Roger Waters – Us + Them 2018

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  • #10499513  | PERMALINK

    pink-nice3
    Klär-Kanal-Pumpen und Elektrowärter

    Registriert seit: 24.06.2016

    Beiträge: 5,025

    Roger ist wohl kein Antisimit….aber er tut auch nicht viel um das glaubwürdig rüber zu bringen.

    Die Setlist ist mir zu floydig ohne das floydfeeling adäquat rüber zu bringen.

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    Wenn ich meinen Hund beleidigen will nenne ich ihn Mensch. (AS) „Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ +27233
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    #10499547  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 43,530

    Danke Mikko. Ich kann da wenig hinzufügen. :)

    pink-nice3Roger ist wohl kein Antisimit….aber er tut auch nicht viel um das glaubwürdig rüber zu bringen.
    Die Setlist ist mir zu floydig ohne das floydfeeling adäquat rüber zu bringen.

    Auch hier kann ich beiden Aussagen zustimmen.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #10896901  | PERMALINK

    kurganrs

    Registriert seit: 25.12.2015

    Beiträge: 6,771

    Komme gerade aus dem Kino: Us + Them ist hammergeil! :good:
    Der Film hat mir sehr, sehr gut gefallen. :yes:

    #10896921  | PERMALINK

    doc-f
    Manichäer

    Registriert seit: 26.08.2006

    Beiträge: 4,361

    Bin ebenfalls gestern im Kino gewesen – fast eineinhalb Jahre nachdem ich die Show in Köln selbst live erlebt habe. Ich finde, dass der Konzertfilm wirklich sehenswert ist. Musikalisch habe ich als Fan von Pink Floyd und Roger Waters Solowerk sowieso nichts auszusetzen – aber die Bilder und der Sound sind wirklich beeindruckend. Ich hätte mir vielleicht noch etwas mehr Aufnahmen aus der Totalen gewünscht, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich das Konzert selbst eben aus genau dieser Perspektive erlebt habe. Regisseur Sean Evans mischt die sehr beeindruckenden Bilder von der Konzertbühne, die neue und für Konzertfilme oft auch ungewohnte Perspektiven bieten – zum Beispiel gibt es immer wieder sehr extreme Nahaufnahmen, dann wieder Bilder, die einzelne Musiker von hinten oder von oben seitlich zeigen – mit Filmmaterial, das auf den Shows auf dem riesigen Backscreen und dem längs in der Halle hängenden „Battersea Kraftwerk“ projiziert wurden. Es gibt schon auch Aufnahmen aus der Totalen, z.B. bei „Dogs“ und „Pigs“, nur kommen diese eher selten vor. Die beiden Stücke vom „Animals“ Album sind für mich schon in Köln die Höhepunkte gewesen und sie sind es auch im Film. Waters hatte eine glänzende Begleitband auf der Tour dabei. Insbesondere mag ich Jonathan Wilson ja sehr gerne, dessen Solowerke ich auch, der die Gesangspassagen übernimmt, die im Original von David Gilmour stammen. Als Gitarrist, gerade auch im Duo mit Dave Kilminster, ist der ebenfalls ein Lichtblick. Neben den schon erwähnten Filmaufnahmen gibt es übrigens auch immer wieder Blicke ins entrückte Publikum, wobei der Regisseur es vor allem auf die weiblichen Fans abgesehen hat. Dabei fällt auf, dass die Bilder aus der Totalen überwiegend ein sitzendes Publikum zeigen – die meisten Aufnahmen stammen wohl aus Amsterdam. Die close ups sind dagegen ziemlich sicher aus Südamerika und zeigen stehende Fans. Das ist ein wenig irritierend, aber schon der „The Wall“ Film war aus unterschiedlichen Locations zusammengesetzt, dort sogar aus Hallen- und Stadionshows. Die gut 120 Minuten lohnen sich auf jeden Fall, zumindest für alle die, die Show gesehen haben und wahrscheinlich auch für jeden Pink Floyd Fan, es sei denn er gehört zu den puritanischen Gilmour Fanboys. Den spektakulären Abschluss bildet „Eclipse“ mit den Bildern des gewaltigen Laserprismas, das wohl jeden, der auf einem der Konzerte war, beeindruckt hat. Der Film endet – anders als die Auftritte der Tour, mit einem kurzen Statement und Dank von Roger Waters. Zugaben, insbesondere „Comfortably Numb“, das bei jedem der 157 Auftritte den Abschluss bildete, hat man weggelassen, was aber nicht stört. Vielleicht gibt es diesen und weitere Tracks, die nur auf einzelnen Konzerten zu sehen waren, als Bonusmaterial auf der BluRay zu sehen.

    Auch dieses Mal gab es vorher ja Diskussionen in einigen Medien betreffend der Unterstützung von BDS durch Waters. Es gab sogar eine Kinokette, die die Ausstrahlung deshalb wieder abgesetzt hat. Wie schon oben erwähnt wurde – ja, Waters stelle auch mir nicht als sympathischen Menschen vor. Ich glaube kaum, dass er etwas erreicht, wenn er z.B. Radiohead oder Nick Cave wegen ihrer Auftritte in Israel kritisiert. Andererseits wurden gerade in den letzten Wochen zwei Künstlern in Deutschland ihre Preise wieder aberkannt, weil sie Sympathien für BDS geäußert haben. Und im Fall der Autorin Kamila Shamsie gab es da auch Protest von jüdischen Organisationen, die in ihrem Statement u.a. sagen, dass es „sowohl dem palästinensischem Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit als auch dem globalen Kampf gegen Antisemitismus“ schade, wenn man „antijüdischen Rassismus mit Kritik an Israels Politik“ vermische. Diese Vermischung bewahre Israel davor, sich an den Standards der universellen Menschenrechte und dem Völkerrecht messen zu lassen.“ Ich empfinde das als ein wichtiges und auch stichhaltiges Argument. Und der Film „Us & Them“ enthält m.E. keine antisemitischen Inhalte. Ich habe wirklich während der kompletten zwei Stunden darauf geachtet. Es fehlen ja auch (glücklicherweise) die etwas platten politischen Phrasen, die bei den Shows in der Pause eingeblendet wurden. Die waren zwar auch nicht antisemitisch, aber ähnlich wie bei U2 bevorzuge ich es doch, mit 51 Jahren meine eigenen politischen Überzeugungen zu bilden. Dafür brauche ich keinen Musiker, der da nachhilft. Oder wie heißt es doch: „Trau keinem Sänger…“

    Waters ist kein Sympathieträger, aber ohne „The Wall“ wäre ich nicht der Musikfan geworden, der ich heute bin. Das Album, mehr als jedes andere, hat vor ziemlich genau 40 Jahren meine Faszination für die Rockmusik ausgelöst und dafür bin ich ihm bis heute freundschaftlich verbunden.

    --

    The rest is silence.
    #10896931  | PERMALINK

    kurganrs

    Registriert seit: 25.12.2015

    Beiträge: 6,771

    @doc-f, toll geschrieben. Danke dafür. :good:   :good:
    Ich finde es gut wenn Musiker ihre politischen Überzeugungen zeigen.
    Wie Waters es ganz zuletzt gesagt hat: Es gibt kein Them, nur ein Us. :yes:

    #10896941  | PERMALINK

    pink-nice3
    Klär-Kanal-Pumpen und Elektrowärter

    Registriert seit: 24.06.2016

    Beiträge: 5,025

    War bestimmt sehr gut…bin ja auch seit Jahren etwas Waters angenähert…..the Wall fand ich wie es heraus kam fast entsetzlich ..jetzt ****1/4
    Ich frage mich nur warum bei Waters gefühlte 90% vonFloyd kommen und er ewig angepisset wirkt…und andauernd gegen Gilmour wettern muss.
    Und wie ich schon sagte….er ist kein Antisimit…aber tut nichts das man es nicht doch meinen würde.

    --

    Wenn ich meinen Hund beleidigen will nenne ich ihn Mensch. (AS) „Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ +27233
    #10896959  | PERMALINK

    kurganrs

    Registriert seit: 25.12.2015

    Beiträge: 6,771

    Kritik von Filmstarts:
    Roger Waters Us + Them – Bombastisch und politisch!

    Da fängt die Kamera nicht nur wiederholt den Spaß der Frauen und Männer auf der Bühne ein, sondern natürlich auch immer wieder das Publikum: Zu den typischen Großaufnahmen von Menschen, die voller Inbrunst ihre Lieblingshits mitsingen, kommt auch eine wunderbar passende Aufnahme einer jungen Frau, der Tränen über die Wange rollen.

    Da hatte auch ich Tränen in den Augen.

    #10897061  | PERMALINK

    thegreenmenalishi
    ...für gute Musik...

    Registriert seit: 30.07.2016

    Beiträge: 3,969

    kurganrsKritik von Filmstarts: Roger Waters Us + Them – Bombastisch und politisch!

    Da hatte auch ich Tränen in den Augen.

     

    wer nicht …

    zuletzt geändert von thegreenmenalishi

    --

    ...she`s so many woman... Warren Zevon - Hasten Down The Wind (1976) „Same"
    #10897073  | PERMALINK

    stormy-monday
    verdreckter Hilfssheriff

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 14,837

    Feine Rezi, Doc. Ich habe die Tour letztes Jahr in Monnem gesehen und war auch schwer beeindruckt. Allerdings teile ich Deine Skepsis politisierenden Musikern gegenüber nicht, eher im Gegenteil. Ohne Dylans Lyrics und denen von vielen anderen sähe die Welt vielleicht noch bescheidener aus. Muss ja nicht gleich wie bei Bono ausarten…Und mit „The Wall“ konnte ich noch nie gross was anfangen. Dann schon lieber “ Umma Gumma“. 😺

    --

    Hey! Ho! Let's GO!!!!!!
    #10897079  | PERMALINK

    doc-f
    Manichäer

    Registriert seit: 26.08.2006

    Beiträge: 4,361

    Damit hier keine Missverständnisse aufkommen  ;-)   … ich habe nur geschrieben, dass ich es nicht „brauche“. Waters oder auch Bono haben in den letzten Jahren teilweise den Dampfhammer benutzt, um ihre Botschaften herüber zu bringen. Ich bevorzuge dann doch etwas subtilere Botschaften  :mail:

    --

    The rest is silence.
    #10897085  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 23,718

    stormy-mondayFeine Rezi, Doc. Ich habe die Tour letztes Jahr in Monnem gesehen und war auch schwer beeindruckt. Allerdings teile ich Deine Skepsis politisierenden Musikern gegenüber nicht, eher im Gegenteil. Ohne Dylans Lyrics und denen von vielen anderen sähe die Welt vielleicht noch bescheidener aus. Muss ja nicht gleich wie bei Bono ausarten…Und mit „The Wall“ konnte ich noch nie gross was anfangen. Dann schon lieber “ Umma Gumma“. 😺

    Wahrscheinlich auch eine Altersfrage. Für mich ist The Wall viel wichtiger, weil das Album heraus kam, genau als ich anfing ernsthaft von eigenem (Taschen)Geld Platten zu kaufen. 1979 haben mich olle Kamelle wie Ummagumma schlichtweg noch gar nicht interessiert.

    --

    Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett
    #10897129  | PERMALINK

    pink-nice3
    Klär-Kanal-Pumpen und Elektrowärter

    Registriert seit: 24.06.2016

    Beiträge: 5,025

    Hätte es eher gut gefunden wenn Waters Animals und seine Letzte gespielt hätte.
    Immer den gleichen alten Schlonz.

    --

    Wenn ich meinen Hund beleidigen will nenne ich ihn Mensch. (AS) „Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ +27233
    #10897165  | PERMALINK

    kurganrs

    Registriert seit: 25.12.2015

    Beiträge: 6,771

    doc-fDamit hier keine Missverständnisse aufkommen … ich habe nur geschrieben, dass ich es nicht „brauche“. Waters oder auch Bono haben in den letzten Jahren teilweise den Dampfhammer benutzt, um ihre Botschaften herüber zu bringen. Ich bevorzuge dann doch etwas subtilere Botschaften

    :good:
    Bin ganz bei Dir. :yes:

    #10897359  | PERMALINK

    doc-f
    Manichäer

    Registriert seit: 26.08.2006

    Beiträge: 4,361

    pink-nice3Hätte es eher gut gefunden wenn Waters Animals und seine Letzte gespielt hätte. Immer den gleichen alten Schlonz.

    Hat er doch 🧐

    --

    The rest is silence.
    #10897401  | PERMALINK

    pink-nice3
    Klär-Kanal-Pumpen und Elektrowärter

    Registriert seit: 24.06.2016

    Beiträge: 5,025

    doc-f

    pink-nice3Hätte es eher gut gefunden wenn Waters Animals und seine Letzte gespielt hätte. Immer den gleichen alten Schlonz.

    Hat er doch 🧐

    Vollständig natürlich. …

    --

    Wenn ich meinen Hund beleidigen will nenne ich ihn Mensch. (AS) „Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“ +27233
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