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Toshihiko Ogawa – Riverside Jam | August 1977 in Tokyo, Trio Records, und jemand hatte die gute Idee, Donald Bailey dazuzuholen, als Toshihiko Ogawa mit Kunimitsu Inaba am Bass sein einziges Album als Leader aufnahm. Die Gangart ist hier wieder konventioneller, aber dank für einmal förmlich Bailey überbordenden Drums (die im Mix etwas zu präsent sind) nie konventionell. „Blues for Tak“ und Half the Battle“ sind die beiden Originals des Pianisten, mit denen das kurze Album beginnt. Ellingtons „Mood Indigo“ und „Bouncing with Bud“ (Powell und Walter „Gil“ Fuller – oder doch nur Fuller?) folgen auf der ersten Seite, „Love Me“ (von John Lewis), „Autumn Leaves“, „In a Sentimental Mood“ sind auf der zweiten Seite zu hören, die dann mit einem dritten Original des Pianisten endet, „Meet D.B.“, dem Drummer gewidmet – und das Stück ist zum Abschluss eine echt schöne Überraschung, denn es wirkt frei und offen – ich denke hier wieder an Hancock. Da und dort ist das Trio nicht ganz zusammen – was bei Bailey, so fühlt es sich zumindest für mich öfter mal an, eh eine rechte Herausforderung gewesen sein dürfte, so ungewöhnlich wie er spielt. Ganz toll ist das Trio neben Closer auch in der Powell-Nummer, die von Bailey massgeblich geprägt wird.
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