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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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Ich kann leider nicht abstimmen, da mein Lieblingskomponist erst gar nicht auf der Liste steht: Giacomo Puccini. Er wäre im vergangenen Jahr 150 Jahre alt geworden. Ich bin im Sommer eine Woche in Lucca, seiner Heimatstadt, gewesen und habe mir in Torre del Lago, seinem Villensitz, eine wirklich gute Aufführung von “ Turandot“ im Rahmen des dortige Puccinifestivals angesehen. Seine Villa ist komplett erhalten und wird von seiner Enkelin Simonetta Puccini geleitet. Eine sehr engagierte alte Dame, die mir viele Anekdoten über diverse Sänger- und Dirigentenbesucher erzählte. Faszinierend, denn ihretwegen hätte ich fast den Beginn der Oper versäumt.
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BgigliIch kann leider nicht abstimmen, da mein Lieblingskomponist erst gar nicht auf der Liste steht: Giacomo Puccini. Er wäre im vergangenen Jahr 150 Jahre alt geworden. Ich bin im Sommer eine Woche in Lucca, seiner Heimatstadt, gewesen und habe mir in Torre del Lago, seinem Villensitz, eine wirklich gute Aufführung von “ Turandot“ im Rahmen des dortige Puccinifestivals angesehen. Seine Villa ist komplett erhalten und wird von seiner Enkelin Simonetta Puccini geleitet. Eine sehr engagierte alte Dame, die mir viele Anekdoten über diverse Sänger- und Dirigentenbesucher erzählte. Faszinierend, denn ihretwegen hätte ich fast den Beginn der Oper versäumt.
Ja, sehr mysteriös. Kann aber sein, dass Puccini 2007 hier noch ein vollkommen unbekannter Komponist war, von dem u.a. nicht nur TOSCA und MADAME BUTTERFLY stammen, sondern auch TURANDOT. Wer hätte schon ahnen können, dass NESSUN DORMA, die wohl berühmteste Opernarie überhaupt, gerade von diesem Italiener stammt.
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tolomoquinkolomJWer hätte schon ahnen können, dass NESSUN DORMA, die wohl berühmteste Opernarie überhaupt, gerade von diesem Italiener stammt.
Und was ist mit „La donna è mobile“…?
Aber es ist in der Tat witzig, dass ich im letzten Sommer auf einer Party weilte, wo der Radiosender RTL 104 Punkt 6 (Berliner wissen, was das bedeutet…) lief und die Partygäste so „Nessun dorma“ hören mussten/durften – so hatte der Talentshowwahn doch auch mal sein Gutes: Puccinis Erben werden sich über die unerhofften Airplay-Tantiemen freuen… :dance:
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Es ist viel leichter in dem Werke eines großen Geistes die Fehler und Irrthümer nachzuweisen, als von dem Werthe desselben eine deutliche und vollständige Entwickelung zu geben. (Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Zürich 1988, S.531)coleporterUnd was ist mit „La donna è mobile“…?
Aber es ist in der Tat witzig, dass ich im letzten Sommer auf einer Party weilte, wo der Radiosender RTL 104 Punkt 6 (Berliner wissen, was das bedeutet…) lief und die Partygäste so „Nessun dorma“ hören mussten/durften – so hatte der Talentshowwahn doch auch mal sein Gutes: Puccinis Erben werden sich über die unerhofften Airplay-Tantiemen freuen.
Ja, MOBILE ist auch klasse. Ich selbst hab NESSUN DORMA über Pavarotti kennen (und lieben) gelernt, aber es ist auch okay, wenn man das über Potts tut. Diesem Engländer höre ich auch gerne zu; nicht weil er der überragende Opernarieninterpret ist, als der er verkauft wird, sondern wegen dieser verzaubernden und anrührenden puren Emotionspackung.
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tolomoquinkolomIch selbst hab NESSUN DORMA über Pavarotti kennen (und lieben) gelernt, aber es ist auch okay, wenn man das über Potts tut.
Ja. Ich habe „La donna è mobile“ z.B. in den 80ern über eine Fernsehwerbung für ein Schokoknusperprodukt kennengelernt… :lol:
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Es ist viel leichter in dem Werke eines großen Geistes die Fehler und Irrthümer nachzuweisen, als von dem Werthe desselben eine deutliche und vollständige Entwickelung zu geben. (Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Zürich 1988, S.531)coleporterJa. Ich habe „La donna è mobile“ z.B. in den 80ern über eine Fernsehwerbung für ein Schokoknusperprodukt kennengelernt… :lol:
Da fällt mir gerade ein, als ich in den 80ern eine Aufführung von „La Traviata“ in Verona gesehen habe. Es ging los und ich lauschte völlig ergriffen den wunderbaren Klängen der Ouvertüre, als mein Freund plötzlich relativ laut meinte: „Das ist doch die Melodie von Ich hab dein Knie gesehn„…Ich hätte ihn erschlagen können…:lol:
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„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Goethe) "Allerhand Durcheinand #100, 04.06.2024, 22:00 Uhr https://www.radiostonefm.de/naechste-sendungen/8993-240606-allerhand-durcheinand-102coleporterJa. Ich habe „La donna è mobile“ z.B. in den 80ern über eine Fernsehwerbung für ein Schokoknusperprodukt kennengelernt… :lol:
Auch nicht schlecht.
Überhaupt recht seltsam, diese Wege zu solch musikalischen Perlen. Einige dieser schönen Sachen hab ich über Filme entdeckt. Strauss‘ AN DER SCHÖNEN BLAUEN DONAU zum Beispiel über diesen Kubrick-Film „2001“; oder manchmal passieren auch einfach kuriose Fehler. So hab ich längere Zeit nach einem Lied aus einem Tati-Film gesucht und bin auf Debussy gestossen (der fehlt hier in der Liste übrigens auch). Dessen LA MER war dann allerdings nicht das LA MER von Charles Trenet, aber eine wunderbare neue Entdeckung. Oder dieser russische Komponist Artemiev, der u.a. auch für Tarkovskij arbeitete. In „Solaris“ gibt es ja diese verzaubernde Anfangsmelodie, die ich unbedingt haben wollte. Wie sich herausstellte, war das Stück eine Bearbeitung von Bach, den ich ja eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann.--
coleporterJa. Ich habe „La donna è mobile“ z.B. in den 80ern über eine Fernsehwerbung für ein Schokoknusperprodukt kennengelernt… :lol:
:lol:
Ich fass es nicht!@ Franz: Die Arena di Verona ist einfach nur genial.:liebe:
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Klassische Musik hat eine Menge Eigenschaften eines Bumerangs. Als Klassik-Laie oder Totalverachter schickt man sie weit hinter den Horizont und dann kommt vieles über den Lieferanteneingang (Filme oder Werbung) wieder zurück – und wird gemocht oder sogar geliebt.
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tolomoquinkolomKlassische Musik hat eine Menge Eigenschaften eines Bumerangs. Als Klassik-Laie oder Totalverachter schickt man sie weit hinter den Horizont und dann kommt vieles über den Lieferanteneingang (Filme oder Werbung) wieder zurück – und wird gemocht oder sogar geliebt.
Für gewöhnlich werfe ich meinen Bumerang nicht aus Verachtung fort. Aber du hast natürlich Recht: Auch ich habe Zugang zu mancher Klassik erst durch die Hintertür gefunden.
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Eigentlich bin ich anders, ich komme nur selten dazu.
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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tolomoquinkolomJa, MOBILE ist auch klasse. Ich selbst hab NESSUN DORMA über Pavarotti kennen (und lieben) gelernt, aber es ist auch okay, wenn man das über Potts tut. Diesem Engländer höre ich auch gerne zu; nicht weil er der überragende Opernarieninterpret ist, als der er verkauft wird, sondern wegen dieser verzaubernden und anrührenden puren Emotionspackung.
Wie zart man „Nessun dorma“ singen kann, hört man vielleicht am besten bei Joseph Schmidt; diesen kleinen (wirklich kleinen!) Mann haben die Nazis auch ins Verderben getrieben.
Wenn man hören will, wie gross und ausladend eine Tenorstimme sein kann, dann Franco Corelli, Mario del Monaco oder Jussi Björling: herzerweichend. Wenn man diese Aufnahmen vergleicht, spürt man schon, wie differenziert und gut die Oper sein kann, wenn sie denn so gesungen wird. Leider ist dies zu selten der Fall.
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BgigliWie zart man „Nessun dorma“ singen kann, hört man vielleicht am besten bei Joseph Schmidt; diesen kleinen (wirklich kleinen!) Mann haben die Nazis auch ins Verderben getrieben. Wenn man hören will, wie gross und ausladend eine Tenorstimme sein kann, dann Franco Corelli, Mario del Monaco oder Jussi Björling: herzerweichend. Wenn man diese Aufnahmen vergleicht, spürt man schon, wie differenziert und gut die Oper sein kann, wenn sie denn so gesungen wird. Leider ist dies zu selten der Fall.
Bei diesen Namen muss ich passen. Das ist eher das Feld der versierten Klassik-Profis und nicht das einer oberflächlichen Stümperin, die es gerade einmal schafft sich an hübsche Melodien anzuhängen und eindeutig zur Potts’schen Zielgruppe zählt.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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Bei diesen Namen muss ich passen. Das ist eher das Feld der versierten Klassik-Profis und nicht das einer oberflächlichen Stümperin, die es gerade einmal schafft sich an hübsche Melodien anzuhängen und eindeutig zur Potts’schen Zielgruppe zählt.
Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, Du hast doch Ohren – und Geschmack. Auf „YouTube“ findest Du alles, was Du brauchst.
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Bgigli
Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel, Du hast doch Ohren – und Geschmack. Auf „YouTube“ findest Du alles, was Du brauchst.Das man auf YouTube alles findet, was man braucht (um zu den versierten Klassik Fans zu zählen), würde ich so nicht unterschreiben. Aber ich will hier nicht die elitäre Keule schwingen.
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Es gibt kein richtiges Leben... -
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