Katastrophe bei der Duisburger Love Parade

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  • #7681263  | PERMALINK

    chet

    Registriert seit: 26.12.2002

    Beiträge: 323

    Unglaublich… unangenehme Frage an den Sicherheitsdezernenten… und es kommt eine flüsternde Ansage von der Seite „nicht bestätigen, nicht bestätigen…“. Wie gut, dass die Mikros so empfindlich sind. Skandal, was dort stattfindet.

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #7681265  | PERMALINK

    alex8529

    Registriert seit: 12.03.2005

    Beiträge: 4,753

    John Bill
    Man lese auch mal hier die drei Tage alten Kommentare (ab #18)…

    und so ist es ja auch gekommen.

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    Wenn einem die Argumente ausgehen, sollte man zur Beleidigung greifen (A.Schopenhauer) Hilfe gibbed hier: http://www.amazon.de/beleidigen-Kleines-Brevier-sprachlicher-Grobheiten/dp/3406511252
    #7681267  | PERMALINK

    rob-fleming

    Registriert seit: 08.12.2008

    Beiträge: 12,785

    chetDie Pressekonferenz ist eine Farce

    Absolut, das war ein wirklich erschreckendes Dokument der Hilf- und Ahnungslosigkeit.

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    Living Well Is The Best Revenge.
    #7681269  | PERMALINK

    deleted_user

    Registriert seit: 20.06.2016

    Beiträge: 7,399

    Die Pressekonferenz erinnert mich an die drei Äffchen.Nix hören nix sehen nix sprechen.

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    #7681271  | PERMALINK

    sheikyerbouti

    Registriert seit: 23.05.2010

    Beiträge: 2,613

    gollumSo wurde es schon vorher von den Verkehrsbetrieben Duisburg angekündigt:

    „Das Veranstaltungsgelände ist nur zu Fuß zu erreichen. Es gibt keine Busse oder Bahnen dorthin“, stellte Nordiek (DVG) noch einmal klar. Den Partybesuchern aus Duisburg rät er, die Haltestellen …anzufahren. Dies seien die am nächsten gelegenen Punkte zum Festivalgelände, dessen einziger Zugang in der Unterführung an der Karl-Lehr-Straße liegt. …“

    derwesten.de

    Und diese Aussagen der Verantwortlichen vom 20.07. sollte man gleich an die Staatsanwaltschaft weiterleiten:

    Tanz auf dem Drahtseil

    so ein leichtsinn der verantwortlichen … ich war mal bei den rolling stones in hannocer auf dem expo gelände … nie wieder zu so einer massenveranstaltung … die aktion vorher und nachher vertreibt mir den spaß an sowas … dann doch lieber in meinen heimischen bluesclub

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    #7681273  | PERMALINK

    alex8529

    Registriert seit: 12.03.2005

    Beiträge: 4,753

    #7681275  | PERMALINK

    dengel

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 57,805

    Spiegel Online:

    Die Katastrophe bei der Love Parade provoziert schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter und die Stadt. Die Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet, prüft die Genehmigungsunterlagen – nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen warnte die Polizei vor der Millionenparty, scheiterte aber mit einem umfassenden Sicherheitskonzept.

    Duisburg – Wie riskant war das Sicherheitskonzept für die Love Parade? Polizei und Feuerwehr in Duisburg hatten nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen eine eigene, weiterreichende Planung für die Millionenparty entwickelt – mit der sie sich allerdings in der Stadt nicht durchgesetzt haben.

    Nach Angaben aus der Duisburger Polizeiführung wollten die Experten die Teilnehmer „großflächiger“ anreisen lassen und unbedingt verhindern, dass es zu einer Nadelöhrsituation kommen kann. Der Plan hätte einen weitaus größeren Personaleinsatz erfordert und sei von der Stadtverwaltung schließlich verworfen worden. Tatsächlich bildete sich dann an diesem Samstag ein Nadelöhr, mit fatalen Folgen – in einem langen Tunnel, der zu dem Festivalgelände am Alten Güterbahnhof führte, steckten viele Teilnehmer fest. Jugendliche überrannten ein Gitter, stürmten eine ungesicherte Treppe und auf einen Mast, einige stürzten ab. Daraufhin brach nach Angaben der Polizei die Massenpanik aus, in der 19 Menschen zwischen 20 und 40 Jahren starben und mehr als 300 verletzt wurden.

    Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und der Polizei haben am Sonntagmorgen die Planungsunterlagen für die Techno-Party beschlagnahmt. Man habe die Akten übergeben, sagte der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) bei einer Pressekonferenz im Duisburger Rathaus. Sicherheitsdezernent Wolfgang Rabe sagte, sein ganzes Dezernat wolle „lückenlose Untersuchungen“. Es liegen Strafanzeigen vor, laut der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung“ unter anderem von einem Feuerwehrmann, der genau vor der Gefahrenstelle gewarnt hat, an der das Unglück passiert ist.

    Veranstalter gibt Ende der Love Parade bekannt

    Die Deutsche Polizeigewerkschaft teilte mit, dass die Sicherheitskräfte massive Vorbehalte hatten. Das Gelände der Love Parade sei viel zu klein gewesen, sagte Vizelandeschef Wolfgang Orscheschek. Die Menschen seien „Opfer materieller Interessen“ geworden. Die Stadt sei bei der Planung der Love Parade vom Veranstalter so in die Enge getrieben worden, dass sie trotz „eindringlicher Warnungen aus dem Sicherheitsbereich“ nur habe Ja sagen können.

    Ähnlich äußerte sich Love-Parade-Gründer Dr. Motte, der mit der Party in Duisburg nichts zu tun hat: „Die Veranstalter sind schuld“, sagte er dem „Berliner Kurier“. Es sei ein Skandal, die Menschen nur durch einen einzigen Zugang auf das Gelände am alten Güterbahnhof zu lassen. „Da ging es doch nur ums Geldmachen. Die Veranstalter haben nicht das geringste Verantwortungsgefühl für die Menschen gezeigt.“

    Bei der Pressekonferenz im Rathaus drückte Rainer Schaller sein Beileid aus. Er ist sowohl Organisator der Love Parade als auch Geschäftsführer der McFit-Kette, des Hauptsponsors. „Wir werden alles unternehmen, um die schnelle und lückenlose Aufklärung dieser Tragödie zu unternehmen“, sagte er – und verkündete dann das Aus für die Love Parade angesichts der Tragödie. Zu Details sagte er nur, die Stadt habe keine Bedenken gesehen. Außerdem sei das Gelände in Duisburg größer gewesen als das in Dortmund.

    Auf Fragen, wieso der Eingang zu dem Gelände gut eine Stunde lang gesperrt war, so dass es zu dem Stau in dem Tunnel kam, antworteten die Verantwortlichen bei der Pressekonferenz, das müsse im Detail in den weiteren Verfahren geklärt werden. Duisburgs Polizeipräsident Detlef von Schmeling sagte, man habe „verschiedentlich gesperrt“ an einzelnen Stellen. Nach seinem jetzigen Wissensstand habe es aber während der Panik Bewegungsmöglichkeiten auch auf der Rampe vom Tunnel auf das Gelände gegeben. Nach der Klarheit über die Panik habe man eine zweite Eingangsrampe aufgemacht.

    Sicherheitsforscher verteidigt sein Konzept: „Das Werk von Einzelnen“

    Das endgültige Sicherheitskonzept hat der Duisburger Panikforscher Michael Schreckenberg mitverantwortet. Er verteidigte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE die Planung. Der Tunnel, in dem es zur Massenpanik gekommen war, sei groß genug ausgelegt gewesen, sagte der Professor für Physik von Transport und Verkehr, der mit seinem Kollegen Kai Nagel als einer der Pioniere der Stauforschung gilt. Mit stürzenden Menschen hätten die Organisatoren nicht rechnen können: „Das ist das Werk von Einzelnen.“ So etwas könne man nicht vorhersehen. „Das ist ein tragisches Unglück, dagegen kann man sich bei einer Masse nicht wappnen.“

    Ähnlich verteidigte sich noch am Samstagabend der Oberbürgermeister Sauerland (CDU). Die Ermittlungen der Polizei müssten nun „den genauen Ereignishergang zutage fördern“, sagte er. Die Stadt habe aber „im Vorfeld mit dem Veranstalter und allen beteiligten Partnern ein stichhaltiges Sicherheitskonzept ausgearbeitet“: „Wenn Sie jetzt hören, was wohl die Ursachen sind, dann lag es nicht am Sicherheitskonzept, was nicht gegriffen hat, sondern wahrscheinlich an individuellen Schwächen.“

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    #7681277  | PERMALINK

    nes

    Registriert seit: 14.09.2004

    Beiträge: 61,251

    Starlite DinerWenn ich die schon sehe. Alle dem Tode recht nahe, fernab jeglicher Realität. Von Tuten und Blasen keine Ahnung. Genau an sowas krankt es nämlich.

    Eine Million Menschen, ein eingezäuntes Gelände, ein Tunnel. Ich komme seit gestern Abend aus dem Kopfschütteln nicht raus. Das macht richtig wütend.

    Es ist einfach nicht zu fassen…alles und alles wird hier reglementiert, und wenn es mal wirklich auf Sicherheit ankommt, versagen die zuständigen Organe.
    Mir ist es zum Heulen.

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    #7681279  | PERMALINK

    tina-toledo
    Moderator

    Registriert seit: 15.06.2005

    Beiträge: 13,392

    dengel
    Das endgültige Sicherheitskonzept hat der Duisburger Panikforscher Michael Schreckenberg mitverantwortet. Er verteidigte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE die Planung. Der Tunnel, in dem es zur Massenpanik gekommen war, sei groß genug ausgelegt gewesen, sagte der Professor für Physik von Transport und Verkehr, der mit seinem Kollegen Kai Nagel als einer der Pioniere der Stauforschung gilt. Mit stürzenden Menschen hätten die Organisatoren nicht rechnen können: „Das ist das Werk von Einzelnen.“ So etwas könne man nicht vorhersehen. „Das ist ein tragisches Unglück, dagegen kann man sich bei einer Masse nicht wappnen.“

    Ähnlich verteidigte sich noch am Samstagabend der Oberbürgermeister Sauerland (CDU). Die Ermittlungen der Polizei müssten nun „den genauen Ereignishergang zutage fördern“, sagte er. Die Stadt habe aber „im Vorfeld mit dem Veranstalter und allen beteiligten Partnern ein stichhaltiges Sicherheitskonzept ausgearbeitet“: „Wenn Sie jetzt hören, was wohl die Ursachen sind, dann lag es nicht am Sicherheitskonzept, was nicht gegriffen hat, sondern wahrscheinlich an individuellen Schwächen.“

    Wie unfassbar dreist und dumm. Wenn die Menschen auch immer versuchen müssen, ihre eingequetschten Arme zu lockern! Und gleich in Panik geraten müssen, wenn sie mal weniger Luft bekommen! Selbst Schuld!

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    Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!
    #7681281  | PERMALINK

    janpp

    Registriert seit: 28.08.2002

    Beiträge: 7,180

    Rob FlemingGerade auf der Pressekonferenz (zu sehen auf ntv): Es wird keine weitere Loveparade geben.

    Natürlich nicht, der Name ist auf ewig beschädigt. Aber weil sich damit Geld machen lässt wirds bestimmt in ein paar Jahren eine ähnliche Veranstaltung unter anderem Namen geben.

    --

    RAUSCHEN Akustische Irritationen aus Folk, Jazz & beyond. Jeden 2. und 4. Dienstag, 19 Uhr. Auf Tide 96.0. http://www.mixcloud.com/Rauschen/[/URL]
    #7681283  | PERMALINK

    parlophone

    Registriert seit: 08.09.2009

    Beiträge: 1,423

    Aber um ehrlich zu sein ist dieses schlimme Unglück wieder mal nur das Symptom dafür, dass in diesem Land Geld über Menschenleben gestellt wird.

    --

    I'm like a walking razor Don't you watch my size I'm dangerous ...
    #7681285  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 10,809

    dengelSpiegel Online:

    […]
    Mit stürzenden Menschen hätten die Organisatoren nicht rechnen können: „Das ist das Werk von Einzelnen.“ So etwas könne man nicht vorhersehen.

    Bei dem Satz habe ich mir auch an den Kopf gepackt.

    John Billschon gestern waren die Kommentare der Verantwortlichen zur Situation unter aller Sau.

    Man lese auch mal hier die drei Tage alten Kommentare (ab #18)…

    Danke auch nochmal für den Link, John Bill! Unfassbar!

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    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #7681287  | PERMALINK

    gefaehrlichebohnen

    Registriert seit: 09.06.2009

    Beiträge: 3,481

    ParlophoneAber um ehrlich zu sein ist dieses schlimme Unglück wieder mal nur das Symptom dafür, dass in diesem Land Geld über Menschenleben gestellt wird.

    Das hätte auch woanders passieren können – in Fußballstadien gab es auch schon Massenpaniken. Eigentlich bin ich mehr als entsetzt, dass es gerade hier in Deutschland passiert ist, weil bei uns alles genehmigt und überprüft werden muß. Ich kann es nicht glauben.

    --

    #7681289  | PERMALINK

    dengel

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 57,805

    Man kann über die Borniertheit und den Zynismus der Verantwortlichen nur noch den Kopf schüttleln.

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    #7681291  | PERMALINK

    sonicsister

    Registriert seit: 05.06.2009

    Beiträge: 813

    GefährlicheBohnen Eigentlich bin ich mehr als entsetzt, dass es gerade hier in Deutschland passiert ist, weil bei uns alles genehmigt und überprüft werden muß. Ich kann es nicht glauben.

    genau meine rede

    furchtbar-mein tiefes mitgefühl den opfern
    das das hier passiert, wo doch (normalerweise) alles so gut organisiert ist und die feuerwehr bei nichtvorhandensein der notausgänge solche veranstaltungen verlegt hätten..die sind wie schon hier erwähnt wurden, da sehr genau mit sicherheitsvorschriften (normalerweise)
    man denkt doch so ein chaos würde eher in einigen dritte- welt ländern passieren wo die obersten, die polizei etc über bestechung allein arbeiten und nur den profit sehen und an der sicherheit sparen….

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