Ahead of its time

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  • #8627209  | PERMALINK

    roseblood

    Registriert seit: 26.01.2009

    Beiträge: 7,085

    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #8627211  | PERMALINK

    hal-croves
    אור

    Registriert seit: 05.09.2012

    Beiträge: 4,592

    RosebloodDead or alive? Der Einfluss der „alten Meister“ auf jüngere Musiker

    Danke für den Link. Ich habe die Diskussion gelesen und fühle mich – bezogen auf The High Numbers – nicht ganz verstanden. Ich wollte nicht so sehr darauf hinaus, dass die frühen Who den musikalischen Habitus des Punk bzw. die Struktur von Punksongs vorweggenommen hätten, sondern dass das, was sie 1964 live darboten, zu jener Zeit ein so unerhörtes Lärmgewitter war, dass es schlicht seinesgleichen suchte. (Nennen wir es meinetwegen embryonalen Hardcore.) Ein Jahr später sah das bereits anders aus; die Liveaufnahmen aus dem The-Kids-Are-Alright-Film zeigen eine deutlich gemäßigt auftretende Band, die auf einen gewissen Chic achtete, auch musikalisch.

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    "Edle, freie Unbefangenheit bei Allem. ... Alle übrigen Vollkommenheiten sind der Schmuck unsrer Natur; sie aber ist der der Vollkommenheiten selbst. ... Sie ist mehr als Leichtigkeit, sie geht bis zur Kühnheit: sie setzt Ungezwungenheit voraus und fügt Vollkommenheit hinzu. Ohne sie ist alle Schönheit todt, alle Grazie ungeschickt: sie ist überschwenglich, geht über Tapferkeit, über Klugheit, über Vorsicht, ja über Majestät." (Baltasar Gracián) =>mehr<=
    #8627213  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 10,067

    Talk Talk – Spirit of Eden
    Noch nicht ganz so ausufernd und mit Gesang, dennoch eine Post-Rock-Steilvorlage.

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    Jan liest: 12.11. Berlin, Tristeza; Jan singt: 14.11. Nürnberg, Desi
    #8627215  | PERMALINK

    roseblood

    Registriert seit: 26.01.2009

    Beiträge: 7,085

    Da es gerade läuft…

    The Velvet Underground – Ocean

    Der erste Shoegazing-Track?

    Und zudem: The Velvet Underground – After Hours als erstes Twee-Pop-Lied.

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    #10922435  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,868

    Vielleicht ist hier ein passenderer Ort, um die entstandene Diskussion aus dem Roots-Thread weiterzuführen, sofern Interesse besteht. WD erwähnte in seinem Strang die Wichtigkeit der Stones-Single „Satisfaction“ für 1965. WildTiger antwortete, dass ohne diesen Track Punk nicht möglich gewesen wäre. Mir fielen sofort einige Tracks ein, die zu der Zeit meiner Meinung nach mehr Punk waren. Später wurde in die Runde geworfen, dass „Paint It, Black“ und „Sympathy For The Devil“ erst Gothic Rock ermöglicht hätten. Auch hier würde ich wieder den Finger heben wollen. Seid ihr ebenso der Meinung, dass die Stones mit „Satisfaction“ und der damit verbundenen Aussage sowie Statement, Punk begründeten?

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    #10922455  | PERMALINK

    go1
    Gang of One

    Registriert seit: 03.11.2004

    Beiträge: 4,430

    choosefruitWD erwähnte in seinem Strang die Wichtigkeit der Stones-Single „Satisfaction“ für 1965. WildTiger antwortete, dass ohne diesen Track Punk nicht möglich gewesen wäre. Mir fielen sofort einige Tracks ein, die zu der Zeit meiner Meinung nach mehr Punk waren. Später wurde in die Runde geworfen, dass „Paint It, Black“ und „Sympathy For The Devil“ erst Gothic Rock ermöglicht hätten. Auch hier würde ich wieder den Finger heben wollen. Seid ihr ebenso der Meinung, dass die Stones mit „Satisfaction“ und der damit verbundenen Aussage sowie Statement, Punk begründeten?

    Ich habe die Diskussion nicht verfolgt, auf die Du anspielst: Ist das wirklich so gesagt worden und bist Du sicher, dass es auch ganz ernst gemeint war? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Das wäre ein bisschen so, als würde man sagen, dass dieser oder jener Isar-Zufluss die Donau „begründet“. Bis zum Punk der späten 70er war es Mitte der 60er noch ein weiter Weg, mit vielen weiteren „Zuflüssen“ (Velvets, Stooges, Nuggets, Glam-Rock…). Freilich haben die Stones zu ihrer großen Zeit so viele andere Bands beeinflusst, dass man Spuren davon auch im Punk nachweisen kann. Ich glaube aber erstmal nicht, dass speziell „Satisfaction“ wichtiger war als beispielsweise „Gloria“ (von Them) – da würde ich gern mal eine Begründung hören, wenn das wirklich jemand behaupten wollte. (Ich vermute aber: Da wollte jemand sagen, dass Riff und Attitüde von „Satisfaction“ auch noch zehn, zwanzig Jahre später elektrisierend gewirkt haben.)

    Dass es Gothic Rock ohne „Paint It, Black“ und „Sympathy for the Devil“ nicht gegeben hätte, ist wahrscheinlich auch mit der Zunge in der Backe gesagt worden und nicht ernsthaft als These. Wenn man da zum Ursprung zurückgeht, findet man Bauhaus, Joy Division, Killing Joke und Siouxsie & The Banshees – und keiner dieser Acts war speziell auf die Stones als Inspirationsquelle angewiesen. Umgekehrt kann ich mir aber vorstellen, dass Goths mit diesen beiden Tracks etwas anfangen können (der Ex-Goth in diesem Forum, Bender Rodriguez, favorisierte bei den Stones allerdings Her Satanic Majesties Request, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt).

    --

    To Hell with Poverty
    #10922461  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,868

    Doch, doch, diese Aussagen sind in einem ernsten Rahmen gefallen. Ich werf mal den Startschuss der Diskussion als Zitat hier ein:

    WildTiger über „Satisfaction“
    Ich leg mich eventuell etwas aus dem Fenster, aber für mich steht fest, dass es ohne dieses „Manifest“ z.B. keinen Punk gegeben hätte, Fakt.

    Alles kann gern hier ab Seite 3 nachgelesen werden. Auch mit Begründung, warum es nach WildTiger ohne „Satisfaction“ keinen Punk gegeben hätte.

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    #10922467  | PERMALINK

    snowball-jackson

    Registriert seit: 09.11.2008

    Beiträge: 955

    Mein Goth Rock Einwurf in dortiger Diskussion war freilich nicht ganz ernst gemeint allein weil ich wild-tigers Erklärung nicht hundertprozentig teile. „Satisfaction“ war ein sehr einflussreicher Song definitiv, aber den Song als Ursprung der Punkbewegung anzuerkennen fällt mir sehr schwer und ich finde generell solche Aussagen naiv.

    zuletzt geändert von snowball-jackson

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    #10922495  | PERMALINK

    go1
    Gang of One

    Registriert seit: 03.11.2004

    Beiträge: 4,430

    choosefruitDoch, doch, diese Aussagen sind in einem ernsten Rahmen gefallen. Ich werf mal den Startschuss der Diskussion als Zitat hier ein:

    WildTiger über „Satisfaction“
    Ich leg mich eventuell etwas aus dem Fenster, aber für mich steht fest, dass es ohne dieses „Manifest“ z.B. keinen Punk gegeben hätte, Fakt.

    Alles kann gern hier ab Seite 3 nachgelesen werden. Auch mit Begründung, warum es nach WildTiger ohne „Satisfaction“ keinen Punk gegeben hätte.

    Ah, okay. Danke für den Hinweis. WildTigers Begründung geht ungefähr so: Essenz des Punk sei der Aufstand der Jugend, die ihrer Unzufriedenheit eine gesellschaftskritische Wendung gibt, gegen das Establishment – diese Haltung und Message habe „Satisfaction“ schon 1965 vorweggenommen. Das ist soweit verständlich (wenngleich einseitig), aber es begründet nicht die Behauptung, dass es ohne „Satisfaction“ keinen Punk gegeben hätte. Das ist etwas ganz anderes (war wohl unglücklich formuliert von WildTiger). Dafür müsste man unterstellen, dass keine andere Band die Lücke hätte füllen können, wenn irgendetwas die Stones daran gehindert hätte, „Satisfaction“ aufzunehmen – oder dass die Punks ohne das Vorbild aus den Sixties nicht imstande gewesen wären, diese Haltung einzunehmen. Nichts davon ist plausibel.

    --

    To Hell with Poverty
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