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THE ART OF THREE klingt interessant. und danke für den hinweis auf HOUDINI, das muss ich auch noch nachholen.

makhathini, bell le pere, mela, unomkhubulwane (2024)
„special thanks to my mentor wynton marsalis for the words you shared about putting together a band and ‚making choices'“, schreibt der pianist in den liner notes, in denen es ja ansonst viel um „erste sounds“ und die westliche wahrnehmung von afrika geht. makhathini hat also ein klaviertrio zusammengestellt und offenbar noch weitere richtige entscheidungen getroffen. die musik schwebt auf zupackende weise, was kein widerspruch ist. ich höre auch vorbilder – „izinkonjana“ könnte auch auf ibrahims YARONA-album drauf sein. mir fehlt hier gar nichts, alles ist richtig, alle drei instrumente sind am richtigen platz. natürlich wird auch gesprochen und gesungen, aber das erscheint mir fast wie verlängerungen der instrumente. eins der alben aus den letzten jahren, das ich am häufigsten höre, es funktioniert immer.
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WerbungTolles Album – bei mir etwas im Schatten des ersten (von zwei, der zweite mit anderen Leuten) Live-Gigs, der unfassbar toll war. Hab ich nicht hervorgekramt (liegt eh griffbereit, auch wenn’s eben nicht so oft lief). Hab Migräne-Tag, allmählich geht’s wieder, Sammelpost in Arbeit, noch ein gutes Dutzend Alben auf dem Stapel und dann vielleicht nochmal so viele ältere, die ich ausliess oder neu kaufte … oder auch nicht, weil mir wie gesagt allmählich die Puste ausgeht hier.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-windTolles Album – bei mir etwas im Schatten des ersten (von zwei, der zweite mit anderen Leuten) Live-Gigs, der unfassbar toll war. Hab ich nicht hervorgekramt (liegt eh griffbereit, auch wenn’s eben nicht so oft lief). Hab Migräne-Tag, allmählich geht’s wieder, Sammelpost in Arbeit, noch ein gutes Dutzend Alben auf dem Stapel und dann vielleicht nochmal so viele ältere, die ich ausliess oder neu kaufte … oder auch nicht, weil mir wie gesagt allmählich die Puste ausgeht hier.
leg es gleich auf, mittlere lautstärke, das ist kein jazz, das ist magie, es ist balsam für die seele, makhathini sieht sich ja nicht nur als musiker sondern mehr als heiler, hab die scheibe wegen des sprechgesangs nicht in meiner pianotrio-liste drin, käme aber auch nicht in die obersten ränge, es hat aber eine sanfte ausstrahlung die es einzigartig macht….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!

Brad Mehldau – The Art of the Trio Volume One / Live at the Village Vanguard: The Art of the Trio Volume Two | Bei mir ist leider Migräne-Tag – hören geht, aber lang in den Bildschirm gucken nicht. Mehldau, Runde 2 und 3, jetzt unter der „Art of the Trio“-Überschrift – da hatte wer einen Plan (Mehldau und sein Produzent Matt Pierson, nehme ich an). Das Trio kommt schon im ersten Album zur vollen Blüte, der Leader kokettiert mit „Blame It On My Youth“ zum Einstieg, es folgen drei Originals und drei weitere Standards („I Didn’t Know What Time It Was“, „I Fall in Love Too Easily“ und „Nobody Else But Me“) sowie Lennon/McCartneys „Blackbird“ – ein Vorbote künftiger Pop-Song-Interpretationen. Das Interplay ist grossartig, Rossy höchst vielseitig, Grenadier stets übergangslos zwischen Solo, Kommentar und Begleitung unterwegs, mit tollem Ton und superbem Beat. Statt Liner Notes dieses Mal eins von Rilkes Orpheus-Sonneten in englischer Übersetzung. Dazu ein paar Fotos vom jungen Mann, der die Zeit (aber nicht sich) vergessen hat sowie Studio-Schnappschüsse (4./5. September 1996 in den Mad Hatter Recording Studios in L.A., Bernie Kirsh nahm auf, James Faber machte danach anderswo den Mix). Im Vanguard dann für meine Ohren die erste echte Sternstunde von Mehldau – schon im Opener, „It’s Alright with Me“, ziehen die drei alle Register und so geht es durch ein tolles Programm weiter: „Young and Foolish“, „Monk’s Dream“, „The Way You Look Tonight“, „Moon River“ (Pop-Songs …) und als Closer nochmal Coltranes „Countdown“ vom Debut-Album. Im Booklet ein Gespräch von Brad mit Mehldau (oder Florestan und Eusebius?) – „Like a dog that loves to eat its own shit“, so in Kürze die Zeitdiagnose vom Stichwortgeber, während der Haupt-Laberer die Fackel der Originalität hochhält – Romantik, Geniekult, aber auch deutliche Worte in Richtung der musealen Junglöwen der ersten Welle: „When this kind of chauvinistic ideology and myth step into the foreground, there arises a tendency toward a sort of musical fascism, steeped in the conservative, with a sensibility inclined towards the downright reactionary. The music will at best achieve a sort of banal correctness, informed by an impotent lack of the spontaneous“ – das ist natürlich nicht konkret adressiert im Text, den ich jetzt auch nicht ganz wiedergelesen habe … immerhin ist er im Gegensatz zu späteren noch auf zehn Seiten im Booklet so gedruckt, dass man ihn mühelos lesen kann. Aufgenommen wurde das Album zwischen dem 29. Juli und dem 3. August 1997 von James Farber und John Bates. Das wäre doch mal was für ein Box-Set nächstes Jahr, falls es die USA (und uns) dann noch gibt?

Jason Moran Presents The Bandwagon | Mehldau führt seine Revolution aus dem Innersten der Tradition durch, Moran setzt anderswo an, Hip Hop, Funk, Superhelden, Achterbahn, aber auch Romantik (Moran spielt Brahms‘ Intermezzo Op. 118/2) – 29./30. November 2002, auch im Village Vanguard (Kurt Lundvall nahm auf und mischte, Moran produzierte selbst). Tarus Mateen spielt seine eingesteckte akustische Bassgitarre, und Nasheet Waits ist in der Zeit schlicht der beste Drummer. Die Musik geht von Rag Time („Out Front“ vom ähnlich eklektizistischen und doch so eigenen Lehrer Jaki Byard) zu No Time, von Brahms zu Samples (eine Stimme, die in „Ringing My Phone“ vom Sampler dazugespielt wird). Die drei finden traumhaft sicher den Weg durch die unterschiedlichen Landschaften (Levels des Games?), glänzen mal mit Eleganz, dann mit explosivem Punch. Ich wollte Moran eigentlich nach der Neunziger Strecke wiederhören und hab grad nur die CDs von ihm (und Osby) greifbar, die ich damals nachkaufte (diese und „All Rise“), im Vanguard 2016 war ich ja schon, das hier ist derselbe jährliche Gig zu Thanksgiving, 14 Jahre früher und noch beim langjährigen Label Blue Note.

Tethered Moon – Experiencing »Tosca« | Und dann noch die letzte Runde mit Masabumi Kikuchi (mit einbandagierter linker Hand), Gary Peacock und Paul Motian und ihrem angeketteten Mond, bevor ich wieder Pause mache und hoffe, der Kopf lässt es zu, nachher Bach zu hören (ich hab eine Karte für Schaghajegh Nosrati, die das erste Buch des Wohltemperierten Klaviers aufführt). Hit Factory, NYC, 14./15. Dezember 2002, und Peacock übernimmt gleich den Lead im ersten Teil (von dreien), nach dem kurzen Prolog. Motian ist oft zupackend drauf, spielt drum rudiments auf der Snare, während Kikuchi denkt, in einer Oper müsse doch auch wer laut singen. „Homage to Puccini“ (vom Trio), „Ballad“ (Kikuchi), „Blues for Tosca“ (Trio) folgen, dann Part IV. Den Prolog und die vier „Parts“ haben die drei von Puccinis Musik adaptiert. Nach dem einfachen Material der Piaf-Hommage ist das ein Abschied mit Knall, ein letzter karger, kantiger Rausch.
Ich bin froh, ist kein Tethered Moon-Ranking gefragt, denn hinter dem Weill-Album liegt irgenwie gefühlt alles gleich auf …
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbasehr schöne texte, danke – das moran-album kriegst du besser beschrieben als ich. mehldau muss ich irgendwann mal scheuklappenbefreit hören – mich hat die performance damals sehr genervt, aber auch die musik (ich kam mit rossy nie klar). nr. 4 habe ich hier, aber das ging später auch nicht mehr. ich traue mir da selbst nicht.
tethered moon ist schon ein verrücktes projekt – aber meine these war ja immer, dass kikuchis entwicklung in dieser zeit immer mehr ins unkommunikative geht, er eigentlich solo seine größte magie entfaltet (und sich da auch nochmal entwickelt). dagegen spricht z.b. redbeans’s liebe für SUNRISE…
gute besserung und viel spaß bei bach!
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
https://youtu.be/X07eXCKzUqs?si=UVOIhiGFZJ1Npx5u
Franco D’Andrea Hein Van de Geyn Aldo Romano „Volte“ (Owl Records) 1989 …. ein Beitrag zur Rubrik „was habe damals nicht alles für einen Schmus gekauft“ …. jedoch definitiv interessanter als dann so manches Piano Trio Retorten Produkt, was im Folgejahrzent mit Starprotagonisten aufgesetzt wurde …. hier hörenswert insbesondere eine Dekonstruktion des Beatles Songs „Norwegian Woods“ …..
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)vorgartensehr schöne texte, danke – das moran-album kriegst du besser beschrieben als ich. mehldau muss ich irgendwann mal scheuklappenbefreit hören – mich hat die performance damals sehr genervt, aber auch die musik (ich kam mit rossy nie klar). nr. 4 habe ich hier, aber das ging später auch nicht mehr. ich traue mir da selbst nicht.
tethered moon ist schon ein verrücktes projekt – aber meine these war ja immer, dass kikuchis entwicklung in dieser zeit immer mehr ins unkommunikative geht, er eigentlich solo seine größte magie entfaltet (und sich da auch nochmal entwickelt). dagegen spricht z.b. redbeans’s liebe für SUNRISE…
gute besserung und viel spaß bei bach!Es gibt einige tolle Bandalben aus den späten Jahren von Kikuchi, On Broadway Vol 5… das mit Kresten Osgood… Die späten beiden mit Hino hab ich nicht im Ohr, aber erinner ich als stark… Von den Tethered Moon Alben auf Winter Winter erinner ich das Piaf Album als bestes, Weill sollte ich nochmal hören
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.….mir wurde brad mehldau mal so dermaßen schmackhaft gemacht, dass ich sogar direkt mit auf ein konzert im trio ging, es war ganz nett, mehr aber auch nicht. ich weiß noch, dass mir das gesäß vom sitzen weh tat, die musik berührte mich null, war langweilig und ermüdend….mal erhaltene behelfe hab ich verschenkt!
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!…allerdings die alben mit redman, mcbride und blade sind schlicht fantastisch! vielleicht sollte ich mit späteren alben im trio nochmals einsteigen, die end-90er und 00er sprachen mich nicht an…
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!Ach was, Redman hat nie was ähnlich starkes wie Mehldau gemacht… und mit Redman war Mehldau so langweilig wie nie (Duo beim Jazzfest Berlin). Im ernst, bei Redman bin ich seit fast 20 Jahren praktisch komplett raus, von Mehldau kauf ich auch längst nicht alles (die letzten 10 Jahre praktisch nichts), aber höre doch immer wieder was. Art of the Trio 2-4 sind wohl bis heute meine liebsten Alben. Aber so richtig vertieft hab ich Mehldau auch nie. (Meine alten Redman-Favoriten sind das Debut, MoodSwing und das Live-Doppelalbum aus dem Village Vanguard… alles 30 Jahre her und mir schon ewig nicht mehr wichtig.)
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
California Three – Windows | Ich vermische die Nachlese mit den letzten Alben, die noch auf dem Hörstapel liegen … das hier hab ich durch puren Zufall entdeckt, es gibt ein CD-Reissue aus Japan von 2020, das gestern zum ersten Mal lief. Das ist dann nochmal ein Piano-Trio mit Donald Bailey, aufgenommen im Studio in Tokyo im Juli 1978 für Trio und mit einem Cover, das irgendwo zwischen CTI und ECM positioniert ist. Im Trio spielen neben Bailey auch der Pianist Dwight Dickerson (*1944) und der Bassists Harvey Newmark (finde keine Lebensdaten, wohl auch so zweite Hälfte der Vierziger geboren?). Das ist ein Post-Evans-Trio mit geradezu klassischem Repertoire: „My Romance“, „Yesterdays“ und „Solar“ zum Einstieg, bevor Seite 1 mit dem Titelstück von Chick Corea endet. Auf Seite 2 gibt es „Alice in Wonderland“, „Body and Soul“, Eddie Harris‘ „Freedom Jazz Dance“ und als Closer „Blue Monk“. Fas alles hier wirkt 1978 bereits „klassisch“, dennoch klingt das nicht zuletzt dank Baileys unkonventionellem Spiel sehr frisch, Evans‘ Lyrismus vermischt sich mit etwas zupackenderen Ansätzen (eben: man hat auch Corea gehört, mit Tjader gespielt, kann Latin-Rhythmen und was man in L.A. damals halt alles so drauf haben musste).
Newmark und Dickerson kriege ich noch nicht recht zu fassen. Der Bassist spielte mal mit Buddy Rich und Buddy DeFranco in seiner Band, gehört(e) aber auch lange zum Long Beach Symphony Orchestra (klick), seine Credits reichen von Cal Tjader, Frank Strazzeri, Dave Pike oder Harry Edison über Anita O’Day und Carmen McRae zu Neil Diamond, Townes Van Zandt und einer gewissen Tania, die „Dock of the Bay“ und andere Klassiker im Psychedelic-Folk-Gewand singt (klick). Dickerson hat mit Charles Owens, Gene Ammons, Leroy Vinnegar, Benny Powell, Henry Franklin, Red Holloway, Bobby Hutcherson, Nick Brignola und ebenfalls Anita O’Day aufgenommen – und ist auf einem Comeback-Album von Bev Kelly von 1979 dabei (klick) – da kommt viel zusammen, aber von ein paar Ausnahmen von Newmark abgesehen kaum etwas, was mir bisher begegnet wäre.
Auf dem Rückcover ist Kalifornien dann eher zu erahnen:

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
John Young – Serenata | Die dritte Scheibe von John Young als Leader entstand n zwei Tagen im September 1959 und erschien 1964 bei Delmark als „The John Young Trio“. Für das CD-Reissue von 1992 liess man Paul Serrano Liner Notes schreiben (dafür fehlen die von 1964) und gab der halben Stunde Musik noch drei Alternate Takes bei („Circus“, „Baby Doll“, „I Don’t Wanna Be Kissed“). Joe Segal nahm das Album in den Webb Studios auf, mit dabei sind Victor Sproles und Phil Thomas und es gibt einen Mix aus Ahmad Jamal und eigenem, viel Latin-Beats, nicht zuletzt im Titelstück, das auch andere Jazzer spielten (ich kenne v.a. die Version von Cannonball Adderley). Der Opener ist „I Don’t Wanna Be Kissed“ und da sind wir sofort im Jamal-Groove, locked-in mit diesen typischen Trommelschlägen auf dem Steh-Tom (oder doch der Snare?). Das alles ist harmonisch ziemlich reich und bewegt sich – auch da kann man zu Jamal gucken – gekonnt zwischen Cocktail-Piano und Jazz. Young spielt immer wieder total schöne Läufe, schmückt aus … die meisten Stücke sind recht kurz und nach so richtig viel Improvisation klingt das oft nicht. Von der Stimmung her aber sehr schön. Ich mag wohl das leicht Irre vom Debut eine Spur besser, aber man hört hier, wie Young seinen Weg geht und ein paar Dinge geklärt hat.
Serrano schreibt über ihn als Institution in Chicago, wie er schon früh in den wichtigsten Clubs gespielt hat (geboren 1922, aktiv ab ca. 1940), besonders im Kitty Kat – „the ultimate proving ground for piano trios. Here, Herbie Hancock, Ahmad Jamal, Kurt Stewart and John Young were the mainstays. If you couldn’t swing or just weren’t an out and out bad M–F–, that gig was out of reach.“ – Young fing also um 1940 herum bei Andy Kirk an und Serrano beschreibt ihn als „master cooker“: „… the audiences get caught up in the musical web. They follow his music, note by note, groove by groove, as he climbs higher and higher. And when the moment is just right, he takes off and goes into high gear. If he flashed that famous John Young smile and stands up while playing you know you’re about to enter the ‚groovelight‘ zone.“ Jeden Abend der Woche spiele Young in einem anderen Club der Stadt, manchmal mit seinem Trio, manchmal mit Sängerinnen, und damals seit vier Jahren donnerstags im Alexanders mit dem Jazz Masters Quintet (leider steht nicht, wer dazugehörte). Und „Serenata“ ist eins der frühen Dokumente von Young, der da eben auch schon fast 20 Jahre im Geschäft war, aber bis zu seinem Tod 2008 noch einen weiten Weg ging, von dem leider nicht annährend so viel dokumentiert ist, wie wir uns das wünschen würden.
(Wer ist Kurt Stewart?)

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaZwei schöne Posts… Von Dickerson hab ich noch das eine Charles Owens Album, schon gut, aber nichts was ich jetzt gezielt suchen würde…
Kurt Stewart macht natürlich neugierig… Das könnte/dürfte der Curt Stewart sein, der in diesem Artikel über The Dells erwähnt wird, ich zitiere:
Curt Stewart played a vital role in your mutation from doo wop to jazz, didn’t he?
He was the musical director for Julie London, Nancy Wilson. He arranged big bands, played great piano and was a brilliant vocal coach. He taught us how to sing five part harmony. We not only backed Dinah live but sang on her 1962 LP, Tears And Laughter
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.Danke – da findet man echt nichts … und die KI-Suchergebnisse labern – wie so oft – irgendwas daher. Wär mal Zeit, mir eine andere Suchmaschine anzugewöhnen, Google schiebt das relevante ja immer weiter nach unten und will, dass wir die defizitäre KI-Kacke bezahlen.
Das Trio von Dickerson ist echt überraschend – ich hatte mit mehr Smooth und Funk gerechnet, eher sowas wie Joe Sample – aber nein, es ist ziemlich klassisch und echt schön.
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Habe dort diese zwei Videos mit Auftritten von Jamal und Hawes gefunden:
https://iverson.substack.com/p/tt-241-ahmad-jamal-and-hampton-hawes--
God told me to do it. -
Schlagwörter: Jazz, Piano, Piano Trio
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