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Ich hatte mich in meinem Post implizit auf die beiden Alben bezogen, die ich davor nochmal quergehört hatte, Grandpaws und das Trio auf Xanadu… Aber ja, ich kenn auch nur ein halbes Dutzend der späten Alben, und das meiste davon hat mehr „Mann am Klavier“ Charakter als Trio, teils weil der Drummer fehlt, ein Saxophonist gastiert oder zuviel gesungen wird… Die drei Alben, die ihr nennt, kenn ich tatsächlich noch nicht, und gerade das mit Donald Bailey sieht natürlich gut aus… That said: das 1954er Album ist wirklich gut; und den späten Rowle find ich wohl auch besser als den frühen – aber ich find ihn vielleicht keinen richtigen Triopianisten… Aber ja: vielleicht fehlen mir dafür auch die richtigen Trios…
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WerbungDas Xanadu-Album kenne ich auch nicht … und das mit Bailey war bei mir definitiv ein Geschenk von Guy Kopelowicz – da wär ich sonst nie drauf gekommen, jedenfalls noch nicht vor 18 Jahren oder wann das war. Und Rowles als nicht richtigen Trio-Pianisten empfinde ich auch so, hab ihn nie in Erwägung gezogen für die Favoriten.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Der „richtige Trio Pianist“ ein komplexes (aber lohnendes) Thema …. Jimmy Rowles eignet sicher den Bonus mit fordernden Musikern (zB George Duvivier, Buster Williams, Billy Hart etc …) gespielt bzw diese nicht gescheut zu haben …. er wird in meiner Top20 dennoch keine Rolle spielen ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Charlie Haden Billy Higgins Enrico Pieranunzi „Visa“/“Si Si“ (Soul Note) 1989/1991 .. im November 1987 (hier mit Chet Baker) und im April 1990 aufgenommen hat sich der superbe Bassklang von Charlie Haden zusätzlich „nachgeschwärzt“ und Billy Higgins tickt wie ein Präzisionsuhrwerk …. vom Hören des Pianisten Enrico Pieranunzi bin ich jedoch schlussendlich abgekommen (denn sein Stil zu uneigenständig), aber ausgerechnet auf diesen beiden Charlie Parker Tracks weiß er mich bis heute einzunehmen …. si si ….
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Charlie Haden Quartet West „Lonely Woman“ (Verve Records) 1988 …. erstaunlich, dass Charlie Haden nie ein Piano Trio Album mit seinem Pianisten Alan Broadbent und Schlagzeuger Larance Marable aufnahm …. wäre doch naheliegend gewesen ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
myers, harris, nicholson, women in (e)motion (1988)
blöder titel – das war offenbar eine veranstaltungsreihe in der bremer schauburg, die den weiblichen anteil an jazz, blues und gospel herausstellen wollte, das trio von amina claudine myers machte 1988 den auftakt. jetzt ist die kombination vom myers und nicholson mit jerome harris nochmal toller als mit thomas palmer, und interessanterweise bringt myers passend zum projekt kompositionen von bessie smith mit, aber: es wird hier nochmal mehr gesungen als auf den anderen trio-alben, deshalb zählt es nicht in der umfrage. der auf dem aktuellen album neu eingespielte „african blues“ hat hier ein gewöhnungsbedürftiges wortloses vokalisieren im angebot, aber es gibt auch eine frenetische version von „jumping in the sugar bowl“, die wirklich durch die decke geht. ein ziemliches wow-konzert, so kam es hörbar auch an, das album somit eher als dokument interessant.

pullen, peacock, williams, new beginnings (1988)
à propos wow und durch die decke gehen, das hier ist wohl das energetischste klaviertrio-album, das ich kenne. fängt tänzerisch und leichtfüßig an, eskaliert mit jedem weiteren stück mehr, bis (auf der cd-ausgabe) das melancholische solostück „silence = death“ kommt und ein statement zur aids-krise als studie über das verklingen setzt.
ausgangspunkt war tatsächlich eine verabredung von peacock und williams, mal wieder miteinander aufzunehmen, pullen kam als nachgedanke dazu. der wiederum suchte nach einer neuen formation nach dem ende des quartetts, george adams ging parallel eigene wege. pullen hat alle kompositionen mitgebracht, ein überzeugendes zeugnis dafür, wie man 1988 für jazzklavier schreiben kann – und diese dann mit musikern eingespielt, die (wie pullen über peacock schreibt), „keine angst vor ihren instrumenten“ haben. so kann man das auch sehen – und sich warm anziehen. für mich pures glück, es holt mich komplett ab, es ist sophisticated, fast wahnwitzig kraftvoll, originell im interplay, überhaupt, die originalität – wer spielte sonst so klavier, bass, schlagzeug? pullens rhythmisch präzise gesetzten cluster und wischeffekte türmen sich hier quasi auf, alles scheint wie ein neuer weg aus alten flaschen. top10 bei mir.--
Danke für den packenden Text zu New Beginnings – deine Beschreibung hat mir direkt Lust gemacht, das Album wieder aufzulegen. Ich vermute, ich habe es zuletzt zu leise gehört, denn das Tänzelnde und Punchige ging bei mir etwas unter. Definitiv ein Album, das Volumen braucht!
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...es ist in seiner entschiedenheit nicht immer gut konsumierbar. mit dem tänzerischen meine ich diesen kleinen betonungseffekt von williams auf dem ersten stück, dafür muss man wirklich mit allen wassern gewaschen sein.
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….ich hab mich schon die ganze zeit gefragt, wann du endlich mit new beginnings im thread aufkreuzst….ein album das ich ja erst als vinyl-reissue entdeckt habe und welches bei mir sofort eingeschlagen hat…es fehlt mir aber daher der von dir beschriebene bruch mit „silence=death“, dem wow kann ich trotzdem sofort fogen und ja, top 10 erscheint mir mehr als nur angemessen…wird wohl auch bei mir dort landen…btw, der makel, das cover, hätte für mich noch besser wirken können, wenn pullen dort ohne mantel im schwarzen rolli , mit schwarzer cordhose und angemessenem schuhwerk dort gestanden hätte, stilistisch im ausdruck als statement, dem inhalt noch gerechter werdend, ein mann mit haltung und würde sowie stolz auf das was dort geboten wird, fantastische scheibe…🖤🖤🖤🖤🖤
zuletzt geändert von lotterlotta--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!Pullen will ich seit Jahren mal ordentlich vertiefen … hier:

Denny Zeitlin – Shining Hour: Live at the Trident | Zeitlins drittes Album – und ich höre auch hier wieder, oder ich höre hier erst recht einen Fortschritt. Mit Charlie Haden und Jerry Granelli hatte er im Trident einen regelmässigen Gig. Das mag geholfen haben, dass dieses Album – wieder 53 Minuten lang – vielschichtiger wirkt, zwischen all den sprühenden Funken auch immer wieder ruhigere Momente findet bzw. nicht mehr so überdreht wirkt – nicht einmal beim Opener „St. Thomas“, den das Trio natürlich über einen Calypso-Beat und mit etwas zu schnellem Tempo spielt. Zeitlins „Carole’s Waltz“ – komponiert zum ersten Hochzeitstag im Dezember 1964 – erinnert dann so sehr an Bill Evans, wie ich das bei Zeitlin bisher nie empfand – dennoch findet der Pianist eine eigene Sprache und Charlie Haden geht natürlich andere Wege als Israels (oder Gomez oder LaFaro). Der Eindruck verstärkt sich nach „Spur of the Moment“ im dritten Original von Zeitlin, „Where Does It Lead“ noch einmal: der Pianist und das Trio finden ähnlich impressionistisches Gelände, bauen eine sehr schöne, bittersüsse Stimmung auf, wärmer als bei Evans aber doch verwandt; im Intro könnte das fast ein alter englischer Folksong sein, denn Richard und Linda Thompson gerade ausgegraben haben (spielt der „Zeitgeist“ schon rein?). „Lonely Woman“ von Ornette Coleman folgt, Haden im Lead, die Entwicklung des Stückes führt in eine Art gelassene Hypnose. Dann das Beinah-Titelstück von Arlen/Mercer (mit einem „My“ davor) – zwei Minuten kurz und bei den Läufen in der hohen Lage denke ich auch mal kurz an Herbie Hancock. Es folgt das Zeitlin-Stück, das durch Evans richtig bekannt wurde, „Quiet Now“, mit neun Minuten das längste des Albums, ein begleitetes Klaviersolo eigentlich, in dem wenig passiert und doch ganz viel – was Evans in dem Stück hörte, wird jedenfalls schnell klar. Im letzten Original, „At Sixes and Sevens“, gibt es im modalen Mittelteil des Stückes einen Dreizehner (bzw. einen Siebner- gefolgt von einem Sechser-Takt, wie Herb Wong in den Liner Notes verrät. Als Closer folgt noch ein Standard, „What Is This Thing Called Love“ von Cole Porter. Für meine Ohren bis dahin beim aktuellen Wiederhören überraschend deutlich Zeitlins bestes Album – das war mir bisher gar nicht so klar. Und natürlich klar: das Style-Update kommt Zeitlin in der heutigen Zeit der Nebelmaschinen sehr zu gute.
Die Aufnahmen fanden vom 22. bis 24. März 1965 statt – und wie schon erwähnt gab es Pläne, dass Mosaic nach dem Select mit den Studio-Aufnahmen auch noch eins mit mehr Material aus dem Trident nachreichen sollte. Doch leider wurde die Reihe eingestellt, bevor es dazu kommen konnte.
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Bob James Trio – Explosions | Smooth Jazz und Grammys galore – aber Bob James fing anders an. Für das Reissue von 2008 schrieb Bernard Stollman einen kurzen Kommentar: 1974, nachdem James schon einige goldene Schallplatten gemacht hatte, besuchte er das Büro von ESP-Disk‘ und meinte, sein Album für das Label sei immer noch sein bestes. Es gibt 34 Minuten, fünf Stücke, aufgenommen im Mai 1965 im Bell Sound Studio mit Barre Phillips und Robert Pozar, und schon im Opener gibt es nicht leicht zu identifizierende Klänge: der Bass wird gekratzt und geschrubbt, das Klavier auch im Innern gespielt oder präpartiert, die Drums ratschen und rascheln und klöppeln… und vermutlich steuern die Elektroniker (Bob Ashley und Gordon Mumma sowie James selbst) auch hier schon eine „electronic tape collage“ bei, die zwar nur für #2 und #5 vermerkt ist. Damit ist das Album hier natürlich raus, aber ich hatte das nicht mehr auf dem Schirm, wollte es zugleich unbedingt wieder mal anhören – auch weil das ein eindeutiges Avantgarde-Album ist, nach den Bley-Aufnahmen von 1962/63, die im Vergleich noch sehr viel zugänglicher und melodischer sind. Das ist auch sehr anders als der impressionistische Free Jazz von Dauners Trio im Vorjahr … eher eine Art Klaviertrio concrète. Dem Album gelingt es für meine Ohren tatsächlich, eine Art Geschichte zu erzählen, Bögen zu ziehen. Barre Phillips agiert sehr frei und prägnant, James spielt oft kaum was (er ist ja auch an der Elektronik beteiligt – wobei sowas damals wohl komplett im Voraus vorbereitet und dann einfach dazugemischt wurde?) und findet spezielle Klangfarben und Sounds. Pozar kriege ich kaum zu fassen – er hat auch unter eigenem Namen ein experimentelles Album gemacht, das bei Savoy herauskam. Oft punktiert und kommentiert er nur das Geschehen, an grösseren Bögen scheint er kaum interessiert zu sein. Dennoch ein sehr erfrischendes Album.
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Hampton Hawes Trio – Here and Now | Aufgenommen zwei Tage nach dem Bob James Album am anderen Ende des Landes, in Los Angeles im Studio von Contemporary Records. Das kann ich natürlich nicht besser beschreiben als @vorgarten es getan hat:
vorgarten
hawes, israels, bailey, here and now (1965)ok, hier hängt der hammer. das john-young-album hörte mit einer tollen version von „fly me to the moon“ auf, das album hier fängt mit der besten instrumentalversion von „fly me to the moon“, die es gibt, an. zwischen den unberechenbaren crash-akzenten von bailey spielt hawes hier klavier wie mit dem messer und bleibt doch nah am bekloppt-schönen appeal des songs. israels ist hier in der rolle des aufgeklärten fundamentalisten unter irrlichtern, wobei die ja sehr genau wissen, was sie tun und wo die freiheit und die grenze liegen. rasierklingen-poesie und sophisticated kitsch, ich mag das zeug ja – mancini, chim-chim-cheree, das ipanema-girl als anti-samba. das will nicht um jeden preis interessant sein, aber es ist interessant. hallo, top20.
Alle Irritationen von „Green Leaves“ sind hier weggeblasen, Donald Bailey ist die perfekte Wahl und Chuck Israels macht tatsächlich einen sehr guten Job. Dennoch wünschte ich mir vielleicht aber doch eher Charlie Haden oder auch ein weiteres Irrlicht wie Barre Phillips (der um die Zeit herum vielleicht grad noch knapp für sowas zu haben gewesen wäre?). Ein anderer Gedanke, der sich mir hier aufdrängt: Auch Hawes hat Bill Evans gehört (er hat ja auch seinen Bassisten angeheuert), in manchen Stücken erinnern mich die Voicings oder auch die eher zurückhaltende Stimmung an den Begründer des neuen Testaments des Piano-Trios. Und mit der Wahl des Materials bin ich hier auch sehr zufrieden – „People“ ist nach dem Opener vielleicht mein Favorit, auch „Days of Wine and Roses“ ist eine Lieblingsstück, hier der Closer. Das Thema von „Chim Chim Cheree“ ist auch super – und wenn das Trio dann (leider) in ein schnelles Tempo fällt, glänzt Donald Bailey mit seinem wirklich unberechenbaren Spiel. Top 20 ist das bei mir vermutlich knapp nicht, aber unter den späteren Hawes-Alben vielleicht das bisher liebste (bisher heisst jetzt nicht heute/beim aktuellen Wiederhören, sondern schon länger).
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The Ramsey Lewis Trio – The In Crowd | Eldee Young singt das Bass-Break im Titelstück mit, mit dieses Hit-Album aus dem Argo-Katalog beginnt. Billy Page hat das Stück geschrieben, aber Lewis und sein Trio haben es berühmt gemacht. Young spielt auch hier ab und zu Cello, Red Holt ist weiterhin am Schlagzeug und die Aufnahme stammt aus den Bohemian Caverns in Washington, DC. Auch hier wurde drei Abende lang mitgeschnitten – an den Abenden direkt nach dem Tag, an dem das Album von James entstanden ist, 13. bis 15. Mai 1965. Doch wenn es bei Zeitlin 53 Minuten gibt, sind es hier nur 35 – ist ja ein Soul-Jazz-Album … und dass der Hit fast sechs Minuten dauert, musste für die Single-Auskopplung natürlich auch geändert werden. Auf der B-Seite gibt es dort eine ebenfalls gekürzte Version vom zweiten Stück des Albums, Buddy Johnsons „Since I Fell for You“ – ein Lieblingsstück von mir. Auf Seite 1 folgen dann der „Tennessee Waltz“ (in den richtigen Händen ebenfalls ein Stück, das ich sehr mag, besonders die Solo-Version des späten Art Hodes – hier spielt Young ein Flamenco-Intro am Cello und bleibt dann im flüssigen Dreier im Lead) und „You Been Talkin‘ ‚Bout Me Baby“, funky und auch mit Hit-Potenzial. Auf der B-Seite gibt es Filmmusik und Ellington: nach dem „(Love Theme from) Spartacus“ und „Felicidade“ (aus „Orfeu negro“) macht „Come Sunday“ mit gestrichenem Bass den Abschluss. Ich verstehe den Erfolg des Albums, aber im Gegensatz zu „Down to Earth“ (eine der grossen Wiederentdeckung in Rahmen dieser Aktion hier) fehlt mir hier die Begeisterung die meiste Zeit.
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gypsy-tail-wind … hier:
Denny Zeitlin – Shining Hour: Live at the Trident | Für meine Ohren bis dahin beim aktuellen Wiederhören überraschend deutlich Zeitlins bestes Album ….Stimmt …. woran folgend auch „Zeitgeist“ nix ändert ….
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Wynton Kelly – Blues On Purpose | Im Opener, dem Titelstück von Rudy Stevenson, klingt Chambers‘ Bass im ersten Moment auch fast wie ein Cello, wenn er das Thema präsentiert. Aufnahmen vom Wynton Kelly Trio gibt es leider nur recht wenige – bzw. wenige im Trio. Dieses Album erschien erstmals 1983 und enthält sechs Stücke, die am 25. Juni, 2. Juli und 17. August 1965 im Half Note aufgenommen wurden. Kelly trat im New Yorker Club mit dem Gitarristen Wes Montgomery auf, der dem Trio jeden Abend ein eigenes Set gewährte. Den Opener und das folgende „If You Could See Me Now“ – ein tolles Balladen-Feature für den Pianisten – hatte Kelly schon aufgenommen, hier folgen seine Originals „Somebody’s Blues“ (mehr oder weniger „No Blues“) und „Another Blues“ und da ist das Trio maximal in the pocket, Chambers spielt ein tolles Solo im ersten, Cobb setzt seine sich ständig verändernden Akzente und glänzt besonders im zweiten, schnellen Stück, wo er auch ein Solo kriegt, nachdem Kelly davor über viele Chorusse im Flow ist. Dann gibt es mit „Old Folks“ noch eine Ballade, bevor „Milestones“ von Miles Davis (das Stück vom 1958er-Album) das Album rasant und mit einem weiteren Solo von Cobb abschliesst. Hier kann man quasi Fliege an der Wand spielen und das Trio bei der Arbeit hören, das wirkt alles sehr tight und die Grooves sitzen – auch Chambers‘ Arco-Spiel bereitet dem Zeitpunkt keine Mühe mehr. Einzig der etwas dumpfe Sound, unter dem vor allem Jimmy Cobbs Drums etwas leiden, trübt die Freude ein wenig.
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Schlagwörter: Jazz, Piano, Piano Trio
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