Jazzbücher

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  • #2195883  | PERMALINK

    stefane
    Rainmaker

    Registriert seit: 24.07.2006

    Beiträge: 4,862

    @vega:

    Zu Monk empfehle ich Dir als deutschsprachigen Titel:
    Thomas Fitterling – Thelonius Monk – Sein Leben. Seine Musik. Seine Schallplatten.

    Ist 1987 erschienen im OREOS-Verlag; ist natürlich nur noch antiquarisch zu bekommen, müßte aber noch einigermaßen zu finden sein.
    [ISBN 978-3-923657-14-8]

    Auch die anderen Jazzbiographien im OREOS-Verlag finde ich durchgehend gelungen.

    Anbei noch ein Link zum ISBN-Verzeichnis und zu einer Gesamtübersicht der Jazzbücher im OREOS-Verlag.

    --

    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #2195885  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    stefane@Vega:

    Zu Monk empfehle ich Dir als deutschsprachigen Titel:
    Thomas Fitterling – Thelonius Monk – Sein Leben. Seine Musik. Seine Schallplatten.

    Ist 1987 erschienen im OREOS-Verlag; ist natürlich nur noch antiquarisch zu bekommen, müßte aber noch einigermaßen zu finden sein.
    [ISBN 978-3-923657-14-8]

    Auch die anderen Jazzbiographien im OREOS-Verlag finde ich durchgehend gelungen.

    Anbei noch ein Link zum ISBN-Verzeichnis und zu einer Gesamtübersicht der Jazzbücher im OREOS-Verlag.

    Grüße
    Stefane

    Danke für die Tipps! Habe schon 3 Bücher von diesen Verlag und sie sind alle informativ.

    --

    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #2195887  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 20,072

    Vega4Ich suche eine empfehlenswerte Lektüre über […] Cecil Taylor

    Im sehr informativen und lesenswerten Band „Free Jazz“ (Wolke Verlag, neue Auflage von 2002, ISBN 3936000093) widmet Ekkehard Jost dem Pianisten ein eigenes Kapitel, welches für einen ersten Überblick sehr geeignet ist.

    Außerdem wirst du noch in A.B. Spellmans „Four Lives In The Bebop Business“ fündig, da er auf ihn ein Hauptaugenmerk richtet. Gelesen habe ich den Band allerdings noch nicht, so dass ich dir wenig zum Inhalt sagen kann.

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #2195889  | PERMALINK

    vega4

    Registriert seit: 29.01.2003

    Beiträge: 8,667

    atomIm sehr informativen und lesenswerten Band „Free Jazz“ (Wolke Verlag, neue Auflage von 2002, ISBN 3936000093) widmet Ekkehard Jost dem Pianisten ein eigenes Kapitel, welches für einen ersten Überblick sehr geeignet ist.

    Außerdem wirst du noch in A.B. Spellmans „Four Lives In The Bebop Business“ fündig, da er auf ihn ein Hauptaugenmerk richtet. Gelesen habe ich den Band allerdings noch nicht, so dass ich dir wenig zum Inhalt sagen kann.

    Danke für die Tipps! Werde mir wohl beide Bänder kaufen…

    --

    Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Kraus
    #2195891  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,164

    Kein Buch aber trotzdem jede Menge zu lesen, ich hab heute morgen zum ersten Mal bewusst das Archiv der britischen Zeitschrift Gramophone wahrgenommen, für Klassikfans mag das ein noch größerer Schatz sein – jedenfalls sind auch die Jazzrezensionen überaus lohnend, es müssen tausende sein, die bis in die zwanziger, dreißiger Jahre zurückgehen, nicht alle sind gleich gut, aber die besten sind exzellent…

    Exemplarisch:
    Roland Kirk – Kirk’s Works
    Noah Howard – The Black Ark
    Miles Davis – Budo/Move

    (die Art wie die Artikel angezeigt werden ist eine mittlere Krankheit, man kann sich wohl registrieren und die Scans direkt sehen, dann auch Artikel korrigieren…)

    --

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    #2195893  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,164

    gypsy tail wind erinnerte mich grad, dass folgende grandiose Zeitschrift online gelesen werden kann:

    The Jazz Review

    die Zeitschrift, die nur für vier Jahre existierte (1959-61) war scheinbar als eine anspruchsvollere Alternative zu Downbeat etc konzipiert, online stehen zur Zeit die Jahre 1958 und 1959… die Autoren gehören zu den besten Jazzjournalisten jener Zeit, viele klassische Artikel sind hier erschienen, um nur mal zwei herauszugreifen:
    das erste Heft enthält Gunther Schullers berühmten Artikel über Sonny Rollins Blue Seven Solo. Heft 2(8) enthält Francois Postifs Lester Young Interview, eines von nur zwei existenten Interviews mit Young [das andere ist übrigens von Chris Albertson – beides Europäer…]; aber es gibt noch sehr viel mehr zu entdecken, in letzterem Heft etwa einen langen Artikel „Introducing Steve Lacy“ und einen Artikel in denen Bartoks Thesen über Volksmusik auf den Jazz übertragen werden…

    --

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    #2195895  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 60,211

    Ja, hab mich auch heute morgen erst wieder dran erinnert, gelesen hab ich noch nichts… muss mir das alles mal ausdrucken, lese höchst ungern längere Texte am Bildschirm.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #128: Neuheiten aus dem Archiv - 8.2., 22:00–23:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #2195897  | PERMALINK

    clasjaz

    Registriert seit: 19.03.2010

    Beiträge: 1,962

    Die Zeitschrift ist aber wirklich eine schöne Fundgrube! Da werde ich gleich den Bartók-Artikel von Finkelstein lesen. Auch die Reviews finde ich sehr interessant (Schuller über Taylor, Taylor über Coltrane, ein Coltrane-Interview) – da gibt es für mich viel, viel zu entdecken. Herzlichen Dank für den Hinweis!

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    #2195899  | PERMALINK

    icculus66

    Registriert seit: 09.01.2007

    Beiträge: 1,977

    Frage an die Freunde von Freejazz/Improv. Habe gerade das neue Blättchen
    von Medium Music Books durchgeblättert. Dort wird gerade ein Reprint von
    Amiri Baraka (LeRoi Jones) – Black Music für Euro 15,90 angeboten. Vgl. auch
    http://www.mediumbooks.de/ybt/produkt.php?sID=b2b226faba7565a4d6e192cfeecbb80d&id=3731&ref=list&pos=&wg=
    (auf der Website also nur Euro 14,90).

    Hat das jemand? Ist das was?

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    #2195901  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,164

    ich find das Buch große Klasse, eins meiner zwei drei liebsten Jazzbücher, obwohl Freejazz nicht meine „Kernkompetenz“ ist, Barakas Artikel aus der damaligen Zeit sind dort gesammelt, man kriegt irgendwie viel vom „Spirit“ mit; „Last night black fire ignited a cellar in Newark“, „Albert Ayler is the dynamite sound of our time“… sind die Anfänge von zwei Artikeln, die – find ich – einen ganz guten EIndruck geben… kein Nachschlagewerk, da etwas tendentiös (Baraka vergisst zB nie drauf hinzuweisen, wenn irgendwo Weiße mitspielen, wie schlecht sie es machen…) und nicht sehr breit; aber ich find es super zu lesen… (Artikel über COltrane, Shepp, Ayler, Jazzavantgarde, weiße Kritiker… mehr fällt mir grad nicht ein); Preis würd ich mit amazon abgleichen, ich find es lohnt…

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    #2195903  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 43,864

    Was sind denn Deine übrigen liebsten Jazzbücher?

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #2195905  | PERMALINK

    icculus66

    Registriert seit: 09.01.2007

    Beiträge: 1,977

    redbeansandriceich find das Buch große Klasse, eins meiner zwei drei liebsten Jazzbücher, obwohl Freejazz nicht meine „Kernkompetenz“ ist, Barakas Artikel aus der damaligen Zeit sind dort gesammelt, man kriegt irgendwie viel vom „Spirit“ mit; „Last night black fire ignited a cellar in Newark“, „Albert Ayler is the dynamite sound of our time“… sind die Anfänge von zwei Artikeln, die – find ich – einen ganz guten EIndruck geben… kein Nachschlagewerk, da etwas tendentiös (Baraka vergisst zB nie drauf hinzuweisen, wenn irgendwo Weiße mitspielen, wie schlecht sie es machen…) und nicht sehr breit; aber ich find es super zu lesen… (Artikel über COltrane, Shepp, Ayler, Jazzavantgarde, weiße Kritiker… mehr fällt mir grad nicht ein); Preis würd ich mit amazon abgleichen, ich find es lohnt…

    Danke! Habe das Buch bestellt.

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    #2195907  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,164

    nail75Was sind denn Deine übrigen liebsten Jazzbücher?

    nach reiflicher Überlegung einen geteilten ersten und einen geteilten zweiten:

    Platz 1 an
    Amiri Baraka – Black Music
    Ted Gioia – West Coast Jazz

    zu Black Music hab ich ja grad schon was gesagt – dadurch, dass Baraka genauso Journalist ist wie vielleicht der wichtigste Dichter jener Szene, ist das wohl das ein enorm lebendiges Portrait der ersten Jahre des Free Jazz. Zu West Coast Jazz hatte ich ja auch kürzlich was gesagt, ein sehr ganzheitliches Bild des Jazz an der Westküste ca 1945-1960, nicht nur das was üblicherweise „West Coast Jazz“ heißt; überwiegend als eine Serie von kurzen Künstlerportraits (ca 20 Seiten) aufgebaut, bekannte (aber wie die ganze Szene trotzdem im Vergleich zu ihrem damaligen Ruhm vergessene) West Coast Jazzer wie Shorty Rogers, Dave Brubeck, Baker/Mulligan; obskurere West Coast Jazzer wie Bob Graettinger… und dann auch die Musiker, die man oft unter „Black California“ subsummiert, Teddy Edwards, Harold Land, Dupree Bolton, die frühen Jahre von Mingus und Ornette…einfach ein sehr gut recherchiertes Buch, das klasse geschrieben ist, und die vielen ostküstenzentrierten Bücher ergänzt… das andere Buch zum Thema (Robert Gordon) hab ich allerdings nicht gelesen… wie gesagt, als Teaser ist der Dupree Bolton Artikel auf Gioia’s lohnender Website www.jazz.com geeignet…

    Platz 2 an

    A. J. Albany – Lowdown: Junk, Jazz and Other Fairytales from Childhood
    Jeroen de Valk – Chet Baker. His Life and Music

    Albany ist die Tochter des Pianisten Joe Albany. Lowdown ist eine Autobiografie ihrer ersten 15 Jahre… ziemlich komplementär zu Art Peppers Straight Life – in Straight Life kann man sich eine der Geschichten, wie Männer sie gelegentlich erzählen, „ich war mehrere Wochen von meiner Frau getrennt, bin damit so schlecht zurechtgekommen, dass ich fremd gehen musste, das hat mich so wahnsinnig belastet, dass ich an Heroin einfach nicht vorbeikam“ auf ein paar hundert Seiten ausgewalzt durchlesen… man mag das Ehrlichkeit nennen, ich find Narzissmus greift auch ganz gut… Albany wuchs in einem solchen Haushalt auf… es ist so ein Buch, dass mir wahrscheinlich zu deprimierend gewesen wäre, wenn ich nicht gewusst hätte, die Autorin lebt noch und kann die Dinge so humor- und liebevoll sehen, wie sie sie offenbar sieht… Zahnpasta zum Abendbrot, pädophile Clowns als Babysitter, die Geschichte windet sich von einer Katastrophe zu nächsten… Albany ist offensichtlich einer sehr sehr begabte Schriftstellerin, alles sehr plastisch, man schmeißt sich immer wieder weg vor lachen; das Buch ist nur halb so lang wie Straight Life… und ich find die Perspektive des Kindes um ein vielfaches sympathischer als die des Künstlers selber… Musik kommt naturgemäß ein bißchen kurz – das ist bei Straight Life nicht viel anders – aber man kriegt ein ziemlich gutes Bild davon, was für Menschen die Musiker des Bebop waren… auch hier gilt, dass ich zwei hochgelobte Bücher aus dem Umkreis noch nicht gelesen hab: Hampton Hawes
    Autobiografie und „Death of a Bebop Wife“ von Grange Rutan, Al Haigs dritte Frau spekuliert über den Tod von Al Haigs vierter Frau…

    zu de Valk hatt ich mich ja auch schon geäußert, toller Rundumschlag, der gleichermaßen Gewicht auf Biografie/Musik legt, und – bei Baker beides wichtig und nicht leicht – aus meiner Sicht die Verklärung/Sensationalismus Balance und die frühe Karriere/späte Karriere Balance ganz hervorragend trifft, mit vielen Interviews wird Baker in einem Maße plastisch, dass ich nicht für möglich gehalten hätte…

    ________
    bisher leider nur in Ausschnitten gelesen und bestimmt super:
    Val Willmer – As Serious as your Life
    George Lewis – A Power Stronger Than Itself

    mit Behrendts Jazz-Buch bin ich irgendwie durch, kann es wohl nicht mehr ganz fair sehen, war sehr sehr wichtig für mich als Jugendlicher, mittlerweile seh ich manches anders als er, viele Passagen kann ich aber immer noch auswendig… was ganz faszinierend ist an dem Buch (wenigstens an der Ausgabe von 1989) ist, dass hier nicht (wie fast schon üblich) so getan wird, als sei der Jazz irgendwann (zB) 1972 im wesentlichen stehengeblieben und alles danach minderwertig [seh ich ja selbst ein bißchen so], stattdessen wird die ganze Geschichte durch die 70er und 80er detaillierter und positiver als üblich in solchen Büchern miterzählt, quasi als wärs „per aspera ad astra“…

    --

    .
    #2195909  | PERMALINK

    alexischicke

    Registriert seit: 09.06.2010

    Beiträge: 1,776

    Liest ihr selber viel Bücher über Jazz?

    --

    #2195911  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 11,164

    alexischickeLiest ihr selber viel Bücher über Jazz?

    andere Bücher les ich jedenfalls so gut wie gar nicht mehr; bin mit As Serious As Your Life mittlerweile durch, nicht ganz so restlos begeistert wie erhofft, hohe Erwartungen und sicher kein schlechtes Buch, aber ich fands irgendwie ein bißchen durcheinander und hab es glaub ich auch irgendwie nicht richtig verstanden (die soziologische Seite der Dinge, die dort immer mitgeschleppt wird… und über manches hatte ich anderswo glaub ich schon bessere Texte gelesen, Sun Ra, AACM… das Ayler Kapitel gefiel mir glaub ich am besten (und es ist großartig, kannt ich allerdings schon aus dem Buch zur Holy Ghost Box)… und das Kapitel über die Rolle der Frau war auf jeden Fall mal ein neuer Aspekt für mich… (Kennt eigentlich jemand „How I Became Hettie Jones“, empfehlenswert?))

    und dann bin ich jetzt halb durch die Autobiografie von David Allyn durch… auch das chaotisch und bestürzend, aber es gibt viele Ausblicke in die Abgründe von allem möglichen und eine Menge zu Lachen…

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