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otisAch so, man ist ein Ignorant von Kunst, wenn man Rauch ignoriert. Das hat was, das ist logisch. Wer Rauch nicht kapiert, versteht nichts von Kunst.
Bill hat den Finger schon in die rechte Richtung gestreckt, diese Nachgeburten des sozialistischen Realismus sind ästhetisch erschreckend. Nicht mehr sozialistisch und realistisch zwar, eher individualistisch und surreal, aber die Wurzeln sind die ähnlichen und das Ergebnis ist in jeder Hinsicht einfach nur banal.
Wie in der Musik und in der Literatur und in der Kinematographie so auch in der bildenden Kunst bleibt Schund Schund.@otis
sorry, aber das ist ein schlechter comment. Es macht mir keinen Sinn näher darauf einzugehen.--
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WerbungÜber otis` zweiten Absatz kann man sich streiten, mit dem ersten hat er denke ich genau den Finger in deine Wunde gelegt.
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Man hatte uns als Kindern das Ende der Welt versprochen, und dann bekamen wir es nicht.Blitzkrieg BettinaQuatsch. Alle die von dir aufgezählten Künstler sind dem selben Marktdruck unterworfen wie Musiker. Wo sollte denn da der Unterschied sein? Und so toll sind Rainer Fetting oder Georg Baselitz jetzt auch nicht…
@Blitzkrieg Bettina
Sorry auch hier: großer „Quatsch“ ist Deine Rede, alle von mir aufgezählten Künstler seien einem Marktdruck unterworfen wie Musiker. Die von mir genannten deutschen Maler zählen überwiegend zu den ‚Teuersten‘ und ‚Unbezahlbarsten‘ auf dem weltweit gehandeltem Kunstmarkt ! Grad das macht sie ja wiederum als erfolgreiche zeitgenössiche Künstler oft so ‚verhasst‘. (Wie offenbar auch Neo Rauch).
Es herrscht immer noch der verstaubte ‚van Gogh`Geist vor, ein wahrer Künstler sei nur der, der sich vergeblich sogar ein Ohr abschneidet:roll:.Ich sage und meine aber unverändert : der Gradmesser ihrer Art „freier
Kunst“ als Maler besteht darin, die Durchschaubarkeit von gesellschaftlicher Intoleranz und ihren Vorurteilen per bildlicher KUNST expotentiell zu entlarven und vorzuführen. Das und wenn darauf allergisch reagiert wird, ist ein Zeichen
dafür, daß ihre Bilder stark sind und exakt das angestrebte Aufsehen erregen. Über nix freut sich keiner mehr als der Maler !Nur von ‚Deppen‘ (und damit meine ich hier nun niemanden!!) kenne ich Anti-Kunst-Sprüche, die immer wieder gerne ein Beispiel preisgeben, es
wären irgendwann ‚Kunstbeflissene‘ auf Exponate reingefallen, von denen
es später hieß, die seien von einem ‚Schimpansen‘ hergestellt worden. Das
gleicht billigst HP’s berühmter „Hurz“-Persiflage kontra „avantgardistischer
Musik“.„FANS“ allgemein für KUNST dieser Art kann und wird es folglich auch nie
geben.--
Ich werf jetzt mal ne ganz böse These in die Debatte: Der Neid spielt eine Rolle. Ein Ostdeutscher darf keinen Erfolg haben – erst Recht nicht in Amerika. Wie steht Ihr dazu ? (Ist nicht von mir -sage ich gleich dazu).
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GefährlicheBohnenIch werf jetzt mal ne ganz böse These in die Debatte: Der Neid spielt eine Rolle. Ein Ostdeutscher darf keinen Erfolg haben – erst Recht nicht in Amerika. Wie steht Ihr dazu ? (Ist nicht von mir -sage ich gleich dazu).
Nein, das ist abwegig. Wer z.b. allein die biographischen Hintergründe von Gerhard Richter kennt, stellt solche Thesen nicht mehr auf.
Die „Wiedervereinigung“ liegt bekanntlich 20 Jahre zurück, sodaß dito unzutreffend wird, in die Neid-Kategorie „Ostdeutsche“ oder „USA“ noch zurückzugreifen. Es gibt die „Dokumenta“ in Kassel, die ART Basel oder die Biennale Venedig. Seit 1990 wurden sie auch für Kunst aus dem „Osten“ zugänglich. Also seit 20 Jahren !Mittlerweile sprengen vor allem Künstler/Innen aus CHINA den internationalen
Kunstbetrieb, sodaß noch gestriger anzunehmen bleibt, es gäbe unter uns ‚Deutschen‘ einen „Neid“ gegenüber „Ostdeutschen“, die erst in Amerika Erfolg hätten.
Nichts für ungut@GefährlicheBohnen, aber der ~Markt~, auf dem auch
N.Rauch erfolgreich mitspielt, ist längst aus den ‚Kinderschuhen‘ raus.--
SatieeNein, das ist abwegig. Wer z.b. allein die biographischen Hintergründe von Gerhard Richter kennt, stellt solche Thesen nicht mehr auf.
Die „Wiedervereinigung“ liegt bekanntlich 20 Jahre zurück, sodaß dito unzutreffend wird, in die Neid-Kategorie „Ostdeutsche“ oder „USA“ noch zurückzugreifen. Es gibt die „Dokumenta“ in Kassel, die ART Basel oder die Biennale Venedig. Seit 1990 wurden sie auch für Kunst aus dem „Osten“ zugänglich. Also seit 20 Jahren !Mittlerweile sprengen vor allem Künstler/Innen aus CHINA den internationalen
Kunstbetrieb, sodaß noch gestriger anzunehmen bleibt, es gäbe unter uns ‚Deutschen‘ einen „Neid“ gegenüber „Ostdeutschen“, die erst in Amerika Erfolg hätten.
Nichts für ungut@GefährlicheBohnen, aber der ~Markt~, auf dem auch
N.Rauch erfolgreich mitspielt, ist längst aus den ‚Kinderschuhen‘ raus.Nun, ich rede weniger vom Markt als vom „Average“-Rezipienten von Kunst. Man sieht ja hier an einigen Statements, welchen engen, kleinkarierten Kunstbegriff einige haben. Kunst und Kommerz – oh welche Sakrileg !
Dabei ist das sowas von normal: Rembrandt und andere Maler haben bereits im Barock lediglich ihre Unterschrift auf die damals populären Genrebilder (die ja jeder einigermaßen reiche Kaufmann haben wollte) gesetzt und es wurde gut verkauft. Dabei stammte es nur aus der Werkstatt. Das kann man gern weiter zurückverfolgen.
Nur weil Rauch große poppige Bilder malt und gut verkauft, ist das also Luschi-Kunst. Und er verbrät auch noch schön die Ikonographie des soz. Realismus. Das ist vielen fremd, und deshalb allein wird es schon abgelehnt, so meine persönliche These.
(Ich habe die Ausstellung gesehen und ich finde, Rauch macht das sehr subtil.)
Auf den chinesischen Kunst- und Musikmarkt bin ich sehr gespannt. Ich denke, da kommt noch viel auf uns zu. China öffnet sich immer mehr.
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Ich glaube nicht, dass es eine große Rolle spielt woher ein Künstler kommt bzw. welchen politisch/gesellschaftlichen Background er hat.
Mir sind die Bilder von Rauch ziemlich egal. Jedoch, sie gefallen mir nicht. Ich finde sie aufdringlich und kitschig. Und ich finde es schade, dass sie im RS so viel Raum einnehmen.
Vom Marktwert auf künstlerische Bedeutung oder gar Qualität zu schließen, halte ich für äußerst gewagt.
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Sorry auch hier: großer „Quatsch“ ist Deine Rede, alle von mir aufgezählten Künstler seien einem Marktdruck unterworfen wie Musiker. Die von mir genannten deutschen Maler zählen überwiegend zu den ‚Teuersten‘ und ‚Unbezahlbarsten‘ auf dem weltweit gehandeltem Kunstmarkt ! Grad das macht sie ja wiederum als erfolgreiche zeitgenössiche Künstler oft so ‚verhasst‘. (Wie offenbar auch Neo Rauch).
Es herrscht immer noch der verstaubte ‚van Gogh`Geist vor, ein wahrer Künstler sei nur der, der sich vergeblich sogar ein Ohr abschneidet:roll:.Glaub mir von dem Van-Gogh-Geist bin ich auch genervt, ich bin selber bildender Künstler und hätte kein Problem damit einmal kommerziellen Erfolg mit meinen Arbeiten zu haben.
Mir ging es eher darum dass du jedem der sich in diesem Thread abfällig über Neo Rauch geäussert hat, komplettes Kunstverständnis abgesprochen hast, als ob du die Deutungshoheit gepachtet hast.
Neo Rauch ist auch in Künstlerkreisen durchaus umstritten, und ich denke dass auch einige der User die sich in diesem Thread über Rauch geäussert haben, etwas Ahnung von Malerei haben.
Stammtischsprüche alà „Das kann doch jeder Schimpanse malen“ kamen hier jedenfalls noch nicht vor.--
Man hatte uns als Kindern das Ende der Welt versprochen, und dann bekamen wir es nicht.GefährlicheBohnenNun, ich rede weniger vom Markt als vom „Average“-Rezipienten von Kunst. Man sieht ja hier an einigen Statements, welchen engen, kleinkarierten Kunstbegriff einige haben. Kunst und Kommerz – oh welche Sakrileg !
Wer hat hier gesagt, dass sich Kommerz und Kunst ausschließen? Namen, bitte.
GefährlicheBohnen
Dabei ist das sowas von normal: Rembrandt und andere Maler haben bereits im Barock lediglich ihre Unterschrift auf die damals populären Genrebilder (die ja jeder einigermaßen reiche Kaufmann haben wollte) gesetzt und es wurde gut verkauft. Dabei stammte es nur aus der Werkstatt. Das kann man gern weiter zurückverfolgen.Ja, mach mal. Natürlich waren Künstler immer schon kommerziell, man musste ja überleben. Dazu gehörte auch, dass man unwesentliche Teile von Schülern und Angestellten malen ließ. Aber da wo Rembrandt draufsteht, ist auch Rembrandt drin – er hatte die Konzeption und Endkontrolle. Zum zweiten ist das doch gar nicht die Frage: Bilder an denen ein Künstler nicht mitgearbeitet hat, werden identifiziert, fertig. Dann ist das eben kein Bild von Dali, sondern nur seine Unterschrift. Das ist aber bei der Diskussion um Rauch nirgendwo Thema gewesen und hat auch wenig mit der „Kommerzialität“ von Künstlern zu tun, sondern mit Arbeitsbedingungen.
GefährlicheBohnen
Nur weil Rauch große poppige Bilder malt und gut verkauft, ist das also Luschi-Kunst. Und er verbrät auch noch schön die Ikonographie des soz. Realismus. Das ist vielen fremd, und deshalb allein wird es schon abgelehnt, so meine persönliche These.Rauch ist eben der aktuell Hype, verständlich auch für die, die sich früher einen röhrenden Hirschen über das Sofa hängten, bevor der von Monets Seerosen abgelöst wurde. Das ist vielen bekannt, [sic] und deshalb allein wird es schon angelehnt, so meine persönliche These.
GefährlicheBohnen
(Ich habe die Ausstellung gesehen und ich finde, Rauch macht das sehr subtil.)Auf den chinesischen Kunst- und Musikmarkt bin ich sehr gespannt. Ich denke, da kommt noch viel auf uns zu. China öffnet sich immer mehr.
Binsenweisheit. Aber zur Entstehung von Kunst gehört ein bisschen mehr als nur Öffnung.
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If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.Blitzkrieg Bettina
Neo Rauch ist auch in Künstlerkreisen durchaus umstritten, und ich denke dass auch einige der User die sich in diesem Thread über Rauch geäussert haben, etwas Ahnung von Malerei haben.
Das ist wohl sehr richtig. Auch ist er umstritten im Zusammenhang mit seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule (die er ja jetzt nicht mehr macht).
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GefährlicheBohnen
Auf den chinesischen Kunst- und Musikmarkt bin ich sehr gespannt. Ich denke, da kommt noch viel auf uns zu. China öffnet sich immer mehr.
Interessanterweise steckt in Bildern von chinesischen Künstlern – die ja noch in einer Diktatur leben – viel mehr Reflexion und auch versteckte Provokation als in denen Ostdeutscher.
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Man hatte uns als Kindern das Ende der Welt versprochen, und dann bekamen wir es nicht.lathoWer hat hier gesagt, dass sich Kommerz und Kunst ausschließen? Namen, bitte.
Es ist hier gesagt worden, dass Rauch ein „Kunstgewinnler“ sei und seine Kunst wurde als Kitsch und Abklatsch niedergemacht. In dem Zusammenhang habe ich das so aufgefaßt.
Es kann ja jeder seine eigene Meinung zu dem Künstler haben, das ist mir ziemlich egal. Aber er ist kein „Kunstgewinnler“, nur weil er Erfolg hat.
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Schier grotesk, was Satiee oben zusammenschreibt.
Her damit, wer hat das Ohr von van Gogh?GefährlicheBohnen
Es kann ja jeder seine eigene Meinung zu dem Künstler haben, das ist mir ziemlich egal. Aber er ist kein „Kunstgewinnler“, nur weil er Erfolg hat.Nein, deswegen nicht. Sondern, weil er Gewinn aus der partiellen Desorientiertheit der Geldgeber zieht.
Mikko Und ich finde es schade, dass sie im RS so viel Raum einnehmen.
Nur das ist der Grund, warum ich mich hier so vehement einmische.
Rauch ist mir völlig egal. Möchte nur nichts mit ihm und seiner Ästhetik zu tun haben.--
FAVOURITESDie Bilder von Rauch, die im und auf dem Stone zu sehen waren, sprechen mich auch nicht sonderlich an, aber ich fand den Artikel absolut okay, immerhin beinhaltet er auch einen gewissen Musikbezug. Artikel wie diese interessieren mich jedenfalls mehr als Mode-Photostrecken mit Band als Klamottenaugust. Popshopping mit BvSB bitte beibehalten, ob nun mit oder ohne Kassenbon!
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Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage BlueotisHer damit, wer hat das Ohr von van Gogh?
soll ja in Spanien gesichtet worden sein
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out of the blue -
Schlagwörter: Mai 2010, Rolling Stone
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