Das Piano-Trio im Jazz

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    soulpope
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    Shelly Manne Trio „Goodbye“ (Polydor) 1981 …. aus der Kolumne „aber der EINE Track“ …. vier Jahre nach dem hier bereits präsentierten sehr famosen französischen Mitschnitt mit Lee Konitz wurde das Shelly Manne Trio mit Mike Wofford (p) + Chuck Domanico (b) „stand alone“ (konzertant) in suprigem Sound @ Japan dokumentiert …. dieses „Bill Evans Memorial“ gerät über weitere Strecken eher uninspiriert und Chuck Domanico bemüht (leider) zu sehr die oberen Tonlagen …. aber welch „Wunder“, beim Gordon Jenkins Heuler findet der Bassist mit tollem Ton plötzlich mühelos in den Keller und die Melangerie mit Mike Wofford + Shelly Manne gerät perfekt 🥳 …. btw ein Studio Date kam nicht zustande 😪 ….

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    #12599759  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Howard Riley Trio – Synopsis | Abgesehen von einer CD mit BBC-Aufnahmen ist das hier die letzte Lücke, die ich bei Riley noch hatte. Etwas zu teuer mit einer weiteren Emanem-CD gekauft … das Label hatte ich viel zu wenig auf dem Schirm all die Jahre, allein der ganze Derek Bailey-Katalog wäre ein Fest, aber der ist natürlich auch ziemlich teuer geworden. Die Aufnahmen auf „Synopsis“ sind in London am 19. Oktober 1973 entstanden, Guy spielt auch Bassgitarre und Oxley zu den Drums noch Live-Electronics, beide nutzen auch „pedal-controlled amplification“. Die Musik ist sehr frei, es gibt auf der CD die vier Stücke der einstigen Incus-LP sowie das 18minütige „Runes“ als Bonus. Die Session, so steht auf der Rückseite, sei am Vor- und Nachmittag aufgenommen worden, am selben Abend wirkten die drei in einem anderen Studio noch bei einer Session von Iskra 1912 mit, einem Projekt des Posaunisten Paul Rutherford. Das Trio, so Riley in kurzen Liner Notes von 2000 „used both open form (i.e., totally improvised) and set-form approaches. This recording concentrates on the latter. The use of graphic frameworks mixed with conventional musical notation, which still allowed freedom for the improvising musician, was something we were all familiar with – Barry with the London Jazz Composers Orchestra, Tony with his Quintets and Sextets – and I devised the enclosed five pieces specifically for the Trio recording. Each piece was completed in one take and no overdubbing was used.“ – Wichtiger als der konzeptionelle Aspekt, den man bei solchen Stücken eh kaum heraushören kann, sei „the feeling and interaction within the group“ gewesen. Das Trio war ja über Jahre als working group unterwegs, seit 1971 mit Oxley am Schlagzeug, und das merkt man natürlich auch bei solchen freien Aufnahmen. Die drei verstehen sich blind, auch im freien Spiel wirkt es oft so, als würden sie praktisch gemeinsam atmen, die Sounds vom Klavier, dem auch unkonventionell (mit Drumsticks und anderen Objekten) bearbeiteten Bass, den Drums und der Elektronik, verschmelzen zu einem einzigen Ganzen. Auch hier gibt es oft viel Raum – das ist nicht die hochenergetische Musik, die vermutlich eher bei den „open form“-Stücken zum Tragen kam. Faszinierend.

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    gypsy-tail-wind
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    Karashima Fumio – Piranha | Die nächsten paar Runden gehen nach Japan … gerade ist eine grosse Reissue-Reihe bei Octave-Lab mit Alben erschienen, die auf dem Trio-Label oder Sub-Labels davon oder wie in diesem Fall bei WhyNot erschienen sind. Fumio Karashima spielte das Album im Mai 1975 in Tokyo mit Isao Suzuki und Jimmy Hopps ein, es gibt zum Einstieg sein eigenes „Little Island“, dann „Lament“ von J.J. Johnson als Ballade im Evans-Stil mit Doubletime und sehr aktivem Bass. Im zweiten Teil rahmen zwei weitere Originals, das Titelstück und „Blue-Th-Ree“, den Klassiker „Dedicated to You“ ein. Das ist ein feines Debut, von einem Trio, in dem ganz vieles zusammenfindet: Hard Bop-Sounds, ein Piano, das irgendwo zwischen Peterson und Parlan tremoliert, ein Bass à la Eddie Gomez aber mit Tiefe und Wumms, und ein eigenwilliger Drummer, den man damals schon von wichtigen Alben von Roland Kirk, Charles Tolliver oder Stanley Cowell kannte. Das geht also in viele Richtungen und obwohl der Pianist seine Stimme noch sucht, funktioniert das Album echt gut.

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    gypsy-tail-wind
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    Motohiko Hino – Toko Flash | Juni 1977 in Tokyo, Trio Records, auch gerade neu aufgelegt (im Jewel Case, während die anderen Reissues, die ich grad gekauft habe, alles Mini-LPs sind). Masahiko Satoh und Nobuyoshi Ino sind dabei, Leader ist der Drummer. Die Musik ist mit diesen Leuten freier, sprunghafter – Spuren von Evans mögen bei Satoh auch vorhanden sein, aber Hard Bop sucht man hier vergeblich. „Overhang Blues“ heisst der ziemlich freie Opener von Satoh, dann folgen Legrand („Once Upon a Summertime“), Coltrane bzw. Richard Rodgers („My Favorite Things“), Rollins bzw. Trinidad („St. Thomas“), die Beatles („Norwegian Wood“) und zum Abschluss nochmal Satoh („Flash“). Nebelverhangen, verspielt, freidrehend, poetisch ist das alles – da und dort denke ich an den Herbie Hancock der Blue Note-Jahre. Das ist nicht das grosse und rätselhafte Mysterienspiel wie auf Enja – sowas kann es ja auch kein zweites Mal geben. Dennoch eine echte Entdeckung. Schade höchstens der Bass-Sound, der etwas dominant und zugleich dumpf ist.

    Auf dem Rückcover gibt’s ein schönes Bandfoto aus dem Studio – hier die beste Reproduktion, die bei Discogs zu finden ist:

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    #12599805  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Toshihiko Ogawa – Riverside Jam | August 1977 in Tokyo, Trio Records, und jemand hatte die gute Idee, Donald Bailey dazuzuholen, als Toshihiko Ogawa mit Kunimitsu Inaba am Bass sein einziges Album als Leader aufnahm. Die Gangart ist hier wieder konventioneller, aber dank für einmal förmlich Bailey überbordenden Drums (die im Mix etwas zu präsent sind) nie konventionell. „Blues for Tak“ und Half the Battle“ sind die beiden Originals des Pianisten, mit denen das kurze Album beginnt. Ellingtons „Mood Indigo“ und „Bouncing with Bud“ (Powell und Walter „Gil“ Fuller – oder doch nur Fuller?) folgen auf der ersten Seite, „Love Me“ (von John Lewis), „Autumn Leaves“, „In a Sentimental Mood“ sind auf der zweiten Seite zu hören, die dann mit einem dritten Original des Pianisten endet, „Meet D.B.“, dem Drummer gewidmet – und das Stück ist zum Abschluss eine echt schöne Überraschung, denn es wirkt frei und offen – ich denke hier wieder an Hancock. Da und dort ist das Trio nicht ganz zusammen – was bei Bailey, so fühlt es sich zumindest für mich öfter mal an, eh eine rechte Herausforderung gewesen sein dürfte, so ungewöhnlich wie er spielt. Ganz toll ist das Trio neben Closer auch in der Powell-Nummer, die von Bailey massgeblich geprägt wird.

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    #12599825  | PERMALINK

    soulpope
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    Paul Bley Trio „Vashkar“ (SteepleChase) 1992 …. im Dezember 1991 begeht der Pianist eine Werkschau seiner vormaligen Partnerin Carla Bley mit Marc Johnson (b) + Jeff Williams (dr) …. der exquisite Opener hat einen mystisch zirkulieren Fluss, welcher in einem wahrlich herausragenden Bass Solo gipfelt …. mit den folgenden Tracks verflacht das Geschehen, zu vorsichtig geht das Trio an das Material heran …. btw ein halbes Jahr später mit anderem Trio aka Franz Koglmann (flh, tp) + Meister Gary Peacock (b) und Kompositionen von Anette Peacock gelingt das Unterfangen besser…. da durchdringend/-gehend abenteuerlich ….

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    #12599877  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Fumio Karashima Trio – Landscape | Im Oktober 1977 nimmt Karashima wieder ein Trio-Album auf (WhyNot/Trio). Zwischen sein Debut und dieses dritte Album fällt noch „Gathering“, das ich noch nicht kenne. Dort ist sein damaliger Boss, Drummer George Otssuka, am Schlagzeug dabei, sowie Isao Suzuki am Bass. Hier ist der Bassist der illustre Gast: George Mraz. Am Schlagzeug ist Motohiko Hino dabei, der gerade in den beiden Stücken der A-Seite viel Arbeit hat, zwei sehr unterschiedlichen Latin-Nummern. „Revlis“ ist eine Art schnelle Samba und „Tears“ dann eine Ballade. Karashima hat alle fünf Stücke des Albums selbst komponiert. Auf der B-Seite gibt es drei Stücke, das Titelstück in einer Art kreisenden Tyner-Groove zum Einstieg, die Ballade „The Fall“ in der Mitte und „In My Usual Way“ als Rausschmeisser mit Basie-Anleihen im Piano-Solo, einem guten Bass-Solo, Fours und überhaupt heftigem Swing des Trios. Der Pianist klingt in seinem Stil deutlich gefestigter, will nicht ständig glänzen sondern lässt die Dinge eher gelassen auf sich zukommen, das Album wirkt sehr aus einem Guss und gefällt mir etwas besser als das Debut. Um Otsuka (manchmal Ohtsuka geschrieben) als Leader hab ich bisher eher einen Bogen gemacht, aber vielleicht sollte ich die Trio-Aufnahmen mit Karashima mal überdenken.

    Karashima (1948-2017) kam in Oita (auf der Insel Kyushu im Süden des Landes) zur Welt, zog nach Tokyo, wo er 1975 zur Band von Otsuka stiess und sich mit Motohiko Hino anfreundete, der bald in Karashimas Trio spielte. Ein paar Jahre später spielte er mit Elvin Jones und würde für mehrere Jahre Mitglied von dessen Jazz Machine (er ist auf dem vor ein paar Jahren erschienenen Mitschnitt aus dem Onkel Pös 1981 dabei, es gab aber schon frühere Veröffentlichungen von 1984/85, als Sonny Fortune bzw. Frank Foster und Pat LaBarbera am Tenorsax dabei waren, Richard Davis oder Skip Jackson am Bass). Später spielte Karashima solo und wieder mit eigenen Bands. Mit Jack DeJohnette und Drew Gress nahm er in den Nullern noch ein Trio-Album auf, das ich gerne mal hören würde („Great Time“). Im Februar 2017 starb Karashima an Krebs.

    Fumio Karashima Meets Elvin Jones – Moonflower | Im April 1978 war Elvin Jones in Japan – seine Jazz Machine nahm live zwei Volumen von „Dear John C – Live in Japan“ auf (Foster, LaBarbera, Roland Prince, Andy McCloud), die bei Trio erschienen (und bei Konnex). Zehn Tage später waren Foster und Jones bei der Big Band von Nobuo Hara, den Sharps & Flats, zu Gast. Mit dieser hatte auch Toshihiko Ogawa lange Zeit gespielt (und für sie arrangiert) – auch auf dem Album mit Oliver Nelson, das ich im November bei @redbeans angehört hatte (Masabumi Kikuchi übernimmt dort ein paar Mal am Klavier). Noch ein paar Tage später ging Jones mit Karashima und Andy McCloud für Trio nochmal ins Studio in Tokyo. Neben drei Stücken des Pianisten gibt es hier auch „My Funny Valentine“ und als Closer „Bessie’s Blues“. Im Opener, dem Titelstück, spielt Karashima einen Yamaha CP-70, der hier als „electric grand“ beschrieben wird, aber nicht den glockenreinen Sound des Instruments bietet, das Herbie Hancock beim ersten V.S.O.P.-Mitschnitt auf der Doppel-LP von 1977 mit den anderen Line-Ups auf LP2 hatte, sondern eine Mischung davon und dem wabernden Fender Rhodes-Sound. Zuerst etwas irritierend, aber bald ziemlich toll, auch weil McCloud/Jones einen tollen Beat drunterlegen, der erst allmählich dichter und treibender wird und sich auch immer wieder entspannt, Jones an den Besen, McCloud mit Solo. Für den Rest des Albums spielt Karashima dann einen normalen Flügel. Zuerst im langen „My Funny Valentine“, in dem Karashima zu Beginn leise mitsingt und der Melodie im langsamen Tempo zu ihrem Recht verhilft. Dass Tyner hier der offensichtlichste Bezugspunkt geworden ist, wird in „“Friday Night“, dem Opener der zweiten Plattenseite, recht deutlich. Karashima kombiniert perlende Läufe mit Tremolo-Passagen, die linke Hand begleitet wuchtig, und immer wieder finden die beiden Hände zusammen und erzeugen ein vielfaches an Masse und Wucht. Jones spielt hier ein paar tolle Solo-Passagen. Das Stück ist zwölftaktig, er spielt im Wechsel mit dem Pianisten mehrere ganze Chorusse – und soliert dann eigentlich bis zum Schluss weiter, mal mit, mal ohne die anderen beiden, am Ende länger ganz allein. „Bitter Waltz“ ist ein balladeskes Original mit charmantem Thema. Der Closer ist dann ein No-Bullshit-Romp, McCloud walkt, Jones shuffelt und Karashima demonstriert nochmal sein inzwischen gewonnenes Selbstvertrauen mit einem spontan und doch sehr durchacht wirkenden Solo mit einer klaren Richtung mit guten Ideen, hervorragender sitzender Phrasierung … kein Wunder, heuerte Jones ihn später für seine Band an.

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    soulpope
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    Martial Solal Trio „Softly As A Morning Sunrise“ (Soul Note) 1999 …. Martial Solal hat sich nie gescheut starke Sidemen zu wählen wie hier Marc Johnson (b) und Paul Motian (dr) …. und wie immer gerät sein Pianospiel früher oder später an/über die Grenzen des Piano Trio Formats …. ich bewahre diese Veröffentlichung (trotzdem) …. und bleibe dran ….

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    #12599919  | PERMALINK

    hat-and-beard
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    Ich habe im Kaufrausch versehentlich Hawes‘ „I’m All Smiles“ doppelt gekauft.
    Würde ich gegen Porto abgeben, falls sie jemand möchte.

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    God told me to do it.
    #12599923  | PERMALINK

    atom
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    Gern, die fehlt mir noch

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    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #12600067  | PERMALINK

    soulpope
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    Mal Waldron „Rat Now“ (ECM Records) 1971 …. aus der besten Piano Trio Scheibe, welche hier bis dato nicht genannt wurde …. btw Isla Eckinger (b) und Clarence Becton (dr) heben förmlich ab ….

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    #12600125  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Shoji Aketagawa Trio – Fly Me to the Moon | Bei mir gestern noch dieses Album des wohl eigenwilligsten japanischen Pianisten, der mir bisher untergekommen ist … Aketagawa (1950-2024) war der Besitzer vom Jazzclub Aketa No Mise und dem zugehörigen Label Aketa’s Disk, vom dem einige vielleicht dank der J-Jazz-Reihe von BBE schon gehört haben. Koichi Yamazaki am Bass und Takashi Miyasaka am Schlagzeug sind auf diesen Aufnahmen von 1978 (Seite 1 der LP) und 1974 (Seite 2 der LP) dabei. Vom späteren Termin stammen zwei 14minütige Standards, „There Is No Greater Love“ und „Fly Me to the Moon“, von den beiden Daten vier Jahre früher zwei Originals („おばさゃまお手をとうぞ = Obachama Ote O Douzo“ und „アケダズ・ブルース = Aketa’s Blues“) sowie noch ein Standard, „You Don’t Know What Love Is“. Das geht von fast naiver Behandlung der Themen und Melodien zu wilden Ausbrüchen, die mit ihren Kanten, Sprüngen, Dissonanzen an eine Art Fortschreibung von Monk erinnern. Dabei gibt es feste Metren (vermutlich auch Formen, ich hab das nicht nachzuvollziehen versucht) … und aus den wildesten Passagen taucht unvermittelt plötzlich wieder die Melodie auf – auch mittendrin, lang vor es Zeit für eine Themenrekapitulation wird. Ich habe von Aketagawa neben diesem und dem schon kurz erwähnten anderen Trio-Album noch weitere Aufnahmen gekauft, solo, Duo, im Quartett mit Sax und im Trio mit Gästen … werde das ein anderes Mal vertiefen, aber die ersten Eindrücke sind faszinierend.

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    soulpope
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    soulpope Mal Waldron „Rat Now“ (ECM Records) 1971 …. aus der besten Piano Trio Scheibe, welche hier bis dato nicht genannt wurde …. btw Isla Eckinger (b) und Clarence Becton (dr) heben förmlich ab ….

    Eigentlich bezeichnend, dass Manfred Eicher sein sich folglich entwickelndes Weltklasselabel mit einer Piano Trio Scheibe startete, an deren Qualität sich nachfolgende Produktionen des Hauses bis heute messen (lassen) müssen ….

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    #12600173  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    In meiner ECM-Liste war es ja bloss #10 in Sachen Piano-Trios … weiter oben hat sich dort was umsortiert („Break Stuff“ ist gestiegen, Vallon gesunken, vielleicht auch auf #10 oder weiter nach hinten, was dann Waldrons Album ein wenig zu gute käme – aber die ganzen Listenspiele würde ja sehr ermüdend, wenn man sie so weit treiben wollte). Ich hab meine längst völlig veraltetet Waldron-Besternung nie angepasst, aber dort würde sich wiederum zeigen, dass ich einige Alben vor dem ECM-Album höre (im Trio auf jeden Fall „Black Glory“, „Plays the Blues“, das eine oder andere im Duo oder in Combo mit Lacy, Shaw/Rouse … unklar sind z.B. „Blood and Guts“ oder „Up Popped the Devil“, da müsste ich einiges wieder anhören, um das zu sortieren).

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    #12600229  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy-tail-wind In meiner ECM-Liste war es ja bloss #10 in Sachen Piano-Trios … weiter oben hat sich dort was umsortiert („Break Stuff“ ist gestiegen, Vallon gesunken, vielleicht auch auf #10 oder weiter nach hinten, was dann Waldrons Album ein wenig zu gute käme – aber die ganzen Listenspiele würde ja sehr ermüdend, wenn man sie so weit treiben wollte). Ich hab meine längst völlig veraltetet Waldron-Besternung nie angepasst, aber dort würde sich wiederum zeigen, dass ich einige Alben vor dem ECM-Album höre (im Trio auf jeden Fall „Black Glory“, „Plays the Blues“, das eine oder andere im Duo oder in Combo mit Lacy, Shaw/Rouse … unklar sind z.B. „Blood and Guts“ oder „Up Popped the Devil“, da müsste ich einiges wieder anhören, um das zu sortieren).

    Hatte unlängst in einen Replik zu „atom“ (ich denke im Piano Trio Umfrage Thread) meine „persönlichen Präferenzen“ zu Mal Waldron Trio Aufnahmen offengelegt, welche mit den von Dir Genannten durchaus einhergehen …. trotzdem bleibt „Free At Last“ der historische Türöffner von/zu ECM, welcher auch prächtig gealtert ist ….

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