Jethro Tull – Stormwatch – 40th Anniversary Edition

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  • #10908505  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Was die Studiotracks betrifft bin ich von dieser Box absolut begeistert.

    Das eigentliche Album hat für mich eigentlich schon immer so gut geklungen, dass es nicht nach einem Remix geschrien hat, aber dieser Remix ist trotzdem für mich einer der Glanzstücke von SW. Diese Box ist die erste, wo ich bei jedem Track, sowohl vom eigentlichen Album als auch den Zusatzstücken, den Remix besser finde als den Ursprungsmix, obwohl ich wie gesagt mit den alten Mixen nie wirklich Probleme hatte.

     

    Zusatzstücke sind großartig. Am besten gefallen mir Man of God und seltsamerweise das unfertige Rock Instrumental. Die 9 Minuten Fassung von Orion ist großartig, aber ich denke, es war trotzdem richtig, den Song für das Album zurecht zu schneiden. So gut die rausgeschnittenen Parts auch sind, sie passen nicht zum Rest des Liedes. Das Vorspiel ist übrigens das selbe, welches Sie auf der Tour live gespielt haben.

    Das frühe dark Ages ist gut, aber es ist hörbar, weshalb es nicht verwendet wurde. Dieses Gitarren „ratatatata“ im schnelleren Mittelteil ist fast immer nicht synchron mit dem Bass und da fällt dann alles etwas auseinander. Broadford Bazar habe ich schon immer geliebt. Apocalypse: Hmmmm, wirklich großartig aber mein Problem ist hier wohl die Übermächtige Erwartungshaltung, die von uns Fans selbst seit den 80ern aufgebaut wurde. Das soll dem Lied aber keinen Abbruch tun. Einzig A single man finde ich etwas langweilig. Übrigens: Warm Sporran ist etwa 30 Sekunden länger, da bei der ursprünglichen Version im zweiten Drittel was rausgeschnitten wurde, und bei Elegy ist das Schlagzeug beim Einsatz er elektrischen Gitarre für ein paar Takte anders. Entweder das ist eine ganz andere Schlagzeugspur oder eine zusätzliche Snarespur wurde hier nicht gemuted. Während im Original die Snareschläge auf 3 und 4 kommen spielt Barre im Remix ne weile auf jeden Schlag die Snare. Finde ich aber sogar besser so. Unterstützt die Power, die durch die E Gitarre kommt.

    Unterm Strich hat mich dieser Remix komplett geflashed (Stereo, hab kein Surround).

    Enttäuscht bin ich von den Live CDs. Ich fand es schon im Vorfeld schade, das gerade ein Konzert genommen wurde, welches bereits in so guter Qualität die Runde gemacht hat, und leider hat sich das (für mich persönlich) bestätigt. Sogar den schlechteren der beiden Bootlegs (Watchers on the storm) finde ich angenehmer zu hören als die“restaurierte“ Fassung der Box. Hier hätte man doch irgend was anderes ausgraben können. Gibt ja einiges aus der Zeit.

     

    Was mich wundert ist, dass die Dokumentation der Aufnahmen über die Zeit schlechter statt besser geworden sein muss. Ich hätte jetzt gedacht, je bekannter ne Band wird (mal im Vergleich zu den Anfängen 1968) des do akribischer wird hier Buch geführt aber ich habe (gefühlt) noch nie so oft gelesen „Master take unknown“ „dies unknown“ „das unknown“….

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    #10909121  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Tied to the 90s

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,006

    Danke für die tollen Eindrücke, @folkfreak666 ist „Man of god“ nun Blues oder Rock?

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    "And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
    #10909123  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Bluesrock  :yahoo:

     

    Oder vielleicht Riff-Rock

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    #10909125  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Ich weiß nicht, wo Blues ursprünglich im Zusammenhang mit diesem Lied herkommt, aber Riffrock trifft es relativ gut.

    Ich finds klasse.

    OK, es hat absolut Blues-typische Hammond licks…

    zuletzt geändert von folkfreak666

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    #10909165  | PERMALINK

    kinkster
    Private Investigator

    Registriert seit: 12.10.2012

    Beiträge: 11,590

    Was die Studiotracks betrifft bin ich von dieser Box absolut begeistert. Das eigentliche Album hat für mich eigentlich schon immer so gut geklungen, dass es nicht nach einem Remix geschrien hat, aber dieser Remix ist trotzdem für mich einer der Glanzstücke von SW. Diese Box ist die erste, wo ich bei jedem Track, sowohl vom eigentlichen Album als auch den Zusatzstücken, den Remix besser finde als den Ursprungsmix

    Dem muss ich nach einigen Durchläufen widersprechen, der Mix ist in Mitten und Höhen ok (mehr auch nicht) aber im Bass ist er sehr undifferenziert und teilweise sehr überbetont und dick aufgetragen (kenne ich von SW eigentlich gar nicht), ganz schlimm ist es bei „Something on the Move“ was im original Mix und auf der Remaster so nicht zu hören ist. Das gilt für die Stereo Version auf CD, den Mehrkanalmix höre ich die Tage mal gegen.

    Die Bonus Tracks sind die Box schon alleine wert, folkfreak666 hat die wichtigen Dinge schön zusammengefasst, das Live Konzert ist ok mir gefallen die aus den Vorgängern aber etwas besser.

    --

    Meanwhile, back on the Block.
    #10909395  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 10,829

    „Man Of God“ ist für mich eine Entäuschung, beliebiger Blues/Hard Rock. Stark finde ich „Urban Apocalypse“, das eine Ähnlichkeit zu dem schnellen Mittelteil von „Dark Ages“ nicht verleugnen kann. „A Single Man“ ist ganz nett, „Orion“ in der langen Version ist ganz stark, während mir die Early Version von „Dark Ages“ nicht so gut gefällt, es fehlt mir die Flöte und der aggresive Gesang. Interessant ist die Early Version von „Dun Ringill“, im Original mit die beste Akustiknummer von Anderson, hier kommen Mandolinen und Flöte zum Einsatz, auch nicht schlecht. Das Live Konzert habe ich schon auf der „Watchers On The Storm“ DoCd und bietet mir keinen großen Mehrwert, da die Klangqualität fast gleich ist.

    Der Wilson Remix des Original Albums ist wieder vorzüglich, besonders die Orchester Parts und die akustischen Instrumente bekommen mehr Raum.

    --

    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #10909425  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 31,602

    @wolfgang

    Also für dich nicht zu viel Bass?

    --

    Gewinnen ist nicht alles, gewinnen ist das einzige.
    #10909433  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Ich finde den Bass gerade richtig.

    Das Schlagzeug, gerade die Toms und Bassdrum sind auf den Punkt.

    Und wenn ich mir die ersten 5 Sekunden Stitch in time abwechselnd als Remix und als Original anhöre, finde ich das Original im Bassbereich komplett flach.

    --

    #10909477  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 10,829

    onkel-tom@wolfgang Also für dich nicht zu viel Bass?

     

    Nein, gerade richtig. Der Bass geht in vielen Mixen ziemlich unter. Als positives Beispiel sehe ich immer Geddy Lee oder Gary Thain bei Uriah Heep, wo der Bass sehr präsent ist.

    --

    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #10909779  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Tied to the 90s

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,006

    wolfgang„Man Of God“ ist für mich eine Entäuschung, beliebiger Blues/Hard Rock. Stark finde ich „Urban Apocalypse“, das eine Ähnlichkeit zu dem schnellen Mittelteil von „Dark Ages“ nicht verleugnen kann. „A Single Man“ ist ganz nett, „Orion“ in der langen Version ist ganz stark, während mir die Early Version von „Dark Ages“ nicht so gut gefällt, es fehlt mir die Flöte und der aggresive Gesang. Interessant ist die Early Version von „Dun Ringill“, im Original mit die beste Akustiknummer von Anderson, hier kommen Mandolinen und Flöte zum Einsatz, auch nicht schlecht. Das Live Konzert habe ich schon auf der „Watchers On The Storm“ DoCd und bietet mir keinen großen Mehrwert, da die Klangqualität fast gleich ist. Der Wilson Remix des Original Albums ist wieder vorzüglich, besonders die Orchester Parts und die akustischen Instrumente bekommen mehr Raum.

    Höre vieles so wie du. Ohne den massiven Druck der Nerds hätte er z.B. „Man of god“ nie rausgerückt. Das ist nur ein Jam, eine grobe Idee. Nicht so raffiniert wie vieles andere 1979. Man lese nur mal seine Rechtfertigungen in den Begleittexten, wenn es um solche Aufnahmen geht. Dark Ages finde ich in der Frühversion ganz toll und die Erwartungshaltung an Apocalypse war echt zu hoch. Auch eher ein Demo und Andersons Gesang seltsam komprimiert. Natürlich trotzdem ein großartiger Fund. Dun Ringill mag ich auch sehr in seiner urigen Frühfassung und das lange Orion muss man gehört haben, um die  clever geschnittene Albumversion zu begreifen.

    Es bleiben für mich 2 Erkenntnisse. Die hervorragend neu gemixte Platte war mit ihren Songs genau so richtig wie damals vö. und die Tull Besetzung war 79/80 als kreative Einheit am Ende trotz forbestehender Funktionalität. Das kommt in den Texten ganz klar rüber und die Platte selbst ist nochmal ein famoser, bittersüßer Abschied der 70s Tull.

    Ich kann da jetzt loslassen. Es waren tolle 8 Jahre der Heyday Reissues und die Regale sind leer.

    --

    "And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
    #10909907  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Hmmm, ich verstehe nicht, was Ihr alle mit Man of God habt…   Jam ? Nur ne grobe Idee ?

    Ich höre da ein super Lied, durcharrangiert, grandioser Riffrock a la Benefit, halt anders als der Arrangierweg der seit SftW eingeschlagen wurde.

    Durcharrangiertes Schlagzeug, eine sehr schön komponierte und grandios gesungene Gesangsmelodie, ein Gitarrensolo, was nicht nur ein improvisiertes Gedudel ist….

    Für mich ist das ein Höhepunkt der Box.  A single man hingegen ist für mich persönlich das langweiligste und unoriginellste Gedudel, was ich bis lang von Jethro Tull gehört habe.

    zuletzt geändert von folkfreak666

    --

    #10910005  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Tied to the 90s

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,006

    Er mäkelt ja in den Liner-Notes selbst an MOG herum. Verstehe mich nicht falsch, ich bin dankbar um jede Skizze, die er noch rausrückt aber alle Song der Originalplatte sind besser und ich finde die formulierte Idee ist noch unfertig. Auch die Dauer-Wiederholung des Refrains baut nicht gerade den Spannungsbogen aus und hier wäre beim fertigen Produkt sicher nich eine Textänderung erfolgt.

    ‚A single man“ ist doch eigentlich ganz nett aber ganz groß finde ich „Rock Instrumental“, das zwar keinen tollen Namen hat aber zu dem ein Gesang prima gepasst hätte. Kleiner Song mit feiner Wirkung. „Apocalypse“ ist bei mir auf dem Weg an die Spitze, wenn auch etwas anders als gedacht, von der Dynamik her.

    zuletzt geändert von dennis-blandford

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    #10910045  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 10,829

    Die Dauer Wiederholung des Refrains bei „Man Of God“ ist langweilig und ohne jede Melodie. Den Song hätte der Meister besser in der Kiste gelassen und stattdessen „Dark Ages“ auf 20 Minuten ausgedehnt. ;-)

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #10910071  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Tied to the 90s

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,006

    20 Minuten waren 1979 nicht mehr hip. MOG fehlt eine derbe Flöte am Ende (u.a.).

    zuletzt geändert von dennis-blandford

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    #10910745  | PERMALINK

    folkfreak666

    Registriert seit: 17.11.2010

    Beiträge: 70

    Das Rock Instrumental finde ich auch absolute spitze..

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