Re: "Krautrock" und seine Verwandten

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TosheyDu hast mit „Delay“ begonnen?! Das ist ja der Wahnsinn. Ich hatte „ganz früher“ mal Auszüge daraus bei einem Kumpel gehört und konnte damit zunächst gar nichts anfangen. So ähnlich wie beim ersten Mal „Atom Heart Mother“.
Dann habe ich in den anspruchsvolleren Printmedien, später, immer wieder einmal davon gelesen. Und trotz meiner ersten Erfahrung, spürte ich so etwas wie eine „kultische Relevanz“, zunächst mal bei Can. Vom Krautrock hatte ich bis dahin noch nie was gehört.
Ich kaufte mir schließlich bei 2001 die Can – Anthology und mußte mich auch da erstmal reinfinden. Spoon, She brings the rain, Outside the door und dann aber auch Uphill, waren die Songs die ich immer wieder spielte.
Viel Zeit ging ins Land und irgendwie habe ich den Faden dann nochmal aufgegriffen. Ein Kumpel hörte Eloy, in einer Ramschkiste fand ich Neu! 2 und ´75 und nicht zu vergessen: Ich gewann bei der eclipsed Verlosung die Phallus Dei von Amon Düül II. Ich hatte keine Vorstellungen und Vorurteile, legte das Ding, inzwischen ganz passabel Psychedelic(UK/USA)-informiert, auf, und ich war fassungslos vor Begeisterung. Von da an kam eine Lawine ins Rollen. Wiederum Berichte in Eclipsed und auch im Stone (auch eine geniale CD Beilage in Sachen Kraut!) halfen mir auf meinem Weg weiter. Ich kaufte zahlreiche skurille und uralte Bücher zum Thema, und besorgte mir, was ich sonst noch an Infos bekommen konnte. Dann Julian Cope´s Buch, und ab da war es echt ganz vorbei und geschehen.
Zuerst hatte ich „Can live“ und „Sacrilege“ von 2001 für je nen Fünfer!!! :-)
Dann gab´s im Mediamarkt die ganze erste Can Staffel (die ersten 5, inkl. Unlimited edition) Hybrid-SACDs für je 7 Euro (bei amazon damals 26 Euro!!!) und ich kaufte sie gleich doppelt und gab die andere Hälfte einem guten Freund, der einen kleinen Recordstore hatte. Dann fand ich Landed, als gebrauchte SACD,plus Flow motion aufm Flohmarkt und Delay ´68 auch gebraucht. Flow Motion schließlich bei Amazon sehr günstig.
An dieser Stelle: Ich habe bei CDs noch keinen besseren Klang gehört, als die Sacd-Hybriden von Can. Es klingt fast wie feinstes Vinyl! Die neue Neil Young Serie ist ähnlich… „Saw delight“ und „Rite time“ will ich noch anschaffen irgendwann, während ich auf die Alben „Can“ und „Out of reach“ wohl eher verzichten kann. BBC Peel Sessions finde ich aber auch noch saustark ;-)
Es mag leicht plakativ klingen, aber Can ist eine der wenigen Gruppen, die ich wirklich zeitlos finde…

Geht mir mit Can doch genauso , als ich damals Uphill zum ersten Mal im Radio hörte, da war es um mich geschehn.
Die nächste Woche gleich in den Zug nach Hannover und bei Saturn auch fündig geworden. Es folgte dann Ege Bamyasi, und wenig später Tago Mago. Das waren aber ales LP´s, Wiederveröffentlichungen auf dem, von Hildegard Schmidt betreuten Spoon Label.
Can auf Cd habe ich bis jetzt nur zwei, nämlich die Peel Sessions und Unlimited Edition.
Zu Letzterer fällt mir gerade noch eine Gechichte ein. Mitte der 70er hielt ich mal bei Woolworth in Nienburg/Weser das Doppelalbum in den Händen, sollte für damalige Verhältnisse(ich war 15 und finanziell noch relativ knapp) mit 29 DM ein halbes Vermögen kosten, außerdem sagte mir die Tracklist garnichts, was sollte sie mir auch sagen, kannte ja ohnehin zu der Zeit lediglich Spoon. :lol:
Was mich bersonders an Can auch heute noch fasziniert, ist diese wahnsinnige Art des Improvisierens. Mir sind mit den Jahren auch diverse Bootlegs untergekommen, und kein Konzert klang in irgendeiner Art ähnlich, ich denke mal, da waren Can ebenfalls Vorreiter und ihrer Zeit Lichtjahre voraus.

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