Antwort auf: Ich höre gerade … Jazz!

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gypsy-tail-wind
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redbeansandriceDie Band ist wirklich Klasse und Pierce in der Tat sowieso total unterschätzt… Aber nicht so unterschätzt wie…:

Bobby Henderson – A Home in the Clouds
Ich hab heut Nacht geträumt ich würde in den Laden kommen, und die Platte sei weg… War dann zum Glück nicht so… das Pug Horton Album, ebenfalls Buchstabe H, auch ein Leo Meierdorff Cover, hatte tatsächlich wer anders genommen (und das Earl Hines Album mit Jonah Jones und Meierdorff Cover steht bislang noch da…). Aber ich musste, nachdem ich letzte Woche neugierig geworden war, auch erstmal lesen, wer Henderson ist… 1934 kurzzeitig mit Billie Holiday verlobt… Als 1943 Fats Waller starb, dachten manche, Henderson sei sei Nachfolger… Nur um erkennen zu müssen, dass keiner mehr wusste, wo Hendersom eigentlich war… In den 50ern gab es ein kleines Comeback, 1969 kurz vor seinem Tod ein zweites, aus dem dieses Piano Solo Album stammt… Und es ist genau so super wie erhofft…

Schön! Ich hab den die letzten Monate tatsächlich hie und da gehört, weil er auf unterschiedlichen Vanguard-Sessions auftaucht, die ich teils im Kontext unserer Vocal-Jazz-Beschäftigung wieder gehört oder nachgekauft hatte. Vom 1957 aufgenommene Solo-Album „A Handful of Keys“ habe ich 7 der 10 Stücke auf der Compilation-CD „Key One Up“ (da ist auch die ganze 1954er 10″ „Sir Charles Thompson Quartet“ sowie der knapp grössere Teil von „Jo Jones Plus Two“ drauf, dem 1958er Trio-Album mit Ray Bryant … das Jones-Album wird in der Reihe anderswo komplettiert, das von Henderson leider nicht).

Erst grad im Oktober in Lyon gekauft habe ich „A Night at Count Basie’s“ von den Basie All-Stars, teils mit Joe Williams – da ist leider auch Marlowe Morris an der Orgel dabei, der so ein Dutzend Jahre lang da und dort auftaucht (hier 1956, 1944 auf „Jammin‘ the Blue“) – und „leider“, weil der echt nicht gut ist, alte Orgel-Schule halt, alles zukleisternd. (Je drei der insgesamt acht Stücke vom Album sind auf den Basie Bunch-CDs „Cool Too“ und „Too Marvelous for Words“, auf die auch der Rest von „Jo Jones Plus Two“ verteilt wurde).

thelonica

OSCAR PETERSON – Blues Etude
Höre das Album wieder gerade via YT. Empfehlung für Fans von Louis Hayes.

Das ist ein wirklich gutes Album – ich hab’s früher dieses Jahr auf CD entdeckt. Es gibt noch ein paar weitere OP-Aufnahmen mit Hayes, vor allem das MPS-Album „Great Connection“ von 1971, und dazu passend ein erst kürzlich veröffentlichter Mitschnitt aus Zürich, den ich ebenfalls dieses Jahr entdeckt habe, „On a Clear Day – Live in Zurich, 1971“ – beide mit NHOP am Bass und sehr lohnend!

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba