US-Country-Music der 90er Jahre

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  • #7254291  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

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    Ihren Durchbruch verdankt Lari White der Talentshow You Can Be A Star, die das Nashville Network seinerzeit für zukunftsträchtige Künstler veranstaltete. Bereits 1988 versuchte sie sich mit einer kaum beachteten Single, die den Eingang in die Charts erwartungsgemäß verfehlte. 1994 machte sie das Album Lead Me Not innerhalb kurzer Zeit zu einer der meistgeachteten und erfolgreichsten Sängerinnen des Genres.

    Lari White wurde 1965 in Dunedin, Florida geboren und sang schon als Kind in der Gospelband ihrer Familie. Als Jugendliche experimentierte die Gruppe mit aktuellen Poparrangements und nebenbei engagierte sich Lari in einer stadtbekannten Rock-and-Roll-Band. Dank eines Stipendiums konnte sie ihrer Passion zum Beruf machen und studierte an der Universität von Miami Gesang und Musikproduktion. Nebenbei tingelte sie durch die Nachtclubs, arbeitete als Studiomusikerin und schrieb eine Reihe eigener Songs. Nach Abschluss ihres Studiums und mehreren überregionalen Engagements landete sie 1988 in Nashville.

    Nachdem sie beim Talentwettbewerb des Nashville Networks den ersten Platz belegt hatte, winkte ihr mit einer bei Capitol-Records erschienenen Single die erste große Chance auf eine beständige Karriere. Der Titel brachte es im Süden zu einigem Erfolg, dennoch verpuffte das Interesse der Radiostationen allmählich wieder und Lari musste sich erneut die Hacken ablaufen. Sie arbeitete in Ronnie Milsaps Verlagshaus, trat als lokaler Show-Act auf und sang Background-Vocals für andere Interpreten. Bei einem von der Musikverwertungsgesellschaft ASCAP initiierten Konzert zog sie die Aufmerksamkeit der Plattenfirmen auf sich. 1994 erzielte sie schließlich einen Plattenvertrag mit dem Musiklabel RCA, das ihr erstes Album Lead Me Not auf den Markt brachte. Die Musikkritiker regierten mitunter euphorisch auf das Erstlingswerk.

    1995 erschien Wishes, ihr bislang erfogreichstes Album. Von da an eroberte sich die aufstrebende Sängerin mit dem Blues in der Stimme einen Stammplatz in den Top Ten, bis ihr Erfolg 1999 allmählich nachließ.

    [U]Now I Know

    [U]That’s My Baby

    [U]Don’t Fence Me In

    [U]Lead Me Not

    [U]Ready, Willing and Able

    [U]What a Woman Wants

    [U]Take Me

    [U]Wild at Heart

    [U] If I’m Not Already Crazy

    [U]There’s Power in the Blood

    Hier noch eine Frage in eigener Sache: Hat irgendjemand Vorschläge, welche Country-Interpreten oder -Bands mit Schwerpunkt 90er-Jahre hier als nächstes porträtiert werden sollen? Ich bin für Anregungen durchaus offen und versuche sie mit meinem eigenen Vorhaben abzugleichen.

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #7254293  | PERMALINK

    titanic-deckchair

    Registriert seit: 27.06.2009

    Beiträge: 4,100

    Wie wäre es mit John Anderson, Travis Tritt oder Dwight Yoakam??

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    "Fuck the Liberty Bell, shove it up Ben Franklin's ass"
    #7254295  | PERMALINK

    willie

    Registriert seit: 10.10.2006

    Beiträge: 540

    Titanic DeckchairWie wäre es mit John Anderson, Travis Tritt oder Dwight Yoakam??

    Yep…. und Steve Earle !

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    #7254297  | PERMALINK

    saffer38

    Registriert seit: 26.08.2003

    Beiträge: 3,091

    yep, v.a. Steve Earle!!! ;-)

    Ja, indeed, coole Thread-Idee, werde da auch mal in Kürze einiges vorstellen, und vergesst nicht die Ladies ;-)
    Lu, Iris DeMent, Gillian Welch, Leah West….

    und reden wir hier über pure Country oder z.B. auch Bluegrass, Mountain-Music etc.?

    Eine DER Bluegrass-Bands der Neuzeit: Crooked Still – unbedingt mal antesten!!!

    #7254299  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Während der 90er-Jahre war die Verschmelzung von Rock und Blues vor allem innerhalb der Country-Music sehr beliebt. Ein Künstler, der diese Kombination hervorragend meistert ist Lee Roy Parnell. In der letzten Dekade des vergangenen Jahrtausends glückte ihm eine lange Erfolgsstrecke mit einer Vielzahl beliebter Radiosingles und Kollaborationen.

    Lee Roy Parnell erblickte am 21. Dezember 1956 das Licht der Welt. Aufgewachsen in einer weitläufigen Ranch nahe Abilene, Texas war er von Jugend an mit den weißen und schwarzen Musikströmungen des Südens vertraut. Parnells Vater war eng mit Western-Swing-Star Bob Wills befreundet, der ihn bereits als Halbwüchsiger bei populären Vortragstourneen begleitete. Als Bob Wills bereits zur Legende gereift war, lud er den sechsjährigen Lee-Roy zu dessen ersten Auftritt in seine Radio-Show ein. Parnell entpuppte sich immer mehr als musikalisches Naturtalent; war er als Jugendlicher bereits als professioneller Perkussionist im Einsatz, entdeckte er schließlich seine Leidenschaft für die elektrische Gitarre. Seine besondere Hingabe galt der Slide-Guitar, die in zahllosen Varianten und Klangspektren in den unterschiedlichsten Musikgattungen im Einsatz ist.

    Als Teenager war er Mitglied von Kinky Friedmans „Texas Jewboys“, die regelmäßig mit Bob Dylan tourten. Ab 1974 schlug er seine Zelte in der alternativen Musikhauptstadt Austin auf und errang schnell den Ruf eines versierten Allrounders. Über zehn Jahre schlug er sich durch die Musikszenen von Austin, Houston, Dallas und Fort Worth, schrieb unentwegt neue Songs und feilte an seinem unverwechselbaren Sound. Tagsüber arbeitete er als DJ und Moderator fürs Radio, nachts trat er in bekannten Clubs und Musikbars auf. Mehrere Musikagenten sagten ihm eine vielversprechende Karriere voraus und so verlegte er 1987 seinen Wohnsitz nach Nashville. Kurz nach seiner Ankunft erhielt er eine Festanstellung im traditionsreichen Bluebird Café, in dem begabte Nachwuchskünstler und etablierte Songwriter intime Live-Konzerte zelebrieren. Neben gewöhnlichen Gästen verkehren hier auch Manager der Plattenfirmen und so nimmt es kaum Wunder, dass Parnell schon 1989 seinen ersten Vertrag mit einem Major-Label in der Tasche hatte.

    In kurzem Abstand nahm er für Arista sechs erfolgreiche Alben auf, war Gesangspartner zahlreicher anderer Interpreten, arbeitete noch gelegentlich an prominenter Stelle als Gitarrist und landete mit seiner Musik einen Hit nach dem anderen. Seit 1999 widmet er sich zunehmend traditionellem Blues und Roadhouse Rock in typisch texanischer Manier, wie seine zwei neueren Alben belegen.

    [U]What Kind of Fool Do You Think I Am

    [U]The Power of Love

    [U]Tender Moment


    [U]Oughta Be a Law

    [U]On the Road

    [U]I’m Holding My Own

    [U]Love Without Mercy

    [U]If the House Is Rockin‘

    [U]The Rock

    [U]A Little Bit of You

    [U]Mexican Money

    [U]You’re Taking Too Long

    [U]Country Down to My Soul

    [U]Fifty-Fifty Love

    [U]Red Hot

    [U]One Foot in Front of the Other

    In Merle Haggards [U]Workin‘ Man Blues (gemeinsam mit Steve Wariner und der Gruppe Diamond Rio) bestreitet Lee Roy Parnell neben seiner Gesangseinlage ein vortreffliches Gitarrensolo

    In [U]Take These Chains from My Heart (Duett mit Ronnie Dunn) ist er abermals als Gitarrist zu hören.

    [U]Heart’s Desire

    [U]We All Get Lucky Sometimes

    [U]Roller Coaster

    [U]Lucky Me, Lucky You

    [U]Straight and Narrow

    [U]Fresh Coat of Paint

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    #7254301  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Ich möchte euch heute eine kalifornische Band vorstellen, die Mitte der 90er überall in den USA von sich Reden machte. Boy Howdy, so der Name der Band, formierte sich um Lead-Singer Jeffrey Steele, der auch als Bassist aktiv war. Steele veröffentlichte bereits einige Jahre vor der Gründung von Boy Howdy eine Single in der vielbeachteten, von Pete Anderson produzierten Kompilation A Town South of Bakersfield. Zu ihm gesellten sich Ray und Larry Parks, die bereits mit Eagle-Bassist Randy Meisner und Rick Roberts von den Flying Burrito Brothers zusammengearbeitet hatten. Drummer Hugh Wright machte die Gruppe perfekt.

    Die Parks stießen bei einem gemeinsamen Konzert in L.A. zum ersten Mal auf Steele und Wright und ergänzten sich auf Anhieb hervorragend. In den 90er Jahren war die Band im Radio stark vertreten und produzierte einige Top-Ten-Hits. Die breite Spektrum von Rock, Pop und Country erinnert ein wenig an Little Texas oder die Eagles.


    [U]They Don’t Make Them Like That Anymore


    [U]Bring On The Teardrops

    [U]Bigger Fish to Fry

    [U]Field of Dreams

    [U]If This Is Love

    [U]Homegrown Love

    [U]She’d Give Anything

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    #7254303  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Joe Diffie gilt innerhalb der Country-Szene als Grenzgänger zwischen Neo-Traditionalismus und crossover-orientierten Stilrichtungen, die sich stärker an Pop- und Rockarrangements orientierten. Gerade während der zuwachsstarken 90er-Jahre, als Superstars wie Garth Brooks oder Trisha Yearwood die Bühne betraten, begeisterte er viele junge Hörer mit seinem frischen, abwechslungsreichen Sound. Von einer bodenständigen aber durchaus rockinspirierten Grundlage schlug er mühelos eine Brücke zur Popmusik. Die Palette seiner musikalischen Darbietungen reicht vom erdigen Honky-Tonk bis zum glattpolierten Mainstream-Sound, wobei bei seiner Musik meist verschiedene Stilelemente ineinenderfließen.

    Der 1958 in Tulsa/Oklahoma geborene Sänger versuchte sich zunächst in einer Rockband, dann in einem Gospel-Quartett und schließlich sogar innerhalb einer Bluegrass-Formation. Seine Fähigkeiten als Songwriter bewies er, als immer mehr etablierte Künstler auf sein Repertoire zurückgriffen. 1986 suchte er sein Glück in Nashville. Neben seiner Tätigkeit in einer Gitarrenmanufaktur schrieb er weiterhin erfolgreich Songs, er trug unter anderem maßgeblich zu Hollie Dunns Superhit There Goes My Heart Again von 1989 bei.

    1990 schloß er seinen ersten Plattenvertrag mit Epic Records, sein erstes Album A Thousand Winding Roads brachte bereits zwei No.-1-Hits hervor; insgeamt brachte er es in seiner 10 Jahre währenden Erfolgsperiode auf fünf Nummer-1 und weitere zwölf Top-10-Hits. Im Jahr 2000 wechselte er von Epic zu Monument, die beide zum Sony-Konzern gehören. Auch im neuen Jahrtausend blieb er weiterhin ein gefragter Songwriter, unter anderem schrieb er für Jo Dee Messina den Hit My Give a Damn’s Busted, der 2005 zwei Wochen an der Spitze der Single-Charts verharrte.

    [U]Bigger Than the Beatles ist eine Nr.1 aus dem Jahre 1995.

    [U]Ships That Don’t Come In war eine seiner ausdrucksstärksten Balladen, die 1992 die Hitparade stürmte.

    [U]Third Rock from the Sun stand 1994 zwei Wochen an der Spitze der Charts…

    …[U]Pickup Man drei Monate später sogar 4 Wochen.

    Die einfühlsame Ballde[U]So Help Me Girl (1995) zeugt ein weiteres Mal von seiner Vielseitigkeit.

    1999 eroberte [U]A Night to Remember sowohl die Country- als auch die Pop-Charts.

    Ein Top-10-Hit von 2001 ist [U]In Another World

    [U]Prop Me up Beside the Jukebox ist ein Partyhit aus 1993

    [U]Texas Size Heartache war 1998 erfolgreich

    [U]If the Devil Danced in Empty Pockets ist ein humorvoller Honky-Tonk-Hit, der in Amerika Kultsatus erlangte

    [U]I Got a Feelin‘ stammt aus dem Album [I]Twice Upon a Time von 1997

    [U]John Deere Green, einer seiner rockigen Hits landete 1993 auf Platz 5.
    [U]Honky Tonk Attitude von 1993 wird in Bars und Clubs noch heute oftmals aufgelegt

    Weitere Titel:

    [U]Next Thing Smokin‘

    [U]I’m No Stranger to the Rain

    [U]Hurt Me All the Time

    [U]This Is Your Brain

    [U]Down in a Ditch

    [U]Better Off Gone

    [U]New Way to Light Up an Old Flame

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    #7254305  | PERMALINK

    billwebster

    Registriert seit: 18.09.2005

    Beiträge: 152

    Aus Zeitmangel möchte ich hier nur mal kurz die Folgenden 3 namedroppen:

    Billy Burnette. Country-Songwriter und Rock-N-Roll Royalty in der 2.Generation (Johnny Burnette Trio). Spielte und sang einige Zeit bei der Fleetwood Mac-Version ohne Lindsey Buckingham. Seine Scheiben „Coming Home“ (1993), „All Night Long“ (1999) und das Duettalbum mit seiner Fleetwood Mac-Kollegin Bekka Bramlett „Bekka & Billy“ (1997) sind echt zu empfehlen.

    Joe Ely. Eigentlich hat er schon in den 70ern Platten rausgebracht. Ich entdeckte ihn erst in den 90ern. Heute ist er (wieder) mit den Flatlanders unterwegs, die wegen ihrem erstklassigen Songwriting inzwischen zu einer meiner Lieblingsgruppen geworden sind. Seine 3 emotional mitreißenden Scheiben aus den 90ern sind alle 3 klasse: „Love And Danger“ (1992), „Letter To Laredo“ (1995) und „Twistin‘ In the Wind“ (1998).

    Junior Brown. Er spielt ein zweihälsiges Hybrid aus E-Gitarre und der in der Countrymusik so beliebten Lap Steel, das er Guit-Steel nennt. Seine Songs sind teilweise sehr humorig und seine Stimme ist old-style Country – aber sein Gitarrenspiel bleibt nicht bei Country, sondern er bindet auch immer wieder andere Stilrichtungen ein wie Surf, Blues oder das Hendrix-artiges. Seinen Höhepunkt, die Qualität seiner 4 Platten aus den 90ern hat er seitdem leider noch nicht wieder ganz erreicht: „Twelve Shades Of Brown“, „Guit With It“ (1993), „Semi-Crazy“ (1996), „Long Walk Back“ (1998).

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    #7254307  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Sein vermutlich bekanntester Hit, war übrigens auch als Musikvideo u.a. auf CMT im Umlauf:

    [U]Junior Brown – Highway Patrol

    Joe Ely mit einem flotten Rockabilly-Track:

    [U]Joe Ely – Good Rockin‘ Tonight

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    #7254309  | PERMALINK

    k-a-lauer

    Registriert seit: 05.10.2005

    Beiträge: 1,023

    ricochetWenn Ihr wollt, kann ich in einem zweiten Thread über die 80er-Jahre die Highlights der Judds posten, und so manch anderen Klassiker natürlich auch…

    Ein paar Sachen habe ich ja schon vorbereitet.

    Die meisten der genannten hatten ja auch, wie die Judds, schon in den ausgehenden 80ern Highlights. Die Grenzen sind also recht fließend.

    Deine Hörbeispiele finde ich klasse, vor allem, weil ich, wie ich schon erwähnt habe, nicht sonderlich gut bestückt im Alben-Bereich bin.

    Habe nur einzelne Titel von z. B. Rodney Crowell, Lionel Cartwright, Randy Travis, Skip Ewing, Paul Overstreet, Earl Thomas Conley, Clint Black, Steve Wariner, John Conlee, Conway Twitty, Patty Loveless, Tanya Tucker, Lorrie Morgan, Reba McEntire, Emmylou Harris, Forester Sisters, Alabama, Restless Heart, Desert Rose Band, und Highway 101.

    Such dir aus, wer es nach deiner Meinung wert ist, näher besprochen zu werden. Du hast ganz offensichtlich die höhere Sachkenntnis. Egal, ob in einem eigenen 80er-Thread oder hier. Ich bin für Tipps dankbar.

    --

    Vinyl ist, wenn man trotzdem lacht.
    #7254311  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    @k.A.Lauer: Offenbar hast du die Szene gegen Ende der 80er-/Anfang der 90er-Jahre beobachtet, denn in den 90ern konnten sich nur Clint Black, Randy Travis, Steve Wariner, Tanya Tucker, Patty Loveless, Lorrie Morgan, Alabama und natürlich Superstar Reba McEntire dauerhaft in den Charts halten. Auch Vince Gill und Shenandoah fallen in diese Kategorie.

    Die Gruppe Lonestar wurde 1992 von fünf jungen texanischen Musikern gegründet, die einander zufällig in Tennessee begegneten. Aufgrund dieser kuriosen Tatsache lautete der Name der Band ursprünglich Texasseee. Nach mehreren erfolgreichen Tourneen erwies sich dieser Name als zu sperrig und so wich man unter Bezugnahme auf den einsamen Stern in der texanischen Staatsflagge auf Lonestar aus.

    Die Gründungsmitglieder waren Richie McDonald (die tragende Stimme), John Rich (Bass, Vocals), Michael Britt (Lead Guitar, Background Vocals), Dean Sams (Keyboard, Background Vocals) und Keech Rainwater (Schlagzeug). Rich ist mittlerweile ausgestiegen und hat sich mit Big Kenny zum überaus erfolgreichen Duo Big & Rich zusammengetan.

    1993 fiel die junge Band in die Hände einer Künstleragentur, die die Qualitäten der fünf Jungs bestens auszuschlachten wusste. Im Laufe der folgenden beiden Jahre gab die Gruppe an die 500 Konzerte, 1994 ergab sich mit dem wachsenden Zuspruch fast zwangsläufig ein Plattenvertrag mit einem Major Label. Ihr Debüt trug den Bandnamen und erschien bei BNA Entertainment. Im Jahre 1999 feierte die Gruppe ihren größten Erfolg mit der Single „Amazed“ und dem über drei Millionen mal verkauften Album „Lonely Grill“, das in Amerika so ziemlich alles abräumte, was die Musikbranche an Ehrungen und Superlativen bereithält.

    Im Jahre 2007 verabschiedete sich Richie McDonald von Lonestar und nahm der Band damit ihr typisches Wiedererkennungsmerkmal – seine kräftige Stimme. Im folgenden eine Auswahl an 90er Hits & Tracks von Lonestar:

    [U]Tequila Talkin‘

    [U]Runnin‘ Away With My Heart

    [U]I’m Already There

    [U]Come Cryin‘ to Me

    [U]Not a Day Goes By

    [U]Everything’s Changed

    [U]Heartbroke Every Day

    [U]Amie

    [U]No News

    [U]Smile

    [U]What About Now

    [U]Don’t Let’s Talk About Lisa

    [U]Amazed

    Walking in Memphis

    Two Bottles of Beer

    My Front Porch Looking In

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    #7254313  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Anfang/Mitte der 90er Jahre gingen in Music City viele hoffnungsvolle Nachwuchskünstler an den Start, einer von ihnen war Dude Mowrey. Insgesamt brachte es der aus Fort Lauderdale, Florida stammende Sänger zwischen 1991 und 1995 auf zwei Studioalben (eines bei Capitol Records und eines beim damaligen Bertelsmann-Ableger Arista) und drei Musikvideos. Wäre das Gedränge im Musikgeschäft damals nicht so groß gewesen, wäre er bestimmt ganz groß rausgekommen. Entdeckt wurde Mowrey laut Wikipedia Mitte der 80er Jahre von Altmeister Mel Tillis. Seine Songs pendeln zwischen verschiedenen populären Stilrichtungen und zeugen von der hohen Kreativität, die die Country-Music der 90er-Jahre auszeichnet:


    [U]Comes One Day at a Time

    [U]Maybe You Were the One

    [U]Hold On, Elroy

    [U]Walk Away

    [U]Somewhere in Between

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    #7254315  | PERMALINK

    stormy-monday
    S&D&RnR

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 11,739

    Danke für Thread und Mühe, ricochet. Kleine Goldgrube hier.

    --

    Plow and dig my earth!
    #7254317  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Der Singer/Songwriter Hal Ketchum beeindruckte während der 90er Jahre mit seinen zahlreichen Eigenkompositionen, welche fallweise zwischen Folk und Blues, Folk und Rock oder im südlichen Musikmilieu angesiedelt werden. Die ersten musikalischen Einflüsse nahm er in den Adirondack Mountains im Staate New York auf, wo er seine frühe Jugend verbrachte. Hier stieß der aus irisch-schottischen Wurzeln hervorgegangene Ostküstenfolk auf die urbanen Musikvarietäten von Big Apple, eine Verbindung, die sich auch in den Kreationen von Nanci Griffith spiegelt. Als Teenager zog die Familie nach Florida und später weiter nach Texas, und so kam Ketchum mit der Musik des Südens in Berührung. Neben Southern Rock und Rockabily trat auch der ausgelassene Honky-Tonk in die musikalische Vorstellungswelt Ketchums. Obwohl Ketchums Musik kommerziell (also für ein Massenpublikum) produziert wurde, hört man ihr die intime Sphäre der Liedermacherszene noch deutlich an. Hal Ketchum, der mehrfach die Top Ten der Hot Country Single Charts erklomm, arbeitete auch mit dem Folksänger Marcus Hummon zusammen.

    Aus dem gleichnamigen zweiten Album von 1992 stammen die Singles [U]Sure Love und [U]Past the Point of Rescue, das sich auf Nr. 2 der Country-Charts platzieren konnte. Das rockige [U]Hearts Are Gonna Roll landete 1992 auf Platz 2 der Country-Charts.

    Zwei seiner eindrucksvollsten Balladen sind [U]Stay Forever und [U]I Know Where Love Lives. Ein typischer Truckersong ist [U]Mama Knows the Highway.

    Weitere Titel:

    [U]That’s What I Get for Losin‘ You

    [U]Small Town Saturday Night

    [U]Tonight We Just Might Fall in Love Again

    [U]Wings of a Dove

    [U]Some Place Far Away

    [U]When Love Looks Back at You

    [U]She’s Still in Dallas

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    #7254319  | PERMALINK

    ricochet

    Registriert seit: 04.09.2009

    Beiträge: 147

    Muss bis auf weiteres leer bleiben.

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