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AutorBeiträge
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Es wär doch schade, wenn es keinen Thread gibt, dacht ich… und weil es für mich einfach ist, den entsprechenden post zu schreiben, fang ich einfach mal an: Konzerte hab ich dieses Jahr keine besucht, wenn ich mich richtig erinnere, ein bisschen schade eigentlich. Platten hab ich viele gekauft, allerdings fast nur gebrauchte, ich war auch brav jede Woche mindestens drei, vier Mal im Plattenladen… und ein paar neue Alben, die mir wirklich gefielen gab es auch, ungefähr in dieser Reihenfolge:
Alexandra Grimal & Giovanni Di Domenico – Shakkei
Mete Erker – Tilburg Noord
Amina Claudine Myers – Solace of the Mind
Sylvie Courvoisier & Wadada Leo Smith – Angel Falls
Masabumi Kikuchi – Hanamichi 2
Sullivan Fortner – Southern Nights
Jakob Bro, Wadada Leo Smith, Marilyn Crispell & Andrew Cyrille – The Montclair Sessionwenn wir Top 10 Listen sammeln würden, könnt ich noch ein paar mehr Sachen nennen, wie die anderen beiden neuen Wadada Alben… aber so gefällt mir die Liste besser. Das Mete Erker Album gab es bislang nur im Stream, aber demnächst kommt es als erweiterte Doppel-LP noch einmal heraus, da kann ich es 2026 gleich wieder auflisten…
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WerbungIch war 2025 leider nur auf sechs Konzerten, die Hälfte Jazz. Genossen habe ich alle drei:
1. MARC RIBOT QUARTET (Dortmund, Domicil, 16.03.2025) * * * * 1/2
2. SHABAKA & NDUDUZO MAKHATHINI (Mannheim, Alte Feuerwache, 14.10.2025) * * * * 1/2
3. SYLVIE COURVOISIER & MARY HALVORSON (Dortmund, Domicil, 04.04.2025) * * * *Was Alben anging, so habe ich zwar auch fast nur altes und gebrauchtes gekauft, dennoch gab es ein paar sehr schöne Alben:
Neuheiten
01. THE NECKS – Disquiet
02. ANOUAR BRAHEM – After the Last Sky
03. BRANFORD MARSALIS QUARTET – Belonging
04. AMINA CLAUDINE MYERS – Solace of the Mind
05. KEITH JARRETT – New Vienna
06. JALEEL SHAW – Painter of the Invisible
07. JOHN ZORN – Nocturnes
08. BRITTANY DAVIS – Black Thunder
09. OREN AMBARCHI / JOHAN BERTHLING / ANDREAS WERLIIN – Ghosted III
10. JAMES BRANDON LEWIS QUARTET – Abstraction is Deliverance
11. JOHN ZORN – Impromptus
12. LINDA MAY HAN OH / AMBROSE AKINMUSIRE / TYSHAWN SOREY – Strange Heavens
13. NICOLAS MASSON, COLIN VALLON, PATRICE MORET, LIONEL FRIEDLI – Renaissance
14. KELELA – In the Blue Light
15. THOMAS STRØNEN/TIME IS A BLIND GUIDE – Off Stillness
16. ISAIAH COLLIER, WILLIAM HOOKER, WILLIAM PARKER – The Ancients
17. JIM BLACK & THE SCHRIMPS – Better You Don’t
18. VIJAY IYER/WADADA LEO SMITH – Defiant Life
19. AKIRA SAKATA & GIOTIS DAMIANIDIS – Adyton
20. DAVID MURRAY QUARTET – Birdly SerenadeArchiv-Highlights
BILL EVANS TRIO – Haunted Heart: The Legendary Riverside Studio Recordings
JOHN TAYLOR, MARC JOHNSON, JOEY BARON – Tramonto
MASABUMI KIKUCHI – Hanamichi – The Final Studio Recording Vol. II
BILL EVANS – Portraits at the Penthouse: Live In Seattle--
Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...hallo @atom, warum haben wir uns dann bei shabaka&makhathini nicht gesehen? schade hätte mich gerne mit dir über das konzert ausgetauscht? bei mir kam das konzert nicht so gut weg, max. **** also weit von den highlights entfernt…
konzerte:
1. anouar brahem quartet – deroma-antwerpen in der original alben besetzung*****
2.james brandon lewis quartet- karlstorbahnhof heidelberg beim enjoy jazz *****
3.branford marsalis quartet – gent jazz*****
4. steve coleman&five elements – gent jazz ****1/2+
5. charles lloyd sky quartet – christuskirche mannheim-encore enjoy jazz ****1/2+
6. vijay iyer&wadada leo smith- basf gesellschaftshaus mannheim beim enjoy jazz ****1/2+
7. anouar brahem quartet- christuskirche mannheim abschlusskonzert enjoy jazz mit mats eilertsen statt dave holland ****1/2
8. irreversible entanglements- alte feuerwache mannheim enjoy jazz ****1/2
9. dee dee bridgewater – basf feierabendhaus mannheim enjoy jazz ****1/2
10. ganavya – gent jazz ****+
11. shabaka&nduduzo makhathini- alte feuerwache mannheim enjoy jazz ****
außerdem war da noch abdullah ibrahim im pfalzbau ludwigshafen beim enjoy jazz, was sehr bewegend war, ich aber nicht besternen möchte, ein farewell-concert sozusagen….
dann noch tigran hamasyan beim gent jazz was mich nicht angesprochen hat, ihn hab ich von früheren auftritten viel besser und interessanter in erinnerung….
bei meinen jazz neuerwerbungen bin ich mir noch nicht so ganz im klaren wie was wo landet, meine derzeitigen favoriten sind schon bei der abstimmung zum album des jahres genannt, spare ich mir also hier, bei den dann noch nicht so ganz sicher bewerteten alben bewegt sich die große masse so um die ****-****1/2 wobei die james brandon lewis quartet-scheibe das potenzial zu mehr hat(nur noch nicht wirklich gehört,das konzert ist im kopf, da hat es die scheibe schwer!)… ansonsten habe ich halt wieder einen großen haufen altscheiben erworben, wobei da zwei besonders hervorstechen, welche dann im jazz trio-thread unter dein top 20 auftauchen werden…..an archiv-vö sticht horace silver live in seattle at the penthouse hervor….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!@lotterlotta: Schade, dass wir uns nicht gesehen haben! Ich war mit @gerry relativ früh dort und bin auch noch zum Interview geblieben – da wurde es ja merklich leerer.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...…ich hatte darauf verzichtet und bin unmittelbar nach ankündigung der besonderheit gegangen. saß rechts vorne in der ersten reihe…hätte da vielleicht dann doch bleiben sollen. es ergibt sich bestimmt irgendwann mal wieder eine gelegenheit!
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!Die Konzerte
Es gab mehr als ich mir erhofft hatte, obwohl in Zürich nach wie vor nicht viel sehr läuft, was ich hören will (zumindest im Vergleich mit, sagen wir 2015). Erste Besuche im Loft in Köln mit @nicht_vom_forum und in Paris im New Morning, wo ich Sullivan Fortner live hören konnte. Dazu eine Wiederbegegnung mit dem Colin Vallon Trio an einem langen Tag (vier Sets) in Basel und danach nochmal in Uster in Nähe von Zürich, davor auch schon mit Nicolas Massons Quartett. Eine tolle Wiederbegegnung auch mit Nduduzo Makhathini und seinem Trio. Grossartig dann mein erstes Konzert von Anouar Brahem in Basel (da folgt kommenden Frühling Nachschlag in Zürich, mit @lotterlotta). Das grosse Highlight im Herbst war aber zweifellos eine andere Wiederbegegnung, die doppelte mit Marilyn Crispell, die beim Unerhört zunächst im kleineren Rahmen solo spielte und dann auf der etwas grösseren Bühne noch im Trio mit Camila Nebbia und Lesley Mok. Zwei grossartige Konzerte.
Highlights: Crispell, Nebbia/Crispell/Mok, Brahem, Makhathini.
Chronologisch:
Christoph Grab „You Better Get Hit In Your Soul“ (Bänz Oester, Paul Amereller) – Zürich, Lebewohlfabrik – 28.1.
Nicolas Masson Quartet (Colin Vallon, Patrice Moret, Lionel Friedli) – Zürich, Moods – 15.2.
Colin Vallon Trio (Patrice Moret, Julian Sartorius) – Basel, Tinguely-Museum – 28.2.
Colin Vallon Trio (Patrice Moret, Julian Sartorius) – Basel, Bird’s Eye – 28.2.
Nduduzo Makhathini Trio (Dalisu Ndlazi, Lukmil Perez Herrera) – Zürich, Moods – 28.2.
Colin Vallon Trio (Patrice Moret, Julian Sartorius) – Uster, Jazz-Container – 14.3.
Chico Freeman’s Exotica (Heiri Känzig, Reto Weber) – Zürich, Moods – 18.3.
Kyle Eastwood Quintet – Basel, Stadtcasino – So 27.4.
Anouar Brahem Quartet (Anja Lechner, Django Bates, Dave Holland) – Basel, Stadtcasino – So 27.4.
Christopher Dell DRA (Dell-Ramond-Astor) – Köln, Loft – 28.10.
Sullivan Fortner Trio (Tyrone Allen, Kayvon Gordon) – Paris, New Morning – 5.11.5.11.
Joe Sanders’ Parallel (Plume, Seamus Blake, Kendrick Scott) – Unerhört, Zürich, Moods – 23.11.
Katharina Weber-Barry Guy-Balts Nill – Unerhört, Zürich, Helferei – 25.11.
Matthieu Michel-Michael Zismann – Unerhört, Zürich, GZ Riesbach – 26.11.
Conference Call (Gebhard Ullmann, Uwe Oberg, Joe Fonda, Dieter Ulrich) – Unerhört, Zürich, GZ Riesbach – 26.11.
Marilyn Crispell Solo – Unerhört, Zürich, Helferei – 27.11.
Camila Nebbia – Unerhört, Zürich, Rote Fabrik – 28.11.
Ben LaMar Gay Solo – Unerhört, Zürich, Rote Fabrik – 28.11.
Marilyn Crispell-Camila Nebbia-Lesley Mok – Unerhört, Zürich, Rote Fabrik – 28.11.Related: beim Stummfilmfestival Anfang Jahr gab’s „The Wind“ von Victor Sjöström mit Bruno Spörri (as/ss/elec), Günter Buchwald (p/v), Frank Bockius (d) – nicht direkt Jazz, aber immer schön, Spoerri mal wieder zu hören. Dazu noch „The Manxman“ von Alfred Hitchcock mit Diaphane (das sind: Frantz Loriot-vla, Carl Ludwig Hübsch-tuba, Raphael Loher-p, Carlo Costa-d).
* * *


Die Alben
Da sind noch einige mehr, die noch nicht liefen oder noch nicht einsortiert sind oben … u.a. Nebbia/Crispell/Mok, das neue vom Tomeka Reid Quartet (oder ist das von 2026? Ich hab’s letzte Woche in der Post gehabt), das Julius Hemphill String Quartet, Jim Black & The Schrimps, Sasha Berliner, Peter Brötzmann und Sven Ake Johanssen auf Oto, Mackaya McCravens EP-Bündel, Scofield/Holland auf ECM, Denny Zeitlins Rodgers-Songbook …
Beim Archiv bin ich überhaupt nicht auf der Höhe dieses Jahr. Das neue Lateef-Set lief noch nicht, die von Bill Evans und Roland Kirk sind noch nicht lieferbar in Europa, Art Pepper in Genf oder Art Blakey in Strasbourg oder Horace Silver im Penthouse liefen noch kein einziges Mal, auch die jüngsten Chap Chap-CDs von NoBusiness oder deren Lake (und Blythe von 2024, die ich mehrmals mitzubestellen vergass und erst neulich kaufte) liefen noch nicht. Und Monk in Bremen trudelte am 31. zusammen mit dem neuen Solo-Album (2010) von Frank Kimbrough auch gerade noch ein.
Amina Claudine Myers – Solace of the Mind * * * * *
Anouar Brahem – After the Last Sky * * * * *
Sylvie Courvoisier / Wadada Leo Smith – Angel Falls * * * *1/2
Myra Melford – Splash * * * *1/2
Abel Selaocoe – Hymns of Bantu * * * *1/2
Branford Marsalis Quartet – Belonging * * * *1/2
Linda May Han Oh – Strange Heavens * * * *1/2
The Necks – Open * * * *1/2
Fieldwork – Thereupon * * * *1/2
Neil Charles – Dark Days * * * *1/2
Dino Saluzzi – El Viejo Caminante * * * *1/2
Stephan Crump / Darius Jones / Eric McPherson – Otherlands Trio – Star Mountain * * * *1/2
Linda May han Oh – Strange Heavens * * * *1/2
Vijay Iyer / Wadada Leo Smith – Defiant Life * * * *1/2
Ambrose Akinmusire – Honey from a Winter Stone * * * *1/2
Karl Evangelista Quintet feat. Bobby Bradford and William Roper – Solace Angles * * * *
Alexandra Grimal / Giovanni Di Domenico – Shakkei * * * *
Steve Lehman – The Music of Anthony Braxton * * * *
David Murray Quartet – Birdly Serenade * * * *
James Brandon Lewis Quartet – Abstraction Is Deliverance * * * *
Mary Halvorson – About Ghosts * * * *
Sullivan Fortner Trio – Southern Nights * * * *
Chicago Underground Duo – Hyperglyph * * * *
Jaleel Shaw – Painter of the Invisible * * * *
Anna Webber / Angela Morris – Webber/Morris Big Band: Unsperate * * * *
Alexander Hawkins – Song Unconditional * * * *
Adam O’Farrill – For These Streets * * * *
Billy Hart Quartet – Just * * * *
Thomas Morgan – Around You Is a Forest * * * *
Mulatu Astatke – Mulatu Plays Mulatu * * * *
Charles Lloyd – Figure in Blue * * * *
Henry Threadgill – Listen Ship * * * *
Fred Hersh Trio – The Surrounding Green * * *1/2
Tomas Fujiwara – Dream Up * * *1/2
Jakob Bro, Wadada Leo Smith, Marilyn Crispell & Andrew Cyrille – The Montclair Session * * *1/2
Florian Arbenz, Michael Arbenz, Ron Carter – The Alpine Session * * *1/2
Nicholas Masson Quartet – Renaissance * * *1/2
Yaron Herman – Radio Paradise * * *1/2
Jakob Bro, Wadada Leo Smith, Marcus Gilmore – Murasaki * * *1/2
Florian Arbenz, Jorge Vistel, Maikel Vistel, Michael Arbenz, Joāo Barradas, Rafael Jerjen – Moon * * *1/2
Joachim Kühn – Échapée * * *1/2
Marshall Allen – New Dawn * * *Archiv:
Dave Burrell/Sam Woodyard – The Lost Session, Paris 1979 * * * *1/2
Cecil Taylor / Tony Oxley – Flashing Spirits * * * *1/2
Masabumi Kikuchi – Hanamichi: The Final Studio Recordings Vol. II * * * *1/2
Freddie Hubbard – On Fire: Live from the Blue Morocco (1967) * * * *1/2
Tubby Hayes Quintet – Antibes ’62 * * * *1/2
John Taylor / Marc Johnson / Joey Baron – Tramonto * * * *
Keith Jarrett – New Vienna. At the Musikverein, 2016 * * * *
James Newton Quartet Live in Willisau, Switzerland * * * *
Pharoah Sanders – Love Is Here: The Complete Paris 1975 ORTF Recordings * * * *
Charles Mingus – In Argentina: The Buenos Aires Concerts (1977) * * * *
Irène Schweizer/Rüdiger Carl/Johnny Dyani/Han Bennink – Irène’s Hot Four (1981) * * * *
Art Pepper – An Afternoon in Norway: The Kongsberg Concert (1980) * * * *
Jimmy Lyons – Live from Studio Rivbea 1974 & 1976 (Rivbea Live! Series, Volume 3) * * * *
Joe Maneri / Tyson Rogers / Jacob Braverman – In the Shadow: First Visit * * * *
Bill Evans – Further Ahead: Live in Finland 1964-1969 * * * *
Kippie Moeketsi – Hard Top * * * *
Steve Lacy Three – Live Lugano 1984 (First Visit) * * *1/2Erweiterte Reissues:
Bill Evans – Haunted Heart: The Legendary Riverside Studio Recordings (1959/61) * * * *1/2
Kenny Burrell – On View at the Five Spot: Complete Masters (1959, expanded reissue) * * * *
Sun Ra – Nuits de la Fondation Maeght (1970) * * * ** * *
Vermisst werden Sheila Jordan, Louis Moholo-Moholo, Jack DeJohnette, Feya Faku, Ray Drummond, Al Foster, Andy Bey, Howard Riley, George Freeman, Bunky Green, Nancy King, Eddie Palmieri, Lalo Schifrin, Roy Ayers, Joseph Daley, Guy Klucevsek, Hal Galper, auch Roberta Flack, Sly Stone, Pops Mohamed, Steve Cropper, David Thomas … und wie ich gerade lese, starb auch der einstige Evans-Drummer Arnold Wise.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbadanke euch. ich schaue gerade aufs meer und auf ein wirklich schräges letztes jahr zurück, in dem ich an konzerten (was jazz angeht: 2, kris davs trio und marquee hill’s composers collective) und neuen alben oft nur vorbeigehört habe, durch das mir andererseits die auseinandersetzung mit 100 historischen jazz-alben auf schöne weise hindurchhalf. es gab phasen, in denen ich gar keine musik hören konnte (das gab’s bei mir noch nie), und als ich es wieder konnte, habe ich mir einen neuen verstärker gekauft und danach sehr viel vertrautes ein bisschen neu gehört.
mit jack dejohnette, bunky green und andy bey starben drei fixpunkte in meinem jazz-system. von anderen kamen in diesem jahr besonders schöne veröffentlichungen (branford marsalis, amina claudine myers, the necks).
meine highlights:
the necks | disquiet
amina claudine myers | solace of the mind
branford marsalis quartet | belonging
fieldwork | thereupon
linda may han oh | strange heavens (das weiter wächst)
jaleel shaw | painter of the invisible
chicago underground duo | hyperglyph
ambarchi, berthling, werliin | ghosted IIIcourvoisier/smith, brahem, smith/iyer, fortner, marshall allen, das otherlands-trio, fred hersch, sullivan fortner, akinmusire, bro/smith/gilmore habe ich auch gehört, das rauschte aber alles ziemlich an mir vorbei. von den neuen alben von lehman, lloyd und david murray war ich sogar ziemlich enttäuscht. brittany davis und kelela mochte ich, habe ich aber beides nicht als jazz gehört.
pharoah sanders‘ vollständiges paris-konzert war mein einziger archivalien-rausch, kikuchi hörte sich fast zu gegenwärtig an, um es so wahrzunehmen, ein irgendwie zeitloses album, das mir besser gefiel als das erste HANAMICHI.
schön fand ich wieder, wie altes zeug verspätet zu persönlichen klassikern wurden, nicht selten aus hörprojekten und umfragen hier: THE INDIVIDUALISM OF GIL EVANS zum beispiel, RAY BRYANT TRIO, nat adderleys CALLING OUT LOUD oder STONEBONE von j&k.
bestimmt hab ich jetzt ganz viel vergessen.
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Ich pack das mal hierhin, weil es doppelt passt: Zum einen ein toller Podcast, den ich im letzten Jahr entdeckt habe, zum anderen ein Blick auf ein paar Jazzalben 2025, deren Auswahl ich zwar nicht in allen Punkten teile, die mir aber durchaus noch Anregungen zum Wiederhören oder Neuentdecken gegeben hat:
„You’ll Hear It“ ist ein sehr empfehlenswerter Jazz-Podcast der beiden Pianisten Peter Martin und Adam Maness. Martin kennt man u.a. von seinen Aufnahmen und Touren mit Dianne Reeves, Wynton Marsalis, Betty Carter und Roy Hargrove; Maness ist Pianist, Arrangeur und Komponist.
Der Podcast besticht durch fundierte, aber zugängliche Albumvorstellungen (nicht nur Jazz) und Jahresrückblicke, die sich wohltuend von reinen Clickbait-Listen abheben. Besonders interessant: Die beiden gehen oft über die üblichen Verdächtigen hinaus und bringen auch weniger bekannte Labels und Künstler ins Spiel. Die tolle Chemie zwischen den beiden Hosts und ihre Fähigkeit, auch komplexe musikalische Zusammenhänge verständlich zu machen, machen den Podcast zu einer echten Bereicherung.Zwei meiner Lieblingsfolgen 2025:
Breaking Down the Magic of Keith Jarrett’s 1975 Köln Concert
Shirley Horns „Here’s to Life“--
Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...Ich hatte hier gestern mal noch einen Post verloren … wollte mich auch längst für die Eindrücke und Listen bedanken und natürlich fürs Starten des Threads.
Ich sollte wohl bei Zorn bzw. Marsella mal wieder reinhören … und endlich mal die Intakt-CD von Jim Black in den Player schieben. Die neue Duo-CD von Taylor Ho Bynum und Alexander Hawkins (RogueArt) hab ich die Tage auch noch bestellt, wird noch etwas dauern (via Bandcamp, da wartet man ja in der Regel ein paar Wochen länger als sonst üblich, aber ich kann schon mal digital probehören, was ich auch noch nicht machte).
Aus der Liste von vorgarten kenne ich nur „Ghosted III“ nicht, bei redbeans nur Mete Erker nicht (nicht den Musiker und daher auch das Album nicht), bei atom sind’s ein paar mehr (neben Zorn/Marsella und Ghosted noch Brittany Davis, Kelela, Stronen, Collier/Holler/Parker, Sakata und eben Black, die von den genannten als einzige hier ist; aus dem Archiv auch die Evans noch nicht, als CD ist die ja noch nicht greifbar in Europa, soweit ich es mitgekriegt habe).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba…ich verliere bei mir so langsam den überblick, habe einiges vergessen, das word- archiv nennt mir für 2025 im jazz so um die 60 alben(noch nicht wirklich alle gehört), da sind allerdings dann auch reissues und archiv-vö dabei. vergessen habe ich die sanders-aufnahmen aus paris, die natürlich klasse sind, den tod von bunky green habe ich nicht mitbekommen/schon wieder verdrängt?, das ist sehr traurig! das jahr ist an mir förmlich vorbeigerauscht, habe das so in dieser form noch nicht erlebt, muss wohl am renteneintritt zum jahresende bzw. 1.1.26 gelegen haben, mal sehen was da so kommt, wird wohl weniger als letztes jahr. einiges steht ja schon und ist evtl. geplant(brahem zürich mit @gypsy-tail-wind(astounding eyes of rita quartet), gent jazz angedacht, enjoy jazz(wo ich jetzt schon ein highlight erwarte von dem nur sehr wenige menschen zum jetztigen zeitpunkt etwas wissen), marsiac und porquerolles sind auch wunschziele als privat(t)ier….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!Das Album, das ich 2025 am häufigsten gehört habe, ist “After the Last Sky” des Quartetts von Anour Brahem. Die wichtigste Entdeckung des vergangenen Jahres im Bereich Jazz war für mich jedoch der französische Akkordeonist Vincent Peirani, der beim Label ACT zunächst die Single “Physical Attraction” und danach sein viertes “Living Being”-Album herausgebracht hat. Beim anschließenden Durchforsten seines Backkatalogs ist mir dann noch der Sopransaxofonist Emile Parisien aufgefallen. Ebenfalls bei ACT überzeugte das Trio-Album der Keyboarderin Sharon Mansur, die früher eine Weile mit Orphaned-Land auf Tour war. Weitere interessante Entdeckungen für mich waren u.a. die Fusion-Bands GoGo Penguin und Kneebody. Oft genug gehört, um sie zu ranken, habe ich folgende gute vier Dutzend Neuerscheinungen.
1. Sharon Mansur – Trigger
2. Anouar Brahem – After the Last Sky
3. Mulatu Astatke – Mulatu Plays Mulatyu
4. Krokofant – 6
5. Pymlico – Core
6. GoGo Penguin – Necessary Fictions
7. Sissoko Segal Parisien Peirani – Sou Kora
8. Don Was and the Pan-Detroit-Ensemble – Groove In the Face of Adversity
9. Aleph Quintet – Hiwar
10. 3 Cohens – Interaction
11. James Brandon Lewis Trio – Apple Cores
12. Vincent Peirani – Living Being IV (Time Reflections)
13. John Patitucci – Spirit Fall
14. Colosseum – XI
15. Yazz Ahmed – A Paradise In the Hold
16. Yaron Herman – Radio Paradise
17. Chick Corea with Brian Blade & Christian McBride – Trilogy 3
18. Hiromi’s Sonicwonder – Out There
19. Nicolas Masson – Renaissance
20. Artemis – Arboresque
21. Kneebody – Reach
22. Nils Petter Molvær – Khmer Live In Bergen
23. Joe Lovano – Homage
24. Vincent Peirani – Jokers. Live At Bimhuis
25. Brandford Marsalis Quartet – Belonging (Keith Jarrett Coveralbum)
26. Mary Halverson – About Ghosts
27. Nils Kugelmann – Life Score
28. Jean-Luc Ponty – The Atacama Experience
29. Billy Hart Quartet – Just
30. Julia Hülsmann Quartet – Under the Surface
31. Cosmic Ear – Traces
32. Jon Balke – Skrifum
33. Brad Mehldau – Ride Into the Sun
34. Eyolf Dale – When Shadows Dance
35. Joshua Redman – Words Fall Short
36. Yuval Cohen Quartet – Winter Poems
37. Daniel Erdmann’s Organic Soulfood (featuring Antonin Rayon & Jim Hart)- Into the Sweet Unknown
38. Keith Jarrett – New Vienna. Live at the Musikverein 2016
39. Nels Cline – Consentrik Quartet
40. Brandon Woody – For the Love Of It All
41. François Couturier / Dominique Pifarély – Preludes and Songs
42. Mathias Eick – Lullaby
43. Fred Hersch (with Drew Gress & Joey Baron)- The Surrounding Green
44. Vijay Iyer / Wadada Leo Smith – Defiant Life
45. The Necks – Disquiet
46. Michael Gregory Jackson – Frequency Equilibrum Koan
47. Takuro Okada – Konoma
48. Joona Toivanen Trio – Gravity
49. Dhafer Youssef – Shiraz
50. Tom Skinner – Kaleidoscopic Visions--
….so einiges drin was auch in meinem regal gelandet ist, schön das du peirani&parisien entdeckt hast, tolle musiker, live noch besser… die sissoko hatte ich eigentlich auf act erwartet, war wohl so angedacht, muss ich mal bei bandcamp anhören, die „les egares“ aus 2024 hast du dir sicher auch schon zugelegt? wenn nicht, solltest du es tun…lohnt!
hier nun doch mein jazz-jahr in scheiben(inklusive zweier grenzgänger*), ohne echte rangfolge, derzeitige favoriten sind hervorgehoben, noch ungehörtes nicht besternt:
ahmed, yazz- a paradise in the hold ****
حمد[ahmed]سماع<[sama’a] (audition)*****
amba, zoh- sun****1/2
ambarchi/berthling/werlin – ghosted III ****1/2
ambarchi/rasten- dragons return ****
ambarchi/thielemans – kind regards ****
ancient infinity orchestra – it’s always about love****+
astatke, mulatu- mulatu plays mulatu****1/2
brahem anouar- after the last sky****1/2
jakob bro – new morning ****
jakob bro – live at the village vanguard ****
jakob bro/crispell/smith/cirylle….. the mountclaire session ****1/2+
jakob bro/midori takada – until i met you
jakob bro/smith/gilmore- murasaki
brötzmann/adasiewicz/noble/edwards – the quartet at cafe oto ****1/2+
charles neil -dark days quartet ****+
chiu,jeremiah&honer,marta sofia-recordings from the åland island
collier,isaiah/… – the ancients ****1/2
cosmic ear- traces ****1/2
davis brittany- black thunder****1/2
dawid angel bat – the oracle
eick mathias – lullabye
fieldwork – thereupon****1/2
gogo penguin – necessary fictions
halvarson mary- about ghosts
hersch fred- the surrounding green ****+
hülsmann julia quartet – under the surface****
iyer/smith- deviant life ****1/2
jarrett keith- new vienna****1/2
kanaste4 – out of self and into others ****+
kanuteh diabate & zanotti pilia- lolo ****+
kelela – in the blue light****1/2+
lackner benjamin – spindrift ****
lassy timo – live in helsinki ****1/2
lloyd charles – figure in blue ****
lovano&wasilewski trio – homage ****1/2
marsalis, branford quartet- belonging****1/2+
mccraven makaya – off the road ****
morgan thomas – around you is a forest
mozdzer,leszek&….. – beamo
murray david – birdly serenade ***1/2+
myers amina claudine – solace of the mind****1/2+
national information society – perseverance flow ****
out of/ into- motion II ***1/2+
parzen-johnson,jonah&lau nau- a few we remember
lewis james brandon trio – apple cores ****
lewis james brandon quartet – abstraction is deliverance****1/2+
rani,hania* – concerto in four movements ****1/2+
redman joshua – words fall short ****1/2
selaocoe, abel* – hymns of bantu****1/2+
skinner, tom – kaleidoscopic visions****
sml – how you been ****
stewart macie- when the distance is blue****+
stronen thomas – relations ****1/2
threadgill,henry- listen ship ****
vega trails – sierra tracks****1/2+
wollny trio- living ghosts
wollny &……- jazz at the philharmonic piano night II
yorkston /jaycock /langendorf – s.t. ****1/2archiv:
ella fitzgerald- the moment of truth ella at the coliseum ****1/2
freddie hubbard – on fire ****1/2
horace silver – live in seattle- at the penthouse ****1/2
pharoah sanders – love is here ****1/2+
scandinavian art ensemble&tomasz stanko- the copenhagen sessions vol I ****1/2
surman / krog – electric ****reissues:
the anchors – black soul****
jarrett keith- the complete at the deer head inn *****
thad jones – after hours
malombo – sangoma ****1/2
moketsi kippie – hard top ****1/2
mpale dennis – our boys are doin that****1/2
don pullen new – beginnings *****
pharoah sanders – message from home ****1/2
pharoah sanders&norman conners – beyond a dream ****1/2
mal waldron- candy girl****--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!Es ist wieder wahnsinnig viel zusammen gekommen … und Dein Post erinnert mich, dass ich „Sangoma“ noch gar nicht angehört habe @lotterlotta! Und dass ich das formidable Ella-Set in meiner Liste vergessen habe.
Bei @ediski kenne ich ganz vieles nicht – und hab die Michael Gregory Jackson bei mir vergessen. Das Mulatu-Album fand ich eine tolle Überraschung. Hatte eher was mit übermässig viel Routine und etwas Lieblosigkeit befürchtet – die Band war ja echt lang unterwegs und nicht alles immer super, was man so zu hören kriegte. Ich glaub das war’s jetzt, die Tour letzten Herbst lief als farewell tour, ich hab sie ferienhalber verpasst, aber vor ein paar Jahren mal live gehört und das war auch toll. Das Album ist aber echt gut geworden, tolles Material, starke Performances, gerade auch dank des Einbezugs traditioneller äthiopischer Instrumente.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbadanke für die vielen inspirationen @ediski und @lotterlotta. ich hatte ELECTRIC ELEMENTS von surman & krog ganz vergessen zu erwähnen, das mir so zeitlos vorkam, dass es zwischen neuerscheinungen und archivfunden verloren ging, obwohl ich es oft gehört habe.
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lotterlotta … schön das du peirani&parisien entdeckt hast, tolle musiker, live noch besser… die sissoko hatte ich eigentlich auf act erwartet, war wohl so angedacht, muss ich mal bei bandcamp anhören, die „les egares“ aus 2024 hast du dir sicher auch schon zugelegt? wenn nicht, solltest du es tun…lohnt!
„Les Egares“ ist in der Tat ein sehr gutes Album.
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Schlagwörter: 2025, Jahresrückblick, Jazz
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