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Motohiko Hino – Toko Flash | Juni 1977 in Tokyo, Trio Records, auch gerade neu aufgelegt (im Jewel Case, während die anderen Reissues, die ich grad gekauft habe, alles Mini-LPs sind). Masahiko Satoh und Nobuyoshi Ino sind dabei, Leader ist der Drummer. Die Musik ist mit diesen Leuten freier, sprunghafter – Spuren von Evans mögen bei Satoh auch vorhanden sein, aber Hard Bop sucht man hier vergeblich. „Overhang Blues“ heisst der ziemlich freie Opener von Satoh, dann folgen Legrand („Once Upon a Summertime“), Coltrane bzw. Richard Rodgers („My Favorite Things“), Rollins bzw. Trinidad („St. Thomas“), die Beatles („Norwegian Wood“) und zum Abschluss nochmal Satoh („Flash“). Nebelverhangen, verspielt, freidrehend, poetisch ist das alles – da und dort denke ich an den Herbie Hancock der Blue Note-Jahre. Das ist nicht das grosse und rätselhafte Mysterienspiel wie auf Enja – sowas kann es ja auch kein zweites Mal geben. Dennoch eine echte Entdeckung. Schade höchstens der Bass-Sound, der etwas dominant und zugleich dumpf ist.
Auf dem Rückcover gibt’s ein schönes Bandfoto aus dem Studio – hier die beste Reproduktion, die bei Discogs zu finden ist:

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba