Sleaze Rock

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  • #10198101  | PERMALINK

    haitec

    Registriert seit: 11.12.2006

    Beiträge: 1,455

    …so viel später dann doch nicht ,GN’R wurden 1985 gegründet, deren Wurzeln reichen mit z.B. „Hollywood Rose“ noch weiter zurück. Zumindest bei mir wurde in dem Kontext der Begriff „sleaze“ erst deutlich präsent.

    zuletzt geändert von haitec

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    #10198109  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,721

    OK, also um die Einführung des Begriffs müssen wir nicht streiten. Lässt sich wohl auch kaum klären. Die Begriffe Punk und Grunge wurden auch schon vor den Ramones bzw. Nirvana eingeführt, aber die Bands stehen exemplarisch dafür und so würde ich das bei Sleaze und GNR auch mal definieren. Er sollte den Umbruch der Szene Richtung mehr Street Credibility, roherem Sound, Look und Image beschreiben. So könnte man es vielleicht knapp zusammenfassen. Die Grenzen dürften fließend gewesen sein, auf den Punkt brachte es dann aber erst AfD.

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    #10198111  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,972

    mikkoIch habe den Begriff Sleaze Rock zum ersten Mal so ungefähr Mitte der 1980er Jahre gelesen bzw. gehört. Im Zusammenhang mit Bands wie eben Hanoi Rocks, Smack (auch aus Finnland), Dogs D’Amour, The Quireboys u.a.

    Wobei The Dogs D’Amour mit ihrem Debüt aus 1984 für mein Empfinden reinen Glam Punk spielten und dann erst wieder ab 1987 veröffentlichten. Und die Debüt-Single der Gruppe The Quireboys ist ebenso erst aus 1987. Eher waren die von dir aufgelisteten Bands im Vergleich zu Guns N‘ Roses also auch nicht wahrnehmbar aktiv, sodass sie diesen Begriff hätten prägen können.

    bullitt
    http://forum.rollingstone.de/foren/topic/hairy-sleazy-cocky/

    Ich habe den Thread genüsslich aber auch wehmütig gelesen. Da vermisse ich schon die Diskussionskultur der früheren Jahre. Vor allem die Fülle an Wortmeldungen.

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    #10198115  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,749

    Sortiert Ihr Eure Plattensammlungen eigentlich auch gemäß dieser ganzen obskuren Schein-Schubladen? Glam Rock, Glam Metal, Hair Metal, Sleaze Rock: Wo fängt was an, wo hört was auf? Zumindest optisch waren die Protagonisten alle gleichermaßen peinlich – mit Anlauf… :wacko:

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #10198119  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    Ok, @choosefruit @bullitt, ich will das gar nicht bestreiten, was ihr sagt. Mag auch an meiner eigenen Wahrnehmung liegen. Guns’n’Roses hab ich erst mit Appetite for Destruction kennen gelernt. Und das habe ich dann erstmal nicht unter Sleaze Rock einsortiert. Überhaupt war ich bei der Band anfangs eher zurückhaltend. Mir war da zu viel Hype um die Platte und die Band. Aber rein musikalisch und dann auch optisch passt es schon zu Sleaze Rock.

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    #10198123  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,972

    Bitte, gipetto? Können Bands cooler, abgefuckter und stilsicherer zugleich daherkommen als diese beiden Beispiele?


    Hanoi Rocks


    The Dogs D’Amour

    In meinem Plattenregal stehen grob die Musikstile nebeneinander. So ist Otis Redding nicht zwischen Black Sabbath und The Smiths zu finden. Und Hair Metal und Sleaze reihen sich bei mir neben Heavy Metal, welches sich wiederum neben Hard Rock reiht und so weiter. Aber alles vielmehr grob und fliesend, als mit dem Lineal Trennlinien gezogen.

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    #10198127  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,749

    Sorry, aber ich kann dieser Aufmachung rein gar nichts abgewinnen, von einem Gefühl des Fremdschämens einmal abgesehen. Wie ich oben schon schreib: Peinlich hoch 10.

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    #10198139  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,972

    Okay, hättest du Poison oder Wrathchild als derart peinlich empfunden, hätte ich Ansatzpunkte gehabt, die ich nachvollziehen kann. Aber so treibt es mir die Fragezeichen auf die Stirn. Welche Acts verkörpern für dich denn Stilsicherheit im Outfit?

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    #10198153  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,749

    Musiker, die sich verhältnismäßig „normal“ anziehen und sich nicht etwa regelrecht verkleiden. Spätestens wenn Schminke ins Spiel kommt, ist der Ofen völlig aus – das durfte einzig und allein Iggy. Dem Karneval kann ich nämlich auch nichts abgewinnen. ;-)

    Identifizieren kann ich mich nur mit Kleidung, die ich auch selber tragen würde, sei es auch nur auf der Bühne. Die Auswüchse der Glam-Stillosigkeiten – von Stil kann überhaupt keine Rede sein – gehören definitiv nicht dazu.

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    #10198159  | PERMALINK

    choosefruit
    low fidelity

    Registriert seit: 23.05.2015

    Beiträge: 5,972

    Bowies Blitz, Reeds weißes Gesicht, Bolans Eyeliner oder den Lippenstift der New York Dolls mag ich überhaupt nicht missen.

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    #10198165  | PERMALINK

    mozza
    Captain Fantastic

    Registriert seit: 26.06.2006

    Beiträge: 59,540

    choosefruitWelche Acts verkörpern […] denn Stilsicherheit im Outfit?

    Bryan Ferry ist ein Musterbeispiel für zeitlose Stilsicherheit in Modefragen. (Okay, natürlich hängt das Styling auch immer von der Musik ab, die man spielt….) Der hat mit Sleaze Rock allerdings nur bedingt etwas zu tun.

    --

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    #10198245  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,721

    mikko Und das habe ich dann erstmal nicht unter Sleaze Rock einsortiert.

    Wirklich durchgesetzt hat sich der Begriff ja auch nicht. Jedenfalls habe ich den auch nie richtig genutzt. Die Zeitspannen war einfach zu knapp und die Unterschiede verhältnismäßig klein. Nach 1991 wurde nur noch zwischen Grunge und Hardrock differenziert und nicht mehr die Subgenres des Hardrock  gespalten. Aber im zeitgenössischen Kontext machte das halt schon Sinn. Da sind wir uns ja auch einig.

    choosefruit Ich habe den Thread genüsslich aber auch wehmütig gelesen. Da vermisse ich schon die Diskussionskultur der früheren Jahre. Vor allem die Fülle an Wortmeldungen.

    Yep, da war schon einiges mehr los als heute. Wobei, die Diskussion läuft ja wieder ganz gut… ;-)

    gipettoMusiker, die sich verhältnismäßig „normal“ anziehen und sich nicht etwa regelrecht verkleiden.

    Naja, dann sind aber sehr viele Musiker und ganze Genres raus. Wer geht schon nur in Straßenklamotten auf die Bühne?
    Ob Sleaze oder Glam Metal, outfitmäßig waren das eigentlich nur verschärfte und überzeichnete Varianten des 70er Glam- und Hard Rock. Hanoi Rocks sehen auf dem Fotos aus wie die Stones in den 70ern, nur eben einen Tick überdreht. Aus Slash oder Lemmy haben sich zeitlose Cartoon-Figuren und Marken entwickelt, deren Style auch nach 1992 niemand mehr hinterfragt hat.

    Slash heute am Züricher Flughafen. Passt. 

     

    --

    #10198251  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 71,185

    Ich bin ein Kind der New Romantic, ich kann ungeschminkte Künstler nur schwer ernstnehmen und „normal gekleidet“ akzeptiere ich auf der Bühne nur unter Protest @gipetto.:) Bis auf die doofen Fluppen sehen Hanoi Rocks auf den Fotos astrein aus, ist aber auch klassischer 70s-Glam-Look wie bei den frühen Roxy Music etwa.

    --

    #10198255  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    Natürlich würde ich heute auch nicht mehr so rumlaufen, aber um 1973 sah ich ähnlich aus wie die Hanoi Rocks Jungs.

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    #10198257  | PERMALINK

    mozza
    Captain Fantastic

    Registriert seit: 26.06.2006

    Beiträge: 59,540

    Eieiei….

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