Startseite › Foren › Über Bands, Solokünstler und Genres › Eine Frage des Stils › Blue Note – das Jazzforum › Rückblick 2025: Jazz › Antwort auf: Rückblick 2025: Jazz
danke euch. ich schaue gerade aufs meer und auf ein wirklich schräges letztes jahr zurück, in dem ich an konzerten (was jazz angeht: 2, kris davs trio und marquee hill’s composers collective) und neuen alben oft nur vorbeigehört habe, durch das mir andererseits die auseinandersetzung mit 100 historischen jazz-alben auf schöne weise hindurchhalf. es gab phasen, in denen ich gar keine musik hören konnte (das gab’s bei mir noch nie), und als ich es wieder konnte, habe ich mir einen neuen verstärker gekauft und danach sehr viel vertrautes ein bisschen neu gehört.
mit jack dejohnette, bunky green und andy bey starben drei fixpunkte in meinem jazz-system. von anderen kamen in diesem jahr besonders schöne veröffentlichungen (branford marsalis, amina claudine myers, the necks).
meine highlights:
the necks | disquiet
amina claudine myers | solace of the mind
branford marsalis quartet | belonging
fieldwork | thereupon
linda may han oh | strange heavens (das weiter wächst)
jaleel shaw | painter of the invisible
chicago underground duo | hyperglyph
ambarchi, berthling, werliin | ghosted III
courvoisier/smith, brahem, smith/iyer, fortner, marshall allen, das otherlands-trio, fred hersch, sullivan fortner, akinmusire, bro/smith/gilmore habe ich auch gehört, das rauschte aber alles ziemlich an mir vorbei. von den neuen alben von lehman, lloyd und david murray war ich sogar ziemlich enttäuscht. brittany davis und kelela mochte ich, habe ich aber beides nicht als jazz gehört.
pharoah sanders‘ vollständiges paris-konzert war mein einziger archivalien-rausch, kikuchi hörte sich fast zu gegenwärtig an, um es so wahrzunehmen, ein irgendwie zeitloses album, das mir besser gefiel als das erste HANAMICHI.
schön fand ich wieder, wie altes zeug verspätet zu persönlichen klassikern wurden, nicht selten aus hörprojekten und umfragen hier: THE INDIVIDUALISM OF GIL EVANS zum beispiel, RAY BRYANT TRIO, nat adderleys CALLING OUT LOUD oder STONEBONE von j&k.
bestimmt hab ich jetzt ganz viel vergessen.
--