Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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  • #11444945  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

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    talkinghead2Auge um Auge (Scott Cooper, 2013)
    Ein hochkarätig besetzter Rachethriller. Sehenswert.

    Der ist wirklich toll.

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #11444955  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 32,889

    motoerwolf
    […]
    Dabei fällt mir mal wieder ein, dass ich endlich mal Casablanca schauen muss.

    Der ist in so ziemlich allen Belangen perfekt gemacht.

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #11444961  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,086

    Glaube ich gerne, latho. Curtiz ist ja auch ein großer Regisseur. Leider ist er nicht so bekannt, wie er sein sollte. Allein sein Robin Hood und Casablanca sind ja Filme, die bis heute weithin bekannt sind. Und ich weiß noch, als Kind weiteres von ihm gesehen zu haben, was mich damals begeisterte. Für eine Beurteilung müsste ich die aber noch mal sehen.

    edit: Casablanca-BD ist bestellt.

    zuletzt geändert von motoerwolf

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    #11445117  | PERMALINK

    pfingstluemmel
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    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 3,718

    Für mich war Only Lovers Left Alive das ersehnte Meisterwerk, @motoerwolf.

    --

    Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
    #11445381  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 32,889

    motoerwolfGlaube ich gerne, latho. Curtiz ist ja auch ein großer Regisseur. Leider ist er nicht so bekannt, wie er sein sollte. Allein sein Robin Hood und Casablanca sind ja Filme, die bis heute weithin bekannt sind. Und ich weiß noch, als Kind weiteres von ihm gesehen zu haben, was mich damals begeisterte. Für eine Beurteilung müsste ich die aber noch mal sehen.
    edit: Casablanca-BD ist bestellt.

    Curtiz‘ Stil ist nicht so sichtbar ausgeprägt wie zB Fords. Aber immer sehr sicher im Hintergrund – bei Curtiz‘ Filmen fällt die Reibungslosigkeit auf, alles passt zueinander, Skript und Spiel sind perfekt aufeinander abgestimmt, da ist er ein wenig wie Hawks. Curti hat einige Meisterwerke gedreht, The Adventures of Robin Hood zB.

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    #11448407  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 6,720

    Soul (2020, Regie: Pete Docter) mit der Stimme von Jamie Foxx bzw. Charles Rettinghaus

    Hab mir den irgendwie anders vorgestellt, konventioneller erzählt. Stattdessen nimmt der Film einige surrealistische und spirituelle Wendungen: Ein junger dunkelhäutiger Musiklehrer träumt davon, seinen Brotjob als Pädagoge aufzugeben und stattdessen in New York City als Jazz-Pianist groß herauszukommen. Als sich ihm die Gelegenheit dazu bietet und er in einem urbanen Jazz-Keller auftreten darf, fällt er Stunden vor seinem Auftritt in ein Straßenloch … und landet in einer skurrilen Zwischenwelt von Diesseits und Jenseits. Mit einem Trick und einem gestaltlosen Helferlein namens 22 kehrt der aufstrebende Jazzer zurück auf die Welt, allerdings in Gestalt einer dicken Katze. Sein Helfer 22 landet stattdessen in seinem Körper. In dieser seltsamen Paarung muss der Musiker nun seinen wichtigen Auftritt abends im Jazzkeller retten, wobei einige Hürden zu nehmen sind.

    Inspiriert wurde die Figur des mittellosen Jazz-Pianisten von dem real existierenden Musiker Jon Batiste (* 1986), der neben Trent Reznor die Filmmusik eingespielt hat. Der Nine-Inch-Nails-Lärmer in einem Jazz-Film? Ebenso ungewöhnlich. Als Vorbild für den im Film zu sehenden Jazzclub diente neben anderen Stätten das Village Vanguard in NYC. Der Animationsfilm „Soul“ aus der Laborküche von Pixar hätte letztes Jahr im Herbst in den deutschen Kinos starten sollen, wegen der Corona-Pandemie wurde er mehrmals verschoben … und dann zu Weihnachten schließlich zur Not einfach im Streamingdienst Disney+ online gestellt. Die Geschichte behandelt die Themen Identität und Schicksal und stellt existentielle Fragen wie: Wer bin ich? Und wer könnte ich sein, wenn ich ein paar Faktoren in meiner Lebensgleichung ändere? Ist für einen Oscar nominiert. Im englischsprachigen Original spricht Schauspieler Jamie Foxx die Hauptrolle, Foxx gab 2005 den Soul-Sänger Ray Charles in einem großen Kinofilm.

    Vorgestern brachte die 3sat Kulturzeit einen Beitrag mit Online-Interview über Jazzer Jon Batiste, der mich anregte, seinen Animationsfilm „Soul“ auf Disney+ anzuschauen … ab Minute 30:22 …

    Jon Batiste bei 3sat Kulturzeit

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    If you know the words please sing along ... Hopping on the back of the bull
    #11450583  | PERMALINK

    opd2

    Registriert seit: 21.06.2016

    Beiträge: 1,661

    The Climb ****

    Großartige Kameraarbeit

    --

    #11450589  | PERMALINK

    marc-74

    Registriert seit: 26.08.2008

    Beiträge: 1,367


    Lief heute Abend auf ARTE. Solide gemacht und bedrückend.

    #11450593  | PERMALINK

    was
    DJ Sam (temporär)

    Registriert seit: 17.01.2010

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    „Das Leben ist eine Baustelle“ (!997) von  Wolfgang Becker
    Ziemlich verrückte Story mit Christiane Paul, Jürgen Vogel und Ricky Tomlinson in den Hauptrollen.

    Gibt es zur Zeit auch mal wieder  komplett auf you tube

    --

    "Sams Songsammelsurium# 103" am 11.05.2021 um 20:00 Uhr auf Radio Stone FM - "Music is the only religion that delivers the goods." Frank Zappa
    #11450597  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 6,720

    was„Das Leben ist eine Baustelle“ (!997) von Wolfgang Becker
    Ziemlich verrückte Story mit Christiane Paul, Jürgen Vogel und Ricky Tomlinson in den Hauptrollen.
    Gibt es zur Zeit auch mal wieder komplett auf you tube

    Hatte den mal am Maifeiertag 1998 zusammen mit meinen Brüdern geschaut. Kann mich erinnern, dass diese Milieustudie des Berliner Prekariats, wenn auch dieser Begriff damals noch nicht existierte, sehr deprimierend war. Die rockenden und rollenden Spree Teddys darin sind aber klasse.

    --

    If you know the words please sing along ... Hopping on the back of the bull
    #11450611  | PERMALINK

    was
    DJ Sam (temporär)

    Registriert seit: 17.01.2010

    Beiträge: 3,548

    ford-prefect

    was„Das Leben ist eine Baustelle“ (!997) von Wolfgang Becker Ziemlich verrückte Story mit Christiane Paul, Jürgen Vogel und Ricky Tomlinson in den Hauptrollen. Gibt es zur Zeit auch mal wieder komplett auf you tube

    Hatte den mal am Maifeiertag 1998 zusammen mit meinen Brüdern geschaut. Kann mich erinnern, dass diese Milieustudie des Berliner Prekariats, wenn auch dieser Begriff damals noch nicht existierte, sehr deprimierend war. Die rockenden und rollenden Spree Teddys darin sind aber klasse.

    Deine Erinnerung täuscht dich nicht   Dass da auch immer wieder eher bedrückende Szenen vorkommen, machen den besonderen Reiz des Filmes aus. Aber ich will da jetzt gar nicht so viel verraten. Immerhin haben wir ja hier die Möglichkeit, wo sich jeder selber ein eigenes Bild machen kann

    Für mich gehört der Film auf jeden Fall zu meinen Favoriten.

     

    --

    "Sams Songsammelsurium# 103" am 11.05.2021 um 20:00 Uhr auf Radio Stone FM - "Music is the only religion that delivers the goods." Frank Zappa
    #11450621  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

    Beiträge: 5,086

    opd2The Climb ****
    Großartige Kameraarbeit

    Der hat mir auch gut gefallen. Zum Teil noch etwas unrunde, aber gerade für einen Debutfilm dennoch ziemlich gut gelungene Buddy-Komödie mit Tendenz zur Tragödie. Besonders gut in Erinnerung habe ich die Weihnachtsepisode. Allein Michael im Auto sitzend, trinkend und Gary Stewarts Drinkin‘ Thing hörend war schon stark, aber nur der Auftakt zu einem wirklich unvergesslichen Fest.

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    #11452325  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

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    Minions (2015)

    Zur Abwechslung erneut keinen Horror, sondern diese gelben Klotzkerlchen, die den Simpsons im Zeichentrick die alleinige Farbe Gelb streitig machen und denen über das Kindchenschema mit ihren Glotzaugen und dem gedrungenen Körperbau sofort Sympathien zufliegen. Seit Jahrtausenden wuseln die Minions wie debile Lemminge durch die Erdgeschichte auf der Suche nach einem ultimativen Bösewicht, dem sie als Helferlein dienen können. Wir sind geboren, um zu dienen. Dabei verschleißen sie nicht nur den T-Rex, sondern auch Graf Dracula und Napoleon. Bis sie von der Superschurkin Scarlet Overkill in London erfahren, die der britischen Königin Elizabeth II die Krone abjagen will und der die Minions Kevin, Stuart und Bob ihre Unterstützung anbieten.

    Im englischsprachigen Original spricht Sandra Bullock die böse Scarlet Overkill, in der deutschen Synchro Carolin Kebekus. Endlich mal eine Leistung von der Kebekus, die mir gefällt. Etliche Szenen zitieren diverse Kapitel der Menschheitsgeschichte. Der Soundtrack überzeugt ebenfalls, mit Songs von den Stones, The Who und The Kinks … und im Abspann läuft wie passend „Mellow Yellow“ von Donovan. Eine der schönsten Szenen (neben dem finalen E-Gitarren-Solo während der Krönungszeremonie) ist jene, in denen die drei Minions den Beatles buchstäblich über den Weg laufen:

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    If you know the words please sing along ... Hopping on the back of the bull
    #11453229  | PERMALINK

    motoerwolf

    Registriert seit: 25.10.2006

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    James Bond 007 – Der Spion, der mich liebte (The Spy Who Loved Me, Lewis Gilbert, 1977)

    Der ganz große Bond-Fan bin ich ja eher nicht, aber dieser Teil der Reihe ist wirklich ganz übel. Das Drehbuch ist eine Katastrophe. Bond ist hier nicht cool und sexy, sondern nur peinlich und sexistisch. Sein Schwanz steht seinem Auftrag mehrfach im Weg, weil er lieber vögelt als Verdächtige zu suchen. Was zum Tod des Verdächtigen beiträgt und Bond einer Informationsquelle beraubt. Ein anderes Mal folgt er einem Schurken und dessen designierten Mörder, dem Beißer, so zögerlich, dass der Beißer seinen Auftrag erfüllen kann, was eine weitere potentielle Quelle für Bond weniger bedeutet. Dieser ganze Handlungsstrang ist dabei so überflüssig wie ein Kropf und zieht den Film völlig unnötig in die Länge, ohne dabei wenigstens Spannung zu erzeugen. Nach etlichen weiteren Szenen, die völlig bescheuert sind (das erste Treffen von Bond und Stromberg zum Beispiel) kommt es zu einem Showdown, der auch für 1977 reichlich altbacken und unspektakulär daher kommt und wieder Platz bietet für an Dämlichkeit kaum zu überbietenden Szenen. Als Bond die Atomrakete zerlegt und erklärt, er dürfe mit dem Teil in seinen Händen nicht an den umliegenden Metallring stoßen, wobei zwischen beiden Teilen nur wenig Platz ist, dreht Bond sich zwischendurch einfach mal um und arbeitet blind weiter, was mal wieder seine totale Unprofessionalität zeigt. Die Idee, dass die beiden U-Boote sich durch Bonds Änderung der Zielkoordinaten gegenseitig zerstören kann nur funktionieren, wenn die beiden U-Boot-Kommandanten genauso kadavergehorsam wie dumm sind. Ebenfalls erbärmlich ist Bonds finaler Umgang mit dem Beißer, der durch Bonds dümmliche Überheblichkeit überlebt, was dieser reichlich überschätzten Figur einen weiteren Auftritt in Moonraker ermöglicht. Richtig zum Fremdschämen ist auch Bonds Lösung des Konflikts mit Triple X per ‚letztem Wunsch‘. Herr im Himmel…
    Neben dem schlechten Buch sticht auch das eher miese Schauspiel von Moore und Barbara Bach negativ hervor. Vielleicht ist die OV in dieser Hinsicht erträglicher, die Sprache macht ja viel aus in dieser Hinsicht. In der deutschen Fassung jedenfalls hat das ganze wenig Charme.

    zuletzt geändert von motoerwolf

    --

    And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame
    #11453751  | PERMALINK

    talkinghead2

    Registriert seit: 12.12.2019

    Beiträge: 1,442

    Jugend ohne Gott (Alain Gsponer, 2017)

    Eine (science)fiktionale aber sehr nahe Darstellung unserer Zukunft. Mir wird Angst dabei und ich bin froh, diese nicht mehr erleben zu müssen.

    Interessant und sehenswert.

    --

    Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!
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