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Jimmie Rowles – Kinda Groovy!
auf späteren Alben hat Rowles meistens ein oder zwei Stücke gesungen, auf früheren gar nicht… auf Kinda Groovy, einem Major Label Album von 1962 – und seinem letzten Album für ungefähr zehn Jahre, folgt die Produktion einem Tipp von Peggy Lee persönlich: Rowles kann toll singen und sollte mal ein reines Gesangsalbum aufnehmen… begleitet wird er von Howard Roberts (g), Max Bennett (b) und Shelly Manne oder Nick Martinis (dr), die können das… gut aufgenommen ist es auch, die Klaviersoli sind 1A… und was den Gesang betrifft: ich hör immer noch viel lieber Rowles als die meisten Jazzsänger… einer der Tracks ist ein Mose Allison Cover, das ist eine gute Referenz… ganz interessant ist übrigens die letzte Beobachtung, die Rowles in den liner notes mit dem Hörer teilt:
[Rowles]’s is still an enthusiastic record collector and sometimes stays up all night listening. At present he’s hooked on the work of Wayne Shorter, tenor saxophonist who records with Art Blakey and Wynton Kelly. „He’s a marvelous player“, Jimmie says. „If I put the needle on one of his records around bedtime, I’m lost, I just can’s stop listening. He sails around the room like a kite.
Zum einen entlarvt sich Rowles hier als einer der Musiker, die auch selber Fans der Musik waren und Platten sammelten – war eigentlich klar bei ihm aber gerade in der Generation nicht selbstverständlich. Zum anderen ist das ein erstaunlich frühes, starkes – und hier im Kontext völlig deplatziertes – statement zu Shorter… später hat Rowles ja auch immer wieder Shorter gespielt.
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