. Vielleicht ist ja ICH HABE DEN ENGLISCHEN KÖNIG BEDIENT noch was.

    --

    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #11538721  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 15,963

    Ashin of the north (Kingdom) – Wie auch die Serie eine absolute Augenweide.

    Blood Red Sky – Nicht so schlecht wie ich dachte, aber doch mit einigen Längen. Alexander Scheer als komplett überzeichneter Sado-Terrorist a la Kinski hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle.

    Security – Es gibt wenige Sachen, die mich mehr faszinieren als Touristenorte in der Nebensaison und so war die Prämisse, welche der Sprecher aus dem Off verkündet, nämlich das dies ein „Winterfilm“ ist und in Forte dei Marmi spielt, mehr als vielversprechend. Leider wurde eine recht lahme Krücke daraus, mit schönen Bildern zwar, aber enorm zerfasert und unpackend.

    --

    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
Ansicht von 15 Beiträgen - 49,996 bis 50,010 (von insgesamt 50,013)

Schlagwörter: , ,

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.