Startseite › Foren › An die Redaktion: Kritik, Fragen, Korrekturen › Lieber Rolling Stone… › Wie häufig lesen Teenager bzw. junge Erwachsene den Rolling Stone?
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AutorBeiträge
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Es gibt eben Leute, die sich ihr Geld gewissenhaft einteilen müssen. Ganz klar gehe ich dann lieber in den Handel, greife zu einer originalen CD, anstatt mein Geld für Musikzeitschriften auszugeben. Dass das auf Unverständnis trifft, kann ich gerade absolut nicht nachvollziehen.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Joshua TreeDas Problem ist doch, daß die hier angesprochene Generation es nicht gelernt hat für Informationen in gedruckter Form bezahlen zu müssen. Gratismagazine und das Internet werden bevorzugt, kostet schließlich nichts.
das ist jetzt ungefähr so sinnvoll, als würde ich mikko vorwerfen, dass er nicht gelernt hat mit dem Internet umzugehen und daher noch Magazine kauft…
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Die Diskussion nimmt eine Form an, die mir missfällt. Moralische Vorwürfe an diejenigen, die keine Musikzeitschriften kaufen, halte ich für vollkommen falsch.
Fakt ist:
Wir alle verfügen über eine begrenzte Menge an Geld.
Wir alle treffen Entscheidungen, wie wir unser Geld ausgeben.Man kann doch niemandem einen Vorwurf machen, wenn er etwas nicht kauft, weil er entschieden hat, dass er es nicht benötigt. Das ist doch hier kein Anklage-Thread. Dem einen ist es das Geld wert, dem anderen nicht.
Von der kleinen Gruppe, die bislang abgestimmt hat, kauft die Hälfte den RS immer oder fast immer und die andere nie oder fast nie. Es ist also durchaus so, dass es immer noch junge Erwachsene gibt, die bereit sind, monatlich Geld für eine Musik-Zeitschrift auszugeben. Es gibt aber auch einen Teil, der sagt, dass ihm die kostenlosen Angebote des Internets ausreichen.
Ok, ich gebe zu, das ist keine weltbewegende Erkenntnis und entspricht im Grunde meinen Erwartungen. Ich bin gespannt auf mehr Rückmeldungen zum Verhältnis von kostenpflichtigen Musikzeitschriften zum kostenlosen Internet ohne Bewertungen von „richtig“ und „falsch“ und Aussagen wie „Das Internet macht alles kaputt.“
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.tina toledoUnd seitdem nicht mehr, oder? Das bestätigt doch Joshs These.
Er hat behauptet, dass man es gar nicht gelernt hätte dafür zu bezahlen. Damals hatte ich mittels Taschengeld ein viel viel geringeres Budget als jetzt und habe mir trotzdem die Zeitschriften geholt.
Jetzt kann ich mich entweder mit den Blättern nicht mehr identifizieren (Metal Hammer) oder aber die Inhalte treffen sich nicht mehr mit meinem Geschmack (RS, Visions).
Der US-RS wäre schon eher was für mich.
Es hat natürlich auch mit Faulheit zu tun. Ich bin jetzt seit 15 Minuten am Rechner und weiß schon jegliche Neuigkeiten aus der Musikszene.
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CoxyIch scheine mich und mein Interesse nicht zu kennen.
Der springende Punkt sind schlicht die Prioritäten. Wenn Du die 5,50 EUR nicht investieren willst, weil Dich das Heft nicht genug interessiert, dann sei Dir das unbenommen. Nur das Beschweren über den Preis finde ich überflüssig.
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You can't fool the flat man!Flatted FifthDer springende Punkt sind schlicht die Prioritäten. Wenn Du die 5,50 EUR nicht investieren willst, weil Dich das Heft nicht genug interessiert, dann sei Dir das unbenommen. Nur das Beschweren über den Preis finde ich überflüssig.
Eben, du findest es überflüssig. Und einige andere auch. Ich hingegen nicht – zumal eine Beschwerde darüber anders aussieht.
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Ich wollte mit meinem Beitrag kein moralisches Urteil sprechen oder jemanden angreifen. Das war nur eine simple Feststellung. :wave:
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Joshua TreeIch wollte mit meinem Beitrag kein moralisches Urteil sprechen oder jemanden angreifen. Das war nur eine simple Feststellung. :wave:
genau, eine (zweifelhafte) Tatsachenbehauptung :wave:
die Monate, in denen ich bewusst in größerem Stil Mahlzeiten gestrichen hab um Tonträger zu kaufen sind vorbei, „verlernt“ scheint mir dafür aber das falsche Wort
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.Joshua TreeIch wollte mit meinem Beitrag kein moralisches Urteil sprechen oder jemanden angreifen. Das war nur eine simple Feststellung. :wave:
Ja, in Ordnung – aber die entscheidende Frage lautet doch: Was bedeutet diese Tatsache für die Zukunft von Printmedien insgesamt und für Musikzeitschriften im Besonderen. Wer kauft sie in Zukunft? Welche Themen sollen sie vermitteln? Wer beklagt, der Rolling Stone beschäftige sich nur noch mit konservativen Themen, der findet vielleicht die Antwort darin, dass die jungen Leser immer weniger werden, weil die sich im Internet orientieren. Übrig bleibt ein höheren Anteil an Traditionslesern, die naturgemäß konservativer sind.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.nail75
Von der kleinen Gruppe, die bislang abgestimmt hat, kauft die Hälfte den RS immer oder fast immer und die andere nie oder fast nie. Es ist also durchaus so, dass es immer noch junge Erwachsene gibt, die bereit sind, monatlich Geld für eine Musik-Zeitschrift auszugeben.Vielleicht sollte man die Umfrage weniger eingrenzen. Ich bin schon bereit dazu bzw gebe monatlich Geld für Zeitschriften aus, nur eben nicht für den RS oder sonstige deutsche Magazine. Vom sporadischen Kauf der Plastic Bomb und der Keys mal abgesehen.
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Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the blocknail75Ja, in Ordnung – aber die entscheidende Frage lautet doch: Was bedeutet diese Tatsache für die Zukunft von Printmedien insgesamt und für Musikzeitschriften im Besonderen. Wer kauft sie in Zukunft? Welche Themen sollen sie vermitteln? Wer beklagt, der Rolling Stone beschäftige sich nur noch mit konservativen Themen, der findet vielleicht die Antwort darin, dass die jungen Leser immer weniger werden, weil die sich im Internet orientieren. Übrig bleibt ein höheren Anteil an Traditionslesern, die naturgemäß konservativer sind.
ich hab jedenfalls heutzutage ganz andere Qualitätsansprüche an Zeitschriften, Pressemitteilungen (an die ich in Zeiten des Internets auch selber komme) lese ich auch gerne ungefiltert, sie sind was sie sind, und irgendwelchen Senf zu einem Album finde ich schnell… und einen durchschnittlichen Barack Obama Artikel finde ich auch anderswo, wenn ich ihn wirklich haben will… aus meiner Sicht ist keine einzige der deutschen Musikzeitschriften, die mich thematisch interessieren da bisher hinterher gekommen, Idioten wie mich will ich nun wirklich nicht lesen [und das war früher anders, da hat mich das nicht groß gestört]…
wenn umsonst so aussieht (sorry für das technisch angehauchte jazz beispiel) dann müssen sich 5,50 warm anziehen…
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.nail75Ja, in Ordnung – aber die entscheidende Frage lautet doch: Was bedeutet diese Tatsache für die Zukunft von Printmedien insgesamt und für Musikzeitschriften im Besonderen. Wer kauft sie in Zukunft? Welche Themen sollen sie vermitteln? Wer beklagt, der Rolling Stone beschäftige sich nur noch mit konservativen Themen, der findet vielleicht die Antwort darin, dass die jungen Leser immer weniger werden, weil die sich im Internet orientieren. Übrig bleibt ein höheren Anteil an Traditionslesern, die naturgemäß konservativer sind.
Nail, entscheide doch mal, in welche Richtung Dein Thread weiter gehen soll. Die obigen Fragen sind m.E. in dem von Flat verlinkten Thread besser aufgehoben (und dort zum Teil schon diskutiert worden). Sollte dieser Thread hier mehr oder weniger der trockenen Statistik dienen? Dann würde ich vorschlagen, die Diskussion auszulagern bzw. an anderer Stelle weiter zu führen.
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Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!Mich interessieren hauptsächlich Aussagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Kauf und zur Lektüre von Musikzeitschriften (besonders natürlich zum RS), wie ich das ja bereits mehrfach geschrieben habe. Ist ein Musikmagazin für sie lohnend, zentral oder überflüssig? Kann das Internet es aus ihrer Sicht genauso gut? Oder ziehen sie das gedruckte Wort vor?
Ich will jetzt hier natürlich keine Alterskontrolle vornehmen, aber was ich bedauerlich fände, wäre die Moralisierung der Fragen nach dem Motto: „So teuer ist der RS nicht und Du könntest/solltest/müsstest…“ Das interessiert mich persönlich nämlich gar nicht.
Insofern kann das alles aus meiner Sicht hier stehenbleiben, weil es – überwiegend – zum Thema gehört.
CleetusVielleicht sollte man die Umfrage weniger eingrenzen. Ich bin schon bereit dazu bzw gebe monatlich Geld für Zeitschriften aus, nur eben nicht für den RS oder sonstige deutsche Magazine. Vom sporadischen Kauf der Plastic Bomb und der Keys mal abgesehen.
Mich interessieren aber in diesem Fall gedruckte Musikzeitschriften und nicht Magazine über andere Themen. Daher: Welche ausländischen Musikmagazine liest Du denn?
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.Invisible Man.…Würde der Rolling Stone ab sofort nur noch in schwarz-weiß gedruckt und lappriges IKEA-Katalog-Papier verwendet, dann würde natürlich der Preis sinken. Allerdings ging dann auch die hochwertige Gestaltung flöten…
Coxy
Jene ist auch von enormer Wichtigkeit, wenn ich über Musik-Neuigkeiten informiert werden will.
Mir als angehender Gestalter ist es eigentlich schon von enormer Wichtigkeit, dass ein Printprodukt ein stimmiges, zeitgemäßes Design hat. Im Gegensatz zu den anderen Musikmagazinen auf dem Markt, hat der Rolling Stone einfach das Beste.
nail75Mich interessieren hauptsächlich Aussagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Kauf und zur Lektüre von Musikzeitschriften (besonders natürlich zum RS), wie ich das ja bereits mehrfach geschrieben habe. Ist ein Musikmagazin für sie lohnend, zentral oder überflüssig? Kann das Internet es aus ihrer Sicht genauso gut? Oder ziehen sie das gedruckte Wort vor?
Ich ziehe ganz klar das gedruckte Wort vor! Wie ich schon einmal erwähnt habe, lese ich den Rolling Stone nicht nur zum Zeitvertreib, sondern nutze Ihn auch als Nachschlagewerk. Kein anderes Magazin schafft es, ältere Künstler und Neue so gut unter einen Hut zu bekommen…
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
nail75Ja, in Ordnung – aber die entscheidende Frage lautet doch: Was bedeutet diese Tatsache für die Zukunft von Printmedien insgesamt und für Musikzeitschriften im Besonderen.
Nunja, ersteres wird ja quasi seit Jahren in sämtlichen medienrelevanten Blogs beschrieben, diskutiert, kommentiert etc. Da dürfte sich der RS nur wenig von anderen Printmedien unterscheiden, die ihren Weg finden müssen. Und natürlich auch ihren Weg finden müssen, um aus dem Online-Geschäft ihren Gewinn zu ziehen.
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