Archie Shepp

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  • #10110977  | PERMALINK

    vorgarten

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    aus dem Hörthread ausgelagert, daher anfangs etwas wortkarg – gtw

    das war die band, die ich merhfach live sehen konnte. warum man aber alben nur aus balladen macht, verstehe ich bis heute nicht.

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    #10111017  | PERMALINK

    vorgarten

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    ziemlich tolles album. ein lecture zur black american history geht in eine super version von „go down moses“ über, shepp singt „the good life“ und parlans spiel ist genau richtig zwischen lücken lassen und souverän nach vorne preschen. die läufe verbinden die akkorde (beides zusammen ging ja nicht), voll wird es dadurch nie im klangbild. und shepp ringt sich sowieso jeden ton ab, als ob es schwerstarbeit wäre.

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    #10111061  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    „Archie Shepp Sings and Plays Sacha Distel“ … das wär mal ein Albumtitel ;-)

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #132: Dennis González (1954–2022), Teil 2 - 10.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #10111083  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-wind„Archie Shepp Sings and Plays Sacha Distel“ … das wär mal ein Albumtitel

    ich würde ja bei shepp dann eher erwarten, dass er das auch auf französisch singt…

    zum schluss noch dieses album, das ich sehr gut kenne, das aber natürlich sehr brav ist:

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    #10111087  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    vorgarten ziemlich tolles album. ein lecture zur black american history geht in eine super version von „go down moses“ über, shepp singt „the good life“ und parlans spiel ist genau richtig zwischen lücken lassen und souverän nach vorne preschen. die läufe verbinden die akkorde (beides zusammen ging ja nicht), voll wird es dadurch nie im klangbild. und shepp ringt sich sowieso jeden ton ab, als ob es schwerstarbeit wäre.

    Der Albumtitel übrigens eine schöne Antithese zum dem unlängst von mir gespielten Album „I Know About Life“ (Sackville/hatOLOGY) ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10111091  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgarten

    gypsy-tail-wind„Archie Shepp Sings and Plays Sacha Distel“ … das wär mal ein Albumtitel

    ich würde ja bei shepp dann eher erwarten, dass er das auch auf französisch singt…

    Unbedingt! Diese ganze Shepp-Phase kenne ich überhaupt nicht bzw. nur sehr lückenhaft vom einen oder anderen Live-Mitschnitt, aber auch da habe ich seit Jahren nichts mehr gehört. Die Hat ist allerdings da, wohl eher ein oder zweimal gehört, die suche ich mal wieder hervor.

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    #10111107  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-windDiese ganze Shepp-Phase kenne ich überhaupt nicht bzw. nur sehr lückenhaft vom einen oder anderen Live-Mitschnitt, aber auch da habe ich seit Jahren nichts mehr gehört. Die Hat ist allerdings da, wohl eher ein oder zweimal gehört, die suche ich mal wieder hervor.

    die kenne ich wiederum noch nicht. wäre ja sowieso mal ein projekt, aber da mag ich nicht alleine durch (viel zu viele standards…). es gibt ja schon sehr unterschiedliche bands, die vergleichsweise heiße mit kenny werner, die reduzierte mit parlan, die eher experimentelle mit kessler, little und jarvis und dann gibt es ja noch sachen mit hicks und van’t hof. und später mit amina claudine myers.

    viel toller kann jazz für mich ja nicht werden als hier:

    super interessant ist aber auch der coltrane-tribute aus dem letzten jahr, mit richard davis (im rollstuhl) und billy hart, wo dann mit akinmusire und moran eine ganz andere art des traditionsgläubigen freidrehens reinkommt (wer mal 2 stunden zeit hat):

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    #10111137  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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    vorgarten

    gypsy-tail-windDiese ganze Shepp-Phase kenne ich überhaupt nicht bzw. nur sehr lückenhaft vom einen oder anderen Live-Mitschnitt, aber auch da habe ich seit Jahren nichts mehr gehört. Die Hat ist allerdings da, wohl eher ein oder zweimal gehört, die suche ich mal wieder hervor.

    die kenne ich wiederum noch nicht. wäre ja sowieso mal ein projekt, aber da mag ich nicht alleine durch (viel zu viele standards…). es gibt ja schon sehr unterschiedliche bands, die vergleichsweise heiße mit kenny werner, die reduzierte mit parlan, die eher experimentelle mit kessler, little und jarvis und dann gibt es ja noch sachen mit hicks und van’t hof. und später mit amina claudine myers. viel toller kann jazz für mich ja nicht werden als hier: <iframe src=“https://www.youtube.com/embed/NdBXKvKZ1C4?feature=oembed“ width=“500″ height=“281″ frameborder=“0″ allowfullscreen=“allowfullscreen“></iframe>

    Tolles Video …. und ja, ich denke das Euvre von Archie Shepp sagen wir mal ab 1976 sollte jedenfalls  eine Neubewertung verdienen (welche ich bereits in Teilen vorgenommen habe ….) und so würden mich eure (bzw auch jene weiterer Forumsmitglieder !!) Eindrücke interessieren ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10111159  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    soulpope
    …. und ja, ich denke das Euvre von Archie Shepp sagen wir mal ab 1976 sollte jedenfalls eine Neubewertung verdienen (welche ich bereits in Teilen vorgenommen habe ….) und so würden mich eure (bzw auch jene weiterer Forumsmitglieder !!) Eindrücke interessieren ….

    Hm, ich muss ganz ehrlich sagen, mich spricht fast alles, was ich da bisher gehört habe, zuwenig an, als dass ich tiefer einsteigen möchte (und – was da nötig wäre, wenn man sich nicht mit Blog-Fundstücken begnügen mag – tiefer in die Tasche greifen). Es gibt hundert Sachen, die ich zuerst kennenlernen oder neu anhören möchte.

    Am besten finde ich neben dem Marge Live-Album mit der Big Band wohl das wenige, was ich mit Kessler kenne, dazu den einen oder anderen vor 10, 12 Jahren gehörten Live-Mitschnitt aus den Siebziger oder Achtzigern (da ist auch was aus Wien dabei, Uni, Audimax, aber Jahr/Line-Up weiss nicht aus dem Gedächtnis nicht). Die Studio-Alben kenne ich ja kaum, bei mir ist im Normalfall schon bei Steeplechase-Alben die Kaufschwelle recht hoch (es ist ja nicht so, dass ich nicht so schon genug kaufen würde).

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #132: Dennis González (1954–2022), Teil 2 - 10.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #10111189  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy-tail-windHm, ich muss ganz ehrlich sagen, mich spricht fast alles, was ich da bisher gehört habe, zuwenig an, als dass ich tiefer einsteigen möchte (und – was da nötig wäre, wenn man sich nicht mit Blog-Fundstücken begnügen mag – tiefer in die Tasche greifen).

    solche überlegungen sind mir ja überhaupt nicht fremd, aber kannst du etwas genauer ausführen, was dich daran nicht anspricht? da gibt es ja ganz viel kontinuitäten, leute nbeen shepp selbst, die du sicherlich auf aufnahmen der 50er und 60er sehr schätzt (z.b. parlan, aber auch richard davis, clifford jarvis, idris muhammad u.v.m.), wo du dann aber einen schnitt setzt, sobald sie in einer post-1976er shepp-band auftauchen? hat das mit seinem ton zu tun, seinem rückgriff auf jazztraditionen, dem material, seiner aura (die des afroamerikanischen geschichtslehrers o.a.)? würde mich interessieren.

    kannst ntürlich auch mit gegenfrage antworten, warum ich mich so wenig mit ellington oder parker oder gillespie beschäftige…

    --

    #10111221  | PERMALINK

    vorgarten

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    kurz nochmal der hinweis auf den coltrane-tribut. darin versteckt sich ein großartiges „naima“, nämlich ab hier:

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    #10111247  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgarten

    gypsy-tail-windHm, ich muss ganz ehrlich sagen, mich spricht fast alles, was ich da bisher gehört habe, zuwenig an, als dass ich tiefer einsteigen möchte (und – was da nötig wäre, wenn man sich nicht mit Blog-Fundstücken begnügen mag – tiefer in die Tasche greifen).

    solche überlegungen sind mir ja überhaupt nicht fremd, aber kannst du etwas genauer ausführen, was dich daran nicht anspricht? da gibt es ja ganz viel kontinuitäten, leute nbeen shepp selbst, die du sicherlich auf aufnahmen der 50er und 60er sehr schätzt (z.b. parlan, aber auch richard davis, clifford jarvis, idris muhammad u.v.m.), wo du dann aber einen schnitt setzt, sobald sie in einer post-1976er shepp-band auftauchen? hat das mit seinem ton zu tun, seinem rückgriff auf jazztraditionen, dem material, seiner aura (die des afroamerikanischen geschichtslehrers o.a.)? würde mich interessieren. kannst ntürlich auch mit gegenfrage antworten, warum ich mich so wenig mit ellington oder parker oder gillespie beschäftige…

    Tja, die Gegenfrage … diese Art Fragen sind ja durchaus aufschlussreich, so genau kann ich das nicht einmal begründen, es spielen diverse Dinge mit, gewiss auch meine Unkenntnis vieler guter später Shepp-Alben. Aber mir langeweilt z.B. sein „coasting“, wenn er mit seinem tollen Ton durch Standards röhrt, ohne sich um die Changes zu scheren (warum spielt er dann überhaupt Standards – for the ladies oder so wohl – das verurteile ich auch überhaupt nicht, aber ich mag es halt nicht lange hören). Die Leute, die dabei sind, das ist gleich noch so ein guter Punkt, der wohl auch mit meiner Biographie als Hörer zu tun hat: ich fokussierte anfangs sehr stark auf die grossen Jahre des Modern Jazz, sagen wir mal 1955-1965, zog dann auch – wenigstens stellenweise, bei ESP oder Impulse etwa – die späten Sechziger mit ein, bei Miles natürlich auch … und ging zurück in die Vierziger, Charlie Parker, Bud Powell, Monk, Gillespie usw. Was diese Leute nach den „grossen“ Jahren machten, verfolgte ich zunächst überhaupt nicht, weil mir das Budget und die Zeit fehlten, weil ich sehr breit in die erwähnte Hard Bop-Zeit einstieg, also nicht nur die ganz grossen sondern sehr bald auch die zweite und dritte Garde (Lee Morgan, Hank Mobley, Johnny Griffin, Yusef Lateef, Booker Little, Kenny Dorham, Clifford Jordan etc. etc.) erforschte. Ich merkte dann z.B. bei Randy Weston rasch, das die frühesten Sachen (an die man eh kaum kam, nur an die vier CDs von Fantasy kam man recht leicht und das Dawn-Album war dank Fresh Sound auch bald da) nicht die besten sind, holte mir dann rechtzeitig die ganze Gitanes/PolyGram/Universal-Reihe … von da zu den PolyGram-Releases von Teddy Edwards oder Charlie Haden war der Weg nicht weit, den späten Henderson (ich habe das Miles-Album nach wie vor nicht) und anderes hörte ich dann auch bald, aber vieles blieb punktuell, die 70er und 80er liess ich zu weiten Teilen aus (vom Rock-Jazz interessieren mich auch heute die Anfänge noch weitaus am meisten, die Entwicklung hin zum Smooth-Schlock habe ich nie begriffen).

    Ich habe entsprechend bis heute (auch weil es mich inzwischen in hundert andere Richtungen trieb, die zeitgenössische Avantgarde, die Anfänge und heutigen Manifestationen von EFI, später auch mal eine Rock-Phase, dann die Klassik, Musik aus Äthiopien, Südafrika, Fela Kuti, was weiss ich) keinen richtigen Überblick darüber, was in den „dunklen“ Jahren (sagen wir 1965-1985) alles lief, habe natürlich die ganzen Chicagoer verfolgt und einzelnes vertieft (den ganzen Miles z.B.), auch manches von Labeln wie Muse oder Steeplechase ist da … aber da merke ich z.B. bei @soulpope immer wieder, wie viele Lücken ich habe, und bei Dir durchaus auch, weil Du halt eben ein paar entscheidende Jahre früher eingestiegen bist. Als ich einstieg, waren der heisse Scheiss Leute wie Diana Krall, Brad Mehldau und Joshua Redman, Wynton M war schon wieder etwas weg, Branford noch da (die erste Buckshot LeFonque, die zweite kaufte ich dann schon nicht mehr) – und das langweilte mich rasch, im Konzert (oft konnte ich mir das eh nicht leisten, weil mein Geld halt für Tonträger draufging und für Saxophone) hörte ich dann halt meist eher ältere Leute: Ahmad Jamal mit George Coleman, Charles Lloyd, Shirley Horn (deren Alben ich zwar zu kaufen begann, aber auch bis heute recht viele Lücken habe, obwohl ich sie sofort als eine meiner Lieblingssänerinnen nennen würde und das Konzert zu meinen schönsten Jazz-Erlebnissen zählt), Abdullah Ibrahim, Sonny Rollins … und daneben entdeckte ich dann halt den „anderen“ Jazz, der hier nur sehr selten in den arrivierten Spielstätten zu hören ist: Irène Schweizer, Roscoe Mitchell, das ICP Orchestra (meine einzige Mengelberg-Erinnerung, leider schien er damals – ich glaube 2004, müsste nachschauen – schon ziemlich hinüber zu sein, spielte wenig, guckte uninteressiert zu, wie die anderen ihren – gigantischen – Spass hatten… grossartiges Set, aber nicht wegen Mengelberg), Steve Lacy, die Bauers, Oliver Lake etc. etc.

    Die Antwort führt weit weg, aber sie gehört zur Frage, warum ich Leute, die ich sonst schätze, in dieser Phase nicht kenne, nicht höre … gäbe es haufenweise Reissues von all den Sachen (z.B. von den ganzen Denon-Alben), hätte ich wohl da und dort auch zugegriffen, aber das Zeug lag hier auch kaum herum. Selbst Steeplechase-CDs konnte man nur in absurden Aktionen aus unsortierten Grabbelkisten ziehen, einen regulären Vertrieb gab es nur zu Mondpreisen, aufgrund derer solche Alben bei mir nur höchst selten in Erwägung gezogen wurden (und Vinyl war halt schon weg, als ich mit Jazz anfing … bzw. als ich zu kaufen anfing, gehört – was mein Vater angehäuft hatte, was die Bibliotheken hergaben, was die Schulkameraden so hatten – und mir das eine oder andere zum Geburtstag gewünscht hatte ich da schon eine Weile).

    _____________

    Das hier stammt aus @vorgarten’s nächstem Post, den ich leider nicht verschieben konnte, weil er hier zur Hälfte off-topic wäre:

    vorgartenalles klar, danke. der punkt mit der erhältlichkeit der aufnahmen ist natürlich richtig, so einfach kann man da ja gar nicht lücken schließen. ich habe damals glück gehabt, nicht nur live, auch, weil ich freunde hatte, die viel shepp auf vinyl hatten, außerdem stadtbüchereien, die da in cds investierten.
    was mich etwas umtreibt ist die behauptung, shepp könne keine changes spielen. würde ich bezweifeln. er selbst sagt selbst, dass er sich vom blues-spieler zum changes-adepten (er ist ja eigentlich durch lee morgan, bobby timmons usw. in die szene gekommen) und bei cecil taylor wieder zum changes-ignoranten entwickelt hat. wenn er ab ende der 70er wieder standards spielt, ohne die changes groß zu beachtet, habe ich das immer gehört als wiederverknüpfung mit dem blues, der da vorgeschaltet ist. seine eigene kompositionen sind ja sehr change-lastig, wenn man von „mama rose“ absieht („ujamma“ z.b.) – auch die späte hinwendung zu material von elmo hope usw. ist nicht dadurch zu erklären, dass er sich durch tricks aus der affäre zieht, das könnte er einfacher haben.

    zuletzt geändert von gypsy-tail-wind

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    #10111341  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-wind

    vorgarten

    gypsy-tail-windHm, ich muss ganz ehrlich sagen, mich spricht fast alles, was ich da bisher gehört habe, zuwenig an, als dass ich tiefer einsteigen möchte (und – was da nötig wäre, wenn man sich nicht mit Blog-Fundstücken begnügen mag – tiefer in die Tasche greifen).

    solche überlegungen sind mir ja überhaupt nicht fremd, aber kannst du etwas genauer ausführen, was dich daran nicht anspricht? da gibt es ja ganz viel kontinuitäten, leute nbeen shepp selbst, die du sicherlich auf aufnahmen der 50er und 60er sehr schätzt (z.b. parlan, aber auch richard davis, clifford jarvis, idris muhammad u.v.m.), wo du dann aber einen schnitt setzt, sobald sie in einer post-1976er shepp-band auftauchen? hat das mit seinem ton zu tun, seinem rückgriff auf jazztraditionen, dem material, seiner aura (die des afroamerikanischen geschichtslehrers o.a.)? würde mich interessieren. kannst ntürlich auch mit gegenfrage antworten, warum ich mich so wenig mit ellington oder parker oder gillespie beschäftige…

    Tja, die Gegenfrage … diese Art Fragen sind ja durchaus aufschlussreich, so genau kann ich das nicht einmal begründen, es spielen diverse Dinge mit, gewiss auch meine Unkenntnis vieler guter später Shepp-Alben. Aber mir langeweilt z.B. sein „coasting“, wenn er mit seinem tollen Ton durch Standards röhrt, ohne sich um die Changes zu scheren (warum spielt er dann überhaupt Standards – for the ladies oder so wohl – das verurteile ich auch überhaupt nicht, aber ich mag es halt nicht lange hören) …. Ich habe entsprechend bis heute ….. keinen richtigen Überblick darüber, was in den „dunklen“ Jahren (sagen wir 1965-1985) alles lief, habe natürlich die ganzen Chicagoer verfolgt und einzelnes vertieft (den ganzen Miles z.B.), auch manches von Labeln wie Muse oder Steeplechase ist da … aber da merke ich z.B. bei @soulpope immer wieder, wie viele Lücken ich habe, und bei Dir durchaus auch, weil Du halt eben ein paar entscheidende Jahre früher eingestiegen bist.

    Du solltest diese Aufnahmen doch (noch) einmal hören – obwohl ich viele Tonträger dieser Zeit erwarb, habe ich mich partiell nicht besonders darum gekümmert  …. Shepp nach 1976 ist nicht immer eine Offenbarung, aber es sind (IMO) einige Schätze dabei deren Wert sich erst in der Nachbetrachtung erschliesst ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10111357  | PERMALINK

    vorgarten

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    soulpopeDu solltest diese Aufnahmen doch (noch) einmal hören – obwohl ich viele Tonträger dieser Zeit erwarb, habe ich mich partiell nicht besonders darum gekümmert …. Shepp nach 1976 ist nicht immer eine Offenbarung, aber es sind (IMO) einige Schätze dabei deren Wert sich erst in der Nachbetrachtung erschliesst ….

    mach doch mal eine kleine liste von aus deiner sicht wirklich guten aufnahmen. zu der ich dann meinen senf geben kann oder auch nicht, ich habe da ja auch noch große lücken…

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    #10111387  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    vorgarten

    soulpopeDu solltest diese Aufnahmen doch (noch) einmal hören – obwohl ich viele Tonträger dieser Zeit erwarb, habe ich mich partiell nicht besonders darum gekümmert …. Shepp nach 1976 ist nicht immer eine Offenbarung, aber es sind (IMO) einige Schätze dabei deren Wert sich erst in der Nachbetrachtung erschliesst ….

    mach doch mal eine kleine liste von aus deiner sicht wirklich guten aufnahmen. zu der ich dann meinen senf geben kann oder auch nicht, ich habe da ja auch noch große lücken…

    @soulpope: genau darum wollte ich auch bitten … denn ich stehe wie der Esel vor dem Berg beim späten Shepp und seinen gefühlt 150 Alben.

    Was da ist, mit Besternung aus der fernen Erinnerung:

    Bijou (1975, noch nicht wirklich spät … hab die LP wohl noch nie gehört und keine Ahnung, wo sie gerade steht)
    The Complete Remastered Recordings on Black Saint & Soul Note (auch da noch nicht mit Hören begonnen – ist das geeignet zur allfälligen Re-evaluation?)
    Steam * * * *1/2
    Attica Blues Big Band * * * *
    I Know About the Life (keine genaue Erinnerung, aber wohl so * * *)
    Soul Song * * *
    St. Louis Blues * * *1/2 (könnte noch wachsen, aber Liebe auf den ersten Blick war’s nicht – nach einem BFT oder sonst auf Anregung von vorgarten hin gekauft)
    mit Ibrahim: Duet * * *1/2
    mit Parlan: Swing Low * * *1/2
    mit Roach: The Long March Part 1 & Part 2 * * * *
    mit Rudd: Live in New York * * *

    Dann ist noch „Invitation“ von Siegfried Kessler da, dem gebe ich wohl viere, Shepp spielt nur auf zwei oder drei Stücken mit.

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