10.12.2020: Reggae 8 | Katzenmusik 91 | Pure Pop Pleasures

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  • #11296553  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,454

    @jesseblue: Völlig d’accord! :) Ich wollte nur mein Verständnis des Begriffs noch etwas näher erläutern, da ja während der Sendung auch einige entsprechende Fragen kamen.

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    #11296583  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 53,562

    Sehe interessante Stunde, Roland. Danke. Bin dann leider aus dem Forum geflogen.

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    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #11296741  | PERMALINK

    jesseblue

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 902

    @herr-rossi

    Wohl noch themabezogen und ob du damit etwas anzufangen weißt, gilt herauszufinden. Meine Lieblingskünstlerin aus dieser Szene ist Molly Nilsson. In Schweden geboren und in ihrer späten Jugend nach Deutschland gezogen. Ihr erstes Geld verdiente sie mit einem kleinen Job im Berliner Berghain. Vielleicht auch der Anstoß für die elektronische Note in ihrer Musik. Grob würde ich sie unter Synth und Minimal führen. Weitgefasst Richtungen, die durch Post Punk beeinflusst sind. Ihre Nummer „Hey Moon!“ wurde später durch John Maus, den ich auch sehr schätze, bekannter. Weitere Stücke fürs schnelle Reinhören wären „I Hope You Die“ und „The Lonely“. „This song makes me wish I had a goth boyfriend to lay in a cemetery with“, ein schöner Kommentar zu „I Hope You Die“. Wenn du magst, kannst du gern eine kleine Rückmeldung geben, ob ihre noch „deine“ Klänge sind.

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    #11296857  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,454

    @jesseblue: Danke für den Tipp. Der Name ist mir schon begegnet. Mit der Musik kann ich durchaus etwas anfangen. Hier zeigt sich auch wieder die Einordnungsfrage: Bei Wikipedia wird Molly mit Begriffen wie „Minimal Electro“ und „Hypnagogic Pop“ verbunden, was ich ebenso nachvollziehbar finde wie „Post Punk“, was doch eher ein umbrella term ist.

    Wenn Dir Molly Nilsson gefällt und Du Tocotronic-Fan bist, dürfte für Dich der Weg zu Stella Sommer/Die Heiterkeit doch eigentlich auch nicht so weit sein?

    Was passiert ist

    Im Zwiespalt

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    #11296861  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,454

    Longsocks

    Black Biro

    Ich nutze auch nochmal die Gelegenheit, die große „verlorene“, aber immer noch erhältliche 7“ von The Maladies Of Bellafontaine ins Spiel zu bringen, ihre einzige Veröffentlichung … :) „Longsocks“ hat ja gestern etwas unter den technischen Problemen gelitten. Die Tracks beginn recht lieblich, entwickeln dann aber einen ganz eigenen Sog, vor allem „Longsocks“ endet geradezu im Tumult.

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    #11298933  | PERMALINK

    jesseblue

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 902

    herr-rossiDanke für den Tipp. Der Name ist mir schon begegnet. Mit der Musik kann ich durchaus etwas anfangen. Hier zeigt sich auch wieder die Einordnungsfrage: Bei Wikipedia wird Molly mit Begriffen wie „Minimal Electro“ und „Hypnagogic Pop“ verbunden, was ich ebenso nachvollziehbar finde wie „Post Punk“, was doch eher ein umbrella term ist.

    Den Begriff Hypnagogic Pop höre ich eben zum ersten Mal. Natürlich würde ich Milly Nilsson auch nicht direkt unter Post Punk führen. Wenn jedoch geschaut wird, welche Richtungen sich in 1. und 2. Ebene aus Post Punk entwickelten, ist ein musikalischer Bezug herzustellen.

    herr-rossiWenn Dir Molly Nilsson gefällt und Du Tocotronic-Fan bist, dürfte für Dich der Weg zu Stella Sommer/Die Heiterkeit doch eigentlich auch nicht so weit sein?
    Was passiert ist
    Im Zwiespalt

    Lustigerweise kam mir beim ersten Die-Heiterkeit-Stück deiner Sendung ebenso die späten Tocotronic in den Sinn. Dennoch wollte es mich nicht packen. Konnte an die Klänge dann doch nicht andocken. Vielleicht auch wegen dem Gesang. Ein Hauch Die Lessie Singers, ein Hauch Kleines Arschloch. Da fehlt mir die Leichtigkeit in der Musik.

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    #11301267  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,454

    jesseblueein Hauch Kleines Arschloch

    Das gefällt mir, ich kann die Assoziation sogar nachvollziehen.:) Der Lassie Singers-Vergleich war anfangs obligatorisch und bei den noch etwas unbeholfen-charmanten ersten beiden Alben ging er vielleicht noch an (der erste gespielte Track stammt aus dem Debüt-Album), aber mit den letzten beiden Alben ist Die Heiterkeit doch auf einem anderen Level angekommen. Leichtigkeit kann Stella durchaus: Pop & Tod, und auch in ihren intensivsten Momenten blitzt sie noch auf: Die Linie im Sand.

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    #11301271  | PERMALINK

    jesseblue

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 902

    Der Verweis zu Kleines Arschlock war nicht per se negativ gemeint. Als Kind fand ich den Film sehr erfrischend, aber Stellas Stimme erinnerte mich daran und hat deswegen wohl vorbelastet eine eher humoristische und affektierte Note von mir verpasst bekommen. Ich finde die Musik nicht schlecht, ist hörbar und ich würde sie auch nicht unbedingt abschalten, jedoch auch nicht wirklich einschalten. Auch in deinen weiteren Verlinkungen erinnert sie mich stark an Lowtzow. Dennoch fühle ich mich leider nicht angesprochen. Mir ist schon lang aufgefallen, dass in meinem Gehörten ein sehr hoher Männeranteil herrscht. Was für dich die Frau, ist für mich wohl der Mann im „Pop“. Ich weiß auch nicht, woran dies wirklich liegen mag. Vielleicht auch, da ich mich gern in die Rolle des Interpreten hineinversetze und mir vorstelle, wie ich mein Leid, meine Freude oder meinen Frust ins Mikro singe. Und noch schnell ein letzten Mal an der Zigarette ziehe, den letzten Schluck der Flasche austrinke, um dann irgendetwas zu sein, was ich wohl nicht bin, jedoch gern wäre.

    --

    #11301275  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
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    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 72,454

    @jesseblue: Hab ich auch nicht negativ verstanden. Was die Männer-/Frauenstimmen geht, das ist vermutlich eine Disposition, die man mitbringt. Dieser bias für weibliche Stimmen hat sich bei mir aber so deutlich erst in den letzten 20 Jahren entwickelt, in den 80ern und 90ern war das bei mir noch eher ausgeglichen. Keine Ahnung, wieso, aber ich kenne mehrere, denen es so geht. Hängt vielleicht auch mit der Entwicklung im Pop zusammen (also den Bereichen des Pop, der mich anspricht), es gab in dieser Zeit wenig Sänger, die mich dauerhaft fasziniert haben.

    Vielleicht auch, da ich mich gern in die Rolle des Interpreten hineinversetze und mir vorstelle, wie ich mein Leid, meine Freude oder meinen Frust ins Mikro singe.

    Witzig, das geht mir genauso, und ich nehme die Gendergrenze dabei gar nicht wahr. Ich kann mich in dem Moment mit Stella Sommer oder wer es gerade ist, identifizieren. Das macht, glaube ich, den entscheidenden Unterschied aus zwischen Musik, die man vielleicht gut gemacht findet, die aber nicht wirklich „klickt“, und solcher, in der man sich selbst repräsentiert fühlt. Nicht das tatsächliche Alltags-Ich, das man spazieren führt, sondern diese anderen Ichs, die in einem stecken #introvertscanrelate.:)

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