Morrissey

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  • #12599625  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Jaggerized

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,479

    Schuster bleib bei deinen Leisten und FAST alles ist gut.

    zuletzt geändert von dennis-blandford

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    "And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
    Highlights von Rolling-Stone.de
    #12600017  | PERMALINK

    bruder-michael

    Registriert seit: 09.03.2008

    Beiträge: 1,292

    ❤️ Sehr schön

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    Do remember they can't cancel the spring
    #12600031  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 2,373

    Boring

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    #12600123  | PERMALINK

    hurley

    Registriert seit: 20.04.2019

    Beiträge: 3,259

    stardogBoring

     
    Precisely.

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    Well...you like flowers and I like liqour
    #12600991  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 45,296

    Auf verschlungenen Wegen bin ich beim Morrissey-Konzert in Frankfurt gelandet – und fand es nicht wirklich gut. Es gab einige euphorische Stimmen im Vorfeld, Morrissey hätte noch nie so gut gesungen oder würde in 90 Minuten alle dümmlichen Äußerungen vergessen machen. Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Seine Stimme ist hörbar gealtert und hat deutlich an Flexibilität verloren, so wie man es altersgemäß auch erwarten würde. Er singt immer noch ordentlich, aber zum Ende hin schien ihm die Puste auszugehen. Er erwähnte etwas von einer Krankheit, die sich die Band eingefangen haben, vielleicht hat die auch einen Einfluss gehabt. Aber wie immer bei ihm ist es schwer zwischen Realität und Phantasie zu trennen.

    Ich fand auch die Songauswahl nicht überzeugend. Für jeden Klassiker bzw. guten Song gab es ein Lied, bei dem ich dachte: „Gibt es echt nichts besseres“? Weder „Lost“ noch „Jack the Ripper“ geben mir was, hingegen fand ich „Now My Heart Is Full“ und „A Rush and a Push and the Land Is Ours“ gut. Die Songs von The Smiths und die frühen Singles sorgten für die meiste Begeisterung und sie waren auch gut, aber am Ende bei „Suededhead“ schien er doch arg ins Schlingern zu kommen und „How Soon Is Now“ fand ich seltsam unfokussiert. Könnte da noch ins Detail gehen, aber es ist spät.

    Morrissey war gut gelaunt, scherzte gelegentlich mit dem Publikum, wandte sich aber von zu viel Zuneigung gleich wieder ab. So nahe soll eben doch niemand kommen, schon gar nicht wildfremde Fans. Trotz einiger „Morrissey“-Rufe fand ich die Stimmung nicht übermäßig euphorisch, aber sie war auch keineswegs schlecht. Die Verbundenheit der Fans ist immer noch da.

    Man spürt in jedem Moment, was für eine schwierige, komplexe Persönlichkeit er ist. Das neue Album kündigte er natürlich an und wir sollten alle zum „Saturn“ gehen, wenn es erscheint. „Suedehead“ hat viel Radioairplay bekommen, aber er hört kein Radio. Man spürt immer, dass das Eis sehr brüchig ist, ein falscher Schritt und das Drama beginnt von vorn. Aber er beharrt darauf, die Wahrheit zu verkünden. Es ist sein Leben und er macht, was er will. Die personifizerte Beratungsresistenz.

    Auffällig war die hohe Resonanz, die Jahrhunderthalle war gut voll, darunter auch viele Teenager, teilweise mit den Eltern, andere als Pärchen oder in Gruppen. Er hat offensichtlich bei manchen jungen Leuten ein Publikum gefunden.

    Insgesamt war es ein spannender Abend, in der selben Weise, in der die Weltlage aktuell spannend ist. Es passiert eine Menge, aber nicht alles ist gut und manches ist auch schlecht, so wie Notre Dame. Aus meiner Sicht: Kein Grund für übermäßige Euphorie. Ein ordentliches Konzert, mehr aber auch nicht. Und auf keinen Fall eine künstlerische Wiederauferstehung.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #12601113  | PERMALINK

    magicmatthes
    Klassensprecher

    Registriert seit: 23.10.2003

    Beiträge: 3,300

    nail75Auf verschlungenen Wegen bin ich beim Morrissey-Konzert in Frankfurt gelandet – und fand es nicht wirklich gut. Es gab einige euphorische Stimmen im Vorfeld, Morrissey hätte noch nie so gut gesungen oder würde in 90 Minuten alle dümmlichen Äußerungen vergessen machen. Das kann ich nicht nachvollziehen.
    Seine Stimme ist hörbar gealtert und hat deutlich an Flexibilität verloren, so wie man es altersgemäß auch erwarten würde. Er singt immer noch ordentlich, aber zum Ende hin schien ihm die Puste auszugehen. Er erwähnte etwas von einer Krankheit, die sich die Band eingefangen haben, vielleicht hat die auch einen Einfluss gehabt. Aber wie immer bei ihm ist es schwer zwischen Realität und Phantasie zu trennen.
    Ich fand auch die Songauswahl nicht überzeugend. Für jeden Klassiker bzw. guten Song gab es ein Lied, bei dem ich dachte: „Gibt es echt nichts besseres“? Weder „Lost“ noch „Jack the Ripper“ geben mir was, hingegen fand ich „Now My Heart Is Full“ und „A Rush and a Push and the Land Is Ours“ gut. Die Songs von The Smiths und die frühen Singles sorgten für die meiste Begeisterung und sie waren auch gut, aber am Ende bei „Suededhead“ schien er doch arg ins Schlingern zu kommen und „How Soon Is Now“ fand ich seltsam unfokussiert. Könnte da noch ins Detail gehen, aber es ist spät.
    Morrissey war gut gelaunt, scherzte gelegentlich mit dem Publikum, wandte sich aber von zu viel Zuneigung gleich wieder ab. So nahe soll eben doch niemand kommen, schon gar nicht wildfremde Fans. Trotz einiger „Morrissey“-Rufe fand ich die Stimmung nicht übermäßig euphorisch, aber sie war auch keineswegs schlecht. Die Verbundenheit der Fans ist immer noch da.
    Man spürt in jedem Moment, was für eine schwierige, komplexe Persönlichkeit er ist. Das neue Album kündigte er natürlich an und wir sollten alle zum „Saturn“ gehen, wenn es erscheint. „Suedehead“ hat viel Radioairplay bekommen, aber er hört kein Radio. Man spürt immer, dass das Eis sehr brüchig ist, ein falscher Schritt und das Drama beginnt von vorn. Aber er beharrt darauf, die Wahrheit zu verkünden. Es ist sein Leben und er macht, was er will. Die personifizerte Beratungsresistenz.
    Auffällig war die hohe Resonanz, die Jahrhunderthalle war gut voll, darunter auch viele Teenager, teilweise mit den Eltern, andere als Pärchen oder in Gruppen. Er hat offensichtlich bei manchen jungen Leuten ein Publikum gefunden.
    Insgesamt war es ein spannender Abend, in der selben Weise, in der die Weltlage aktuell spannend ist. Es passiert eine Menge, aber nicht alles ist gut und manches ist auch schlecht, so wie Notre Dame. Aus meiner Sicht: Kein Grund für übermäßige Euphorie. Ein ordentliches Konzert, mehr aber auch nicht. Und auf keinen Fall eine künstlerische Wiederauferstehung.

    Danke für Deine recht ausführliche und faire Kritik. Ich habe ihn am Sonntag in Hamburg gesehen, das Konzert fande ich ok bis gut, also wohl besser als Du, aber bei weitem nicht so gut wie das Konzert in Köln im Juni letzten Jahres. Da wirkte er deutlich kraftvoller und fitter, diesmal schien er mir etwas angeschlagen. Aber ich fand zumindest, dass man merken konnte, dass er versucht, ein gutes Konzert zu spielen, mal von der etwas eigenartigen Unterbrechung mit zweimaligem Hemdwechsel abgesehen. Hauptkritikpunkt für mich auch die Songauswahl, auch die war im letzten Jahr deutlich besser. Wenn ich richtig mitgezählt habe, hat er drei Songs vom kommenden Album gespielt, wobei besonders bei Make Up Is a Lie die Band doch etwas unsicher wirkte.
    Die Sporthalle in Hamburg war ziemlich voll und das Publikum auch wie von Dir beschrieben, wirklich überraschend viele junge Leute- also ein ganz anderes Publikum als in diesem Forum. Nervig allerdings, dass gefühlt jeder zweite dauernd irgendwelche Handyvideos meinen machen zu müssen und einem immer mit den Scheissdingern vor der Nase rumgefuchtelt wurde. Eine künstlerische Wiederaufersteheung war es sicherlich nicht, aber trotzdem ein gutes Konzert und ich werde versuchen, ihn beim nächsten Mal wieder zu sehen. Alleine How Soon Is Now mit Bruce Lee Video war den Besuch schon wert…

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    What? Me Worry? // Top 20 Listen
    #12601119  | PERMALINK

    talkinghead2

    Registriert seit: 12.12.2019

    Beiträge: 5,522

    @nail75 und @magicmatthes, obwohl ich mit Morrissey schon sehr lange durch bin, war es dennoch interessant, eure ausführlichen Konzert-Kritiken zu lesen!

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    Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!
    #12601209  | PERMALINK

    leo

    Registriert seit: 23.11.2014

    Beiträge: 79

    Auch von mir Danke für eure ausführlichen Konzert-Kritiken. Ich war diesmal nicht dabei, zuletzt habe ich ihn auch letztes Jahr bei seinem genialen Konzert in Köln gesehen. Die aktuellen Setlists von Hamburg und Frankfurt fand ich insgesamt gut, auch Jack The Ripper ist für mich ein toller Song. Aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Vom neuen Album erwarte ich gar nicht mehr viel, vorbestellt habe ich es natürlich trotzdem schon …..

    Die Handy-Video-Aufnehmer auf den Konzerten nerven mich ebenfalls tierisch, das ist mittlerweile eine regelrechte Pest geworden. Aber es geht auch anders: ich war in den letzten Jahren mehrfach auf TOOL – Konzerten, da sind Handy-Aufnahmen während des Konzerts strikt verboten und es wird auch geahndet. Das ist eine reine Wohltat, ein komplettes Konzert ohne hochgehaltene leuchtende Handys zu erleben. Erst beim allerletzten Song wird es erlaubt. Ein Handy-Verbot würde ich mir auf allen Konzerten wünschen.

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    #12601217  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 45,296

    Hier ist noch ein Bericht:

    https://www.regioactive.de/review/2026/02/18/morrissey-mobilisiert-die-massen-in-der-frankfurter-jahrhunderthalle-lYx2y8hhSN

    Zum Rest später mehr. :)

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #12601249  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 2,373

    nail75Hier ist noch ein Bericht: https://www.regioactive.de/review/2026/02/18/morrissey-mobilisiert-die-massen-in-der-frankfurter-jahrhunderthalle-lYx2y8hhSN Zum Rest später mehr. :)

    Eine wohlwollende Kritik.

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    #12601271  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Jaggerized

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,479

    Als Fan schwierig nur ueber seine Entgleisungen seit 2018 zu schreiben. Er performt immer noch grandios und die Songauswahl war m.E. großartig. Er beweint seine Ausgrenzung und Stigmatisierung und geht gleichzeitig damit haussieren. Dass alles jede Sekunde kippen kann ist ja fast schon ein besondere Reiz dieser Grenzgänger Veranstaltung, bei der ich auch jede barsche Kritik an der Person Morrissey verstehe. 35 Jahte Fantum in die Tonne treten kann auch nicht jeder sofort. Manche schon.

    zuletzt geändert von dennis-blandford

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    "And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
    #12601279  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 2,373

    leoAuch von mir Danke für eure ausführlichen Konzert-Kritiken. Ich war diesmal nicht dabei, zuletzt habe ich ihn auch letztes Jahr bei seinem genialen Konzert in Köln gesehen. Die aktuellen Setlists von Hamburg und Frankfurt fand ich insgesamt gut, auch Jack The Ripper ist für mich ein toller Song. Aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Vom neuen Album erwarte ich gar nicht mehr viel, vorbestellt habe ich es natürlich trotzdem schon ….. Die Handy-Video-Aufnehmer auf den Konzerten nerven mich ebenfalls tierisch, das ist mittlerweile eine regelrechte Pest geworden. Aber es geht auch anders: ich war in den letzten Jahren mehrfach auf TOOL – Konzerten, da sind Handy-Aufnahmen während des Konzerts strikt verboten und es wird auch geahndet. Das ist eine reine Wohltat, ein komplettes Konzert ohne hochgehaltene leuchtende Handys zu erleben. Erst beim allerletzten Song wird es erlaubt. Ein Handy-Verbot würde ich mir auf allen Konzerten wünschen.

    „Jack The Ripper“ ist natürlich ein fantastischer Song. Ein weiteres Beispiel für Morrisseys frühere Klasse, einen solchen Titel nur als B‑Seite zu veröffentlichen. Leider hat er heute keine Musiker wie Boz Boorer mehr um sich.

    --

    #12601339  | PERMALINK

    dennis-blandford
    Jaggerized

    Registriert seit: 12.07.2006

    Beiträge: 12,479

    Alain und Martin kommen nicht mehr zurueck. Die Frauen und Männer der aktuellen Band haben gestern einen guten Job gemacht. Ich war auch skeptisch vorher.

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    "And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
    #12601355  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

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    Sicherlich leisten sie auf der Bühne gute Arbeit. Aber ob sie Morrissey auch beim Songwriting und Komponieren eine echte Hilfe sind, wage ich zu bezweifeln.

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    #12601383  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 45,296

    Ich würde zugeben, dass er sich auf die Musik konzentriert hat. Zu weit geht aber die FAZ, wenn sie schreibt: „Kein Jammern, kein Nölen, keine fragwürdigen Aussagen: Bei seinem Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle zeigt sich Morrissey nur als Sänger und damit von seiner besten Seite.“

    Das stimmt so nicht. Er ist keineswegs nur der Sänger, die Kontroversen schwingen mit und man merkt, dass die gute Laune nur eine ganz dünne Fassade ist und dass unter der Oberfläche eine Menge passiert. Das machte das Konzert aber auch spannend.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
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