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Some Velvet Morning
„Respektvoller formuliert es der Primal-Scream-Sänger Bobby Gillespie: „NEU! beeinflussten mich schon lange, bevor ich sie überhaupt gehört hatte.“Haha, super!
Da nennt aber jemand mal das Kindelein beim Namen.
Das ist wirklich mal ein Statement aus den tiefsten Quellen der kreativen Ur-energien. Bobby, unser Pop-Erleuchteter. Grandios!--
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WerbungZappa1Das war doch keine Serie sondern ein dreiteiliger Krimi. Da wurde nichts vorzeitig abgesetzt. Die Durbridge-Krimis waren seinerzeit Highlights im TV.
Von Erfolglosigkeit der Krimi kann keine Rede sein.
Gab sogar mal einen großen Skandal, als Wolfgang Neuss beim Dreiteiler „Das Halstuch“ in einer Zeitung den Mörder verriet. Das hat die Fernsehnation erschüttert…Yoo Doo Right!
Ich habe eben versucht, den Wortlaut noch mal ausfindig zu machen, aber das war in irgendeiner Zeitschrift, it´s all too much…
Was ich aber annährend, zumindest für meine qualitative Annahme, fand, sind jene Zeilen aus dem Ullstein-Buch „Idole 8“; von Gabriele Meierding.
Da heißt es…
„Dabei hatte die Geschichte von `Spoon´ mit einem Eklat begonnen. Der Regisseur des Durbridge Dreiteilers, Rolf von Sydow, fand diese Musik fürchterlich, konnte sich mit seinem Protest beim WDR nicht durchsetzen, da man hier die Arbeit von Can schon länger zu schätzen wußte. Dass Can anschließend in den Medien wie ein Phoenix über der Durbridge Asche schwebten, ist eine fast schon historische Pointe.“…und an der Stelle habe ich das so verstanden, dass da scheinbar starke qualitative Gegensätze zwischen der Serie und dem Can-Beitrag vorherrschten… (was wiederum zu dem passen würden, was ich oben schrieb. Holger Czukay gab das damals, soweit ich das rekonstruieren kann, ausführlich in besagtem Interview, zu Protokoll)
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Some Velvet MorningWas für ein Thread hast du da aufgemacht, tosh? Über 10.000 clicks und wir sind noch lange nicht am Ende der Diskussion.
Respekt.Dieser Thread ist wirklich phantastisch:sonne:
Bei mir hat er ein regelrechtes Krautrock – Revival ausgelöst. So ganz weit weg war das bei mir ja nie, aber momentan höre ich überwiegend deutsche Sachen aus der Zeit.--
Die Durbridge-Krimis wurden vor paar Jahren mal auf 3sat wiederholt.
Das hat damals zwar nostalgische Gefühle in mir ausgelöst, insgesamt wirkten sie allerdings schon etwas angestaubt. So gesehen war wohl im Falle von „Das Messer“ der Titelsong wirklich das Highlight des Ganzen.--
„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Goethe) "Allerhand Durcheinand #100, 04.06.2024, 22:00 Uhr https://www.radiostonefm.de/naechste-sendungen/8993-240606-allerhand-durcheinand-102samUnd da sage noch jemand, deutschte Rockmusik wäre im Fernsehen und in den Medien nicht präsent gewesen.
Habe hier auch noch was gefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=wkRczBPRbCkAch Sam, das ist ja sowas von göttlich!
„… gibt es (dazu noch) irgendetwas zu sagen?!…
…wir haben von Anfang an nichts zu sagen gehabt…“ Bingo…--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Habe „Das Messer“ damals bei der Erstaustrahlung gesehen und seit dem noch einige weitere Male. Ich muß aber auch zugeben, daß mich die letzten Male weit mehr die Musik interessierte, besser gesagt: ihre Umsetzung.
Habe mir irgendwann Anfang der Achtziger die „Spoon“ Single auf dem Flohmarkt nachgekauft, und damit bin ich dann richtig bei Can eingestiegen. Es lief damals auf WDR3 gerade diese Can RadioSendereihe, und Holger Czukay war in der ersten Sendung zu Gast und stellte „Delay 1968“ vor. Das wurde meine erste LP, es folgten bis auf „Soundtracks“ und „Flow Motion“ alle anderen in den nächsten Jahren. Und die beiden auch nur deshalb nicht, weil Freunde sie bereits besaßen und ich sie aufgenommen hatte. Ach ja, „Saw Delight“ hat es bis jetzt auch noch nicht zu mir geschaft. Auf jeden Fall ist Can für mich eine der wichtigsten Gruppen der 70er Jahre!--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
TosheyAch Sam, das ist ja sowas von göttlich!
„… gibt es (dazu noch) irgendetwas zu sagen?!…
…wir haben von Anfang an nichts zu sagen gehabt…“ Bingo…Dachte ich beim Anschauen auch, und das sind ja wohl reine Improvisationen und never to return!
Die Fernsehanstalten wissen garnicht, was sie da für Schätze in den Archiven hüten.--
sam
Habe mir irgendwann Anfang der Achtziger die „Spoon“ Single auf dem Flohmarkt nachgekauft, und damit bin ich dann richtig bei Can eingestiegen. Es lief damals auf WDR3 gerade diese Can RadioSendereihe, und Holger Czukay war in der ersten Sendung zu Gast und stellte „Delay 1968“ vor. Das wurde meine erste LP, es folgten bis auf „Soundtracks“ und „Flow Motion“ alle anderen in den nächsten Jahren. Und die beiden auch nur deshalb nicht, weil Freunde sie bereits besaßen und ich sie aufgenommen hatte. Ach ja, „Saw Delight“ hat es bis jetzt auch noch nicht zu mir geschaft. Auf jeden Fall ist Can für mich eine der wichtigsten Gruppen der 70er Jahre!Du hast mit „Delay“ begonnen?! Das ist ja der Wahnsinn. Ich hatte „ganz früher“ mal Auszüge daraus bei einem Kumpel gehört und konnte damit zunächst gar nichts anfangen. So ähnlich wie beim ersten Mal „Atom Heart Mother“.
Dann habe ich in den anspruchsvolleren Printmedien, später, immer wieder einmal davon gelesen. Und trotz meiner ersten Erfahrung, spürte ich so etwas wie eine „kultische Relevanz“, zunächst mal bei Can. Vom Krautrock hatte ich bis dahin noch nie was gehört.
Ich kaufte mir schließlich bei 2001 die Can – Anthology und mußte mich auch da erstmal reinfinden. Spoon, She brings the rain, Outside the door und dann aber auch Uphill, waren die Songs die ich immer wieder spielte.
Viel Zeit ging ins Land und irgendwie habe ich den Faden dann nochmal aufgegriffen. Ein Kumpel hörte Eloy, in einer Ramschkiste fand ich Neu! 2 und ´75 und nicht zu vergessen: Ich gewann bei der eclipsed Verlosung die Phallus Dei von Amon Düül II. Ich hatte keine Vorstellungen und Vorurteile, legte das Ding, inzwischen ganz passabel Psychedelic(UK/USA)-informiert, auf, und ich war fassungslos vor Begeisterung. Von da an kam eine Lawine ins Rollen. Wiederum Berichte in Eclipsed und auch im Stone (auch eine geniale CD Beilage in Sachen Kraut!) halfen mir auf meinem Weg weiter. Ich kaufte zahlreiche skurille und uralte Bücher zum Thema, und besorgte mir, was ich sonst noch an Infos bekommen konnte. Dann Julian Cope´s Buch, und ab da war es echt ganz vorbei und geschehen.
Zuerst hatte ich „Can live“ und „Sacrilege“ von 2001 für je nen Fünfer!!!
Dann gab´s im Mediamarkt die ganze erste Can Staffel (die ersten 5, inkl. Unlimited edition) Hybrid-SACDs für je 7 Euro (bei amazon damals 26 Euro!!!) und ich kaufte sie gleich doppelt und gab die andere Hälfte einem guten Freund, der einen kleinen Recordstore hatte. Dann fand ich Landed, als gebrauchte SACD, plus Soon over Babaluma aufm Flohmarkt und Delay ´68 auch gebraucht. Flow Motion schließlich bei Amazon sehr günstig.
An dieser Stelle: Ich habe bei CDs noch keinen besseren Klang gehört, als die Sacd-Hybriden von Can. Es klingt fast wie feinstes Vinyl! Die neue Neil Young Serie ist ähnlich… „Saw delight“ und „Rite time“ will ich noch anschaffen irgendwann, während ich auf die Alben „Can“ und „Out of reach“ wohl eher verzichten kann. BBC Peel Sessions finde ich aber auch noch saustark
Es mag leicht plakativ klingen, aber Can ist eine der wenigen Gruppen, die ich wirklich zeitlos finde…--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
TosheyDu hast mit „Delay“ begonnen?! Das ist ja der Wahnsinn. Ich hatte „ganz früher“ mal Auszüge daraus bei einem Kumpel gehört und konnte damit zunächst gar nichts anfangen. So ähnlich wie beim ersten Mal „Atom Heart Mother“.
Dann habe ich in den anspruchsvolleren Printmedien, später, immer wieder einmal davon gelesen. Und trotz meiner ersten Erfahrung, spürte ich so etwas wie eine „kultische Relevanz“, zunächst mal bei Can. Vom Krautrock hatte ich bis dahin noch nie was gehört.
Ich kaufte mir schließlich bei 2001 die Can – Anthology und mußte mich auch da erstmal reinfinden. Spoon, She brings the rain, Outside the door und dann aber auch Uphill, waren die Songs die ich immer wieder spielte.
Viel Zeit ging ins Land und irgendwie habe ich den Faden dann nochmal aufgegriffen. Ein Kumpel hörte Eloy, in einer Ramschkiste fand ich Neu! 2 und ´75 und nicht zu vergessen: Ich gewann bei der eclipsed Verlosung die Phallus Dei von Amon Düül II. Ich hatte keine Vorstellungen und Vorurteile, legte das Ding, inzwischen ganz passabel Psychedelic(UK/USA)-informiert, auf, und ich war fassungslos vor Begeisterung. Von da an kam eine Lawine ins Rollen. Wiederum Berichte in Eclipsed und auch im Stone (auch eine geniale CD Beilage in Sachen Kraut!) halfen mir auf meinem Weg weiter. Ich kaufte zahlreiche skurille und uralte Bücher zum Thema, und besorgte mir, was ich sonst noch an Infos bekommen konnte. Dann Julian Cope´s Buch, und ab da war es echt ganz vorbei und geschehen.
Zuerst hatte ich „Can live“ und „Sacrilege“ von 2001 für je nen Fünfer!!!
Dann gab´s im Mediamarkt die ganze erste Can Staffel (die ersten 5, inkl. Unlimited edition) Hybrid-SACDs für je 7 Euro (bei amazon damals 26 Euro!!!) und ich kaufte sie gleich doppelt und gab die andere Hälfte einem guten Freund, der einen kleinen Recordstore hatte. Dann fand ich Landed, als gebrauchte SACD,plus Flow motion aufm Flohmarkt und Delay ´68 auch gebraucht. Flow Motion schließlich bei Amazon sehr günstig.
An dieser Stelle: Ich habe bei CDs noch keinen besseren Klang gehört, als die Sacd-Hybriden von Can. Es klingt fast wie feinstes Vinyl! Die neue Neil Young Serie ist ähnlich… „Saw delight“ und „Rite time“ will ich noch anschaffen irgendwann, während ich auf die Alben „Can“ und „Out of reach“ wohl eher verzichten kann. BBC Peel Sessions finde ich aber auch noch saustark
Es mag leicht plakativ klingen, aber Can ist eine der wenigen Gruppen, die ich wirklich zeitlos finde…Geht mir mit Can doch genauso , als ich damals Uphill zum ersten Mal im Radio hörte, da war es um mich geschehn.
Die nächste Woche gleich in den Zug nach Hannover und bei Saturn auch fündig geworden. Es folgte dann Ege Bamyasi, und wenig später Tago Mago. Das waren aber ales LP´s, Wiederveröffentlichungen auf dem, von Hildegard Schmidt betreuten Spoon Label.
Can auf Cd habe ich bis jetzt nur zwei, nämlich die Peel Sessions und Unlimited Edition.
Zu Letzterer fällt mir gerade noch eine Gechichte ein. Mitte der 70er hielt ich mal bei Woolworth in Nienburg/Weser das Doppelalbum in den Händen, sollte für damalige Verhältnisse(ich war 15 und finanziell noch relativ knapp) mit 29 DM ein halbes Vermögen kosten, außerdem sagte mir die Tracklist garnichts, was sollte sie mir auch sagen, kannte ja ohnehin zu der Zeit lediglich Spoon. :lol:
Was mich bersonders an Can auch heute noch fasziniert, ist diese wahnsinnige Art des Improvisierens. Mir sind mit den Jahren auch diverse Bootlegs untergekommen, und kein Konzert klang in irgendeiner Art ähnlich, ich denke mal, da waren Can ebenfalls Vorreiter und ihrer Zeit Lichtjahre voraus.--
Some Velvet Morning
Ich bin ja Musiker und ich habe mal überlegt. Hey, wieso singst du eigentlich englisch? Wieso nicht deutsch? Aber es ist so schwer, wenn du selbst singst auf deutsch, dass es nicht gleich nach Schlager klingt. Bei mir ist es leider so.
Es war mal was Anderes. Das Gegenteil von cool. Nicht, dass ich jetzt fortan Schlager hören werde, aber ich will meine Grenzen nicht immer so festlegen und meinen musikalischen Geschmack, der wirklich weit reicht, immer wieder ausweiten (John Peel hat es mich gelehrt).
Juliane Werding finde ich inzwischen selber ganz gut –
Alexandra findet zudem meine Zustimmung.Vieleicht ist es der Mut zum Trash, den Deutschland wieder finden sollte. Auch zu seinen Wurzeln, aber eben nicht rechtsgerichtet. Und so gruselig Schlager oft klingen, haben sie doch das Aufbegehren dagegen hervorgebracht wie eben Krautrock und NDW. Insofern hat der Schlager musikhistorisch ebenso seine Bedeutung.
Ich kann diese Hemmschwelle gut nachempfinden, ich tue mich auch sehr schwer damit, deutsch zu singen. Ich war immer der Meinung, dass das englische den besseren Flow hat und das geschmeidigere Feeling. Aber das kann auch Unterbewußtseinsgegaukel sein. Ein guter Freund von mir boykottiert bewußt Fremdsprachen und seine deutschen Texte sind unglaublich intelligent und griffig. Er spielt meist auf Vernissagen, aber er hätte echt richtig Öffentlichkeit verdient, so packend wie seine Sachen daherkommen. Ich war da immer „pseudoarrogant“: Mit deutschen Texten kommst du nur bis zur Landesgrenze. Es mag auch was wahres dran sein, aber ich bezweifle, dass dies der Qualität geschuldet ist.
„Lucy Jordans Dänemark Special“ neulich war das passende Beispiel: Eine fast schon bedrohlich-faszinierende Musik, die auch im eigenen Land feststeckt, in den meisten Fällen. Woran mag das liegen? Am fehlenden Selbstverständnis und -vertrauen? Was spricht dagegen solche Eigenheiten professionell zu vermarkten? Es kann nicht nur die Angst vor Verlusten sein. Da steckt eine Generalisierung dahinter, die eigentlich unhaltbar sein sollte.
Der Krautrock ist ja womöglich noch zu retten; aber diese Problematik, wenn sie auf kurz lösbar sein sollte, erscheint da schon wirklich utopisch. (Ganz wenige Ausnahmen mögen die Regel sein)
Von daher, wird der „international Orientierte“ eher das angelsächsische favorisieren, was man ja auch bei den meisten Krautlern sieht. Bei aller Nonkonformität, da waren sie dann doch auch angepaßt!Die Coolness-gegenbeispiele finde ich gar nicht mal so extrem:
Münchener Freiheit (Eine Koordinate auf der Düül Achse) mag zwar vordergründig extrem kitschig wirken, aber sind das keine großartigen Arrangements, Gesangssätze? Ist dieser Kitsch nicht auch ziemlich solide?!
Haben nicht Blumfeld ähnliches…
Oder Hansi Last. Ein Genie in seiner ureigenen Galaxie; besser noch: Bert Kaempfert. Ein begnadeter Stilist, der den Tanzorchestern die Gänsehaut unterjubelte. Das war ein einzigartiger Swing. Coco Schumann, Jazz-/ Studiogitarrist (über 80) bekommt heute noch feuchte Augen, wenn er davon erzählt.
Oder textlich: Der Wecker, der Wader (von mir aus auch der Mey) und zig andere, auch im Pop… Da wurden schon Standards gesetzt, aber es bleibt ein innerländisches Phänomen…
Alexandra! Ja, ich bekenne mich auch zu ihr. Man versuchte auch sie in ein Schlagerkostümchen zu zwängen, aber ihre Seele fräste sich immer wieder durch, durch den Blubber der Lüge.
Oder Erika Pluher, sicher nicht aus Deutschland, aber welch anbetungswürdiges Wesen auf allen Ebenen. Ich sah mal einen Auftritt aus den siebziger Jahren von ihr. Ich war gelähmt vor schierer Intensität und Tiefe…
Haha, gruselig. Heino ist gruselig, aber würde ihm irgendwer seinen Kult absprechen, der ihm anhaftet…Oh gott, wir kommen vom hundertsten ins tausendste…
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sam
Was mich bersonders an Can auch heute noch fasziniert, ist diese wahnsinnige Art des Improvisierens. Mir sind mit den Jahren auch diverse Bootlegs untergekommen, und kein Konzert klang in irgendeiner Art ähnlich, ich denke mal, da waren Can ebenfalls Vorreiter und ihrer Zeit Lichtjahre voraus.Oh ja! Selbst die Boots von Ihnen, teils mit dem unterirdischsten Sound in der Geschichte der Tontechnik, versprühen immer noch völlig dieses wilde und ungebremste. Die vollkommen irre Bereitschaft, den Augenblick am Kragen zu packen und rauszuhauen. Es ist vielleicht ein etwas unglücklicher Vergleich, aber mich erinnern diese energetischen Entladungen oftmals an die Spätphase von John Coltrane, wo es ähnlich heftig und mit voller Hingabe zu Sache ging.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Obwohl vieles, was hier diskutiert wird, nicht unbedingt meinen Vorstellungen entspricht, ist es das reinste Vergnügen, das hier alles zu lesen. Die Folge ist wohl, dass ich heute abend meine alten Can-Platten mal wieder hören werde.
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percy-thrillington "If you don't feel it, don't play it"Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 2,050
samHabe „Das Messer“ damals bei der Erstaustrahlung gesehen und seit dem noch einige weitere Male. Ich muß aber auch zugeben, daß mich die letzten Male weit mehr die Musik interessierte, besser gesagt: ihre Umsetzung.
Habe mir irgendwann Anfang der Achtziger die „Spoon“ Single auf dem Flohmarkt nachgekauft, und damit bin ich dann richtig bei Can eingestiegen. Es lief damals auf WDR3 gerade diese Can RadioSendereihe, und Holger Czukay war in der ersten Sendung zu Gast und stellte „Delay 1968“ vor. Das wurde meine erste LP, es folgten bis auf „Soundtracks“ und „Flow Motion“ alle anderen in den nächsten Jahren. Und die beiden auch nur deshalb nicht, weil Freunde sie bereits besaßen und ich sie aufgenommen hatte. Ach ja, „Saw Delight“ hat es bis jetzt auch noch nicht zu mir geschaft. Auf jeden Fall ist Can für mich eine der wichtigsten Gruppen der 70er Jahre!Welche Can-Nummer ist eigentlich damals die Einleitungsmusik der Kultursendung „Aspekte“ gewesen?
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*** Konsens-Heini der Umfrage "Die 20 besten Tracks der Talking Heads" ***
percy-thrillington "If you don't feel it, don't play it"Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 2,050
TosheyIch finde das auch überaus beglückend. Das hätte ich so niemals erwartet! Aber für mein Ego hab ich´s nicht gemacht, keine Sorge
Ich hatte einfach das Gefühl, die Zeit ist reif und das Thema brennt. Meine einzige Hoffnung war, meinen eigenen Enthusiasmus, den diese tolle Musik bei mir ausgelöst hat, zu teilen. Es war mir schon auch ein faktisch, rationales Anliegen, aber ganz besonders ein Emotionales. Und ich dachte mir, wenn es jemand geschafft hat, mich so sehr dafür zu vereinahmen, dann will ich mal sehen, ob ich das im „Kleinen“ auch ein bißchen weitergeben kann…
sorry, wollte nicht zu gefühlsduselig werden…
Jungs, wegen Euch bin ich gestern in den Keller gestiegen und habe zum ersten Mal seit geschätzten zehn Jahren alles aus meinen alten Schallplattenkisten herausgekramt, was nach Krautrock riecht!
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*** Konsens-Heini der Umfrage "Die 20 besten Tracks der Talking Heads" ***
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
TosheyEs ist vielleicht ein etwas unglücklicher Vergleich, aber mich erinnern diese energetischen Entladungen oftmals an die Spätphase von John Coltrane, wo es ähnlich heftig und mit voller Hingabe zu Sache ging.
Ich bitte dich! Das ist kein unglücklicher Vergleich, das ist kompletter Mumpitz. Jetzt muss auch noch der größte Musiker aller Zeiten für diesen hanebüchenen Thread herhalten.
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Schlagwörter: Krautrock
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