Ich höre gerade … Jazz!

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  • #12578871  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

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    Das Album enthält einige großartige, ausgedehnte Soli. Darunter, für Mingus eher untypisch, auch exzellente Gitarrensoli. Ein wirklich tolles Album.

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #12578937  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 57,351

    Muhal Richard Abrams „The infinitive Flow“ (Whynot Records) 1975 …. aus gegebenen Anlass ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #12579163  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

    Registriert seit: 09.04.2005

    Beiträge: 6,702

    vorgarten erwin ditzner, elliott sharp, ditzner/sharp (2024) kam anfang der woche als weihnachtsgeschenk von fixcel und lief gerade zum ersten mal. ich bin eigentlich kein fan von sharp, aber hier entscheidet er sich oft am anfang für bestimmte interessante sounds und bleibt dabei, und ditzner entwickelt etwas dazu, das klappt sehr gut. live-dokument eines enjoy-jazz-konzerts im oktober 2024 in mannheim.

    ..soso weihnachtsgeschenke von fixcel, wenn du da so einen guten draht zu hast, setz dich doch mal für ein vinyl-reissue ihrer besten vö ein…wird bei mir übrigends in die top 20 bei den piano trio alben landen. den auftritt von erwin letztes jahr hatte ich leider genauso wie den von diesem jahr verpasst….hier lief gerade ein album von der großen 2025 halde, die es noch abzuarbeiten gilt, eine wie ich finde sehr zugängliche und angenehme scheibe von oren

    danach geht es mit dem letzten auftritt von brötzmann im cafe oto weiter, vielleicht noch ein kandidat für die top 10 aus 2025….

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    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12579529  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 2,359

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    #12579885  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 4,520

    MAYNARD FERGUSON – Boy With Lots Of Brass

    „Lots Of Brass“ läuft hier im Stream. Spätestens wenn Irene Kral  „Imagination“ singt, wird das Album interessant. Dazu noch Bobby Timmons durchgehend am Piano. Plus zwei weitere Stücke mit Kral.

    Jetzt noch:

    JOE ALEXANDER – Blue Jubilee
    Als das Album entstanden ist, hatte Bobby Timmons schon mit Peter Littman, Larry Bunker, Art Blakey, Louis Hayes, Philly Joe Jones, Elvin Jones gespielt. Hier hört mal allerdings Tootie Heath und der war ziemlich toll in Form. Ansonsten höre ich noch ganz interessante Ideen von Joe Alexander und John Hunt (Flügelhorn). Timmons klingt ebenfalls interessant.

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    #12580187  | PERMALINK

    rockyron

    Registriert seit: 15.10.2007

    Beiträge: 10,576

    John Coltrane – A Love Supreme (1965)

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    It´s better to burn out than fade away
    #12581099  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 15,086


    Al Francis, John Neves, Joe Hunt – Jazz Bohemia Revisited

    gestern beim Abarbeiten einer langen Einkaufsliste für das heutige Fest, fand ich bei einem Umweg von wenigen Minuten diese Platte… ich frag mich manchmal, wieviele Platten es wohl sind, die ich an sich gerne hätte… auf .org gibt es wen, der seine Einkaufsliste konstant unter 40 Platten hält… das bin ich sicher nicht, aber ob es hunderte von Platten sind, tausende? Es ist seit gestern jedenfalls eine weniger, nachdem ich sie jahrelang im Hinterkopf hatte…

    Al Francis hat genau drei credits: er spielt auf Demos von Margo Guryan Schlagzeug, er spielt Vibraphon auf New Ideas von Don Ellis… und ein Vierteljahrhundert später, 1986, nahm er dieses Album auf, zusammen mit John Neves und Joe Hunt, beide zu der Zeit Dozenten an der Berklee School of Music, aber auch beides Veteranen der Jazz Avantgarde der 50er und frühen 60er, Hunt zB mit George Russell, später kurz mit Bill Evans, Neves etwa mit Stan Getz, Herb Pomeroy und Maynard Ferguson… und den Geist dieser Zeit versucht Francis, der in der Zwischenzeit als Hispanist tätig war („Picaresca, decadencia, historia: aproximación a una realidad histórico-literaria“ lautet sein Hauptwerk), wieder aufzufangen… Wie dem auch sei, es ist wirklich ein sehr sehr schönes, interaktives Vibraphontrioalbum in gedeckter Stimmung, mit so einem Hauch von Noir, relativ wenig Bebop.

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    #12582077  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    Jimmie Rowles – Kinda Groovy!

    auf späteren Alben hat Rowles meistens ein oder zwei Stücke gesungen, auf früheren gar nicht… auf Kinda Groovy, einem Major Label Album von 1962 – und seinem letzten Album für ungefähr zehn Jahre, folgt die Produktion einem Tipp von Peggy Lee persönlich: Rowles kann toll singen und sollte mal ein reines Gesangsalbum aufnehmen… begleitet wird er von Howard Roberts (g), Max Bennett (b) und Shelly Manne oder Nick Martinis (dr), die können das… gut aufgenommen ist es auch, die Klaviersoli sind 1A… und was den Gesang betrifft: ich hör immer noch viel lieber Rowles als die meisten Jazzsänger… einer der Tracks ist ein Mose Allison Cover, das ist eine gute Referenz… ganz interessant ist übrigens die letzte Beobachtung, die Rowles in den liner notes mit dem Hörer teilt:

    [Rowles]’s is still an enthusiastic record collector and sometimes stays up all night listening. At present he’s hooked on the work of Wayne Shorter, tenor saxophonist who records with Art Blakey and Wynton Kelly. „He’s a marvelous player“, Jimmie says. „If I put the needle on one of his records around bedtime, I’m lost, I just can’s stop listening. He sails around the room like a kite.

    Zum einen entlarvt sich Rowles hier als einer der Musiker, die auch selber Fans der Musik waren und Platten sammelten – war eigentlich klar bei ihm aber gerade in der Generation nicht selbstverständlich. Zum anderen ist das ein erstaunlich frühes, starkes – und hier im Kontext völlig deplatziertes – statement zu Shorter… später hat Rowles ja auch immer wieder Shorter gespielt.

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    #12583221  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    Charlie Shavers – Excitement Unlimited

    Shavers mit einem Oktett, unter anderem mit Budd Johnson und Jerome Richardson, George Barnes an der Gitarre, Oliver Jackson am Schlagzeug und einem Bruce Martin am Klavier, der kurioserweise seine anderen credits vor allem mit Mike Mainieri und dem Steps Ahead Umfeld hat… ausser Shavers gibt es nicht viele Soli, Jackson kriegt nochvergleichsweise viel Raum, aber im ganzen gefällt mir das besser als erhofft… weil es hübsch arrangiert ist, kurze Stücke, ja schon, was aber nicht so schlimm ist, wenn nicht jeder soliert… es ist fast ein bisschen eine Hommage an die John Kirby Band, in der Shavers 20 Jahre früher gewesen war… und weil Shavers wirklich toll Trompete spielt, so rein technisch… meine Ausgabe ist aus Frankreich und sieht leider ein bisschen langweiliger aus

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    #12583293  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 70,649

    Interessant, auch die zwei Posts davor – kenne keins der drei Alben!

    Bei mir gestern auf dem Heimweg und in der Küche (unkommentiert das erste, drum nicht drüben):

    Jason Moran – Thanksgiving at the Vanguard | Neben dem grossen James Reese Europe-Projekt glaub ich meine liebste Aufnahme von Moran … allerdings bin ich da kein Spezialist, hab ihn lange völlig aus den Augen verloren und erst die letzten fünf Jahre oder so wieder etwas im Blick.

    The Anchors – Black Soul | Das war dann die Musik beim sehr kalten Morgenspaziergang – ziemlich toll, nicht zuletzt dank ein paar guter Sax-Passagen (von Zacks Nkosi, nehme ich an, ohne das wirklich zu wissen … den anderen Saxophonisten, Little Kid Lex, kenne ich nicht).

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12583295  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,614

    redbeansandrice
    Charlie Shavers – Excitement Unlimited
    Shavers mit einem Oktett, unter anderem mit Budd Johnson und Jerome Richardson, George Barnes an der Gitarre, Oliver Jackson am Schlagzeug und einem Bruce Martin am Klavier, der kurioserweise seine anderen credits vor allem mit Mike Mainieri und dem Steps Ahead Umfeld hat… ausser Shavers gibt es nicht viele Soli, Jackson kriegt nochvergleichsweise viel Raum, aber im ganzen gefällt mir das besser als erhofft… weil es hübsch arrangiert ist, kurze Stücke, ja schon, was aber nicht so schlimm ist, wenn nicht jeder soliert… es ist fast ein bisschen eine Hommage an die John Kirby Band, in der Shavers 20 Jahre früher gewesen war… und weil Shavers wirklich toll Trompete spielt, so rein technisch… (…)

    Schön!

    Charlie Shavers hatte ich vor einiger Zeit via Billie Holiday entdeckt, in deren Band er spielte. Er mag nicht der experimentierfreudigste Trompeter gewesen sein, aber was er konnte und machte, war im besten Sinne routiniert und hatte Klasse. Er hatte seinen Stil und bei dem blieb er. Das war auch gut so!

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    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12583371  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,614

    Totales Kontrastprogramm zu Charlie Shavers:

    Kieran Hebden / Steve Reid – NYC (2008)

    Ich dachte: Wenn ich diese Musik jemanden, der oder die überhaupt nicht auf sowas vorbereitet ist, vorspielen würde, müsste ich damit rechnen, dass man mir mit höflicher aber skeptischer Miene sagt „Das ist aber ganz schön heftig. Nicht jedermanns Sache.“ Und ich würde erwidern “Ja, genau!“

    Indo-britischer Elektroniktüftler (aka Four Tet, Jahrgang 1977) trifft Afro-amerikanische Jazzdrummer-Legende (Jahrgang 1944, hat u.a. für/mit Motown, Horace Silver, Fela Kuti und Sun Ra gearbeitet).

    Das ist ein meist extrem dichtes Rhythmuspaket. Blubbernde und piepsende Synths, ansteigende Klangflächen, die sich fast so anhören wie ein startendes Düsenflugzeug, und dazwischen, in den engen Zwischenräumen, wo noch Platz ist, Steve Reids kraftvolles Getrommel, bzw. umgekehrt, denn hier dominieren weder Hebden noch Reid, sondern beide liefern sich einen offenen Schlagabtausch auf Augen- bzw. Ohrenhöhe. Fast immer wird das Gaspedal voll durchgetreten, nur gelegentlich klingt das mal lockerer und transparenter wie beim letzten Stück Departure.

    Afrobeat und James Brown, da wo sich bei ihm Songstrukturen und Melodien auflösen und alles nur noch Rhythmus ist, standen da sicher Pate. Vielleicht auch Ornette Coleman, das ist eine „all over music“, wo sich Vor- und Hintergrund auflösen. Und sicher auch Electronica wie Drum’n’Bass. Aber mehr improvisiert – ja – auch organischer und vor allem auf die Spitze getrieben. Analoge Vergangenheit und digitale Zukunft prallen im Reaktor mit Hochdruck aufeinander, Atomkerne und Elektronenhüllen zersplittern, wirbeln durcheinander und fusionieren unter Hitzeentwicklung zu komplexeren Molekülen.

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    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12583651  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Eric Le Lann, Michel Grailler – Trois Heures Du Matin

    „für das Albumcover, nehmt doch bitte das Foto, wo ich die Hand im Gesicht hab, und baut bitte noch einen Tippfehler in meinem Namen ein“, so oder ähnlich könnte Michel Grailliers Anweisung an den Produzenten gelautet haben… das Albun klingt genau wie es aussieht, ein Trompeter, der Chet Baker gern hat, begleitet von einem Klavier, das – wie so oft bei Graillier – ein bisschen künstlich klingt…

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    #12583685  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Al Cohn-Zoot Sims Sextet – From A To Z

    ob ich mich für Jazz aus den 50ern interessieren würde, wollte der Verkäufer scheinheilig wissen, da werde im Laufe der Woche noch so einiges mehr reinkommen… und so bin ich froh, durch den Schnee in den Plattenladen gestapft zu sein… und frage mich, wie (und ob) ich das die kommenden Tage einrichten werde… für den Moment freu ich mich einfach über diesen Fund hier… das entscheidende Wort ist „Sextet“ neben Cohn und Sims findet sich in der Frontline der Trompeter Dick Sherman (1927-1974, Todesjahr hab ich gerade recherchiert), jemand aus dieser Fruscella-Schule von weissen, lyrischen New Yorker Trompetern der 50er… durch ihn wird das hin und her der beiden doch recht ähnlichen Tenoristen ein bisschen aufgelockert, und es gibt auch etwas interessantere Arrangements und Kompositionen aus der Community, von „Milty“ Gold, Ralph Burns, Manny Alban, Ernie Wilkins…

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    #12583689  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    und noch ein bisschen mehr Dick Sherman, leider nur im Stream, hier teilt er sich die Trompetensoli mit Sonny Rich, hier sind Solisten ein bisschen aufgeschlüsselt…


    Claude Thornhill And His Orchestra Play The Great Jazz Arrangements Of Gerry Mulligan And Ralph Aldrich

    Claude Thornhill loved confusion. It seemed to be his only remaining pleasure. He never called out the number or the name of the next arrangement. Each started with a piano introduction and we had to recognize it. He tried tricking us with oriental, Flamenco, or atonal disguises. He could be pretty clever about it. We would wait for Squirms, the lead trumpet player who had been with Claude so long he could hear through him, to shout Lover Man or Witchcraft, and then we scrambled to pull out the chart.

    Claude adored the confusion of setting up. Combination French horn player and bandboy, Nooch, would be unpacking while musicians ran scales and stagehands fussed. Once Claude grabbed a microphone, announced „Testing testing one-two-three,“ and then, looking revolted by the results, began shouting firm and unintelligible instructions to nobody in particular.

    kann man späte Aufnahmen von Thornhill hören, ohne kurz bei Mike Zwerin nachzulesen? Wohl kaum, zumal wenn man das Foto sieht… die Band hier ist ein bisschen früher, aber feste Grössen wie der Leadtrompeter Squirms (Dale Pearce) oder Nooch (Albert Antonucci) sind auch hier dabei, es gibt auch ganz gute Solisten wie die beiden Trompeter und Gene Quill am Alt… das Konzept ist auch eigentlich ziemlich logisch, die Thornhill Band holt sich die Innovationen von Birth of the Cool, die teilweise ja bei ihr abgeschaut waren, noch einmal zurück… that said: Elliott Lawrence hatte zu der Zeit wohl eine bessere Band mit ähnlichem Konzept, aber anhören kann man sich das hier auf jeden Fall

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