Umfrage – Die 20 besten Tracks von John (Cougar) Mellencamp

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    stefane
    Silver Rider

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    John Mellencamp – a.k.a. Johnny Cougar, John Cougar, John Cougar Mellencamp, Mellencamp oder welcher Namen er sich auch immer bediente (oder bedienen mußte) – ist sicherlich einer der Protagonisten des Heartland Rock, der hier im Forum keinen besonders breiten Raum einnimmt.
    1951 mitten im amerikanischen „Heartland“ – im kleinen Städtchen Seymour in Indiana – geboren, ist er bis heute musikalisch aktiv. Seine letzte, inzwischen vierundzwanzigste Studioplatte „Strictly a One-Eyed Jack“ erschien erst im Januar diesen Jahres.

    Es ist also an der Zeit, eine Umfrage zu den besten Tracks dieses vor allem in den Staaten, weniger in Europa, immer noch sehr präsenten Künstlers zu starten.

    Zugelassen für die Umfrage sind alle Tracks, die unter einem der oben genannten Namen veröffentlicht wurden. Auch Tracks von Kompilationen, Soundtracks, Tribute-Alben, etc. dürfen gerne gelistet werden.
    Im Zweifel bitte einfach hier im Thread nachfragen, dann bekommen wir das gemeinsam gelöst.

    Solltet Ihr eine spezifische Live-Version oder vielleicht auch Alternativ- oder Demoversionen listen wollen, bitte ich um entsprechende Kennzeichnung in Euren Listen, ansonsten würde ich Eure Nominierungen den jeweiligen regulären Alben zuschlagen.

    Spielregeln:
    Gewünscht wird eine Liste mit Euren Top 20-Tracks von John Mellencamp.
    Abgabeschluß: Sonntag, 4. September 2022, 24 Uhr.

    Solltet Ihr eine einmal abgegebene Liste nochmal ändern wollen, ist das kein Problem. Ich bitte Euch jedoch darum, nicht den ursprünglichen Beitrag abzuändern, sondern die geänderte Liste in einen neuen Post einzustellen.

    Auswertungsregeln:
    Für Platz 1 gibt es 25 Punkte, für Platz 20 dann noch 6 Punkte.
    Bei Punktgleichheit zählt die höhere Anzahl der Nennungen des jeweiligen Tracks; sollte dann immer noch kein Sieger gefunden sein, gewinnt der Track, der die höhere Einzelplatzierung erzielt hat.

    Die Auswertung werde ich dann kompakt am 5. und 6. September durchführen.
    Allerlei sinnvolle und weniger sinnvolle statistische Anmerkungen zur Umfrage wird es dann natürlich auch wieder geben.
    Und: selbstverständlich wird auch in den allseits beliebten Kategorien des „Konsensheinis“ und „Dissenshorstes“ jeweils ein (unvermeidlicher) Sieger gekürt werden.

    Und nun bin ich sehr gespannt auf Eure Listen und die Diskussion.
    Mir fiel das Zusammenstellen meiner Liste relativ schwer, weil John Mellencamp im Lauf der Jahre in meinen Ohren zwar nur wenige herausragende, aber eine große Anzahl sehr guter Tracks veröffentlicht hat.

    Eingereichte Listen:
    beatgenroll
    dustcrawling
    E-L
    foxhouse
    FOX-Peter
    GrafKoks
    Kinkster
    KlausK
    krostpupe
    lotterlotta
    madmartl
    Magicdoor
    magicmatthes
    MC Weissbier
    Onkel Tom
    Pavlov und sein Hund
    Pheebee
    pipe-bowl
    Rotwal
    soulpope
    stefane
    Stormy Monday
    wa

    • Dieses Thema wurde geändert vor 3 Monate von  stefane.

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    #11854507  | PERMALINK

    stefane
    Silver Rider

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    John Mellencamp – Die John(ny) Cougar-Jahre 1976-1982


    John Mellencamp, ca. 1976

    Nach seinen College-Jahren entschied sich John Mellencamp, eine professionelle Musikkarriere zu verfolgen. In David Bowies Manager Tony DeFries fand er im Jahr 1975 schließlich jemanden, der ihm seinen ersten Plattenvertrag vermittelte. Die Aufnahmen fanden im Gilfoy Sound Studio in Bloomington/Indiana, wohin John Mellencamp inzwischen gezogen war, vor allem aber in der Hit Factory in New York City statt.
    Das Album Chestnut Street Incident erschien dann letztlich im Oktober 1976 auf MCA Records. Sehr zum Widerwillen von John Mellencamp hatte Tony DeFries darauf bestanden, die Platte unter dem Namen Johnny Cougar zu veröffentlichen, weil er dachte, daß der recht holprige deutsche Namen „Mellencamp“ schwer zu vermarkten sei. „[The name] was put on me by some manager. I went to New York and everybody said, ‚You sound like a hillbilly.‘ And I said, ‚Well, I am.‘ So that’s where he came up with that name. I was totally unaware of it until it showed up on the album jacket. When I objected it to it, he said, ‚Well, either you’re going to go for it, or we’re not going to put the record out.‘ So that was what I had to do…but I thought the name was pretty silly.“ (https://americansongwriter.com/john-mellencamp/)
    Ein großer Erfolg war die Platte trotzdem nicht, es wurden angeblich nur 12.000 Exemplare verkauft.

    Dennoch nahm John Mellencamp 1977 zusammen mit Tony DeFries eine zweite Platte („The Kid Inside“) auf, die jedoch nicht mehr erscheinen sollte, nachdem MCA ihn fallen gelassen hatte. Nachdem John Mellencamp Anfang der 80er-Jahre zu Ruhm und Erfolg gekommen war, hat Tony DeFries die Platte schließlich 1983 veröffentlicht, wozu wir später noch kommen werden.

    Nachdem sich John Mellencamp von Tony DeFries getrennt hatte, wurde Rod Stewarts Manager Billy Gaff auf ihn aufmerksam und nahm ihn für sein Label Riva Records unter Vertrag. John Mellencamp zog für eine gewisse Zeit nach London, um das Album A Biography aufzunehmen (in den Wessex Sound Studios, den Basing Street Studios und in den Air Studios). Larry Crane an der Gitarre und Robert „Ferd“ Frank am Baß, die die nächsten Jahre feste Mitglieder von John Mellencamps Band werden sollten, waren an den Aufnahmen bereits beteiligt. Am Saxophon ist interessanterweise Andy Mackay von Roxy Music zu hören.
    Die Platte sollte dann schließlich im März 1978 auf dem Riva-Label erscheinen. In den Staaten wurde die Platte allerdings nicht veröffentlicht.

    Für das nächste Album ging es zurück in die USA: unter der Regie der Albert Brothers wurde in den Criteria Studios in Miami/Florida in der ersten Jahreshälfte 1979 das dritte Album John Cougar aufgenommen, das dann im Juli 1979 – wieder auf Riva Records – erschien. Mit „Taxi Dancer“ enthielt die Platte eine Neuaufnahme eines Songs, der bereits für das vorhergehende „A Biography“ eingespielt worden war. Zusätzlich war das für das vorige Album aufgenommene „I Need a Lover“ auch auf der neuen Platte vertreten (und sollte John Mellencamp dann auch seinen ersten Top 40-Hit in den Staaten bescheren).
    John Mellencamps erste Platte, die in die Billboard Top 200 einziehen sollte.

    „The Colonel“ Steve Cropper saß dann im Produzentenstuhl für das nächste Album. Nothin‘ Matters and What If It Did erschien im September 1980, erneut auf Riva Records.

    Das folgende, fünfte Album sollte für John Mellencamp dann den kommerziellen Durchbruch bringen. Wieder in den Criteria Studios in Miami/Florida, aber auch in den Cherokee Studios in Hollywood/Kalifornien eingespielt, erschien American Fool im April 1982 und sollte John Mellencamps einziges Album bleiben, das in den Billboard Top 200 Platz 1 erreichte, und das gleich neun Wochen lang.

    Der Erfolg von „American Fool“ veranlaßte dann auch Tony DeFries, das 1977 für MCA aufgenommene, aber unveröffentlicht gebliebene Album The Kid Inside im Januar 1983 auf seinem eigenen MainMan-Label zu veröffentlichen.

    Dies war das letzte Album von John Mellencamp, das unter dem Namen „John(ny) Cougar“ veröffentlicht wurde. Ab der nächsten Veröffentlichung sollte dann endlich auch sein Nachname „Mellencamp“ auf den Plattencovern auftauchen.

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    #11854511  | PERMALINK

    stefane
    Silver Rider

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    John Mellencamp – Die John Cougar Mellencamp-Jahre 1983-1990


    John Mellencamp, ca. 1983
    [Photograph: Erica Echenberg]

    Nach dem kommerziellen Erfolg von „American Fool“ hatte John Mellencamp alle Argumente auf seiner Seite, und seine Plattenfirma erklärte sich endlich bereit, seinem Künstlernamen seinen richtigen Nachnamen „Mellencamp“ hinzuzufügen.
    Das erste Album unter neuem Namen wurde dann erstmals hauptsächlich in seinem Studio The Shack im Juli 1983 aufgenommen, einem unfertigen, heruntergekommenen Bauernhaus zwischen Brownstown und Seymour in Indiana, das seiner Schwester Laura und ihrem zukünftigen Ehemann gehörte und das an eine Schweinefarm angrenzte. Im Oktober 1983 erschien dann Uh-Huh – wieder auf Riva Records. Das Album versammelte dann auch John Mellencamps Band, die mit wenigen Änderungen über die Achtziger hinweg weitgehend konstant bleiben sollte: Larry Crane (bereits seit dem zweiten Album „A Biography“ dabei) und Mike Wanchic an den Gitarren, Toby Myers am Baß und Kenny Aronoff an Schlagzeug und Percussion.

    Das nächste Album wurde dann erstmals in John Mellencamps eigenem, neuen Studio Belmont Mall in Belmont/Indiana aufgenommen. Eine Art Konzeptalbum über den Zerfall amerikanischer Kleinstädte und die amerikanischen Farmkrisen der Achtziger-Jahre.
    Scarecrow erschien dann im August 1985 als letztes Album John Mellencamps auf dem Riva-Label.
    John Mellencamps neuer Status zeigte sich auch in der Mitwirkung Rickie Lee Jones mit den Background Vocals zu „Between a Laugh and a Tear“ und Ry Cooders Beitrag an der Slide-Gitarre zu „The Kind of Fella I Am“ (das nur auf der Cassette und der CD, aber nicht auf der Vinylversion enthalten war).
    In den Billboard Top 200 erreichte das Album Platz 2, nur getoppt vom Soundtrack zu „Miami Vice“.

    Nicht verwunderlich beim Konzept des Albums war John Mellencamp dann auch einer der Initiatoren des ersten „Farm Aid“-Benefizkonzerts, zusammen mit Willie Nelson und Neil Young, das im Memorial Stadium in Champaign/Illinois stattfand.

    Für John Mellencamps neuntes Album stand dann ein Wechsel des Labels an: The Lonesome Jubilee – wieder aufgenommen in den Belmont Mall Studios – war das erste Album, das – nach dem Zusammenbruch von Riva Records – auf Mercury Records erschien.
    Es war auch das erste Album, bei dem Lisa Germano an der Violine und Crystal Taliefero mit den Background Vocals dabei waren, die den Sound der John Mellencamp-Platten der nächsten Jahre stark prägen sollten.
    Die Thematik des vorherigen Albums „Scarecrow“ wurde mit Songs wie „Down and Out in Paradise“, „We Are the People“ und „Hard Times for an Honest Man“ auch wieder aufgegriffen.

    Den programmatischen Alben „Scarecrow“ und „The Lonesome Jubilee“ folgte dann eine eher persönliche Platte: Big Daddy, wieder in den Belmont Mall Studios aufgenommen, wurde im Mai 1989 als John Mellencamps zehntes Album veröffentlicht.

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    #11854513  | PERMALINK

    stefane
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    John Mellencamp – Die John Mellencamp-Jahre 1991-1997


    John Mellencamp, ca. 1991

    Der Oktober 1991 brachte dann das Album Whenever We Wanted, das erste Album, das John Mellencamp zugeschrieben wurde; das ominöse „Cougar“ wurde schließlich endgültig fallen gelassen.
    Auf dem Cover ist das Model Elaine Irwin zu sehen, die John Mellencamp dann schließlich ein Jahr später heiraten sollte.

    Knappe zwei Jahre später im September 1993 folgte dann mit Human Wheels Album Nr. 12, wieder aufgenommen in den Belmont Mall Studios.

    Es sollte nicht lange bis zum nächsten Album dauern. Dance Naked erschien bereits im Juni 1994. Innerhalb von nur zwei Wochen in seinen Belmont Mall Studios aufgenommen, großteils als Reaktion auf Äußerungen seiner Plattenfirma zur mangelnden Kommerzialität der letzten Platte „Human Wheels“, der er dann mal zeigen wollte wie schnell sich eine „kommerzielle“ Platte aus Versatzstücken zusammenfügen läßt.
    Me’shell Ndegeocello wirkte als Duettpartnerin auf dem Van Morrison-Cover „Wild Night“ mit.

    Im August 1994 hatte John Mellencamp dann einen leichten Herzinfarkt, der ihn jedoch nicht lange von der Arbeit abhielt. Die Aufnahmen zum nächsten Album zogen sich aber deutlich länger hin, über anderthalb Jahre von Anfang 1995 bis in den Juni 1996. Mr. Happy Go Lucky wurde dann im September 1996 veröffentlicht.
    Aber auch hier gab es wieder eine kleine Kontroverse um das Cover, das den Teufel und Jesus im Hintergrund abbildete.

    Als nächstes erschien dann im November 1997 mit The Best That I Could Do 1978–1988 eine Compilation, die mit dem Terry Reid-Cover „Without Expression“ allerdings auch eine bisher unveröffentlichte Aufnahme enthielt.

    Das sollte dann auch die letzte Veröffentlichung für Mercury Records sein, bevor es für John Mellencamp bei Columbia Records weiterging.

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    #11854515  | PERMALINK

    stefane
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    John Mellencamp – Die Columbia-Jahre 1998-2003


    John Mellencamp, ca. 1998

    Das selbstbetitelte Album John Mellencamp erschien im Oktober 1998 als erstes Album für Columbia.

    Das nächste Album Rough Harvest – bereits 1997 aufgenommen, aber erst im August 1999 erschienen – war dann ein Vertragserfüllungsalbum für Mercury, das viele Alternate Takes und akustische Aufnahmen einiger seiner bekanntesten Songs, aber auch ein paar bisher unveröffentlichte Tracks enthielt.

    Cuttin‘ Heads folgte im Oktober 2001. Chuck D von Public Enemy war auf dem Title Track vertreten. Mit Trisha Yearwood gab es bei „Deep Blue Heart“ eine weitere prominente Duettpartnerin.

    Im Juni 2003 folgte dann auch schon das letzte Album für Columbia, und zwar mit Trouble No More eine Sammlung von Covers – von Robert Johnson über Son House, Woody Guthrie, Hoagy Carmichael, Willie Dixon bis zu Memphis Minnie – und uralten Traditionals, überraschend grimmig und kompromißlos dargeboten, in meinen Ohren eine ganz großartige Platte.
    Das Album war Timothy White gewidmet, dem Chefredakteur des Billboard, der im Jahr zuvor nach einem Herzinfarkt gestorben war.
    Auch hier blieb eine eher größere Kontroverse nicht aus: das Traditional „To Washington“ hatte John Mellencamp neu bearbeitet und darin den damaligen Präsidenten George W. Bush als von Oil Profits getriebenen Kriegstreiber dargestellt, was ihm eine Menge Anfeindungen eintrug und sogar zeitweise dazu führte, daß seine Kinder in der Schule von einem Sicherheitsdienst geschützt werden mußten.

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    #11854521  | PERMALINK

    stefane
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    John Mellencamp – Die Jahre 2004-2007


    John Mellencamp, ca. 2004

    Die nächsten Jahre sollten für John Mellencamp etwas ruhiger werden.

    Im Oktober 2004 erschien mit Words & Music: John Mellencamp’s Greatest Hits erstmal eine Compilation auf Island Records, die jedoch mit „Walk Tall“ and „Thank You“ auch zwei bisher unveröffentlichte Tracks enthielt.

    Das nächste Studioalbum Freedom’s Road ließ dann bis Januar 2007 auf sich warten. Erschienen auf Universal Republic Records ging es für das Album bis auf Platz 5 in den Billboard Top 200.

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    #11854525  | PERMALINK

    stefane
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    John Mellencamp – Die T Bone Burnett-Jahre 2008-2013


    John Mellencamp, ca. 2008

    Die nächsten Jahre sollten dann für John Mellencamp wieder sehr produktiv werden und im Zeichen der Zusammenarbeit mit T Bone Burnett als Produzent stehen.

    Im Juli 2008 erschien mit Life Death Love and Freedom das erste von T Bone Burnett produzierte Album. Wieder aufgenommen in den Belmont Mall Studios, wurde die Platte auf dem Hear Music Label veröffentlicht, einer Kooperation von Concord Music mit Starbucks. Moderne Zeiten!

    Gefolgt wurde die Platte im Juni 2009 von Life Death Live and Freedom, einer Platte, die acht Songs des vorherigen Albums „Life Death Love and Freedom“ in Liveaufnahmen enthielt. Aufgenommen im Air Canada Centre in Toronto/Ontario, im Mann Music Center in Philadelphia/Pennsylvania und im Greek Theatre in Los Angeles/Kalifornien.

    Genau ein Jahr später im Juni 2010 folgte dann mit On the Rural Route 7609 ein Box Set mit Aufnahmen der Jahre 1976 bis 2009, das auch zahlreiche Demo-Versionen, Alternativversionen und Akustikversionen enthielt. Daneben waren mit „The World Don’t Bother Me None“ und dem für die Blasters geschriebenen und von ihnen für ihr 85er-Album „Hard Line“ aufgenommenen „Colored Lights“ auch zwei bisher von John Mellencamp noch nie aufgenommene Songs enthalten.

    Kurze Zeit nach dem Box Set folgte dann mit dem im August 2010 bei Rounder Records veröffentlichten und wiederum von T Bone Burnett produzierten No Better Than This ein hochinteressantes Album: aufgenommen an historischen Stätten wie der First African Baptist Church in Savannah/Georgia, dem Sun Studio in Memphis/Tennessee und Zimmer 414 im Gunter Hotel in San Antonio/Texas, in dem schon Robert Johnson im Jahr 1936 Aufnahmen gemacht hatte. Die Aufnahmen erfolgten mono, mit nur einem Mikrofon auf einer 50er-Jahre Ampex-Bandmaschine, live und ohne Overdubs.

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    #11854531  | PERMALINK

    stefane
    Silver Rider

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    John Mellencamp – Die Jahre 2014-2022


    John Mellencamp, ca. 2014

    Bis zur nächsten Platte sollte es dann einige Zeit dauern.

    Im Juli 2014 erschien mit Performs Trouble No More Live at Town Hall erstmal eine Aufnahme aus der Town Hall in New York City aus dem Jahr 2003.

    Im September 2014 war es dann endlich so weit mit einem neuen Studioalbum: Plain Spoken – wieder aufgenommen in den Belmont Mall Studios – war das erste Album auf Republic Records (einem Label von Universal), bei dem auch die folgenden Platten bis zum heutigen Tag erscheinen sollten.

    Ein Cover von „Mobile Blue“ – einem Song von Mickey Newbury auf dessen 71er-Album „Frisco Mabel Joy“ – eröffnete John Mellencamps nächstes Album Sad Clowns & Hillbillies, ein Duett-Album mit Carlene Carter, das im April 2017 veröffentlicht wurde.

    Es folgte mal wieder eine Liveplatte: Plain Spoken – From the Chicago Theatre – im Mai 2018 veröffentlicht – wurde bei einem Auftritt im Oktober 2016 im Chicago Theatre in Chicago/Illinois mitgeschnitten.

    Im Dezember 2018 erschien Other People’s Stuff, eine Compilation mit von John Mellencamp aufgenommenen und zuvor veröffentlichten Covers. Mit „Eyes on the Prize“ – einer Abwandlung des Traditionals „Keep Your Hands on the Plow“ – war jedoch auch ein bisher unveröffentlichter Track enthalten.

    Im August 2021 erschien The Good Samaritan Tour 2000, eine Platte mit Aufnahmen von John Mellencamps historischer Tour im Jahr 2000, bei der er kostenlos in öffentlichen Parks und auf öffentlichen Plätzen überall in den USA auftrat.

    Als bisher letztes und insgesamt vierundzwanzigstes Studioalbum erschien im Januar diesen Jahres Strictly a One-Eyed Jack. Als Gast hat Bruce Springsteen bei dem Album unterstützt, u.a. beim Duett „Wasted Days“.

    Das soll’s gewesen sein mit dem Abriß zur – immer noch andauernden – Geschichte von John Mellencamp.

    Und nun, lasset Listen regnen!

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    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    #11854549  | PERMALINK

    pipe-bowl
    Moderator
    Cookie Pusher

    Registriert seit: 17.10.2003

    Beiträge: 64,613

    Danke, @stefane, für die informative Eröffnung. Meine Liste wird kommen, aber in diesem Fall nicht unmittelbar. Hier braucht es tatsächlich noch ein wenig des Nachhörens.

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    there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill
    #11854559  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 17,131

    Mal wieder eine Umfrage, auf die ich mich richtig freue, obwohl ich bei Weitem nicht komplett bin.
    Wunderbare Einführung wieder, Stefane.

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    Hellhounds in my passway
    #11854563  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 48,355

    Dank für die minutiöse Einführung ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #11854567  | PERMALINK

    kinkster
    Private Investigator

    Registriert seit: 12.10.2012

    Beiträge: 34,642

    Klasse Einführung @stefane :good: meine Liste kommt.

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    🏆 Konsensheini bei Fairport Convention, Beastie Boys & Tom Waits🥈bei Elvis PresleyLou Reed, 🥉bei Belle and Sebastian
    #11854591  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 80,115

    Danke @stefane, eindrucksvolle und lehrreiche Werkschau, gerade auch für jemanden wie mich, der JCM nur durch ein paar 80s-Hits kennt (weswegen ich auch nicht teilnehmen werde).

    --

    #11854599  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 28,668

    Ein Fass ohne Boden…jeder Jahrgang mit einem eigenen, besonderen Bouquet.
    mal sehen ob ich da innerhalb der drei Woche etwas zu Stande bringen kann

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    Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett
    #11854607  | PERMALINK

    madmartl

    Registriert seit: 25.05.2011

    Beiträge: 1,806

    War mir gar nicht bewusst, wie viele Alben er in den letzten zwei Dekaden veröffentlicht hat.  :wacko:

    Das wird heftig.

    --

    And if you listen very hard the tune will come to you at last - when all are one and one is all - to be a rock and not to roll.
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