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Die Band ist wirklich Klasse und Pierce in der Tat sowieso total unterschätzt… Aber nicht so unterschätzt wie…:

Bobby Henderson – A Home in the CloudsIch hab heut Nacht geträumt ich würde in den Laden kommen, und die Platte sei weg… War dann zum Glück nicht so… das Pug Horton Album, ebenfalls Buchstabe H, auch ein Leo Meierdorff Cover, hatte tatsächlich wer anders genommen (und das Earl Hines Album mit Jonah Jones und Meierdorff Cover steht bislang noch da…). Aber ich musste, nachdem ich letzte Woche neugierig geworden war, auch erstmal lesen, wer Henderson ist… 1934 kurzzeitig mit Billie Holiday verlobt… Als 1943 Fats Waller starb, dachten manche, Henderson sei sei Nachfolger… Nur um erkennen zu müssen, dass keiner mehr wusste, wo Hendersom eigentlich war… In den 50ern gab es ein kleines Comeback, 1969 kurz vor seinem Tod ein zweites, aus dem dieses Piano Solo Album stammt… Und es ist genau so super wie erhofft…
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Das Comeback von Denny Zeitlin und Charlie Haden noch im Vollbesitz seiner Kräfte ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)@vorgarten

shepp, blasé & yasmina „revisited“, 1969
(…) was ich an surrealismus in der lila eule vermisst habe, ist hier mit händen zu greifen, burrell hämmert 10 minuten den gleichen akkord, dazu kommen mundharmonikas ins spiel, favors und philly joe jones klingen hier wie ein gastspiel des sun ra arkestras, und shepps solo auf „sophisticated lady“passt unbedingt auf den schmusesaxofon-sampler, den friedrich bestimmt längst in produktion hat. so viel hipness aus störrischem eigensinn.
(…)„Kuscheljazz“ wäre auch ein schöner Titel.
Tatsächlich ist eine entsprechende Playlist in Arbeit, wobei ich den Fokus nicht so sehr auf Schmusigkeit lege, sondern auf die individuelle Sinnlichkeit des Klanges von Musikern wie Coleman Hawkins, Benny Carter, Lester Young, Johnny Hodges, Ben Webster und Don Byas oder Harry Edison und Charlie Shavers – wobei der ein oder andere davon durchaus auch mal packend und ruppig werden konnte. Ich hatte ja schon laut darüber nachgedacht, dass es prä-Bop offenbar eine Ästhetik gab, in der Sentimentalität hoch im Kurs stand. Danach kam die zwar etwas aus der Mode, aber verschwand auch niemals ganz. Wie offenbar bei Archie Shepps Solo auf Sophisticated Lady.
Apropos Duke Ellington und Sentimentalität. In der Radiosendung „Was sind eigentlich sentimentale Gitarren, Andrew Pekler?“ denkt eben dieser Elektroniktüftler – und Elektronik vebindet man ja auch nicht zuvorderst damit – laut über Sentimentalität in der Musik nach, spielt als eines seiner Lieblingsstücke In A Sentimental Mood von Ellington & Coltrane („Wunderschön!“) und betont – so meine ich mich zu erinnern – dass das Wort „sentimental“ im Amerikanischen nicht den Beiklang des Kitsches hat.
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“There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.” (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
OSCAR PETERSON – Blues Etude
Höre das Album wieder gerade via YT. Empfehlung für Fans von Louis Hayes.
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redbeansandriceDie Band ist wirklich Klasse und Pierce in der Tat sowieso total unterschätzt… Aber nicht so unterschätzt wie…:

Bobby Henderson – A Home in the Clouds
Ich hab heut Nacht geträumt ich würde in den Laden kommen, und die Platte sei weg… War dann zum Glück nicht so… das Pug Horton Album, ebenfalls Buchstabe H, auch ein Leo Meierdorff Cover, hatte tatsächlich wer anders genommen (und das Earl Hines Album mit Jonah Jones und Meierdorff Cover steht bislang noch da…). Aber ich musste, nachdem ich letzte Woche neugierig geworden war, auch erstmal lesen, wer Henderson ist… 1934 kurzzeitig mit Billie Holiday verlobt… Als 1943 Fats Waller starb, dachten manche, Henderson sei sei Nachfolger… Nur um erkennen zu müssen, dass keiner mehr wusste, wo Hendersom eigentlich war… In den 50ern gab es ein kleines Comeback, 1969 kurz vor seinem Tod ein zweites, aus dem dieses Piano Solo Album stammt… Und es ist genau so super wie erhofft…Schön! Ich hab den die letzten Monate tatsächlich hie und da gehört, weil er auf unterschiedlichen Vanguard-Sessions auftaucht, die ich teils im Kontext unserer Vocal-Jazz-Beschäftigung wieder gehört oder nachgekauft hatte. Vom 1957 aufgenommene Solo-Album „A Handful of Keys“ habe ich 7 der 10 Stücke auf der Compilation-CD „Key One Up“ (da ist auch die ganze 1954er 10″ „Sir Charles Thompson Quartet“ sowie der knapp grössere Teil von „Jo Jones Plus Two“ drauf, dem 1958er Trio-Album mit Ray Bryant … das Jones-Album wird in der Reihe anderswo komplettiert, das von Henderson leider nicht).
Erst grad im Oktober in Lyon gekauft habe ich „A Night at Count Basie’s“ von den Basie All-Stars, teils mit Joe Williams – da ist leider auch Marlowe Morris an der Orgel dabei, der so ein Dutzend Jahre lang da und dort auftaucht (hier 1956, 1944 auf „Jammin‘ the Blue“) – und „leider“, weil der echt nicht gut ist, alte Orgel-Schule halt, alles zukleisternd. (Je drei der insgesamt acht Stücke vom Album sind auf den Basie Bunch-CDs „Cool Too“ und „Too Marvelous for Words“, auf die auch der Rest von „Jo Jones Plus Two“ verteilt wurde).
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thelonica

OSCAR PETERSON – Blues Etude
Höre das Album wieder gerade via YT. Empfehlung für Fans von Louis Hayes.Das ist ein wirklich gutes Album – ich hab’s früher dieses Jahr auf CD entdeckt. Es gibt noch ein paar weitere OP-Aufnahmen mit Hayes, vor allem das MPS-Album „Great Connection“ von 1971, und dazu passend ein erst kürzlich veröffentlichter Mitschnitt aus Zürich, den ich ebenfalls dieses Jahr entdeckt habe, „On a Clear Day – Live in Zurich, 1971“ – beide mit NHOP am Bass und sehr lohnend!
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbavon Bobby Henderson brauch ich unbedingt noch mehr… zum Glück haben wir jetzt eigentlich auch alles genannt, die halbe Verve LP, die anderthalb auf Vanguard… auf Chiaroscuro gibt es noch eine zweite Platte, das wars.

Chicago. The Living Legendskann mir nicht helfen: die Serie aus New Orleans von ein paar Monate früher ist mir sehr viel näher…
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.redbeansandricevon Bobby Henderson brauch ich unbedingt noch mehr… zum Glück haben wir jetzt eigentlich auch alles genannt, die halbe Verve LP, die anderthalb auf Vanguard… auf Chiaroscuro gibt es noch eine zweite Platte, das wars.
Genau, zur halben Verve-Platte hab ich nur eine Bemerkung in meiner Liste … die Ruby Braff-Hälfte hab ich in einem Avid-Set, das ein paar Lücken schliesst (und anderes dupliziert, u.a. das sehr gute Album, das es in der kurzlebigen „Mosaic Singles“-Reihe gab).

Diese ganze „At Newport“-Reihe gab’s nicht mal in Japan je komplett auf CD … und die hier gab’s vor dem Verve-Release (1958 gemäss Discogs, dokumentiert wurde ja das 1957er-Festival) auch schon in einer Ausgabe, die wohl für den Radio-Gebrauch war:

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbadie komplette „At Newport“ Serie hatte auf .org neulich wer gepostet (link), die einzige, die ich ständig sehe ist die Murphy/Lewis… Braff/Henderson hatte ich aber auch schon ein paar mal in der Hand, nächstes Mal kommt sie mit…
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Billie And DeDe Pierce – Blues And Tonks From The DeltaIch hätt das ja nicht erwartet, aber von diesen ganzen Proto-Bessie-Smith Sachen, die Chris Albertson in den beiden Serien aufgenommen hat, gefallen mir die beiden Alben des Ehepaars Pierce eigentlich am besten… Leute wie Lovie Austin (*1887), Mama Yancey oder Alberta Hunter zu finden, und dann doch nochmal aufnehmen, ist natürlich cool… aber dass Wilhelmina „Billie“ Pierce einfach nur Mitte 50 ist statt um die 80 macht halt auch was aus. Auch dass sie tatsächlich zur Zeit der Aufnahmen mehrmals in der Woche mit ihrem trompetenden Mann DeDe (eigentlich DeLacroix, was sonst) als Pianistin und Sängerin auftrat, tat den beiden Alben ganz gut… Den Schlagzeuger buchten die Pierces nur für wichtige Gigs dazu – scheinbar war das hier so einer… Der potentielle historische Wert mag anderswo ein kleines bisschen grösser sein, dafür ist das hier ein hundertfach in Seemannskneipen abgespultes und perfektioniertes Programm, das auch als Album wunderbar funktioniert…
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Billie And DeDe Pierce – Vocal Blues And Cornet In The Classic Traditiondas Schwesteralbum…
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MILES DAVIS – Pangaea
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Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.pfingstluemmel

MILES DAVIS – Pangaeabei mir auch!
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Das ist gut. Glaube ich. Gibt’s denn als Anhänger des Fusion-Miles ein Album vor In a Silent Way, das sich für mich lohnt?
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Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.hängt ein bisschen davon ab, was du beim fusion-miles vor allem magst. die sounds (dann vielleicht mal MILES IN THE SKY antesten), das repetitiv/hypnotische (FILLES DE KILIMANJARO, vielleicht auch NEFERTITI),oder die weiten klanglandschaften (SKETCHES OF SPAIN)?
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Ich sehe schon, ich brauche sie wahrscheinlich alle. Welches Album ist davon denn das düsterste?
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Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited. -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
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