Don Byas (1912-1972)

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    gypsy-tail-wind
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    Carlos Wesley „Don“ Byas (12. Oktober 1912, Muskogee, Oklahoma – 24. August 1972, Amsterdam)

    „I don’t play saxophone,“ Don Byas used to say, „I play the sexophone,“ stressing the first syllable in his emphatic way. And he was right. The sound he got from the horn was one of the most beautiful, sensuous, voluptous sounds in jazz, warm, full, and erotic. Don Byas was one of the giants of the tenor, and of jazz. „There was never anything but tenderness in his playing,“ said Teddy Reig […], „and when he played a ballad, it all came pouring out.“

    Byas machte erste Gehversuche auf der Violine, dann auf der Klarinette, spielte klassische Musik. Bis zum Ende der Zwanzigerjahre spielte er dann vor allem Altsaxophon, sein Vorbild war Benny Carter. Früh schon spielte er mit Bands aus der Gegend, etwa mit Benny Moten oder Walter Page. Seine College Band in Oklahoma nannte er „Don Carlos and His Collegiate Ramblers“.

    Er zog dann weiter an die Westküste, wechselte aufs Tenor, und von da an ging es schnell: Lionel Hampton, Eddie Barefield, Buck Clayton waren Bandleader, für die er in Los Angeles spielte – Aufnahmen existieren leider nicht, aber die Bands wurden hoch geschätzt. Im Frühling 1937 folgte der Umzug nach New York, wo im Mai 1938 unter Timme Rosenkrantz eine erste Session für Victor entstand (Byas soliert in „Is This to Be My Souvenir“, ich kenne die Nummer nicht).

    In New York spielte Byas in den Bands von Don Redman und Lucky Millinder (wieder ohne aufzunehmen), dann ein knappes Jahre mit Andy Kirk (ein paar Takte auf „You Set Me On Fire“ sind das einzige Zeugnis), Edgar Hayes und seinem alten Vorbild Benny Carter. Byas nahm ebenfalls mit Billie Holiday oder Hot Lips Page auf und 1941 tauchte er in den legendären Jam Sessions auf, die im Minton’s stattfanden. Andere beteiligte Musiker waren Thelonious Monk, Charlie Christian und Kenny Clarke.

    Den Durchbruch schaffte Byas im gleichen Jahr, im Januar hatte er in der Band von Count Basie den Platz von Lester Young eingenommen (der unmittelbare Nachfolger Pres‘ war Paul Bascomb, der allerdings nur kurz bei Basie blieb). Der entscheidende Moment folgte zehn Monate später mit dem grossartigen Solo, das Byas in „Harvard Blues“ spielte – Dan Morgenstern: „That beautifully structured, perfectly poised opening statement was not to be denied, and there wasn’t a tenor player worth his salt who didn’t soon know it by heart.“

    Byas blieb bis im November 1943 bei Basie und die drei darauf folgenden Jahre wurden zu den fruchtbarsten seiner ganzen Karriere. Rhythmisch blieb Byas der Tradition Hawkins‘ verpflichtet, harmonisch entwickelte er sich später sehr viel weiter, griff auch auf Coltranes Vokabular zurück – und ist so ein schönes Beispiel für die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen (oder auch die Ungleichzeitgkeit des Gleichzeitigen) im Jazz. Byas war noch vor Dexter Gordon – der wohl als erster die Charakteristika des Bop aufs Tenor übertragen hat – auf der 52nd Street unterwegs. Dexter Gordon wird von Ira Gitler (The Masters of Bebop, p. 208) wie folgt zitiert: „Unquestionably, it was the mot exciting half a block in the world. Everything was going on–music, chicks, connections . . . so many musicians working down there, side by side.“

    52ndStreet.jpg

    Don Byas fand sich mittendrin in dieser lebendigen Szene, in der sich viele grosse Stars der Swing-Ära sich einfanden – viele hatten ihre Jobs bei Big Bands verloren oder sich neu orientiert und spielten mittlerweile mit kleinen Combos – und dort auf die jungen Bopper trafen.

    „I used to call him ‚Spots‘,“ Reig recalled, „because whatever the situation, if you needed a guy who could play, Don was ready and could fill the spot.“

    Byas spielte unter anderem mit Coleman Hawkins, Dizzy Gillespie, Oscar Pettiford, George Wallington, Max Roach und begann als Leader für eine ganze Reihe kleiner Label aufzunehmen: American, National, Jamboree, Super Disc, Hub, Savoy, Comet und Gotham. Mit dem Stück „Laura“ hatte er 1944 einen Hit. Die Komposition von David Raksin war das Titelstück von Otto Premingers gleichnamigem Film.

    Byas, who’d been in on the jamming in Harlem that is considered the incubation of bop, could hold his own with the yount Turks, as this story told by Teddy Reig illustrates:
    „When Allen Eager was red hot on 52nd Street, Don came into the club where he was playing, and Allen made the mistake of challenging him. When Don got up on the stand, he asked Allen what he wanted to play. ‚Anything you like,‘ was the response, so Don called Cherokee at a nice brisk tempo. Allen played two choruses, and then Don took over. Ater Don had played one, Allen went to the back bar to get a drink, and he didn’t return.“

    Als Sideman nahm Byas 1944 an der Keynote-Session von Coleman Hawkins‘ Sax Ensemble teil, spielte auch Stücke mit Dizzy Gillespie ein, trat am berühmten Town Hall Concert 1945 im Duo mit Bassist Slam Stewart auf und wurde 1946 von Esquire zum zweitbesten Tenorsaxophonisten gewählt.

    As Reig points out, „Don came from the school where you had to know all the tunes, and then learn to play them in the oriental keys. He was a fantastic player – in my opinion, he was teh heir to that Chu Berry running thing (Berry, who died in a car crash at 31 in 1941, was a master at fast, harmonically fluent, big-toned playing, with a locomotive drive). And in those days, he was a headhunter. He and (pianist) Clyde Hart used to walk up and down 7th Avenue looking for action, and whoever was playing anywhere, Don would run them out. He never wanted to go home. He never carried his horn in a soft bag, always in a heavy case, and in the early morning hours, he’d be draggin‘ that box along the ground like a trunk. He’d be loaded by then, but still ready for action . . .“

    Byas war in diesen legendären Zeiten einer der ganz grossen Heroen der 52nd Street – aber 1946 verliess er die USA in Richtung Europa, ging auf Tournee mit der Band von Don Redman… und kehrte die nächsten 24 Jahre nicht mehr zurück. Er verbrachte ein Jahr dort, reiste mit Art Blakeys Jazz Messengers nach Japan, konnte immer noch mit den besten mithalten, war aber in der Zwischenzeit längst in Vergessenheit geraten, auch weil nur wenige seiner europäischen Aufnahmen in den USA erschienen waren. Byas lehnte Angebote für Aufnahmen und Konzerte ab, weil ihm die Gagen zu niedrig waren, trat in Newport am Jazz Festival auf, spielte eine Woche im Blues Alley in Washington, ein paar Gigs in Chicago (auch eine TV-Show, die Dan Morgenstern produzierte), sass einige Male als Gast bei der Thad Jones-Mel Lewis Big Band im Village Vanguard rein, das niederländische Fernsehen produzierte eine Dokumentation über Byas‘ Heimkehr… aber dieser starb schliesslich weniger als ein Jahr nach seiner Rückkehr in seine Adoptivheimat, die Niedelande, an Lungenkrebs.

    Dan Morgenstern schreibt über Byas‘ Musik:

    There are a few great players whose very sound is sufficient to enrapture the ear; Byas is one of them. And with the sound come other, more enticing qualities – perfect time (call it swing, even at the slowest tempo); the ability to make melody his own while retaining the integrity of the piece; a sense of structure (he always builds to a climax), and that all-important essence, good taste. Byas is an unashamed, openly emotional romantic, but he never becomes treacly or sentimental. He makes the instrument and the melody sing.

    Byas ging 1946 mit Don Redman nach Europa und nahm weiterhin oft auf, in Frankreich vor allem für die Label Blue Star, Vogue, Swing und Pathé. Bernard Peiffer, Maurice Vander, Jack Diéval oder Martial Solal begleiteten ihn, er traf hie und da auch auf andere Amerikaner wie Billy Taylor, Bill Coleman oder Art Simmons, in den frühen Fünfzigerjahren begegnete er auch Dizzy Gillespie wieder und spielte mit Mary Lou Williams und Beryl Booker Vogue-Sessions ein.
    Zwischendurch ging Byas nach Spanien – soweit ich weiss als einer der allerersten amerikanischen Jazzmusiker, der dort mit lokalen Leuten gespielt hat (Aufnahmen entstanden u.a. mit Bernard Hilda und Luis Rovira). Das gehört zwar nicht hierhin, aber 1968 hat er auch mit der portugiesischen Sängerin Amália Rodrigues ein Album eingespielt.

    DonByas-DizzyGillespie-SarahVaughan_Paris1953.jpg

    Auf dem obigen Bild sehen wir Dizzy (ganz links mit Brille und abgedrehtem Kopf), Byas (thumbs up) und Sarah Vaughan nach einem Konzert, das 1953 in der Pariser Salle Pleyel stattfand. Wenn ich die klitzekleine Bildunterschrift richtig deute, ist der sich vom Photographen wegdrehende Herr zwischen Byas und Vaughan der französische Drummer und Bandleader Gérard „Dave“ Pochonet, der ein paar Jahre später auch mit Lucky Thompson aufgenommen hat.

    Einen perfekten Einstieg in Byas‘ Werk bildet wohl die Doppel-LP „Savoy Jam Party“, auf der die kompletten Sessions für das Label Savoy zusammengestellt sind (auf der CD-Version fehlen einige Stücke). Wir hören Byas hier mit seinen Freunden Charlie Shavers und Clyde Hart, als Sideman mit Emmett Berry, in Quartetten mit den Pianisten Teddy Brannon und Sanford Gold, sowie mitten drin – und wohl das Highlight – im Quintett mit dem legendären Trompeter „Little“ Benny Harris und dem Pianisten Jimmy Jones („How High the Moon“ aus der Session war ein kleiner Hit damals).

    Aus Frankreich bieten sich wohl – schon der Auffindbarkeit wegen, die „Jazz in Paris“-CDs „Laura“ und „En ce temps-là“ an, zwei Sessions mit Tyree Glenn sind auf der Compilation „Bebop“ (mit je einer Session von Howard McGhee und James Moody, bei letzterem spielt Byas auch wieder mit).
    Aus den frühen Jahren in Europa sind zudem Radio-Aufnahmen mit Don Redman („Geneva 1946“ aus der Swiss Radio Days-Reihe) und Duke Ellington („Zürich 1950“) bei TCB erschienen. Neben Gillespie (Blue Star, Barclay, Vogue und Boots von 1952) hat Byas in Frankreich auch mit Roy Eldridge und Nelson Williams (beide Vogue 1951), Johnny Hodges (Vogue 1950) und André Hodeir (Vogue 1949) aufgenommen.

    Wie man Byas‘ frühe Aufnahmen heutzutage am besten umfassend finden kann, weiss ich leider auch nicht… die Chronological Classics sind alle längst vergriffen, ebenso die (vermutlich sowieso schlecht-klingenden) beiden Boxen von Definitive (eine mit den American, eine mit den European Recordings).

    Vom späteren Byas gibt’s viel, aber ich habe keinen Überblick. Schön ist das Bud Powell-Album „A Tribute to Cannonball“ (Columbia 1961), auf dem mit Idrees Sulieman ein weiterer Gefährte von der 52nd Street und den frühen Bop-Sessions zu hören ist.
    1960 hörte man Byas mit Jazz at the Philharmonic in bester Form neben Roy Eldridge, Stan Getz und Coleman Hawkins. Aufnahmen sind auf der LP „JATP in Europe“ (Verve) zu hören, weitere (mit Hawkins, Eldridge und Benny Carter) auf Hawkins‘ Pablo-Album „Bean Stalkin'“.
    Besonders interessant – auch im Hinblick auf den Coltrane-Einfluss – ist ein Mitschnitt aus dem Ronnie Scott’s in London. Begleitet von Stan Tracey, Rick Laird und Tony Crombie ist Byas auf „Autumn Leaves“ (Ronnie Scott’s Jazz House) im Herbst 1965 in diversen Standards und Blues zu hören und scheint sich hier richtiggehend zu öffnen – ohne dabei jedoch seine Wurzeln in Hawkins und dem Swing zu verleugnen.

    Was die frühen Bebop-Aufnahmen betrifft, so ist auf HighNote eine CD unter Byas‘ Namen greifbar, „Midnight at Minton’s“. Alternativ gibt’s auch die Gillespie/Christian zugeschriebene „After Hours“ (Fantasy/Esoteric) und diverse Christian Compilations – ich habe mir bisher nie die Mühe gemacht, die verschiedenen Sessions und Ausgaben auszusortieren.
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    Anmerkung: Die Zitate stammen aus Dan Morgensterns Liner Notes zu: „Don Byas – Savoy Jam Party: The Savoy Sessions“ (Savoy WL 70512(2))

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    gypsy-tail-wind
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    Don Byas‘ Dolnet-Tenorsax (Rutgers University, Institute of Jazz Studies – weitere Bilder)

    Oscar Pettiford und Don Byas im Montmartre in Copenhagen (Photo (c) Jan Persson), vermutlich späte 50er Jahre (Pettiford verstarb im Herbst 1960).

    Wann Byas genau in die Niederlande zog, weiss ich nicht, aber irgendwann nach den vielen Aufnahmen in Paris. Hier das Cover einer Philips-EP von 1962:


    Blues by Byas (Philips 433.183PE, 7″-EP, 1962)

    Und hier noch das tolle Cover einer 1962er Scheibe mit einem Orchester unter Leitung von Jacques Denjean:


    (Battle 12″ LP BM 6121 [mono], BS 96121 [stereo], Original: Polydor [F] 12″ LP 46125)

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    #8320107  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Peter Arthur Loeb (rechts) mit Rahsaan Roland Kirk und Don Byas 1970, mit Mattathias Pearson (b) und Sonny Brown (d), nicht zu sehen: Stanley Cowell (p), der für Rahn Burton einsprang.
    Photo: Neal Graham
    (von Peter Arthur Loebs Website)


    Don Byas (Savoy XP-8036 Vol. 2)


    Musique de Films Vol. 1 (Vogue EPL 7142)

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    #8320109  | PERMALINK

    alexischicke

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    heute wohl großer Don Byas Tag?

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    #8320111  | PERMALINK

    tejazz

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    Warum auch nicht?

    Die Bertelsmann-EP beinhaltet 4 Titel vom 19. April 1951. Die Aufnahmen wurden auf Blue Star, Barclay und Atlantic veröffentlicht.
    Die Vogue-10′-LP ist zusammengewürfelt. CHLOE, C’EST VOUS CHERIE und TENDERLY sind am 9.11. 1951 aufgenomme, ROSE DE PICARDIE, PLEURS und L’ENFANT ET LA ROSE stammen vom 21.05.1952 und NICE WORK… und I’M IN THE MOOD… vom 18. Juli 1952.

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    #8320113  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Die Berthelsmänner sind natürlich voll reingefallen… aber das Vogue-Cover ist klasse, danke Dir!

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    #8320115  | PERMALINK

    tejazz

    Registriert seit: 25.08.2010

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    So, nun noch das letzte nette cover aus der Don Byas-Ecke, das ich habe.

    Die Prestige „Streifen-LP“ ist ja nicht so hübsch, die JAZZ … FREE AND EASY habe ich nur als Savoy-Nachauflage (im Original auf Regent, einem sublabel – das cover ist statt in grün eher in hellblau gehalten und wirkt auf mich nicht sehr) und die DON BYAS MEETS BEN WEBSTER (im Original auf MPS) habe ich auch nur als Prestige-Nachauflage.

    Die VERVE-LP ist aus zwei 10′-LPs zusammengesetzt. Auf einer Seite ist Bernard Peiffer solo bzw. im Trio zu hören (ex Norgran MGN 11, ex Blue Star), aufgenommen 1952. Vier sessions wurden dafür „geplündert“.
    Die Don Byas-Seite beinhaltet die 10′-LP DON BYAS ET SES RYTHMES (Norgran MGN 12, ex Blue Star). Zwei Titel stammen vom 4. Juli 1950, sechs weitere Titel wurden am 10. April 1952 aufgenommen.
    Das cover der Verve-LP wurde von meinem Leib-und-Magen-Zeichner David Stone-Martin gezeichnet.

    Die Savoy-Aufnahmen gefallen mir am meisten, aber die Lücken sind bei mir einfach zu groß. Aber auch die Paris-Aufnahmen sind großartig.

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    #8320117  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Wow, ganz tolles Cover! Danke!

    Die Savoy-Sessions stechen unter den US-Aufnahmen wirklich heraus – teils sind wohl einfach die Bands etwas besser (oder besser geeignet), Byas klingt jedenfalls freier irgendwie. Von den Aufnahmen aus Europa kenne ich auch nur einzelne – die Vogues hätte ich gerne gesammelt an einer Stelle, aber leider wurde Byas abgesehen von einer CD, auf der sich die Aufnahmen mit den Trios von Mary Lou Williams bzw. Beryl Booker finden, damals übergangen, als BMG und RCA die „Original Vogue Masters“-Reihe auf CD herausgaben. In wenigen Fällen gab’s in den 90ern noch andere gute Vogue-CDs, die nicht (meist umgestellt) in den „Original Vogue Masters“ wieder erschienen, aber bei Byas gab’s meines Wissens nur Compilations (oder gar nur eine, sie hiess „Tenderly“). Aber irgendwie bezweifle ich bei aller Liebe für Byas, dass man aus den 40ern und 50ern jeden Ton von ihm haben muss.

    Aufgrund der Aufnahmen mit Bud Powell und aus dem Ronnie Scott’s bin ich allerdings an späteren Aufnahmen durchaus interessiert… falls da jemand weitere Hinweise hat!

    Ich muss auch mal meine ROIOs zusammensuchen… da haben sich inzwischen einige angesammelt, mit Brew Moore, mit Ben Webster (oder mit beiden), mit einer JATP-Packung, der auch Stuff Smith, Earl Hines und Webster angehörten, mit Clifford Jordan, aber auch mit irgendwelchen Rhythmusgruppen (Pim Jacobs in Holland, Jodie Christian in der oben erwähnten TV-Show aus Chicago).

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