Prog-Rock

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  • #632843  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    Sonst müssten wir z.B. auch Radiohead als ProgRock bezeichnen, machen wir aber nicht.

    insgeheim mach ich das ja. nur weil ich doof bin: warum sollte man denn nicht?

    Okay, dann nennen wir ab jetzt Radiohead ProgRock.
    Aber wie nennen wir dann jetzt Spock´s Beard und Yes, etc.?

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    #632845  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    also ich verstehe darunter jetzemal möglichst wertfrei:
    das bemühen darum, althergebrachte songstrukturen und sonstige feste rockmusikalischen idioms aufzulösen und was neues anspruchsvolleres zu machen. neues instrumentarium (flöten, geigen, höherer stellenwert der keyboards), ellenlange „songs“ und „suiten“, super vertrackte rhythmen: der versuch halt, die reine freie musik, die dem genie innewohnt, nach außen dringen zu lassen (gut dat war jetzt ironisch)
    also eigentlich gar nicht schlecht!

    Bin in der Rockgeschichte nicht allzu bewandert, aber soviel ich weiß, wurden Yes und Co. erst Jahre nach den frühen Siebzigern ( in denen sie als ProgBands am erfolgreichsten waren) als sogenannter „ProgRock“ bezeichnet. Das macht dann einfach keinen Sinn, denn Jahre danach war es ja nicht mehr neu.

    --

    #632847  | PERMALINK

    _

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 3,561

    war dann prog das was heute diese ganze NU-music ist?

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    #632849  | PERMALINK

    deleted_user

    Registriert seit: 20.06.2016

    Beiträge: 7,399

    Definieren kann man den Begriff „Prog-Rock“ wohl nicht, höchstens Eigenschaften zusammentragen. Und eine dieser Eigenschaften sind, glaube ich, 15Minuten-Stücke mit endlosen Spielereien dann Steigerung und schließlich Erlösung/Finale. Eine Schuß Fantasy/Science Fiction in den Texten scheint mir auch dazuzugehören, siehe z.B. Genesis. Und das Bewußtsein, „große Kunst“ zu machen. Wobei hier auch der benachbarte Begriff „Art-Rock“ ins Spiel kommt.

    Eigentlich einer von diesen unglücklichen Begriffen, die mehr polarisieren als kategorisieren. So ähnlich wie „Rockismus“, oder „LoFi-Rock“ oder gar „Alternative“. Unter all diesen Begriffen lassen sich so viele herausragende und grottenschlechte Alben einordnen.

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    #632851  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    war dann prog das was heute diese ganze NU-music ist?

    das ist jetzt aber sehr spekulativ und gemein…. Was an der NU-Music new sein soll hab ich ja auch nie verstanden…

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    #632853  | PERMALINK

    _

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 3,561

    war auch nicht ernst mit der nu mucke. aber es war mir neu, das es in prog um neues ging. für mich war es mehr das ausgenudel alter hippie/kiffer weisen…

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    #632855  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,556

    Bin in der Rockgeschichte nicht allzu bewandert, aber soviel ich weiß, wurden Yes und Co. erst Jahre nach den frühen Siebzigern ( in denen sie als ProgBands am erfolgreichsten waren) als sogenannter „ProgRock“ bezeichnet. Das macht dann einfach keinen Sinn, denn Jahre danach war es ja nicht mehr neu.

    nihil, von artrock und progressive rock sprach man schon 1970. ich glaube einen sampler besessen zu haben“progressive rockmusik“ von 1970. insofern sollte wir den begriff auch in den frühen 70ern lassen und alles neuere anders bezeichnen. abgesehen davon, sind heute solche schubladen wenig hilfreich, weil es viel zu viele gibt oder geben müsste.

    --

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    #632857  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    war dann prog das was heute diese ganze NU-music ist?

    Nein, ich denke, der Unterschied liegt darin, dass Limp Bizkit sofort als neu oder new oder gar nu bezeichnet wurden, dabei ist bei denen gar nicht nu. Wenn das stimmt, was ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, waren die frühen ProgBands irgendwo schon ganz originell und neuartig, wurden aber erst dann als „fortschrittlich“ bezeichnet, als sie dies eben nicht mehr waren.

    --

    #632859  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    Bin in der Rockgeschichte nicht allzu bewandert, aber soviel ich weiß, wurden Yes und Co. erst Jahre nach den frühen Siebzigern ( in denen sie als ProgBands am erfolgreichsten waren) als sogenannter „ProgRock“ bezeichnet. Das macht dann einfach keinen Sinn, denn Jahre danach war es ja nicht mehr neu.

    nihil, von artrock und progressive rock sprach man schon 1970. ich glaube einen sampler besessen zu haben“progressive rockmusik“ von 1970. insofern sollte wir den begriff auch in den frühen 70ern lassen und alles neuere anders bezeichnen. abgesehen davon, sind heute solche schubladen wenig hilfreich, weil es viel zu viele gibt oder geben müsste.

    Okay, dann nehme ich meine letzten beiden Beiträge größtenteils zurück. :-x

    --

    #632861  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,556

    aquarius, deine definition ist nur in mancher hinsicht zutreffend. steigerung musste nun wirklich nicht sein.
    prog-klassiker sind z.b.: yes, elp, gentle giant, caravan,king crimson, soft machine (wovon die ersten beiden für mich übelst, die letzten drei ok sind!). außerdem bands wie, jetzt müssten die spezis kommen: art, nova, renaissance, colloseum …. aber auch son mist wie deep purples kollaboration mit dem sinf. orch. gehört in diese ecke.
    die frühen genesis, jethro tull, floyd uvm gehören nur teilweise dazu. sie waren großenteils noch in engeren songstrukturen verhaftet. wenn man so will, war a night at the opera von queen auch ne ausgeburt des prog rock.
    bestimmt könnte der dr. jetzt ne ganze armada aufzählen. worunter auch einige bessere wären

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    #632863  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

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    Habe allerdings eine – weiß nicht, ob diese Beschreibung der Wahrheit entspricht – Beschreibung in einen Buch gefunden:

    Progressiv:
    Im Gegensatz zum Progressive Jazz des Orchesterleiters Stan Kenton, der sich in den vierziger und fünfziger Jahren einer wirklich fortschritlichen Harmonik bediente und zahlreiche klangliche Neuerungen einführte, war der Begriff progressiv Ende des sechziger Jahre im Rock-Zusammenhang lediglich ein Werbeslogan. Gerade die angeblich progressiven Bands benutzten, durch elektronische Mittel zeitgemäß aufgeputzt, traditionelle, bis zu 50 Jahren alte Stilmittel: Folklore, Boogie Woogie, Blues. In den neunziger Jahren kam der Begriff Prog(ressive) Rock auf, mit dem nachträglich Gruppen wie Yes und Emerson, Lake & Palmer sowie zeitgenössische Bands wie Dream Theater bedacht wurden.

    Gibt wie ich finde Sinn und würde auch nicht der Tatsache wiedersprechen, dass Otis einen 70er Prog-Sampler hat („Werbeslogan“).

    --

    #632865  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 22,556

    also von „progressiv rock“ sprach man definitv in den frühen 70s, ob vom „prog“ weiß ich nicht mehr!

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    #632867  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 15,357

    also von „progressiv rock“ sprach man definitv in den frühen 70s, ob vom „prog“ weiß ich nicht mehr!

    Wie gesagt, weiß nicht inwiefern dies der Wahrheit entspricht.

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    #632869  | PERMALINK

    deleted_user

    Registriert seit: 20.06.2016

    Beiträge: 7,399

    also von „progressiv rock“ sprach man definitv in den frühen 70s, ob vom „prog“ weiß ich nicht mehr!

    Das stimmt! Und an das Kürzel „Prog“ kann ich mich auch nicht erinnern.

    Einmal, vor Weihnachten, fragten mich meine Eltern, was ich mir wünschte. Ich antwortete, eine Platte mit „progressivem Rock“. Meine Eltern rannten daraufhin in einen Plattenladen und ließen sich beraten. Heraus kam „Tubular Bells“ von Mike Oldfield. Keine schlechte Wahl! (Habe ich glaube ich schonmal erzählt, aber man wird ja älter).

    --

    #632871  | PERMALINK

    otis
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

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    die habe ich ja ganz vergessen.

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