james 'blood' ulmer

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    gypsy-tail-wind
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    James Blood Ulmer – Tales of Captain Black | Und schon zehrt das eigentliche Debut, „Tales of Captain Black“, wieder an den Nerven … geht aber mit jedem Mal hören besser rein, glaube ich. Heute fällt mir besonders der Bass von Jamaaladeen Tacuma auf, der stets, wenn man ihn grad zu erwischen meint, schon wieder um zwei Ecken davongesprungen ist. Irre, wie beweglich das ist, zusammen mit den total eigenwilligen Drums von Denardo Coleman. Ulmer spielt darüber ziemlich stoisch sein Zeug und das passt auch super, fügt sich eben nichtsdestotrotz ins total Dichte Gewebe aus Linien ein, das hier entsteht … aber Ornette Coleman hätte ich hier glaub ich echt nicht gebraucht, ein Trio-Album stelle ich mir eigentlich reizvoller vor. Hätte aber vielleicht auch marketingtechnisch nicht funktioniert und viele Hörende gelangweilt, wenn nicht wenigstens ein Bläser mal bisschen drüber spielt? Und klar macht Coleman das nicht schlecht, fügt sich schon immer wieder ins Gefüge ein, bleibt aber immer mal wieder auch eine Art Fremdkörper.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
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    #12342491  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgartenoh schön, darauf freue ich mich. das heißt, du hast auch die music-revelation-alben auf DIW? (ich frage, weil ich immer denke, sowas höre nur ich, und @wahr vielleicht noch…)

    Eins auf Moers, vier sechs auf DIW (also alle?) – erst teils oberflächlich angespielt, aber das erste kommt ja gleich … zuerst noch das hier:

    James Blood Ulmer – Are You Glad to Be in America? | Glaub in voller Länge noch nie gehört, erst in der Tube angespielt. Mit Amin Ali und den twin drums von Ronald Shannon Jackson und G. Calvin Weston geht hier in Sachen Grooves die Post ab. Schon der Opener … das könnte auch eine Stunde oder zwei laufen und würde nicht langweilig! Dazu kommt hier ein gewisser Herr Murray, und auf drei bzw. vier (unterschiedlichen) Stücken noch Olu Dara (cor) bzw. Oliver Lake (as). Auf einem Stück taucht noch William Patterson an der Rhythmusgitarre auf (ist das der Billy „Spaceman“ Patterson, der bei Miles Davis auf „Amandla“ auftaucht?). Howard Mandel schreibt von „razor sharpness, steely bite, raw power“ und das bringt’s ziemlich gut auf den Punkt. David Murray hat hier auch diesen „steely bite“, der Ornette Coleman auf dem Vorgängern etwas fehlt (vermutlich spielte er Plastic-Saxophon, haha). Soli gibt es zwar, aber sie sind eigentlich völlig Nebensache, auch die Murray fügen sich so super ein, werden von Ulmer mit einer aktiven Begleitung auch quasi reingeholt ins Bandgewebe, das im Vergleich zum Vorgänger wenigstens doppelt so dicht geworden ist. Das hat mit den Drums zu tun, die echte Gewitter auslösen.

    Das Album wurde – ind er Anwesenheit von vielen Leuten – im grossen alten RCA Studio in New York bei einer einzigen sechsstündigen Session aufgenommen:

    „We recorded all at once, no overdubs. I had a thing about doing the whole album in six hours. Every song went straight down.

    „Of course, we’d rehearsed for 35 days before we recorded, an that was after playing those songs already in my regular ban: me, David and Shannon. When Shannon started the Decoding Society, it was me, David, Amin, who might have been 22 or 23, and Calvin–who was 18 or 19. Shannon and Calvin–that was some drum corps! If we got a gig for three horns, we’d get Oliver and Olu.

    „I wrote the music and came up with the concept, which was not to use cymbals, or only use them for accents, and play the drums African-style. Shannon was practicing chants on his drums; that was good, so we locked it in from there. No ching-chinga-ling drums–another whole concept, with the bass playing funk lines against the drums and music for horns and guitar written in harmolodic form.“

    ~ James Blood Ulmer in den Liner Notes von Howard Mandel zur DIW-CD (1996)

    Das alles – die wuchtigen Trommelattacken (ganz ohne Becken geht es doch nicht, im Intro von „Time Out“ gibt’s nicht bloss Akzente), der extrem funky Bass, darüber die wüste Gitarre, unberechenbar, hellwach, wirklich messerscharf, und manchmal die Bläser mit Riffs oder mit Improvisationen – flasht mich gerade völlig. Wenn ich das so um 1992, 1993 herum gekannt hätte, hätte das Album zum Soundtrack meiner frühen Jugendzeit gehört (neben Defunkt, dem 80er-Miles, Eddie Harris, Maceo Parker, The Crusaders und so).

    So sah das Originalcover (Rough Trade, UK, 1980) aus:

    Es gibt diverse Ausgaben mit unterschiedlichen Covern – in den USA erschien es bei Ornette Colemans Label mit einem faux Eberhard-Weber-Cover (von Shigeo Okumura):

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    #12342501  | PERMALINK

    wahr

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    vorgartenoh schön, darauf freue ich mich. das heißt, du hast auch die music-revelation-alben auf DIW? (ich frage, weil ich immer denke, sowas höre nur ich, und @wahr vielleicht noch…) REVEALING ist natürlich ein lieblingsalbum von mir, die entspanntheit kommt vom drummer, da kommt selbst george adams aus seinen üblichen licks heraus.

    Oh ja!

    #12342505  | PERMALINK

    wahr

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    gypsy-tail-wind Es gibt diverse Ausgaben mit unterschiedlichen Covern – …

    Ich glaube, es sind sogar teilweise unterschiedliche Mixe. Mayo Thompson, der die Original-Version produzierte (Rough Trade), beschrieb in der Wire mal die Schwierigkeiten mit der Produktion, soweit ich mich erinnere. Muss ich mal raussuchen.

    #12342509  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    wahr

    gypsy-tail-wind Es gibt diverse Ausgaben mit unterschiedlichen Covern – …

    Ich glaube, es sind sogar teilweise unterschiedliche Mixe. Mayo Thompson, der die Original-Version produzierte (Rough Trade), beschrieb in der Wire mal die Schwierigkeiten mit der Produktion, soweit ich mich erinnere. Muss ich mal raussuchen.

    Du hast recht, bei der DIW-CD steht „Mixed at Sound on Sound, NYC on November 3 & 4, 1994. Mixed by Joe Ferla.“ – das ist dann auch ein Remix … klingt für meine Ohren ziemlich gut. Schon etwas flach und digital, aber das haben Sessions aus der Zeit ja oft an sich. Da ist aber auch Wärme und ein ziemlich voller Sound (was grad im Vergleich mit „Captain Black“ recht frappant ist).

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    #12342519  | PERMALINK

    wahr

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    gypsy-tail-wind

    wahr

    gypsy-tail-wind Es gibt diverse Ausgaben mit unterschiedlichen Covern – …

    Ich glaube, es sind sogar teilweise unterschiedliche Mixe. Mayo Thompson, der die Original-Version produzierte (Rough Trade), beschrieb in der Wire mal die Schwierigkeiten mit der Produktion, soweit ich mich erinnere. Muss ich mal raussuchen.

    Du hast recht, bei der DIW-CD steht „Mixed at Sound on Sound, NYC on November 3 & 4, 1994. Mixed by Joe Ferla.“ – das ist dann auch ein Remix … klingt für meine Ohren ziemlich gut. Schon etwas flach und digital, aber das haben Sessions aus der Zeit ja oft an sich. Da ist aber auch Wärme und ein ziemlich voller Sound (was grad im Vergleich mit „Captain Black“ recht frappant ist).

    Ich muss Captain Black unbedingt mal wieder hören. Ich habe sie nicht unwarm in Erinnerung.

    #12342521  | PERMALINK

    vorgarten

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    ähm, es steht ja schon ein bisschen was zu jedem einzelnen album hier im thread… ;-)

    --

    #12342523  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    wahr
    Ich muss Captain Black unbedingt mal wieder hören. Ich habe sie nicht unwarm in Erinnerung.

    Hm, nein, kalt ist sie nicht … es ist echt schwierig, diese Dinge in Worte zu fassen. Erst recht, weil da unterschiedliche Erwartungen, Toleranzen, Hörsozialisierungen usw. reinspielen. Ich mag ganz generell den Sound der 80er nicht so sehr, bin halt ein 90er-Kind, meine Toleranzschwelle ist da vermutlich tiefer angesetzt als bei Dir oder bei vorgarten, die ihr etwas älter seid.

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    #12342525  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgartenähm, es steht ja schon ein bisschen was zu jedem einzelnen album hier im thread…

    Weiss ich doch – das mit den sieben Alben hab ich grad gelesen, weil ich jetzt just an der Stelle angekommen bin :-)

    Aber warum „Revealing“ erst 1990 erschien, weisst Du auch nicht? (Oder steht das in einem anderen als dem Post zum Album?)

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    #12342529  | PERMALINK

    wahr

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    vorgartenähm, es steht ja schon ein bisschen was zu jedem einzelnen album hier im thread…

    Ja, habe ich mit Freude gelesen! Und komme immer mal wieder dahin zurück. Die Info mit den verschiedenen Mixen habe ich bestimmt aus einem deiner Texte.

    #12342537  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind
    Aber warum „Revealing“ erst 1990 erschien, weisst Du auch nicht? (Oder steht das in einem anderen als dem Post zum Album?)

    ich habe irgendwo gelesen, dass coleman ulmer damals davon abgeraten hat, die aufnahmen vor CAPTAIN BLACK herauszubringen. die band mit adams, hammond (eigentlich ersatz für rashied ali, wenn ich das nicht durcheinanderbringe) un mcbee existierte ja, bevor ulmer mit coleman zusammen kam – aber als debüt scheint das radikal neue CAPTAIN BLACK album sicherlich geeigneter.

    und dann lagen die aufnahmen wohl im schrank (vielleicht waren die rechte auch nicht klar), bis ulmer mit dem deutschen in & out label zusammen kam, das sich dann irgendwie um rechteklärung und herausbringung gekümmert hat (witzigerweise als audiophiles label, das ja mit ulmer ganz andere musik aufnehmen wollte).

    --

    #12342539  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

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    wahr

    vorgartenähm, es steht ja schon ein bisschen was zu jedem einzelnen album hier im thread…

    Ja, habe ich mit Freude gelesen! Und komme immer mal wieder dahin zurück. Die Info mit den verschiedenen Mixen habe ich bestimmt aus einem deiner Texte.

    hier hatte ich darüber spekuliert.

    --

    #12342545  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgarten

    gypsy-tail-wind
    Aber warum „Revealing“ erst 1990 erschien, weisst Du auch nicht? (Oder steht das in einem anderen als dem Post zum Album?)

    ich habe irgendwo gelesen, dass coleman ulmer damals davon abgeraten hat, die aufnahmen vor CAPTAIN BLACK herauszubringen. die band mit adams, hammond (eigentlich ersatz für rashied ali, wenn ich das nicht durcheinanderbringe) un mcbee existierte ja, bevor ulmer mit coleman zusammen kam – aber als debüt scheint das radikal neue CAPTAIN BLACK album sicherlich geeigneter.
    und dann lagen die aufnahmen wohl im schrank (vielleicht waren die rechte auch nicht klar), bis ulmer mit dem deutschen in & out label zusammen kam, das sich dann irgendwie um rechteklärung und herausbringung gekümmert hat (witzigerweise als audiophiles label, das ja mit ulmer ganz andere musik aufnehmen wollte).

    Vielen Dank! Das mit „Captain Black“ leuchtet schon ein.

    --

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    #12342561  | PERMALINK

    wahr

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    vorgarten

    wahr

    vorgartenähm, es steht ja schon ein bisschen was zu jedem einzelnen album hier im thread…

    Ja, habe ich mit Freude gelesen! Und komme immer mal wieder dahin zurück. Die Info mit den verschiedenen Mixen habe ich bestimmt aus einem deiner Texte.

    hier hatte ich darüber spekuliert.

    Ja, genau. Eben erwähnte ich Mayo Thompson als Produzent von „Glad…“, er war aber nur Co-Produzent. Möchte ich hiermit berichtigen.

    #12342569  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Music Revelation Ensemble – No Wave | Das Debut des Music Revelation Ensemble (Juni 1980), haut mich grad ziemlich weg! Die vier spielten wohl in Moers und nahmen danach das Album in Düsseldorf im Studio auf? „Baby Talk“ ist hier erstmal mein grosses Highlight, aber ich finde das von Anfang bis Ende umwerfend, wie sich die vier bei aller Freiheit verzahnen, wie dicht das ist, wie heftig das Energielevel. Murray funktioniert hervorragend in diesem Kontext, kommt mehr aus sich heraus als Adams auf „Revealing“, aber es gibt hier keinen einzigen Ego-Moment, das alles ist Gruppenmusik, und also solche wirklich phantastisch – „Dankeschön, auf Wiedersehen“!

    Mehr dazu hat vorgarten hier geschrieben. Bin mal so frei, Links einzubauen, weil ich selber nicht annähernd so tief in diese Musik vordringe und mir auch schon der Schweiss runterläuft, ohne dass ich noch um Worte ringe.

    Danach habe ich eine Leerstelle, „Free Lancing“ fehlt mir bisher.

    James Blood Ulmer – Black Rock | Weiter geht es dann mit „Black Rock“, das vorgarten hier schön einordnet und beschreibt – netterweise gab’s davon 2021 ein CD-Reissue. Das ist wirklich ein Monster – aber auch ich komme damit sehr gut klar (Living Color gehörte in den frühen 90ern ebenfalls zu den Bands, die hier oft liefen, die drei Alben wandern immer noch alle paar Jahre mal wieder in den Player). Das hat einen irren Biss, was natürlich auch viel mit Amin Ali, Grant Calvin Wesston und Cornell Rochester zu tun hat. Rhythmusgitarrist Ronald Drayton kenne ich tasächlinch von vor 30 Jahren, er ist auf „Live & Reunified“ von Defunkt dabei, dem einen Album der Gruppe, das damals bei uns hoch- und runterlief und das ich mir – es enthält eine Live-Aufnahme von 1991 – im Rahmen unserer 90er-Strecke erstmals selbst angeschafft ahbe). Den Gesang von Ulmer sollte ich auch endlich mal erwähnen, denn auch den finde ich ziemlich toll. Das – in der Mischung aus dem drängenden Gesang, der manchmal eher ein halber Sprech-Sing-Sang ist und dem irren Momentum der Band – kann man schon auch als eine Art Fortschreibung von Jimi Hendrix hören, oder? Von den von den Anzügen gewünschten Hendrix-Covern ist das dann gar nicht so weit weg, es holt das alles einfach in die Gegenwart, gehärtet, zugespitzt … und dennoch wahnsinnig musikalisch! Auf „Moon Dreams“ ist dann auch eine Flöte zu hören … ist das Ulmer, der hier speit (steht nicht in den Credits, aber hier gibt’s wirklich nur Rhythmusgitarre von Ronald Drayton, wenn man mal vom Sax-Solo von Sam Sanders absieht, das auch fast wie eine elektrische Gitarre klingt). Mit „Family Affair“ folgt danach ein Stück, das fast ein Pop-Song ist, gesungen im Duett mit Irene Datcher … ziemlich irre, wie Ulmer das alles unter einen Hut kriegt, das alles kohärent wirkt.

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