Lost In The Sound

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  • #10902905  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,974

    Vielleicht hatten manche es an anderer Stelle gelesen und erinnern sich, dass ich vor wenigen Wochen ein Mixtape aufgenommen hatte. Ein Mixtape mit Musik, die ich auch erst in den letzten Wochen und Monaten entdeckte, aber seitdem auf Dauerschleife läuft. Unbekannte Acts, von denen es manche noch pflegen, ihre Musik ausschließlich auf Kassette zu veröffentlichen. Und genau dieses verspulte Bild ist auch ein Stilmittel. Vieles LoFi aus den Bereichen Surf, Post Punk, Cold Wave, Goth, Shoegazing, Bedroom Pop. Und ich mag die Musik gern in diesem Thread vorstellen, da nahezu kein Act, sofern ich der Suchmaschine vertrauen kann, im Forum schon thematisiert wurde.

    Die meisten Plays in den letzten 3 Monaten hat Castlebeat. Das 2018er Album „VHS“ war vor allem Ende August und Anfang September meine Droge. Die letzten warmen Sommersonnenstrahlen werden mit Jingle-Jangle-Surfgitarren, treibenden Bassläufen und verträumten Melodien eingefangen.


    Castlebeat – „I Follow“ (LP „VHS“, 2018)


    Castlebeat – „Dreamgaze“ (LP „Castlebeat“, 2016)

    Eine Band, die ich hingegen erst diesen Monat für mich entdeckte, ist Pity Party (Girls Club). Vor 5 Jahren noch stark einem Punk- und DIY-Sound verfallen, sind die neuen Veröffentlichungen vielmehr Bedroom Pop.


    Pity Party (Girls Club) – „Slumped“ (EP „Tired“, 2014)


    Pity Party (Girls Club) – „I Hope You’re Doing Okay“ (LP „Healing Process“, 2018)

    Nun wird es dunkler. This Cold Night ist ein Ein-Mann-Projekt und mit das Beste aus dem Bereich Goth und Cold Wave der letzten Jahre.


    This Cold Night – „First Class Citizen“ (EP „That Which I Cannot Control“, 2014)


    This Cold Night – „Black Cathedral“ (EP „While I Disappear“, 2016)

    Bald mehr.

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    #10942919  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,974

    Dann möchte ich nach einiger Zeit erneut Musik in den Raum werfen. Über die Musik der Band Jurassic Shark bin ich erst vor kurzem gestolpert. Auch wenn der Name in meinem Gesuche schon früher auftauchte, hörte ich erst vor gut einer Woche in die Gruppe hinein. Jurassic Shark ist eine vierköpfige Band aus Kalifornien. Ihre erste EP erschien 2014, aus welcher ich auch die folgenden zwei Stücke verlinke. DIY-Rotzigkeit meets Surf. Hat mich sofort die Wellen mitreiten lassen. Und die Lead-Gitarre weint wundervoll durch die Lieder.


    Jurrasic Shark – „Summer“ (EP „Miracle“, 2014)


    Jurrasic Shark – „Miracle“ (EP „Miracle“, 2014)

    Der nächste in der Runde ist Nick Rattigan, vorrangig mit seinem Projekt Current Joys. Noch unter dem Namen TELE/VISIONS erschien 2012 sein Debütalbum. Irgendwo zwischen Indie, New Wave und Bedroom Pop dürfte sein Klangbild liegen, seine unverwechselbare Stimme aber auch die Verletzlichkeit im Sound lassen die Musik jedoch nicht nach einem Abklatsch klingen. Auf last.fm schrieb eine Userin passend „I’m always crying while I’m listening to you Nicholas“. Und ja. Musik für losende Liebende. Verliebt.


    TELE/VISIONS – „Televisions“ (LP „Wild Heart“, 2012)


    Current Joys – „Kids“ (Single „Kids“, 2015)

    So listen up you kids
    And here what I say
    Don’t listen to your brain
    And follow your dreams

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    #11387685  | PERMALINK

    jesseblue
    viertnick.

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 1,876

    HighSchool sind aus Melbourne. Drei Singles/Tracks wurden seit dem letzten Jahr veröffentlicht und die erste EP steht in den Startlöchern. Sehr von The Smiths sowie anderen Zutaten aus den 80s beeinflusst. Ihr neuester Track „De Facto“ erschien erst gestern. Etwas dunkler als die ersten beiden Veröffentlichungen und mit einer Brise The Cure. Sü-per!

    Hatten wir nicht auch einmal einen Thread, in welchem die heißesten Acts vorgestellt werden? HighSchool wäre meine Nominierung.

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    #11441749  | PERMALINK

    go1
    Gang of One

    Registriert seit: 03.11.2004

    Beiträge: 5,456

    Martin, ich hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn ich Deinen Thread mit einem Hinweis entere: Heute ist Inked in Red erschienen, das Debütalbum von Vision Video, einer Band aus Athens, Georgia, die auf den Spuren von Joy Division, New Order und The Cure unterwegs ist, was ich ja grundsätzlich sympathisch finde – ich dachte mir, das passt hierher.

    Der Titeltrack hätte vom Sound her ein guter The Cure-Song werden können, ist inhaltlich aber eine persönliche Sache: Dusty Gannon, der Sänger, war als Soldat in Afghanistan, was ihn ziemlich mitgenommen hat, und singt hier über die Nachwirkungen dieser Erfahrung.

    Wer Kunstblut sehen möchte, macht dann mit „Comfort in the Grave“ weiter, in dem Emily Fredock die Lead-Stimme übernimmt:

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    To Hell with Poverty
    #11548165  | PERMALINK

    jesseblue
    viertnick.

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 1,876

    Natürlich nicht. Und „Inked In Red“ finde ich auch gar nicht übel.

    Mir ist aufgefallen, dass so manche Musik, die in den letzten zwei Jahren mein musikalisches Tagebuch bestimmte, mittlerweile gar nicht mehr den Nischensektor wie einst bedient. TikTok dürfte wohl das ein oder andere Stück bekannt(er) gemacht haben. Beispiele wären:

    Молчат Дома – Судно (88,7 Millionen Plays auf Spotify)
    Surf Curse – Freaks (184,9 Millionen Plays auf Spotify)
    Current Joys – New Flesh (113,1 Millionen Plays auf Spotify)
    awfultune – I Met Sarah In The Bathroom (89,2 Millionen Plays auf Spotify)
    Eyedress – Jealous (104,3 Millionen Plays auf Spotify)
    Yot Club – YKWIM? (63,8 Millionen Plays auf Spotify)

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