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kramerIch bitte dich! Das ist kein unglücklicher Vergleich, das ist kompletter Mumpitz. Jetzt muss auch noch der größte Musiker aller Zeiten für diesen hanebüchenen Thread herhalten.
Egal, was man von der Musik hält, Bands wie Can oder Amon Düül II schöpfen ganz eindeutig aus dem Free Jazz und sicher auch aus dem Spätwerk von Coltrane.
Ich finde den Thread übrigens gut und halte Deine nervige Kritik an den Leuten, die sich hier äußern für unangemessen. Besonders peinlich wird es dann, wenn Du andere dafür kritisierst, dass sie sich gegenseitig „loben“, obwohl Du in Deinem eigenen Thread andauernd mit Lob überschüttet wirst. Dagegen hast Du offensichtlich nichts. Es mag sein, dass hier nicht alles vollkommen richtig oder durchdacht ist, aber wer keine Fehler macht, lernt auch nichts dazu (siehe meinen eigenen oben bezüglich des Punk).
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.Highlights von Rolling-Stone.deVideo: Tagesthemen berichtet 1994 über den Tod von Kurt Cobain
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WerbungNail, ich glaube nicht, dass kramer ein Fan von Lobhudeleien und gegenseitigem Beweihräuchern ist. Schon gar nicht in seinen eigenen Faves Threads.
Inwieweit sich Can o.a. bei Coltrane bedienten, kann ich nun wirklich nicht beurteilen. Ich gebe nur zu bedenken, dass nicht alles, was schräg, atonal oder free form ist, gleich mit Free Jazz in Zusammenhang gebracht werden muss.
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Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!Kramers Aussage suggeriert, dass man „den größten Musiker aller Zeiten“ beschmutzt, wenn man Parallelen zwischen Coltrane und Can sieht. Damit verbaut er sich vollkommen unnötigerweise den Blick auf die interessante Frage, inwiefern manche Krautrockbands von Jazz bzw. Free Jazz beeinflusst wurden. Auf viele Bands trifft das sicherlich nicht zu, aber man könnte sich der ganzen Frage ja auch weniger befangen nähern, anstatt das gleich als Majestätsbeleidigung oder Häresie zu bezeichnen. Über die musikalische Qualität ist damit ja noch nichts gesagt.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.Von „Majestätsbeleidigung“ hast nur Du gesprochen, Nail.
Ich verstehe kramers Einwurf durchaus. In diesem Thread ist schließlich schon so manche krude und abstruse Theorie breit getreten worden. Wobei ich grundsätzlich nichts gegen gewagte Theorien habe, wenn sie denn auch wirklich konstruktiv diskutiert werden.
Hier wird aber zum Teil aus einem verständlichen Fantum heraus alles Mögliche zusammengerührt, was besser erstmal genauer analysiert würde.Ich lese hier auch gerne mit und habe auch schon die eine oder andere Anregung aus diesem Thread mitgenommen und hier und da Sachen nachgehört und nachgelesen.
An der Diskussion selbst mag ich mich kaum noch beteiligen, weil ich inzwischen vor dem geballten Überschwang (um es mal so positiv auszudrücken) einiger Diskutanten kapituliert habe.
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Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!nail75Damit verbaut er sich vollkommen unnötigerweise den Blick auf die interessante Frage, inwiefern manche Krautrockbands von Jazz bzw. Free Jazz beeinflusst wurden.
Analogien zwischen Can und ‚Trane aufgrund dessen zu ziehen, dass es bei beiden „ähnlich heftig […] zur Sache geht“, halte ich mit Mumpitz umschrieben noch für reichlich großherzig. Die von dir herbei zitierten Amon Düül II eierten höchstens so blöde vor sich hin, wie hier im Thread tlw. argumentiert wird, das wäre mal ein passender Vergleich.
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A Kiss in the DreamhousepinchTatort Titelmusik 1982: TANGERINE DREAM – „White Eagle“. Natürlich ebenfalls Schimanski, hier allerdings wieder Krautrock (o.ä.).
Froese hatte die Musik zu „Das Mädchen auf der Treppe“ seinerzeit als Abfallprodukt bezeichnet, und war wohl auch etwas peinlich berührt, dass am Tag nach der Erstausstrahlung zahlreiche Leute in die Plattenläden stürmten. Eine Singleband war TD bis dahin ja wahrlich nicht gewesen.:-)
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Ab sofort stelle ich im ctte-Thread meine Top 25 Jahresalben für 2024 vor. Beginnend bei Platz 25 kommen jeden Tag so zwei bis drei Titel dazu. Jeder ist eingeladen sich auch aktiv zu beteiligen.@rob Fleming, Mikko:
Danke für eure SPOON-Anmerkungen. Dieses kleine Stück Musik mit japanischem Sänger ist schon ein Hinhörer, die Melodie gut zu behalten. Mir scheint, da haben die Kölner Can mit viel Witz sogar ein wenig mit Beethovens Fünfter herumgespielt. Und Humor gab es wohl auch bei diesen Fernsehleuten, denn einen Song in dem es um Löffel und Gabeln geht, in einem Film mit dem Titel “Messer” unterzubringen, ist schon pfiffig.
Some Velvet MorningNein, aber du hast die Tracklist des anderen Neu! Samplers gesehen, den ich weiter vorne im Thread zitiert habe? Die fand ich beeindruckend. So wie ich ihn verstanden habe, ist es ein gewünschter Sampler gewesen und eine Kritik an BRAND NEU!
Ja. Die dort genannten Titel sind als eigene Vorschlagsliste der Quietus-Leute für “ihren” Neu!-Sampler gedacht. Überhaupt eine bemerkenswerte Adresse, da sich die Schreiber dort den Luxus eigener Gedankengänge leisten.
otisHat er das auf der Beerdigung gesagt?
Klaus Dinger wurde im Kreise seiner Familie und einiger Freunde beerdigt. Brian Eno gehörte keiner der genannten Personengruppen an. Man müsste diesen Eno halt mal fragen, ob er, wenn er gefragt wird, das meint was er sagt.
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TosheyGanz genau. Müßte man die Musik- / Kunsthistorie nicht sogar tendenziell umgekehrt proportional durchleuchten, mit der Frage: „Wer hat denn eigentlich keine Drogen genommen, im weitesten Sinne?“
Wollen wir mit dem exzessiven Opiumsüchtigen Jean Cocteau beginnen oder mit Samuel Taylor Coleridge oder lieber mit Edgar Allan Poe, deren Werke neu durchleuchtet werden müssen, da sie unter Drogeneinfluss entstanden? Oder sehen die Arbeiten des Malers Amedeo Modigliani plötzlich anders aus, wenn man erfährt, dass der Künstler drogensüchtig war? Und muss man die last famous words des Morphinisten und Opiumrauchers Oscar Wilde, “Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich.”, nun vollkommen anders interpretieren? Was wird aus Brian Wilson? Brian Jones? Jimi Hendrix? Keith Richards? Jerry Garcia? Janis Joplin? Jim Morrison? Johnny Cash? Townes Van Zandt? John Coltrane? Ein Fass ohne Boden und vermutlich verwirrender als erträglich. Ein Blick durch Sternenteleskope oder auf Bilder ferner Galaxien erweckt durch psychedelische Farben- und Formenvielfalt den Eindruck, als sei das Universum selbst ganz schön bekifft. Dann doch lieber zurück auf die Blumenwiese zu Hippies, anderen “Ver-Rückten” und HALLOGALLO.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Napoleon DynamiteAnalogien zwischen Can und ‚Trane aufgrund dessen zu ziehen, dass es bei beiden „ähnlich heftig […] zur Sache geht“, halte ich mit Mumpitz umschrieben noch für reichlich großherzig. Die von dir herbei zitierten Amon Düül II eierten höchstens so blöde vor sich hin, wie hier im Thread tlw. argumentiert wird, das wäre mal ein passender Vergleich.
Danke Napo. Es ging mir nicht um die Einflüsse, sondern um den unsinnigen Vergleich hinsichtlich der Performances. Natürlich wurden einige der Krautrock-Vetreter auch von Coltrane beeinflusst, zumal Liebezeit ja u.a. mit Schlippenbach gespielt hat. Hat nail75 wohl auch nicht kapiert.
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Napoleon DynamiteDie von dir herbei zitierten Amon Düül II eierten höchstens so blöde vor sich hin, wie hier im Thread tlw. argumentiert wird, das wäre mal ein passender Vergleich.
Und du bist Moderator hier im Forum? Sehr bedenklich.
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Mikko
Inwieweit sich Can o.a. bei Coltrane bedienten, kann ich nun wirklich nicht beurteilen. Ich gebe nur zu bedenken, dass nicht alles, was schräg, atonal oder free form ist, gleich mit Free Jazz in Zusammenhang gebracht werden muss.Das hat so kein Mensch behauptet, Mikko. Und selbst wenn, wäre es immer noch näher an den Tatsachen, als manch andere Behauptung hier dazu.
Um es kurz zu machen: Mir ging es dabei, vorrangig um die ähnliche Energie, mit der vorgegangen wurde. Das hörst du natürlich explizit nur auf Liveplatten von Can.Und sonst: Liebezeit spielte vorher doch Freejazz! Und du wirst doch Czukay und Schmidt hier auch nicht ihre Bezüge zur avantgardistischen E-Musik absprechen wollen. Und zuletzt Micki Karoli, der glühender Hendrixverehrer war… Und das soll dann alles gaaar nichts miteinander zu tun haben???
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nail75…inwiefern manche Krautrockbands von Jazz bzw. Free Jazz beeinflusst wurden. Auf viele Bands trifft das sicherlich nicht zu, aber man könnte sich der ganzen Frage ja auch weniger befangen nähern, anstatt das gleich als Majestätsbeleidigung oder Häresie zu bezeichnen. Über die musikalische Qualität ist damit ja noch nichts gesagt.
Danke Nail für diesen Gedankenpfad.
Wieso sollten sie denn bitte nicht davon beeinflußt sein? Damals waren sogenannte Meilensteine doch noch viel überschaubarer und auch praktisch hypefrei. Sie praktizierten, im Gros, sicher nicht das musikalische Extremzölibat.
Die schweizer „Krautrockband“ Krokodil interpretiert auf ihrem Album „Psychedelic tapes“ Pharoah Sanders Version von- The creator has a masterplan. Und sie, Krokodil, waren doch eher noch konventionell in dem ganzen Zusammenhang… Coltrane ist auch für mich eine Art Gottheit, aber er ist auch ein Mensch und hätte damit sicher kein Problem gehabt, ganz im Gegenteil. Wenn heutzutage Bands wie Yo la Tengo oder Sonic Youth diese Einflüsse in ihr Indie-Vokabular übertragen, weint auch kein Mensch darüber und beschwert sich. Oder liegt das daran, dass es keiner vermutet dort, und wahrnimmt. Läßt man es deshalb gelten? …--
tolomoquinkolomWollen wie mit dem exzessiven Opiumsüchtigen Jean Cocteau beginnen oder mit Samuel Taylor Coleridge oder lieber mit Edgar Allan Poe, deren Werke neu durchleuchtet werden müssen, da sie unter Drogeneinfluss entstanden? Oder sehen die Arbeiten des Malers Amedeo Modigliani plötzlich anders aus, wenn man erfährt, dass der Künstler drogensüchtig war? Und muss man die last famous words des Morphinisten und Opiumrauchers Oscar Wilde, “Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich.”, nun vollkommen anders interpretieren? Was wird aus Brian Wilson? Brian Jones? Jimi Hendrix? Keith Richards? Jerry Garcia? Janis Joplin? Jim Morrison? Johnny Cash? Townes Van Zandt? John Coltrane? Ein Fass ohne Boden und vermutlich verwirrender als erträglich. Ein Blick durch Sternenteleskope oder auf Bilder ferner Galaxien erweckt durch psychedelische Farben- und Formenvielfalt den Eindruck, als sei das Universum selbst ganz schön bekifft. Dann doch lieber zurück auf die Blumenwiese zu Hippies, anderen “Ver-Rückten” und HALLOGALLO.
Köstlich! Welch poetische Expertise
Auch als hartnäckiger Nicht-user und vermutlich als Kind ins Obelixartige-Imaginations-Fass-gefallener :lol: , bringst du mich auf einen Gedanken.
Vielleicht sollte tendenziell eine zünftige Berauschung vor Threadbesuch als Empfehlung ausgesprochen werden. Vielleicht wäre es dem Erleben dienlich. Auch bezogen darauf, dass man es wirklich mit der rationalen Betrachtungsweise der Thematik übertreiben kann. Es ist doch teils eine so fantasievolle, emotionale und dennoch durchdachte Musik. Sollten wir nicht wenigstens versuchen, uns ihr auch dementsprechend anzunähern. Sonst reden doch manche noch in hundert Jahren aneinander vorbei…--
Percy ThrillingtonJungs, wegen Euch bin ich gestern in den Keller gestiegen und habe zum ersten Mal seit geschätzten zehn Jahren alles aus meinen alten Schallplattenkisten herausgekramt, was nach Krautrock riecht!
Ja, super. Diese totgeglaubten Leichen, sicher in zahlreichen Kellern, sind noch quicklebendig. Befreien wir die gefangenen Seelen
Im Rolling Stone gab es übrigends mal eine wahnsinnig gute CD Beilage zum Thema Krautrock. Neben Can und anderen Größen waren da richtig sensationelle, obskure Perlen mit drauf! Z.B.“My solid Ground“ entdeckte ich auf diese Weise. Der Drummer meiner Ex-band hat meine allerdings verschlampt…
Kann hier bitte mal irgendjemand die Titel dieser Rare Trax CD posten? Das wäre sehr nett. :wave:--
TosheyDanke Nail für diesen Gedankenpfad.
Wieso sollten sie denn bitte nicht davon beeinflußt sein? Damals waren sogenannte Meilensteine doch noch viel überschaubarer und auch praktisch hypefrei. Sie praktizierten, im Gros, sicher nicht das musikalische Extremzölibat.
Die schweizer „Krautrockband“ Krokodil interpretiert auf ihrem Album „Psychedelic tapes“ Pharoah Sanders Version von- The creator has a masterplan. Und sie, Krokodil, waren doch eher noch konventionell in dem ganzen Zusammenhang… Coltrane ist auch für mich eine Art Gottheit, aber er ist auch ein Mensch und hätte damit sicher kein Problem gehabt, ganz im Gegenteil. Wenn heutzutage Bands wie Yo la Tengo oder Sonic Youth diese Einflüsse in ihr Indie-Vokabular übertragen, weint auch kein Mensch darüber und beschwert sich. Oder liegt das daran, dass es keiner vermutet dort, und wahrnimmt. Läßt man es deshalb gelten? …Wohl wahr. Die Band Missus Beastly mit dem von mir schon genannten Album Spaceguerilla hatte darauf auch einen Track, der heißt sogar „Rahsaan Roland Kirk“. Ein maßgeblicher Impuls, mich mit Kirk zu beschäftigen; damals (nebenbei gesagt). Wenn man richtig suchen würde, kann man sicherlich viele Belege finden für die Vorbildfunktion legendärer Jazzer. Dass die Qualität der deutschen Bewunderer nur eingeschränkt zur direkten Bezugnahme reicht, ist damals wie heute unbestritten. Aber Einflüsse sind sicherlich vorhanden. Meine ich.
(zur Can/Coltrane – Diskussion kann ich nichts beitragen)
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Schlagwörter: Krautrock
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