Die Trompete im Jazz

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    gypsy-tail-wind
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    ich hole das auch mal hier rüber @pinball-wizard:

    pinball-wizard

    wahr

    gypsy-tail-wind

    pinball-wizard
    Bin mit der Box noch nicht durch. The Jazz Messengers daraus hat mich aber zumindest beim ersten Mal hören sehr angesprochen.

    Das ist auch ein grosser Klassiker! Und vielleicht eine der besten Aufnahmen von Donald Byrd überhaupt, da gibt es echt nichts zu mäkeln! (auch @wahr )

    da hör ich heute mal rein. wehe, donald byrd will mir gefallen! ;)

    Also, bei Donald Byrd (zumindest als Leader) bin ich echt hin- und hergerissen(wir hatten uns im StoneFM-Thread ja schon etwas darüber ausgetauscht): Slow Drag lass ich mir schon noch gefallen. Mehrere Alben von ihm habe ich nach kurzem Probehören im Laden stehen lassen. A New Perspective ist noch dazugekommen, aber nach dem ersten Mal hören spricht es mich erst mal nicht an. Vielleicht wird das ja noch was. Da das Ganze in meinen Ohren aber auch reichlich seicht daher kommt(zur Klarstellung: mit seicht meine ich weder sanft noch ruhig. Das ist je nach Tonlage völlig ok für mich), habe ich da so meine lieben Zweifel. Aber vielleicht gibt es ja doch das eine oder andere Donald Byrd-Album, mit dem ich warm werde, wer weiß?

    Hab den obigen Post etwas zu schnell abgeschickt … ob es bei Byrd nach dem Wechsel in die elektrische Welt noch was zu hören gibt, bezweifle ich eher (hätte ich bei Freddie Hubbard aber einst auch getan, heute weiss ich es besser). Ich finde schon die Mizell-Sachen nicht mehr wirklich interessant, aber „Ethiopian Knights“ und eins der Mizell-Alben (ich glaub „Street Lady“, nicht „Blackbyrd“) liegen seit einiger Zeit da, ersteres lief auch schon. Super finde ich allerdings „Kofi“, erst in den 90ern als Teil der „Rare Grooves“-Reihe (noch so eine Blue Note-Serie, die wie die Connoisseur Series schon etwas früher heruntergefahren wurde als die RVG Edition) erschienen ist. Da spielen aber auch tolle Leute mit, u.a. Frank Foster, Lew Tabackin, Duke Pearson, Ron Carter, Mickey Roker …

    Nebst der BN-Ausgabe (LP und CD) gab’s vor ein paar Jahren ein Vinyl-Reissue bei Heavenly Sweetness – ist vergriffen, aber eins der Byrd/Adams-Alben ist noch zu haben, wie es scheint, „Chant“.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
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    pinball-wizard
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    gypsy-tail-windich hole das auch mal hier rüber @pinball-wizard:

    pinball-wizard

    wahr

    gypsy-tail-wind

    pinball-wizard Bin mit der Box noch nicht durch. The Jazz Messengers daraus hat mich aber zumindest beim ersten Mal hören sehr angesprochen.

    Das ist auch ein grosser Klassiker! Und vielleicht eine der besten Aufnahmen von Donald Byrd überhaupt, da gibt es echt nichts zu mäkeln! (auch @wahr )

    da hör ich heute mal rein. wehe, donald byrd will mir gefallen! ;)

    Also, bei Donald Byrd (zumindest als Leader) bin ich echt hin- und hergerissen(wir hatten uns im StoneFM-Thread ja schon etwas darüber ausgetauscht): Slow Drag lass ich mir schon noch gefallen. Mehrere Alben von ihm habe ich nach kurzem Probehören im Laden stehen lassen. A New Perspective ist noch dazugekommen, aber nach dem ersten Mal hören spricht es mich erst mal nicht an. Vielleicht wird das ja noch was. Da das Ganze in meinen Ohren aber auch reichlich seicht daher kommt(zur Klarstellung: mit seicht meine ich weder sanft noch ruhig. Das ist je nach Tonlage völlig ok für mich), habe ich da so meine lieben Zweifel. Aber vielleicht gibt es ja doch das eine oder andere Donald Byrd-Album, mit dem ich warm werde, wer weiß?

    Hab den obigen Post etwas zu schnell abgeschickt … ob es bei Byrd nach dem Wechsel in die elektrische Welt noch was zu hören gibt, bezweifle ich eher (hätte ich bei Freddie Hubbard aber einst auch getan, heute weiss ich es besser). Ich finde schon die Mizell-Sachen nicht mehr wirklich interessant, aber „Ethiopian Knights“ und eins der Mizell-Alben (ich glaub „Street Lady“, nicht „Blackbyrd“) liegen seit einiger Zeit da, ersteres lief auch schon. Super finde ich allerdings „Kofi“, erst in den 90ern als Teil der „Rare Grooves“-Reihe (noch so eine Blue Note-Serie, die wie die Connoisseur Series schon etwas früher heruntergefahren wurde als die RVG Edition) erschienen ist. Da spielen aber auch tolle Leute mit, u.a. Frank Foster, Lew Tabackin, Duke Pearson, Ron Carter, Mickey Roker … Nebst der BN-Ausgabe (LP und CD) gab’s vor ein paar Jahren ein Vinyl-Reissue bei Heavenly Sweetness – ist vergriffen, aber eins der Byrd/Adams-Alben ist noch zu haben, wie es scheint, „Chant“.

    Wobei ich gleich bei der Frage bin, wie dir Ethiopian Knights gefällt. Das war eines der Alben, welches ich damals wieder wegstellte. In dem Fall wars aber keine generelle Ablehnung, sondern weil ich ziemlich unsicher war – und gleichzeitig wieder nen ganzen Stapel CDs mit mir rumschleppte, von dem mir auch einiges zusagte. Muss sagen, dass mir die Situation, immer noch die Qual der Wahl zu haben, sehr gefällt. So findet meine musikalische Wissbegierde immer wieder neue Nahrung – und das ist schön so.

    Kofi und Chant habe ich notiert. Jetzt habe ich ja erst noch einen Berg Neueinkäufe, durch die ich mich so durchhöre(ein paar sind noch auf dem Postweg). Wenn ich damit durch bin, werde ich sie probehören. Sollte über Spotify und Co. ja möglich sein.

    --

    Meine nächsten Sendungen auf Radio Stone FM: 26.05.2022, 21:00 Uhr: My Mixtape #102     Schwache Menschen rächen, starke Menschen vergeben, intelligente Menschen ignorieren - Albert Einstein  
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    gypsy-tail-wind
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    Da Du ja CDs kaufst @pinball-wizard muss es nicht „Chant“ sein, ein paar der anderen Studioalben mit Pepper Adams sind wenigstens so gut … ich hab die sechs in einer Mosauc-Box und kann sie darum (kannte davor keins, nur die Live-Doppel-CD) ohne wiederhören nicht grad ranken … aber von den fünf frühen würd ich aus dem Gedächtnis wohl alle vier vor „Chant“ empfehlen. Sind auch Cover-Klassiker dabei (inkl. Product Placement für die Herren der Stuttgarter Untertanen :whistle: )

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    pinball-wizard
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    gypsy-tail-windDa Du ja CDs kaufst pinball-wizard muss es nicht „Chant“ sein, ein paar der anderen Studioalben mit Pepper Adams sind wenigstens so gut … ich hab die sechs in einer Mosauc-Box und kann sie darum (kannte davor keins, nur die Live-Doppel-CD) ohne wiederhören nicht grad ranken … aber von den fünf frühen würd ich aus dem Gedächtnis wohl alle vier vor „Chant“ empfehlen. Sind auch Cover-Klassiker dabei (inkl. Product Placement für die Herren der Stuttgarter Untertanen )

    Habe gerade mal bei Discogs nachgeschaut: das sind ja doch einige, bei denen Pepper Adams mitgewirkt hat. Habe jetzt zehn Alben auf dem Zettel. Und wahrscheinlich wird es zumindest noch ein elftes geben, weil ich von einem dort nur Volume One fand(Jorgie’s Hip-Intertainment).

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    #10805927  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    pinball-wizard

    gypsy-tail-windDa Du ja CDs kaufst pinball-wizard muss es nicht „Chant“ sein, ein paar der anderen Studioalben mit Pepper Adams sind wenigstens so gut … ich hab die sechs in einer Mosauc-Box und kann sie darum (kannte davor keins, nur die Live-Doppel-CD) ohne wiederhören nicht grad ranken … aber von den fünf frühen würd ich aus dem Gedächtnis wohl alle vier vor „Chant“ empfehlen. Sind auch Cover-Klassiker dabei (inkl. Product Placement für die Herren der Stuttgarter Untertanen )

    Habe gerade mal bei Discogs nachgeschaut: das sind ja doch einige, bei denen Pepper Adams mitgewirkt hat. Habe jetzt zehn Alben auf dem Zettel. Und wahrscheinlich wird es zumindest noch ein elftes geben, weil ich von einem dort nur Volume One fand(Jorgie’s Hip-Intertainment).

    Die Jorgies hatte ich oben verlinkt (=Bootleg) – meines Wissens gibt’s da nur eine. Auch bei Warwick … da waren wohl diverse dubiose Sachen im Umlauf (sowas wie: ein neues Stück – oder ein alternate take – und vier von Vol. 1 und daraus wird Vol. 2).

    Die sechs Alben – ich hab gestern in der Konzertpause bei schlechtem Empfang aufs Handy getippt – mit Adams bei Blue Note wurden in dieser Box gesammelt:

    Es sind:
    – Off to the Races
    – Byrd in Hand
    – The Cat Walk
    – Royal Flush
    – Chant
    – The Creeper

    Zwischen den ersten fünf und dem sechsten liegen ein paar Jahre … man kann sich wohl auch an den Bands orientieren: „Royal Flush“ hat die modernste Rhythmusgruppe (Hancock-Warren-Higgins – Hancock war ja eine Byrd-Entdeckung und löste in der Byrd/Adams-Combo Duke Pearson ab, der natürlich auch seine Qualitäten hat, aber quasi zu Hancock so steht, wie Byrd zu Morgen oder Hubbard – also weniger flashy, zurückhaltender, abgerundeter), „Byrd in Hand“ ist im Sextett mit Charlie Rouse und bietet mit Walter Davis Jr. am Klavier viel Fleisch, mit Sam Jones/Art Taylor zudem eine dunkle Rhythmusgruppe, die bei „Off to the Races“ auch dabei ist, wo Jackie McLean die Band zum Sextet macht und mit Wynton Kelly aus dem Dunkel quasi ein Chiaroscuro wird … auf „The Cat Walk“ ist ungefähr die Band von der Half Note-Session dabei (Pearson, Bassist Laymon Jackson, der einen satten tiefen Sound und viel Oomph hat, aber kein besonders bemerkenswerter Bassist ist), aber mit einem entscheidenden Wechsel: Philly Joe Jones sitzt am Schlagzeug – für mich immer eine tolle Nachricht! „The Chant“ kam erst 1979 in der LT-Reihe heraus, hier sitzt auch Hancock an den Tasten, Doug Watkins (auch das immer eine tolle Nachricht!) bedient den Bass und der wenig bekannte Teddy Robinson (nicht Eddy wie auf dem Cover) sitzt am Schlagzeug.

    Auch „The Creeper“ kam erst in der LT-Reihe (späte Siebziger/frühe Achtziger) heraus, es gehört für mich eher zu den drei Alben „Mustang“, „Blackjack“ und „Slow Drag“, die ich wie erwähnt auch sehr gerne mag (erstere zwei gab’s ca. in den späten 90rn mit ein paar Bonustracks als reguläre BN-CDs, „Slow Drag“ kam dann mal in der RVG Edition heraus, „The Creeper“ wohl nur in Japan bzw. im Mosaic-Set). Hier ist wie auf den anderen drei Sonny Red mit dabei (sein eines BN-Album ist auch ganz hübsch aber bei weitem nicht essentiell … die Conn-Ausgabe – ev. auch als RVG später? – hat viele Bonustracks, eine ganze Session eigentlich), Pepper Adams ist quasi der Gast, der die Band zum Sextett macht (auf „Blackjack“ und „Mustang“ ist es Hank Mobley, auf den beiden beigegebenen insgesamt drei Bonustracks von zwei Session ist es Jimmy Heath), die Rhythmusgruppe mit Chick Corea, Miroslav Vitous und Mickey Roker ist auch wieder toll, ziemlich schlank und modern.

    Die Live-Session gab’s 1997 als reguläre Doppel-CD, später glaube ich auch wieder als RVG. Die Band ist da weniger spektakulär, aber man lernt eben durchaus, Laymon Jackson und Lex Humphries zu schätzen, weil gerade so ein Live-Dokument auch zeigt, wie „tight“ (man liest in Liner Notes öfter auch „integrated“, das hat dann für einmal nichts mit Hautfarbe und Herkunft von Ahnen zu tun) die Band war:

    Sehr gerne mag ich dann das eigentlich leaderlose Bethlehem-Album, auf dem Kenny Burrell für eine klanglich andere Note sorgt, „Motor City Scene“ (ich hab die Avenue Jazz/Rhino-Ausgabe, es gibt wohl klanglich etwas bessere jüngere, aber wie so oft finde ich meine Ausgabe völlig ok und hab nie dran gedacht, sie zu ersetzen):

    Zuletzt das Warwick-Album – ich hab’s in Form einer hässlichen alten Fresh Sound CD (2003 gab es da wohl eine Neuauflage, ist ja auch schon eine Weile her …) – essentiell finde ich es ob der Menge an Alben überhaupt nicht und hab drum auch nie geguckt, ob es je ein offizielles Reissue gab. Die CD enthält 7 Tracks und den Untertitel „complete“, den ich nie hinterfragt habe, mit Vol. 2 ist es da also auch nicht weit her (ich glaub das war eben so ein Fall, wie ich ihn oben geschildert habe, bei Jorgies habe ich keine Ahnung, aber das ist dann ja wie gesagt eh eine nicht-autorisierte Sache).

    Weil’s da jetzt aber nur um Byrd/Adams geht, möchte ich auch unbedingt nochmal ein gutes Wort für „Free Form“ einlegen. Frei ist die Musik nicht, aber mit Wayne Shorter (und auch Hancock/Warren/Higgins) weht da ein sehr frischer Wind. Herausgebracht hat BN das Album erst ein paar Jahre später, wohl einfach, weil Byrd damals mehr aufnahm, als der Markt schlucken würde …

    „Fuego“ hat zwar ein hübsches Cover, aber ich finde es von all den Alben vielleicht das schwächste (die zwei mit Gesang lassen wir mal aussen vor, ich mag sie gerne – auf Verve gibt’s dann noch eins, auf einem Twofer, den ich wegen der anderen Hälfte von Grant Green unbedingt haben musste), „Byrd in Flight“ finde ich ein ganzes Stück besser.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11007853  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ich hole das mal aus dem Blue Note-Faden hier rüber, weil es längst keine an das Label gekoppelte Diskussion mehr ist … im Anschluss an den Post über Donald Byrds „Free Form“.

    soulpope

    gypsy-tail-wind

    redbeansandrice Byrd ist schon sehr viel besser dokumentiert als vllt Bill Hardman oder Johnny Coles oder Richard Williams oder fast jeder andere – und man hört halt nicht immer warum – wie auch – aber ein krasses Lebenswerk ist es!

    Oder: Man hört eben gerade, warum. Schwer zu sagen, wenn man nicht damals dabei war und die alle live hörte und vergleichen konnte.

    Natürlich persönliche Vorlieben, keine Frage ….

    Nein, was ich sagen wollte: die gleiche Konstanz auf so hohem Niveau hatte doch sonst keiner damals? Klar, es gab die Ausnahmetalente (Morgan, Hubbard, Little), aber ein Hardman, ein Williams (letzteren schätze ich persönlich mehr als Byrd, mit ersterem werde ich hingegen nicht warm) oder ein Coles (den ich wiederum sehr mag, aber es leuchtet mir halt irgendwie auch ein, dass er nicht dauernd gebucht wurde) kommen da, wenigstens von den Aufnahmen her, nicht heran. Und ganz so wenige sind das ja nicht.

    Blue Mitchell ist da wohl ein interessanter Vergleich – er, ich wage es kaum zu sagen, wurde nach meinem Geschmack etwas zu oft gebucht (ich mag ihn schon ziemlich gerne, aber ohne dass er ein Favorit wäre bzw. das beschränkt sich auf recht wenige Aufnahmen, am Ende wohl v.a. die Blue Notes #2-4, im Orgeljazz finde ich Virgil Jones in aller Regel besser, aber den wirft hier gar niemand in den Ring, weil Randexistenz).

    Der andere enorm konstante jener Zeit war Art Farmer, dem aber wohl die badness abging, die es für eine wirklich erfolgreiche Hard Bop-Karriere (und damit einher ein entsprechendes postumes Image) braucht(e). Das Jazztet ist wie Dinge, die John Lewis oder Tommy Flanagan oder Kenny Burrell damals schon machten sowas wie die modernere Ecke des Mainstream (was aus meinem Mund kein Schimpfwort ist, zumindest nicht in diesem Kontext, der Begriff tauchte ja wohl tatsächlich schon in den Fünfzigern auf, als die Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen im Jazz wohl am grössten war).

    Dass nun weder Byrd noch Farmer sich als Identifikationsfiguren oder Helden oder was auch immer eignen, ist also irgendwie schon klar (Blue bei Mitchell finde ich das etwas weniger eindeutig) – da ist das Verfolgen von Randfiguren (Tommy Turrentine, Joe Gordon, Wilbur Harden, oder Louis Smith, der erst viel später eine grössere Diskographie hinkriegte, oder Idrees Sulieman, dem das auch später nur halbwegs gelang, oder Ray Copeland, den Monk und Randy Weston gleichermassen schätzten, oder eben die Lyriker wie Johnny Coles oder Clarence/Gene Shaw, und – leider, was für eine Vergeudung von Talent! – Booker Little) irgendwie schon cooler.

    Aber nochmal eine andere Frage: als Woody Shaw sich zu etablieren begann, Hubbard zunächst zuminndest immer noch voll auf der Höhe war (er fing sich aber eh noch mehrmals wieder), ging Byrds Stern allmählich nieder und irgendwie kam er nie mehr richtig nach oben. Gibt es von nach, sagen wir mal 1975 noch irgendwas, was man hören müsste? (Bei Hubbard kriegt man da locker ein halbes Dutzend hin, auch wenn die Abstürze ebenfalls tiefer sein mögen als bei Byrd.) Andere, etwa Art Farmer und etwas weniger Blue Mitchell sind weitere Beispiele, aber auch Idrees Sulieman, Benny Bailey, Dizzy Reece, Richard Williams, Louis Smith, hielten sich irgendwie ganz gut oder konnten sich dank gewissen Gigs sogar eher noch besser etablieren.

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    #11007855  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ach, und direkt drüber ist auch der Abschluss der vorhin erwähnten letzten Byrd-Diskussion …

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    #11008107  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind
    Dass nun weder Byrd noch Farmer sich als Identifikationsfiguren oder Helden oder was auch immer eignen, ist also irgendwie schon klar (Blue bei Mitchell finde ich das etwas weniger eindeutig) – da ist das Verfolgen von Randfiguren (Tommy Turrentine, Joe Gordon, Wilbur Harden, oder Louis Smith, der erst viel später eine grössere Diskographie hinkriegte, oder Idrees Sulieman, dem das auch später nur halbwegs gelang, oder Ray Copeland, den Monk und Randy Weston gleichermassen schätzten, oder eben die Lyriker wie Johnny Coles oder Clarence/Gene Shaw, und – leider, was für eine Vergeudung von Talent! – Booker Little) irgendwie schon cooler.
    Aber nochmal eine andere Frage: als Woody Shaw sich zu etablieren begann, Hubbard zunächst zuminndest immer noch voll auf der Höhe war (er fing sich aber eh noch mehrmals wieder), ging Byrds Stern allmählich nieder und irgendwie kam er nie mehr richtig nach oben. Gibt es von nach, sagen wir mal 1975 noch irgendwas, was man hören müsste? (Bei Hubbard kriegt man da locker ein halbes Dutzend hin, auch wenn die Abstürze ebenfalls tiefer sein mögen als bei Byrd.) Andere, etwa Art Farmer und etwas weniger Blue Mitchell sind weitere Beispiele, aber auch Idrees Sulieman, Benny Bailey, Dizzy Reece, Richard Williams, Louis Smith, hielten sich irgendwie ganz gut oder konnten sich dank gewissen Gigs sogar eher noch besser etablieren.

    puh, dazu müsste ich viel mehr hardbop gehört haben, bevor ich dazu etwas halbwegs substanzielles äußern könnte. blue mitchell hatte ich mal angetestet, weil er ja für den jungen chick corea eine ähnliche rolle gespielt hat wie byrd für hancock – aber die verjüngungskur durch einen pianisten mit frischen ideen habe ich dann bei byrd doch eher hören können als bei mitchell.

    was ich mich ein bisschen bei solchen großen trompeter-bildern frage, ist, wo eigentlich nat adderley dort eingezeichnet wird. das ist zumindest jemand, der mich immer wieder sehr beeindruckt (zuletzt auf der QUINTET & ORCHESTRA seines bruders).

    was mir an byrd gefällt, ist schwer zu sagen. ich finde ihn halt sehr sympathisch, so wenig angeberisch, gleichzeitig vertraut man ihm, dass er immer etwas substanzielles zu sagen hat. und bei FREE FORM wird dann eine ambition deutlich, die über das solistische show-stehlen hinausgeht. (lee morgans SEARCH FOR THE NEW LAND habe ich immer ähnlich gehört, das sind so blue notes, auf die ich immer wieder zurückgreife, weil sie auch programmatische, quasi autoren-alben sind – vielleicht müsste man da mal bei den anderen trompeten-leadern schauen, ob sie sich auch mal so rausgelehnt haben).

    gestern habe ich nochmal ETHIOPIAN KNIGHTS aufgelegt, das ja nicht mehr als ein großer jam auf zwei sehr lockeren grooves ist, mit einer eigentlich nervtötenden abfolge einzelner soli, die alle nichts ausreizen oder sprengen wollen. trotzdem hängt das alles so cool durch, hetzt nirgends, vertraut auf die schönheit, so etwas kollektiv hinzubekommen… es ändert sich immer eine farbe, es wird nie langweilig, und alle wissen genaum was sie tun.

    im durchstöbern der byrd-diskografie bin ich gerade noch hierüber gestolpert:

    eine veejay-session aus 1960 offenbar, die z.t. auf einem späten byrd-album landete, dann bei fresh sound bunky green zugeordnet wurde. da werde ich demnächst mal reinhören.

    --

    #11008141  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-windIch hole das mal aus dem Blue Note-Faden hier rüber, weil es längst keine an das Label gekoppelte Diskussion mehr ist … im Anschluss an den Post über Donald Byrds „Free Form“.

    soulpope

    gypsy-tail-wind

    redbeansandrice Byrd ist schon sehr viel besser dokumentiert als vllt Bill Hardman oder Johnny Coles oder Richard Williams oder fast jeder andere – und man hört halt nicht immer warum – wie auch – aber ein krasses Lebenswerk ist es!

    Oder: Man hört eben gerade, warum. Schwer zu sagen, wenn man nicht damals dabei war und die alle live hörte und vergleichen konnte.

    Natürlich persönliche Vorlieben, keine Frage ….

    ….. Dass nun weder Byrd noch Farmer sich als Identifikationsfiguren oder Helden oder was auch immer eignen, ist also irgendwie schon klar (Blue bei Mitchell finde ich das etwas weniger eindeutig) …..

    Ich bleibe bei persönlichen Vorlieben, den für wen werden hier ex-post Identifikationsfiguren gesucht …. ? Der (modale) Jazz macht in den 70ern ja einen Knick und Heldenbilder sind besser im Crossoverbereich abbildbar …. will hier gar nicht versuchen Farmer mit Byrd zu vergleichen …. Farmer war  (auch) ein Leader, jedoch Byrd – für mich – seine stärksten Stunden als Sideman hatte und während Farmer damit (und partiell einem fixen Einkommen als Mitglied der ORF BigBand) gut in die 80er segelte, verstieg sich Donald Byrd in den Zeitgeist der 70er mit folgender Beliebigkeit ….

    --

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    #11008203  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    @soulpope Mit „persönlichen Vorlieben“ oder „Geschmack“ kann jederzeit trefflich jede Diskussion gekappt werden, das ist schade. Mein Punkt war der von der Konstanz und dabei relativen Brillanz Byrds – das scheint mir bei den anderen Leuten, die redbeans ins Rund warf, viel weniger klar zu sein. Diese Verlässlichkeit hatten Farmer oder Mitchell auch, aber ein Coles oder Williams oder Hardman soweit ich es höre ziemlich eindeutig nicht (dafür – und ich kippe jetzt zum „Ich“ – können sie mich wiederum auf eine Art berühren, die einem Byrd oder Farmer oder Mitchell eher selten hinkriegen, ein Hardman für mich aber eigentlich gar nie). Von den dreien, die ich jetzt als äusserst konstant in den Ring warf, mag ich persönlich Farmer am liebsten.

    Nat Adderley ist eine interessante Frage @vorgarten – er hat ja auch abseits der Band von Cannonball und seinen eigenen, teils ja hervorragenden Riverside-Alben immer wieder bei sehr guten Sachen mitgemacht, etwa beim Jazzland-Album von Paul Gonsalves, bei den Riverside-Alben von Don Wilkerson und James Clay (von Cannonball produziert, Barry Harris und Sam Jones sind bei erstem, Victor Feldman, Jones und Louis Hayes bei letzterem dabei, die zählen also eigentlich nur halb), bei zwei schönen King Curtis-Alben für Prestige, später auch auf den Ellington-Hommagen von Kenny Burrell (Fantasy), bei einer Ellington-Session in den Sechzigern taucht er auch noch auf (und ist er eigentlich der Trompetensolist auf Sonny Rollins & Brass?), oder mit Gene Ammons, Dexter Gordon, Benny Golson … sehr gerne mag ich auch die Band von J.J. Johnson mit Adderley (1958/59, also direkt vor die Adderleys so richtig durchstarteten – Nachfolger bei Johnson war dann übrigens Freddie Hubbard). Es war ja bei den Adderleys so, dass sie sich stets als Co-Leader verstanden und Nat auch immer gleich verdient haben soll wie Cannonball – der Deal war wohl: wessen Name halt grösser wird, unter dem machen wir weiter. Im Quintett/Sextett waren sie aber wohl immer gleichberechtigt … dass Cannonballs Name grösser wurde, dass er später sogar als Innovator betrachtet wurde, liegt wohl in der Natur der Entwicklung, die das Unterfangen nahm. Ob das alles fair ist, weiss ich nicht, es scheint aber schon so, dass mehr künstlerischer Input von Cannonball kam, Nat war wohl Kassenmeister und natürlich überragender Solist, aber wohl weniger derjenige, der die neuen Impulse gab.

    Dass Adderley auch mir bei einer solchen Diskussion nicht umgehend einfällt, hat wohl auch mit der Symbiose mit Cannonball zu tun … aber gut, ich liess gestern bei meinem Versuch, einen Umriss zu zeichnen, noch einige andere weg oder erwähnte sie nur ganz schnell.

    Was mich aber sehr interessieren würde, ist, mal die Spur von Art Farmer zu verfolgen, der ja mit Gigi Gryce, Hank Mobley und sogar im Quintett von Horace Silver schon mitten im Hard Bop stand, aber schon da eher in der „lyrischen“ Ecke desselben, was sich mit dem Jazztet nochmal zuspitzte und auf eine Spur führte, die irgenwdie schon sehr eigen ist. Mir fällt – ausser passenderweise Golson – niemand Vergleichbares ein, John Lewis ist ja nochmal ein anderer Fall … und da nochmal die Erinnerung dran, was hier zwar jetzt off-topic ist, aber in den Rahmen der Diskussion, die hier in den letzten Tagen lief, doch passt: bei Lewis gibt es ja auch eine wunderbare Session mit Paul Gonsalves, Trompeter ist dort dann übrigens Herb Pomeroy, der wohl auch eine Chance gehabt hätte, wenn … – und auf einer weiteren Session des Albums, „The Wonderful World of Jazz“, sind Eric Dolphy und Golson zu hören, erneut mit Pomeroy, und Gunther Schuller spielt auch mit.

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    #11008223  | PERMALINK

    redbeansandrice

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    Clark Terry und Joe Wilder sind vllt irgendwie vergleichbar mit Farmer … auch wenn Terry mich ja als Leader eig nie überzeugt hat, der brauchte Anleitung;)

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    #11008249  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-wind@soulpope Mit „persönlichen Vorlieben“ oder „Geschmack“ kann jederzeit trefflich jede Diskussion gekappt werden, das ist schade. Mein Punkt war der von der Konstanz und dabei relativen Brillanz Byrds – das scheint mir bei den anderen Leuten, die redbeans ins Rund warf, viel weniger klar zu sein. Diese Verlässlichkeit hatten Farmer oder Mitchell auch, aber ein Coles oder Williams oder Hardman soweit ich es höre ziemlich eindeutig nicht (dafür – und ich kippe jetzt zum „Ich“ – können sie mich wiederum auf eine Art berühren, die einem Byrd oder Farmer oder Mitchell eher selten hinkriegen, ein Hardman für mich aber eigentlich gar nie). Von den dreien, die ich jetzt als äusserst konstant in den Ring warf, mag ich persönlich Farmer am liebsten ….

    @gypsy : Ich habe keine Diskussion gekappt, sondern daraus verwiesen daß Mangel and Identifikationsfiguren beziehungsweise „Helden“ schlussendlich zu einer eher persönlichen ex-post „Wertung“ führt …. Konstanz ist auch die Frage des Betrachtungszeitraumes, aber hier würde mir ad hoc Charles Tolliver einfallen ….

    --

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    #11008251  | PERMALINK

    soulpope
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    redbeansandriceClark Terry und Joe Wilder sind vllt irgendwie vergleichbar mit Farmer … auch wenn Terry mich ja als Leader eig nie überzeugt hat, der brauchte Anleitung;)

    Same here ….

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    gypsy-tail-wind
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    soulpope
    @gypsy : Ich habe keine Diskussion gekappt, sondern daraus verwiesen daß Mangel and Identifikationsfiguren beziehungsweise „Helden“ schlussendlich zu einer eher persönlichen ex-post „Wertung“ führt …. Konstanz ist auch die Frage des Betrachtungszeitraumes, aber hier würde mir ad hoc Charles Tolliver einfallen ….

    Hm, ich kann da nicht in allen Punkten folgen, aber ich versuche nochmal meinen Gedankengang bzw. meine Argumentationsweise zu schildern (die mit Identifikation/Vorliebe/Geschmack erstmal wenig zu tun hat): Dass Donald Byrd von ca. 1955 bis Ende der Sechziger (oder je nach Geschmack bis ca. 1975) in unglaublicher Konstanz gute Arbeit geliefert hat, steht doch eigentlich ausser Frage? Dass die Leute, die redbeans nannte, das nicht getan haben, ebenfalls. Die Frage war doch nun: warum? Liegt das bloss daran, dass sie weniger oft aufnehmen konnten? Was ich tat war, diese Argumentation umzudrehen und die Frage aufzuwerfen, ob ev. nicht Byrd gerade deshalb so viel aufgenommen hat, *weil* er so konstant war? Eine Bank, jemand, der liefert, und als solcher für die Produzenten/Label eine Bank. Das war ein Johnny Coles (der mich, um zum Geschmack bzw. der Vorliebe zu kommen, viel mehr berührt) nun eben nicht – und meine Vermutung: er wäre es auch nicht, wenn es doppelt so viele Aufnahmen gäbe. Falls aber das Spekulieren müssig ist, ist es auch die Bemerkung „ich versteh bloss nicht immer, warum“ Byrd so oft aufgenommen wurde (denn so ist es nun mal und das wissen wir ja) :-)

    Der Zeitraum ist aber interessant, ich ärgere mich aber gerade etwas zu sehr als dass ich oben alles nochmal nachlese (also wiederhol ich mich eventuell), aber eben: Byrd verschwand lange vor seinem Tod – im Gegensatz zu Hubbard, der sich noch nach jedem Disco-Schrott wieder erhob und nochmal was Gutes lieferte (ich denke an Alben wie „Bolivia“, „Outpost“, die beiden mit Woody Shaw).

    Dass Tolliver einen langen Atem hatte, ist ebenfalls klar. Aber wo war er eigentlich in den 80ern und 90ern? Ich hab da bloss zwei Aufnahmen mit Louis Hayes von 1989, ansonsten ab den späten Siebzigern bis zu den Nullern nichts.

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    vorgarten

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    gypsy-tail-wind Was ich tat war, diese Argumentation umzudrehen und die Frage aufzuwerfen, ob ev. nicht Byrd gerade deshalb so viel aufgenommen hat, *weil* er so konstant war? Eine Bank, jemand, der liefert, und als solcher für die Produzenten/Label eine Bank.

    das finde ich spannend. ich habe das gefühl, dass diese idee byrd kleiner macht als er war, denn er schien mir immer sehr genau zu wissen, was er tat, weil er sehr genau beobachtet hat, was um ihn herum los war – dazu gehört ja auch ein quasi lebenslanges studieren und unterrichten, mit dem nebeneffekt, immer mit jungen musikern zu tun gehabt zu haben. aber das ist eine spekulation meinerseits. wenn ich die frühen „elektrischen“ sachen höre, habe ich jedenfalls nicht den eindruck, dass da jemand dem zeitgeist hinterher hetzt, sondern ihn eher verkörpert. was auch das gefühl vermittelt, dass er sich in jedem kontext, in der er sich bewegte, wohl fühlte.

    vielen dank für die diskografischen verweise zu nat adderley, @gypsy-tail-wind, da habe ich große lust, intensiver einzusteigen.

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