Startseite › Foren › An die Redaktion: Kritik, Fragen, Korrekturen › Lieber Rolling Stone… › Wie häufig lesen Teenager bzw. junge Erwachsene den Rolling Stone?
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John BillNunja, ersteres wird ja quasi seit Jahren in sämtlichen medienrelevanten Blogs beschrieben, diskutiert, kommentiert etc. Da dürfte sich der RS nur wenig von anderen Printmedien unterscheiden, die ihren Weg finden müssen. Und natürlich auch ihren Weg finden müssen, um aus dem Online-Geschäft ihren Gewinn zu ziehen.
Genau! Aber wer wird dabei nicht gefragt? Die Jugendlichen! In der Regel wird das von Journalisten, Medienexperten und Kulturkritikern diskutiert, die von ihrer papierenen Kindheit ausgehen. Das trifft ja auch auf mich und Dich zu. Ich würde aber gerne mal erfahren, wie das „die jungen Leute“ sehen – und zwar ohne dass der Verfall der Kultur und der Untergang des Abendlandes an die Wand gemalt wird (das machst Du nicht, ich weiß).
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Mich interessieren aber in diesem Fall gedruckte Musikzeitschriften und nicht Magazine über andere Themen. Daher: Welche ausländischen Musikmagazine liest Du denn?Vibe, XXL, eher selten die Source, manchmal Q sowie Wax Poetics als reine Musikmagazine, daneben Lodown, Juxtapoz, Vice und Wallpaper als Magazine mit Musik-Coverage. Früher noch die Backspin.
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Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the blockIch hab ja die 25er Grenze schon überschritten, zähle mich aber mal einfach als Jungleser, zumal ich auch erst spät eingestiegen bin. Seit meinem 21. Lebensjahr lese ich jede Ausgabe des Stone, dazu noch Spex und ME (mal mehr, mal weniger), englische Presse nur gelegentlich.
Rein von meinem Gefühl her, war der RS in meiner Anfangszeit interessanter, obwohl ich jetzt deutlich mehr Künstler kenne. Da ich gelernt habe, die Redakteure einzuschätzen, interessiert mich deren Meinungen schon sehr (umso mehr bedauere ich es, wenn über einige Alben, die die Redakteure sehr schätzen – dieses Jahr „Sometimes I Wish…“ und „The Bachelor“, nichts im RS zu finden ist). Insgesamt gefiel mir die Ausrichtung und auch die Gewichtung von Musik/Film/Literatur vor ein paar Jahren noch besser. Gut dass Joachim Hentschel auch wieder mit im Boot ist, ich erhoffe mir davon einen deutlichen Wiederaufschwung des RS (Das geht aber keinesweges gegen Torsten Groß, der seine Sache ziemlich stark gemacht hat bisher). Ersetzen kann das Internet den Stone nicht, dafür ist es mir zu unzuverlässlich, zu anonym und allgemein.--
and now we rise and we are everywherenikodemusRein von meinem Gefühl her, war der RS in meiner Anfangszeit interessanter, obwohl ich jetzt deutlich mehr Künstler kenne. Da ich gelernt habe, die Redakteure einzuschätzen, interessiert mich deren Meinungen schon sehr (umso mehr bedauere ich es, wenn über einige Alben, die die Redakteure sehr schätzen – dieses Jahr „Sometimes I Wish…“ und „The Bachelor“, nichts im RS zu finden ist). Insgesamt gefiel mir die Ausrichtung und auch die Gewichtung von Musik/Film/Literatur vor ein paar Jahren noch besser. Gut dass Joachim Hentschel auch wieder mit im Boot ist, ich erhoffe mir davon einen deutlichen Wiederaufschwung des RS (Das geht aber keinesweges gegen Torsten Groß, der seine Sache ziemlich stark gemacht hat bisher). Ersetzen kann das Internet den Stone nicht, dafür ist es mir zu unzuverlässlich, zu anonym und allgemein.
Lese zwar den RS schon länger als @nikodemus (schon seit der ersten Ausgabe), aber auch ich fand ihm schon interessanter. Früher las ich praktisch jeden Artikel. Derzeit dürfte es gerade mal die Hälfte sein…
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Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl KrausTendetiell gebe ich Dir recht, Vega 4- die Zeitschrift glänzt in letzter Zeit zunehmend mit unpolitischem Lifestylegeplapper. Und dennoch frage ich mich, ob es nicht auch mit der eigenen Wahrnehmung/Erwartungshaltung zu tun hat.
Nur 2 Beispiele:
1.) Früher hat mir der RS musikalische Welten eröffnet- meine Kenntnisse und meine Plattensammlung aber waren damals erheblich geringer als heutzutage. Anders herum gesagt: Als vor einiger Zeit ein Artikel über Miles Davis in der Zeitschrift war, hat es mich natürlich extrem gefreut. Andererseits: Wenn man schon das ein oder andere Buch über ihn gelesen hat ist der Erkenntnisgewinn nicht so riesig.
2.) Vielleicht ist mit „interessanter“ auch „interessanter als“ gemeint. Die faktische Monopolstellung, die der RS früher auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt hatte, relativiert sich a) durch weitere nationale und internationale Presse (z.B. Spex) und b) durch das Internet, mit dem der RS selbstverständlich konkurriert (und das natürlich aktueller ist).Wenn ich den RS also immer noch lese, so vor allem aus dem Grund, da anders als vielfach im Internet und im Vergleich zu mir, es sich nach wie vor um ein professionelles Blatt, handelt. Zum einen sind viele Artikel gut recherchiert und die Fakten gesichert. Zum Anderen habe ich gar nicht die Zeit nonstop im Internet mich mit Musik zu befassen, schon gar nicht bei zigtausend Neuerscheinungen und zigtausend Seiten (mit einer gewissen Beliebigkeit und höchst schwankender Qualität). Und ja: Ich bin Hobbyhörer, habe also nicht das gleiche Fachwissen wie der RS.
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StaggerleeIch bin Hobbyhörer, habe also nicht das gleiche Fachwissen wie der RS.
ich weiß es ist ein bißchen albern; aber diese „Der Starpraktikant“ Sendung letztes Jahr hat das Bild des RS bei mir echt ziemlich angekratzt – die Teilnehmer waren vergleichsweise mäßig musikinteressiert, und wussten offensichtlich weniger als dutzende Leute hier im Forum und anderswo… natürlich weiß ich, dass man davon nicht auf die Redaktion als ganze schließen kann – aber dass solche (zum Teil nicht unsympathischen) „Brotarbeiter“ auch nur Ernst genommen wurden, fand ich schon irgendwie bitter…
das mit der Anonymität, mangelnden Qualitätskontrolle… trifft sicherlich auf viele Seiten zu, klar kann man zB die allermeisten Kundenbewertungen bei amazon nicht so ernst nehmen wie Rezensionen in einer Zeitschrift, selbst einer schlechten; und bei allmusic.com sind die Rezensenten auch sehr unterschiedlich „gut“ (manche sind exzellent)… letztlich, ich habe drei, vier, fünf Blogs, die ich so ungefähr jeden Tag besuche, da steht auch nicht jeden Tag was tolles, aber dreimal im Monat eigentlich schon und wenn mir da jemand mit der Qualitätskontrolle und Anonymität kommt, kann ich eigentlich nur lachen; und dazu zwei Foren für die kleinen Nachrichten (wer gestorben ist…) und zum diskutieren, im wesentlichen ist das meine Zeitschrift; für Zugfahrten sind Zeitschriften aus Papier immer noch bevorzugt;
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.Eine kleine Abschweifung, aber gehört auch irgendwo zum Thema: Interessiert sich eigentlich die jüngste Generation unter ca. 14/15 Jahren noch für Zeitschriften? Da war ich doch überrascht vom Ranking der Auflagengewinner 2009 auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt: Auf Platz 4 liegt tatsächlich die „Bravo“, deren Auflage im letzten Jahr um 63.000 auf 542.000 stieg. Auf Platz 8 folgt mit „Hey!“ ein Konkurrenzblatt, auf Platz 11 „Bravo Girl“. Das widerspricht doch dem vermuteten Trend.
Eine Musikzeitschrift im engeren Sinne findet sich allerdings nicht unter den Top 20:
http://meedia.de/background/meedia-galerien/klickgalerie/auflagengewinner.html
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Herr RossiEine kleine Abschweifung, aber gehört auch irgendwo zum Thema: Interessiert sich eigentlich die jüngste Generation unter ca. 14/15 Jahren noch für Zeitschriften?
Ja, aber sie kaufen sie nicht! Habe öfters bei Veranstaltungen mit dieser Generation zu tun. Dort liegen dann auch einige Musikzeitschriften herum und sie werden sehr wohl gelesen. Aber fragt man sie ob sie auch sonst derartige Magazine lesen, bekommt man die Antwort: „Nein! Zu teuer und im Internet steht sowieso alles…“
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Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann. "Fackel" - Karl Krausdanke für den Link, Herr Rossi! Hier kann man sich die Entwicklung der Verkaufszahlen für ein paar der Zeitschriften ansehen; auf dene ersten Blick würd ich sagen, RS und ME (und auch die Bravo) haben von 2001 bis 2003 ordentlich verloren, sind aber seitdem stabil…
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.redbeansandricedanke für den Link, Herr Rossi! Hier kann man sich die Entwicklung der Verkaufszahlen für ein paar der Zeitschriften ansehen; auf dene ersten Blick würd ich sagen, RS und ME (und auch die Bravo) haben von 2001 bis 2003 ordentlich verloren, sind aber seitdem stabil…
Extrem stabil ist ja die Kurve der RS-Abonennten.
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Interessant auch, dass der Modelleisenbahner fast ebenso viele Leser hat und der Playboy gleich 4x so viele wie der RS.
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Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!Vega4Ja, aber sie kaufen sie nicht!
Irgendjemand muss aber den ansehnlichen Auflagenzuwachs finanziert haben.;-) Tatsächlich liegt die „Bravo“ als immer noch beliebestes Teenie-Magazin nur auf Platz 37 im Zeitschriften-Ranking. Das war sicher mal anders.
In der „Meedia“-Analyse ist interessant, dass die auf ein durchschnittliches Alter der „Bravo“-Leser von 21,9 Jahren kommen, allerdings werden Leser unter 14 in der Altersstatistik gar nicht erfasst …
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MikkoInteressant auch, dass der Modelleisenbahner fast ebenso viele Leser hat und der Playboy gleich 4x so viele wie der RS.
Ausserdem hat der Playboy anscheinend in den letzten 10 Jahren keine Leser verloren trotz Internet. Machen sich gut recherchierte, interessante Artikel am Ende doch bezahlt?
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Herr RossiAuf Platz 4 liegt tatsächlich die „Bravo“, deren Auflage im letzten Jahr um 63.000 auf 542.000 stieg. Auf Platz 8 folgt mit „Hey!“ ein Konkurrenzblatt, auf Platz 11 „Bravo Girl“. Das widerspricht doch dem vermuteten Trend.
Ich war ja auch mal Bravo Leser, aber das war in den Sechzigern. Damals hatten diese Zeitschriften verglichen mit ihren heutigen Inhalt fast RS Niveau!!
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Der Rock ist ein Gebrauchswert (Karl Marx)
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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früher war ja auch die Musik besser!
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