Modaler Jazz

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  • #78785  | PERMALINK

    ferry

    Registriert seit: 31.10.2010

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    Diesen Thread eröffne ich als Diskussionsforum für den modalen Jazz.
    Und weil ich mir Empfehlungen in Bereich des modalen Jazz erhoffe.

    Welche Alben sind denn aus eurer Sicht noch ausser den bekannten Meisterwerken wie „Kind of Blue“, „My Favourite Things“ oder „JuJu“ empfehlenswert?

    Und welches sind eure Lieblingstracks im modalen Jazz?
    Einer meiner Favoriten ist zur Zeit: „Africa“ von John Coltrane.

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    #8269017  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    George Russell!

    Sein „Cubana Be / Cubana Bop“ für Dizzy Gillespie – Russell hat es als 24jähriger geschrieben – war wohl eines der ersten Stücke, das auf Skalen beruhte und nicht auf Funktionsharmonik… er hat dann 1953 sein Traktat „The Lydian Chromatic Concept of Tonal Organization“ veröffentlicht und wurde (und wird) daraufhin als eine Art Intellektueller und komplexer Kopf wahrgenommen (der er nie war, nie sein wollte).
    In seinen frühen Jahren hat er hie und da etwas Schlagzeug gespielt, später wurde er zum Bandleader, die ersten Aufnahmen sind 1956 in der kleinen „Jazz Workshop“-Reihe bei RCA erschienen. Russell ist nicht als Instrumentalist beteiligt, die Combo mit Art Farmer, Hal McKusick und Bill Evans aber erstklassig besetzt und die Musik noch heute frisch und spannend.
    Später folgten Alben für Decca („Jazz in the Space Age“ von 1960 mit Bill Evans und Paul Bley am Piano ist wohl der grosse Klassiker), dann vier schöne Riverside-Alben, worunter „Ezz-thetics“ mit Eric Dolphy hervorzuheben ist. Letzteres wäre auch grad ein Anspieltipp.

    Russells Musik ist anders – da ist nicht diese Offenheit, die „modaler Jazz“ rasch suggeriert, seine Musik beruht auf der Lydischen Skala, einer alten Kirchentonleiter, die er als in sich ruhend beschrieben hat (und das wiederum als Fakt ausgegeben hat… einigermassen polemisch, aber eben: er gilt fälschlicherweise bis heute als harter Brocken). Eine ganz eigene Klangwelt jedenfalls und ein verkannter Gigant des Jazz.

    Bis hin zur Beethoven Hall-Aufnahme (zwei Volumes auf MPS, gab’s in den 90ern mal auf einer CD) ist grundsätzlich alles zu empfehlen, was man von ihm finden kann. Seine Soul Note-Alben sind kürzlich gesammelt in einer der Black Saint/Soul Note-Boxen von CAM Jazz erschienen, da muss ich mich erst noch richtig dran machen… es tauchen da dann Leute wie Jan Garbarek und Terje Rypdal auf, Big Bands und kleinere Combos, Tape-Bearbeitungen etc.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM - Corona-Extraprogramm im April und Mai: gypsy goes jazz, #99: The Real McCoy - McCoy Tyner (1938-2020), 14.4., 22:00; #100: Tenor Giants - Yusef Lateef (1920-2013), 12.5., 21:00 (2 Stunden!); #101: 9.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #5: The Pain and Joy of ZA Jazz, 23.4., 22:00 | No Problem Saloon, #14: Funky Longtracks, 11.4., 20:30; #15: 28.4., 21:00
    #8269019  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Ganz toll find ich in dieser Richtung auch Lee Morgans „The Procrastinator“ –
    so hätte Miles‘ Second Quintet geklungen, wenn Bobby Hutcherson mitgespielt hätte… oder sowas in die Richtung. Und natürlich ist da Mogie zu hören und nicht Miles… für mich wohl neben dem ebenfalls zu empfehlenden „Search for the New Land“ Morgans schönstes Album!

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    #8269021  | PERMALINK

    vorgarten

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    gypsy tail windGanz toll find ich in dieser Richtung auch Lee Morgans „The Procrastinator“ –
    so hätte Miles‘ Second Quintet geklungen, wenn Bobby Hutcherson mitgespielt hätte… oder sowas in die Richtung. Und natürlich ist da Mogie zu hören und nicht Miles… für mich wohl neben dem ebenfalls zu empfehlenden „Search for the New Land“ Morgans schönstes Album!

    das sehe ich nicht so. ich kann auch die hier immer wieder zu lesende begeisterung für eine solide, runde, nicht sehr ambitionierte, eher auf nummer sicher gehende platte nicht ganz teilen. ich finde,THE PROCRASTINATOR ist all das, was das 2nd quintet von miles nicht (mehr) sein wollte: kompositionen in der mode der zeit, eine nummernrevue virtuoser soli, live und locker aufgenommen, ganz oberflächen-glanz. das geht nirgendwo in die tiefe und deshalb – obwohl alle toll spielen – ist shorter da auch fehl am platz, weil er grundsätzlich in die tiefe will. die ausnahme ist so ein bisschen das stück „dear sir“, wo etwas davis-quintet-risiko gewagt wird.

    aber, an ferry gerichtet: natürlich ist das ein schönes & sehr typisches beispiel für 1967er modaljazz.

    --

    #8269023  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Ich glaub die Begeisterung kommt hier nur von mir… aber ich halte daran fest, wenn Du nichts einzuwenden hast. Die Tiefe, die ist manchmal auch ein klein wenig versteckt, grad im Hardbop/Postbop/Souljazz… aber ich mag das gerne, wenn nicht schon auf dem Cover die Stirn gerunzelt und eine Welterklärung oder ein Leidensbericht versprochen wird.

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    #8269025  | PERMALINK

    ferry

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    @gypsy:
    Das Album „Jazz Workshop“ hatte ich mir schon mal als Stream angehört. Gefällt mir sehr gut! Ist aber leider etwas schwer oder nur teuer zu beschaffen. Dann werde ich mir also erst mal „Ezz-Thetics“ bestellen.

    George Russell war also so etwas wie der Vordenker des modalen Jazz. Eigentlich wird ja Miles Davis als Schöpfer des modalen Jazz genannt. Es war aber anscheinend eher so, dass er dem modalen Jazz mit dem Album „Kind of Blue“ zum Durchbruch verholfen hat (und deswegen als Vorreiter des modalen Jazz genannt wird) ?

    „The Procrastinator“ habe ich auch mal vorgemerkt.

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    #8269027  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

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    gypsy tail windIch glaub die Begeisterung kommt hier nur von mir… aber ich halte daran fest, wenn Du nichts einzuwenden hast. Die Tiefe, die ist manchmal auch ein klein wenig versteckt, grad im Hardbop/Postbop/Souljazz… aber ich mag das gerne, wenn nicht schon auf dem Cover die Stirn gerunzelt und eine Welterklärung oder ein Leidensbericht versprochen wird.

    jegliche form von begeisterung für diese schöne platte verstehe ich vollkommen, ich stolperte nur über den miles-vergleich. und da ich da sehr auf shorter geachtet habe, fiel mir halt auf, dass er da etwas deplaziert wirkt. der titel („der zauderer“) ist aber schon ein bisschen stirnrunzelig, warum auch immer…

    --

    #8269029  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Irgendwer war eben immer schon vorher da :-)
    Lennie Tristano hat in den späten 40ern für Capitol auch schon komplett freie Stücke aufgenommen…

    Die Jazz Workshop-Aufnahmen von Russell gibt’s auch aus Spanien, aber auch die scheint arg vergriffen und noch teurer als die alte RCA-CD! Schade!
    Die derzeit greifbaren Ausgaben von „Jazz in the Space Age“ und „New York N.Y.“ sind auch solche spanischen Ausgaben – keine Ahnung, ob die akzeptabel klingen. „In Kansas City“ (Decca) ist das einzige Album aus der Zeit (56-66 oder so), das nie offiziell auf CD aufgelegt worden ist (allenfalls mal kurz in Japan, das will ich nicht ausschliessen), aber auch bei Gambit oder sonstwo mal vorlag.
    Am einfachsten ist derzeit „Ezz-thetics“ zu kriegen, das liegt in einer neuen Ausgabe von Concord/Fantasy vor, die derzeit bei amazon.de auch grad billig zu kriegen ist. Ein sehr schönes Album!

    Was Miles betrifft: der alte Fuchs hat ja modale Stücke als Sideman bei Cannonball ausgetestet („Somethin‘ Else“, Blue Note 1958 – kennst Du sicher schon!) und auch auf dem unterschätzten, grossartigen „Milestones“ sind schon modale Stücke zu hören. Aber ich glaub auch bei Davis finden sich schon früher vereinzelte Beispiele… ist auch nicht soooo speziell, letzten Endes ist ja ein harmonisch ganz einfacher Blues auch nicht so viel komplexer als ein modales Stück…

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    #8269031  | PERMALINK

    ferry

    Registriert seit: 31.10.2010

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    gypsy tail wind
    Was Miles betrifft: der alte Fuchs hat ja modale Stücke als Sideman bei Cannonball ausgetestet („Somethin‘ Else“, Blue Note 1958 – kennst Du sicher schon!) und auch auf dem unterschätzten, grossartigen „Milestones“ sind schon modale Stücke zu hören. Aber ich glaub auch bei Davis finden sich schon früher vereinzelte Beispiele… ist auch nicht soooo speziell, letzten Endes ist ja ein harmonisch ganz einfacher Blues auch nicht so viel komplexer als ein modales Stück…

    Auf „Somethin‘ Else“ wird auch modal gespielt? Ist mir noch gar nicht aufgefallen, ich hatte das Album als Hardbop wahrgenommen.
    „Milestones“ habe ich auch schon, ein sehr gutes Album aber als grossartig habe ich es bisher noch nicht wahrgenommen (muss ich mal wieder auflegen).

    Modal zu spielen sollte ja grundsätzlich erst mal einfach sein, schliesslich fallen ja die Changes weg. Aber je nachdem welche Skalen dann gespielt werden, können dadurch Stimmungen und Klangfarben erzeugt werden die ich sehr gerne höre.

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    #8269033  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    ferryAuf „Somethin‘ Else“ wird auch modal gespielt? Ist mir noch gar nicht aufgefallen, ich hatte das Album als Hardbop wahrgenommen.
    „Milestones“ habe ich auch schon, ein sehr gutes Album aber als grossartig habe ich es bisher noch nicht wahrgenommen (muss ich mal wieder auflegen).

    Der Übergang ist natürlich fliessend, auch bei „Milestones“. Da stehen klar strukturierte Stücke neben modalen mit einer sehr reduzierten Struktur. Auf „Somethin‘ Else ist das, wenn ich mich recht entsinne, das Titelstück, in dem das Thema eigentlich nur aus ein paar Phrasen besteht, die Cannonball und Miles als Echo präsentieren.

    ferryModal zu spielen sollte ja grundsätzlich erst mal einfach sein, schliesslich fallen ja die Changes weg. Aber je nachdem welche Skalen dann gespielt werden, können dadurch Stimmungen und Klangfarben erzeugt werden die ich sehr gerne höre.

    Einfacher ist das gar nicht – es mag so scheinen, aber die Funktionsharmonik ist, so man sie beherrscht, ein sehr bequemes Mittel, um auch an einem völlig inspirationsfreien Tag bequem über die Runden zu kommen… makin‘ the moves. In einem Stück wie „So What“ oder „Flamenco Sketches“ fällt dieser sichere Rahmen völlig weg, die Solisten sind auf sich selbst gestellt und auch für die Begleiter an Piano und Bass ist es viel schwieriger, spannend zu bleiben. Horror vacui… Du fällst zurück auf Dich selbst, es gibt kein Sicherheitsnetz oder eher, dieses ist so grob gestrickt, dass man ziemlich leicht durchfallen kann… die Landung ist ungleich unsanfter, als wenn man sich an einem schlechten Tag durch die rhythm changes wursteln kann.

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    #8269035  | PERMALINK

    vorgarten

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    mein persönlicher hit des modalen jazz ist ja das hier (gerne auch das ganze album):

    http://www.youtube.com/watch?v=8dunW2Qzkng

    gerne auch in den etwa 50 anderen versionen (z.b. so: http://www.youtube.com/watch?v=CHD7B3wJxz0)

    ist allerdings immer mit stirnrunzeln, welterklärung und leidensbericht. ;-)

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    #8269037  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    „Soul Song“? Echt jetzt? Das find ich ein ziemlich typisch lahmes spätes Shepp-Album… hab’s allerdings schon länger nicht mehr gehört und mag Kenny Werner sonst recht gerne (ohne viel zu kennen).

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    #8269039  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

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    gypsy tail wind“Soul Song“? Echt jetzt? Das find ich ein ziemlich typisch lahmes spätes Shepp-Album… hab’s allerdings schon länger nicht mehr gehört und mag Kenny Werner sonst recht gerne (ohne viel zu kennen).

    ich meinte natürlich „mama rose“, aber SOUL SONG ist ein super album und typische lahme spätalben von shepp gibt es meiner ansicht nach nicht – nur einzelfälle… und ein langweiliges live-set von shepp habe ich überhaupt noch nie gesehen…

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    #8269041  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    vorgartenich meinte natürlich „mama rose“, aber SOUL SONG ist ein super album und typische lahme spätalben von shepp gibt es meiner ansicht nach nicht – nur einzelfälle… und ein langweiliges live-set von shepp habe ich überhaupt noch nie gesehen…

    Live ist natürlich was anderes – habe ihn zwar noch nie gesehen, aber die vielen ROIOs, die man so in die Finger kriegt, sind schon durchweg interessant!

    Allerdings ist „Soul Song“ für mich eins der typischen Shepp-Alben der spöten 70er bis 00er, von denen es gefühlt ca. 350 geben muss, und ich hab nie den Antrieb verpürt, da viel zu kaufen oder auch nur den Durchblick zu haben… nach den grossartigen frühen Impulse-Alben ist Shepp für mich irgendwie eher ein uneingelöstes Versprechen geblieben… natürlich ein grosser Saxophonist und eine zentrale Figur der frühen New Yorker Avantgarde, seinen Wandel kann ich durchaus auch nachvollziehen, aber mein Interesse lässt eben – abgesehen von Grosstaten wie der Live Trio-Scheibe bei Enja oder dem Marge Attica Big Band Live-Album – ziemlich nach…

    Aber das geht hier alles Off-Topic, haben wir eigentlich einen Shepp-Thread?
    EDIT: nein, nur einen Sterne-Thread

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    #8269043  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

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    gypsy tail wind
    Aber das geht hier alles Off-Topic, haben wir eigentlich einen Shepp-Thread?
    EDIT: nein, nur einen Sterne-Thread

    ja, sollten wir machen. da gibt es offensichtlich auch einigen diskussionsbedarf – jedenfalls bei mir. ;-) MAMA ROSE ist trotzdem ein modaler jazz-hit!

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