Glory-Box: my fave 45s

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  • #9167595  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    Ragged GloryNa, da Dich meine Beschreibung neugierig gemacht zu haben scheint, offensichtlich schon. Was hast Du vom Track denn noch in Erinnerung, Mikko?

    Eigentlich nichts.

    --

    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
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    #9167597  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    Ideale Voraussetzung Dich von „Mirror Rim“ einfach umwerfen zu lassen, Mikko!

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    #9167599  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    BOB DYLAN – Subterranean Homesick Blues [7″; Columbia Records, 1965] * * * * *

    Kürzlich habe ich in diesem Thread „Medicine Day“ von The Basement besprochen. Die Debüt-Single einer Band, die sich nach einer Textpassage aus Dylans „Subterranean Homesick Blues“ benannt hatte. Nun kommt der Meister mit jener Single selbst unter die Lupe bzw. zu Wort.

    In „My Back Pages“ aus dem Album „Another Side Of Bob Dylan“ (1964) verabschiedete Dylan sein Image als „Protestsänger“, „Folk-Barde“ und die Vereinnahmung als „Stimme (s)einer Generation“, da er mittlerweile „younger than that now“ sei. Was er meinte: lässiger, aufgeklärter, weniger engstirnig.

    Da kam ihm eine musikalische Wende ebenfalls gut gelegen. Er verbannte die akustische Gitarre als dominierendes Instrument in die dritte Reihe und stellte E-Gitarre und Schlagzeug ins Hauptgeschehen. Das Resultat ist auf seiner Single (und als Lead-off-Track seiner LP „Bringing It All Back Home“, 1965) zu bestaunen:

    Der Track nimmt umstandslos Fahrt auf, Dylan holt buchstäblich Luft und setzt zu absorbierenden, mitreißenden Vocals an. Die Drums poltern, swingen und rumpeln, die E-Gitarren schleifen spröde Akkorde und quengelnde Licks hinter sich her. Alles neu, oder was?

    Nein! Die Message bleibt vertraut, jedoch neu und clever verpackt in Hipster-Sprech: „Look out, kid, you’re gonna get hit!“, „Don’t follow leaders!“ – konterkariert mit herrlichem Nonsense: „Watch the parkin‘ meters!“, „Don’t wear sandals/Try to avoid the scandals!“

    Der Staat bleibt ein suspektes Wesen. Hüte Dich vor den Mächtigen – und dem konformistischen Alltagstrott. Auch musikalisch brach „Subterranean Homesick Blues“ nicht zwangsläufig mit alten Mitteln, man höre Chuck Berrys „Too Much Monkey Business“.

    Love and theft, that’s his favourite style.

    Das aktuelle Ranking:
    1. TRAVIS – Coming Around * * * * *
    2. THE BASEMENT – Medicine Day
    3. THE SMITHS – This Charming Man
    4. THE ROLLING STONES – Get Off Of My Cloud
    5. LUCKY SOUL – My Brittle Heart
    6. OASIS – The Importance Of Being Idle
    7. BOB DYLAN – Subterranean Homesick Blues
    8. MAGAZINE – Shot By Both Sides
    9. SEX PISTOLS – Holidays In The Sun
    10. ELVIS COSTELLO & THE ATTRACTIONS – Tokyo Storm Warning

    11. TRANS – Green EP
    12. THE RAVEONETTES – Attack Of The Ghost Riders
    13. THE SUGAR STEMS – Beat Beat Beat
    14. PORTISHEAD – The Rip
    15. THE LINES – Domino Effect * * * * 1/2
    16. DAVID BOWIE – Life On Mars?
    17. NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS – Everybody’s On The Run
    18. GO-GO’S – Vacation
    19. EFFI BRIEST – Mirror Rim
    20. JOHNNY MARR – New Town Velocity

    21. IDLEWILD – American English
    22. THE HISS – Triumph

    --

    #9167601  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    CANDIE PAYNE – I Wish I Could Have Loved You More. [7″; Deltasonic Records, 2007] * * * * *

    Meine Lieblingssingle aus 2007.

    Ja, tatsächlich übertraf Candie Paynes dritte Single sogar die drei 2007er-Singles meiner damaligen Newcomer-Lieblinge, Lucky Soul. Der erste Grund dafür war simpel: Candies unwiderstehliche Vocals. Der zweite schon etwas weniger offenkundig: die Portishead-Bezüge.

    „I Wish I Could Have Loved You More.“ schien in einem „Cowboys“-artverwandten Gewächshaus gezüchtet worden zu sein: die fiese, stechende Gitarre, die bedrohliche Atmosphäre, der dunkle, obsessive Vortrag. Anders als die Portishead-Single (1997) geriet das Backing jedoch Beat-lastiger. Und aufgrund des Piano/Percussion-Arrangements robuster und melodiöser, ja fast tanzbar.

    Tja, falls man es über’s Herz bringt, zu diesen Liebeskummer-Lyrics das Tanzbein schwingen zu wollen:

    „And ever since that day/I had to say goodbye/
    How I long to change my mind/But I know it won’t be right.“

    Das aktuelle Ranking:
    1. TRAVIS – Coming Around * * * * *
    2. THE BASEMENT – Medicine Day
    3. THE SMITHS – This Charming Man
    4. THE ROLLING STONES – Get Off Of My Cloud
    5. LUCKY SOUL – My Brittle Heart
    6. OASIS – The Importance Of Being Idle
    7. BOB DYLAN – Subterranean Homesick Blues
    8. MAGAZINE – Shot By Both Sides
    9. SEX PISTOLS – Holidays In The Sun
    10. ELVIS COSTELLO & THE ATTRACTIONS – Tokyo Storm Warning

    11. TRANS – Green EP
    12. THE RAVEONETTES – Attack Of The Ghost Riders
    13. CANDIE PAYNE – I Wish I Could Have Loved You More.
    14. THE SUGAR STEMS – Beat Beat Beat
    15. PORTISHEAD – The Rip
    16. THE LINES – Domino Effect * * * * 1/2
    17. DAVID BOWIE – Life On Mars?
    18. NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS – Everybody’s On The Run
    19. GO-GO’S – Vacation
    20. EFFI BRIEST – Mirror Rim

    21. JOHNNY MARR – New Town Velocity
    22. IDLEWILD – American English
    23. THE HISS – Triumph

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    #9167603  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    ROXY MUSIC – Virginia Plain [7″; Island Records, 1972] * * * * *

    Welche Worte, Beschreibungen und Metaphern werden dieser Single eigentlich gerecht oder können sie ansatzweise treffend beschreiben? Welche Floskeln und Bilder wurden bereits bemüht: „Der Anfang der 80er“!, „Futuristischer Rockabilly“!

    Also schüttele ich auch mal eine Hausnummer aus dem Ärmel: The Origin of Mash-up-Pop!

    Ich lernte Roxy Music erstmals durch den Soundtrack zu Todd Haynes Film „Velvet Goldmine“ kennen, auf welchem u. a. eine gecastete All-Star-Band namens The Venus In Furs (u. a. mit Thom Yorke und Paul Kimble!) Roxy Music-Songs neuinterpretierte: „2HB“, „Ladytron“ und „Bitter-Sweet“. Das Ganze wurde durch die Mitwirkung von Andy Mackay quasi veredelt und abgesegnet.

    Der Soundtrack enthielt außerdem den Original-Track von „Virginia Plain“, Roxy Musics Debüt-Single aus dem Jahr 1972. „Virginia Plain“ klang schrill und trotz des eher gebremsten Tempos ziemlich wild und aufgedreht! Ich begriff nicht genau, ob das nun wirklich der Blueprint des Glam-Rock gewesen sein soll – oder eher eine exaltierte Pop-Nummer, die unzählige musikalische Facetten durch den Fleischwolf gedreht zu haben schien. Gleichviel!

    Rückblickend betrachtet wäre ich nicht abgeneigt zu glauben, dass „Virginia Plain“ den Grundstein dafür gelegt hat, dass ich früher oder später zum Singles-Enthusiasten werden musste!

    Bryan Ferrys Eröffnungszeilen aus „Virginia Plain“ scheinen diese Annahme nahezulegen:

    „Make me a deal/And make it straight/
    All signed and sealed/I’ll take it!“

    My 45, here’s to you!

    Das aktuelle Ranking:
    1. TRAVIS – Coming Around * * * * *
    2. THE BASEMENT – Medicine Day
    3. THE SMITHS – This Charming Man
    4. THE ROLLING STONES – Get Off Of My Cloud
    5. LUCKY SOUL – My Brittle Heart
    6. ROXY MUSIC – Virginia Plain
    7. OASIS – The Importance Of Being Idle
    8. BOB DYLAN – Subterranean Homesick Blues
    9. MAGAZINE – Shot By Both Sides
    10. SEX PISTOLS – Holidays In The Sun

    11. ELVIS COSTELLO & THE ATTRACTIONS – Tokyo Storm Warning
    12. TRANS – Green EP
    13. THE RAVEONETTES – Attack Of The Ghost Riders
    14. CANDIE PAYNE – I Wish I Could Have Loved You More.
    15. THE SUGAR STEMS – Beat Beat Beat
    16. PORTISHEAD – The Rip
    17. THE LINES – Domino Effect * * * * 1/2
    18. DAVID BOWIE – Life On Mars?
    19. NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS – Everybody’s On The Run
    20. GO-GO’S – Vacation

    21. EFFI BRIEST – Mirror Rim
    22. JOHNNY MARR – New Town Velocity
    23. IDLEWILD – American English
    24. THE HISS – Triumph

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    #9167605  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    August RamoneDemnächst hier mehr von mir dazu.

    Well, it’s one for the money. Two for the show. And if you’re able and ready – then go, cat, go!

    --

    #9167607  | PERMALINK

    wenzel

    Registriert seit: 25.01.2008

    Beiträge: 5,694

    Ragged Glory
    Ich lernte Roxy Music erstmals durch den Soundtrack zu Todd Haynes Film „Velvet Goldmine“ kennen…

    erstaunlich. Der Film ist von 1998. Wie alt warst Du denn zu der Zeit ?

    --

    #9167609  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    Schöne Beschreibung Deiner Erfahrung der Roxy Music Debütsingle. Und es ist wirklich interessant zu lesen, wie diese auf einen Nachgeborenen wirkt. Die Blaupause für den Glam Rock war sie wahrscheinlich doch nicht, aber absolut einmalig und wegweisend schon. In meinem Ranking zieht sie übrigens mühelos an allen von Dir bisher besprochenen Singles vorbei. Das hat dann möglicherweise auch etwas damit zu tun, dass ich die Single damals kurz nach Erscheinen zum ersten Mal hörte. Für mich war die Welt der Popmusik danach plötzlich eine andere. „Virginia Plain“ ist die beste Debütsingle aller Zeiten, dicht gefolgt von „Anarchy In The UK“, „Blitzkrieg Bop“ und „Poliisi pamputtaa taas“.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #9167611  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    @ Wenzel: Ich bin Jahrgang 1977 und stand kurz vor meinem 22. Geburtstag als „Velvet Goldmine“ in die Kinos kam. Den Soundtrack habe ich mir erst zwei oder drei Jahre danach gekauft. Die 7″ von „Plain“ besitze ich seit ca. vier Jahren.

    @ Mikko: Danke für die Blumen! Die beste Debüt-Single habe ich noch gar nicht vorgestellt… ;-)

    --

    #9167613  | PERMALINK

    delia-hardy
    Adlerauge

    Registriert seit: 14.08.2008

    Beiträge: 4,623

    Sehr, sehr schön, Raggy. Die Texte sind, nach der doch etwas zu knapp geratenen Bowie-Vorstellung, wieder ausführlicher und informativer geworden. Es macht viel Freude sie zu lesen, sind sie doch zugleich schnoddrig-fröhlich als auch mit viel Liebe und Ernst an der Sache zubereitet. Thumbs up!

    Mein Ranking:

    1. MAGAZINE – Shot By Both Sides * * * * *
    2. BOB DYLAN – Subterranean Homesick Blues
    3. THE LINES – Domino Effect
    4. ROXY MUSIC – Virginia Plain
    5. TRAVIS – Coming Around
    6. IDLEWILD – American English
    7. THE SMITHS – This Charming Man
    8. THE ROLLING STONES – Get Off Of My Cloud
    9. GO-GO’S – Vacation
    10. CANDIE PAYNE – I Wish I Could Have Loved You More.

    11. DAVID BOWIE – Life On Mars?
    12. SEX PISTOLS – Holidays In The Sun
    13. THE RAVEONETTES – Attack Of The Ghost Riders * * * * ½
    14. OASIS – The Importance Of Being Idle
    15. THE BASEMENT – Medicine Day
    16. JOHNNY MARR – New Town Velocity * * * *
    17. EFFI BRIEST – Mirror Rim
    18. TRANS – Green EP
    19. PORTISHEAD – The Rip
    20. ELVIS COSTELLO & THE ATTRACTIONS – Tokyo Storm Warning

    21. NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS – Everybody’s On The Run
    22. THE SUGAR STEMS – Beat Beat Beat
    23. THE HISS – Triumph * * *
    24. LUCKY SOUL – My Brittle Heart * * ½

    --

    …because life is full of important things.  
    #9167615  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 85,405

    Lese hier auch sehr gerne mit, engagierte und persönliche Würdigungen mit schönen Beobachtungen (z. B. „Ein Track, der einen gerade eben noch mitten ins Leben katapultierte, ist jetzt nurmehr ein Erinnerungsstück an eine spannende Phase im Alltag eines Musikhörers“).

    --

    #9167617  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    Danke, Rossi! Aber warum so defensiv? Du liebst Singles, und könntest vermutlich zu einer Mehrzahl der vorgestellten Platten etwas beitragen. Oder – konkret gefragt: Welche Singles kennst Du nicht? Ein Ranking und Rating ist ja nur das Mindeste, was ich gelegentliche erfrage. Dabei wäre mir eine Unterhaltung viel lieber.

    Delia Hardy24. LUCKY SOUL – My Brittle Heart * * ½

    Wieso bleibt das von Deiner Seite aus unkommentiert, Rossi?

    --

    #9167619  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 85,405

    Ragged GloryDanke, Rossi! Aber warum so defensiv? Du liebst Singles, und könntest vermutlich zu einer Mehrzahl der vorgestellten Platten etwas beitragen. Oder – konkret gefragt: Welche Singles kennst Du nicht? Ein Ranking und Rating ist ja nur das Mindeste, was ich gelegentliche erfrage. Dabei wäre mir eine Unterhaltung viel lieber.

    Gelegentlich habe ich ja kommentiert, wenn auch nicht so regelmäßig wie bei Delia, das stimmt. Ich kenne „Domino Effect“, „American English“ und „Medicine Day“ gar nicht, ein paar andere nicht sehr gut. „Mirror Rim“ hat mich seinerzeit gar nicht erreicht, hatte auch keine konkrete Erinnerung mehr daran. Beim Wiederhören sind mir die Slits-Einflüsse offenkundig, aber der Track kommt für mich nicht so auf den Punkt. Werde mir die Single aber zulegen und nochmal genauer hinhören.

    Die Größe von „Virginia Plain“ hat sich mir erst spät erschlossen. Als ich die Single um 1981 erstmals hörte (mit 13), konnte ich damit gar nichts anfangen, Roxy Music verband ich mit ihrem damaligen, ganz anderen Sound. „Get Off Of My Cloud“, ungefähr zur gleichen Zeit erstmals gehört, fand ich dagegen immer schon großartig.

    Dein Werben für die „Green“-EP hat mich erreicht, auch wenn sie auch bei mir nicht so hoch rangiert. Wenn man den Television-Vergleich zieht, was sich kaum vermeiden lässt, fallen Trans für mich doch etwas ab, was das Songwriting und den Gesang angeht. Aber „Lights“ ist ein starker Track.

    Wieso bleibt das von Deiner Seite aus unkommentiert, Rossi?

    Mich überrascht es nicht so, da ich Delias Präferenzen ganz gut kenne. Ich finde es interessant, dass sich gerade bei den „Süßigkeiten“ Eure Geschmäcker trennen, bei ihren Singles sind es ja „The Belle Of St. Mark“ und „The Shuttered Palace“, bei denen Du etwas das Gesicht verziehst.

    --

    #9167621  | PERMALINK

    ragged-glory

    Registriert seit: 22.03.2007

    Beiträge: 11,762

    Herr RossiGelegentlich habe ich ja kommentiert, wenn auch nicht so regelmäßig wie bei Delia, das stimmt. Ich kenne „Domino Effect“, „American English“ und „Medicine Day“ gar nicht, ein paar andere nicht sehr gut.

    „The Rip“? „I Wish I Could Have Loved You More.“? „This Charming Man“? Die hätte ich ganz sicher bei Dir vermutet.

    Herr RossiDein Werben für die „Green“-EP hat mich erreicht, auch wenn sie auch bei mir nicht so hoch rangiert. Wenn man den Television-Vergleich zieht, was sich kaum vermeiden lässt, fallen Trans für mich doch etwas ab, was das Songwriting und den Gesang angeht. Aber „Lights“ ist ein starker Track.

    Das freut mich sehr! „Lights“ finde ich phänomenal.

    Den „Vorwurf“, dass es am Songwriting mangelt, muss ich entschieden zurückweisen. Und dafür braucht es auch keine theoretischen Verrenkungen. Ich glaube, Du und ich haben schon die gleiche Vorstellung von „Songwriting“:

    Der klassische Songaufbau nach Verse-Chorus-Verse-Middle 8-Chorus. Insofern stimme ich Dir zu: Trans-Tracks sind nicht danach ausgerichtet, u. a. einem großartigen Refrain das Bett zu bereiten.

    Aber: Weil das offenkundig ist, ist doch die Songwriting-orientierte Betrachtung überhaupt nicht sinnvoll. Bei Trans geht es meiner Ansicht nach darum, Dramaturgien und Atmosphäre ins Verhältnis zueinander zu setzen. Und der Gitarre als Leitinstrument einer musikalischen Erzählung Geltung zu verschaffen. Wenn Du ihnen das zugestehst und hierzu die kaltschnäuzige, poetische und hungrige Ausdrucksfähigkeit von Butler und McKeown addierst, geht die Rechnung auf! Und zwar restlos.

    Herr RossiMich überrascht es nicht so, da ich Delias Präferenzen ganz gut kenne. Ich finde es interessant, dass sich gerade bei den „Süßigkeiten“ Eure Geschmäcker trennen, bei ihren Singles sind es ja „The Belle Of St. Mark“ und „The Shuttered Palace“, bei denen Du etwas das Gesicht verziehst.

    Du hast zwar Süßigkeiten in Anführungszeichen gesetzt, aber dennoch: „The Belle Of St.Mark“ entbehrt leider jeglicher anmutiger Musikalität, der Hook-freundliche Vortrag ist prima, aber der Backing Track als solcher bietet nichts, was die Involvierung von Musikern erfordert (hätte).

    Kein Vergleich zur wunderbaren Melodiösität und Alis ergreifender Hilflosigkeit von „My Brittle Heart“.

    --

    #9167623  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 85,405

    Ragged Glory“The Rip“? „I Wish I Could Have Loved You More.“? „This Charming Man“? Die hätte ich ganz sicher bei Dir vermutet.

    So etwa zwei Drittel kenne ich schon sehr gut und besitze ich auch zum größeren Teil. „The Rip“ ist bewegend, klar. „I Wish …“ müsste ich mal wieder auflegen, war damals kein ganz großer Favorit, aber doch gerne gehört. „This Charming Man“ – keine meiner liebsten Smiths-Singles, aber natürlich aller Ehren wert (ich habe die Band erst mit „Heaven Knows …“ richtig wahrgenommen).

    Du hast zwar Süßigkeiten in Anführungszeichen gesetzt, aber dennoch: „The Belle Of St.Mark“ entbehrt leider jeglicher anmutiger Musikalität, der Hook-freundliche Vortrag ist prima, aber der Backing Track als solcher bietet nichts, was die Involvierung von Musikern erfordert (hätte). Kein Vergleich zur wunderbaren Melodiösität und Alis ergreifender Hilflosigkeit von „My Brittle Heart“.

    In Anführungszeichen, weil die Tracks ja eher bittersweet sind. Ich möchte die beiden Singles gar nicht gegeneinander ausspielen, biographisch steht mir „The Belle Of St. Mark“ aber näher. Der Paisley Park-Synth Sound ist so charakteristisch, dass für mich der Einwand, hier wäre ein quasi anonymes Backing zu hören, fehl geht. Alles andere hat Delia ja schon wunderbar beschrieben. A beauty extraordinaire, diese Single.

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