Startseite › Foren › Kulturgut › Das musikalische Philosophicum › Gott, waren die 90er Scheiße
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AutorBeiträge
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Sonic JuiceKlar, aber deshalb schrieb ich auch „wie in keinem Jahrzehnt davor„.
Schon klar, so war’s doch auch schon in den Siebzigern!
Und ich schrieb ja auch schliesslich von einer sich logischerweise aufkumulierenden „Immerhärterlauterschneller“-Mentalität…Was machen übrigens Slayer und Napalm Death zur Zeit? Deathcore-Satanistenjazz im Ultraschallbereich?;-)
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I mean, being a robot's great - but we don't have emotions and sometimes that makes me very sadHighlights von Rolling-Stone.deMichael Stipe im Interview: „Alles was ich sehe, ist wundervoll. Moment. Tote Vögel würde ich nicht fotografieren“
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WerbungBender RodriguezISoll heissen, unsere Beweggründe waren wohl ähnlicher Natur – allerdings das Vehikel ein anderes. Obwohl sich Independent und HM damals auch in etwa so „grün“ waren wie Hund und Katz…
Auf alle Fälle ist zu diesem Thema anzumerken, daß ein leichter Altersunterschied zwischen uns wohl doch spürbar ist…Ich fand Indie damals noch nichtmal richtig doof, ich kannte einfach kaum was davon, und es war mir irgendwie zu lasch und schraddelig. Wenn man voll auf „ride the lightning“ und Flemming Rassmussen-Sound ist, dann ist es schwer, Sonic Youth und die Pixies für rockbar zu halten. In meinem Freundeskreis gab es auch einfach keine Leute, die mir das hätten schmackhaft machen können. Der einzige, der in meiner Klasse damals einen guten Indiegeschmack hatte, war ein arroganter Idiot, den man nicht für voll nehmen konnte. Zu Abizeiten habe ich mich dann etwas mit ihm versöhnt und das erste Mal von Paul Roland und Element of Crime gehört…
Nirvana und Grunge waren damals tatsächlich die perfekte Zusammenführung der beiden Szenen: Der Härtegrad des Metal mit dem Stilbewußtsein und Intellekt des Indie vereint.
NIN damals im Vorprogramm von GnR (haben noch vor Skid Row gespielt, die Armen!) habe ich damals ´92 allerdings überhaupt nicht verstanden. Die wurden gnadenlos ausgebuht von der Meute. Und heute trete ich mir selbst in den Hintern, dass ich von dem NIN-Konzert überhaupt nichts mitbekommen habe!
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I like to move it, move it Ya like to (move it)Faspotunja, die gute alte dialektik.
ich erinnere mich noch daran, als ich all meinen mut zusammen nahm, und wagte, mich despektierlich zu rammstein zu äussern, da hast du mir – zack! – deine antithese dermassen um die ohren gehauen… davon habe ich mich bis heute nicht erholt.Aber wir haben da doch nach dem reinigenden Gewitter auch beste Einigung erzielt! Emotionen schweißen zusammen! Wenn wir nur vorsichtig palavert hätten, hätte ich Dich vielleicht gar nicht mehr auf dem Schirm!
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I like to move it, move it Ya like to (move it)Sonic JuiceAch was, erst mal wird kräftig und entschieden nach vorne gerudert! These. Zack. Antithese. Zack. Dann kann man immer noch ein paar Zentimeter zurückrudern. Ohne das beherzte Steinewerfen aus dem eigenen Glashaus provoziert man keine Gegenreaktion. Und dann kommts auch nicht zur Synthese, wo alle gemütlich ins Boot steigen können.
Haha…so ist es!!
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Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!Bender RodriguezWas machen übrigens Slayer und Napalm Death zur Zeit? Deathcore-Satanistenjazz im Ultraschallbereich?;-)
Tja, einer von Napalm Death hat sich dann in Richtung Dub entwickelt. Das ist das letzte, was ich weiß. Die waren ja sowohl politisch als auch musikalisch immer recht aufgeweckt.
Slayer spielen wahrscheinlich immer noch ihren Speed/Thrash Metal, mit gelegentlichen Ausflügen in den Hardcorebereich (da gabs mal so ne Coverscheibe). Sehr nett ist übrigens die Slayer/Atari Teenage Riot-Kollabo vom „Spawn“-Soundtrack! Da hatten sich zwei gefunden.
Ansonsten bin ich da allerdings nicht mehr informiert. Mein Infos sind immer noch auf dem Stand von ca. 1995. Seitdem lese ich kein Rock Hard mehr. Und habe auch kaum mehr einschlägige Mucke erworben. Und mich ab und zu geärgert, dass ich keine coole Indie-Jugend hatte.
Ab und zu habe ich allerdings noch Rückfälle. Zu Weihnachten habe ich mir zB ne Anthrax-Kompilation und Venom „Black Metal“ gekauft.
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I like to move it, move it Ya like to (move it)Bender RodriguezDa irrst du dich aber! Hast du schon mal alle Beiträge gelesen?
Sicher, aber der Thread ist auch schon eine Weile alt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass hier wirklich ähnlich pauschale Urteile über die 90er gefällt wurden wie über die 80er (was bekanntlich auch Unfug wäre, muss ich Dir nicht sagen). Der Thread war von Void jedenfalls nicht ernstgemeint, er wollte nur mal sehen, was passiert.
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Sonic JuiceSlayer spielen wahrscheinlich immer noch ihren Speed/Thrash Metal, mit gelegentlichen Ausflügen in den Hardcorebereich (da gabs mal so ne Coverscheibe). Sehr nett ist übrigens die Slayer/Atari Teenage Riot-Kollabo vom „Spawn“-Soundtrack! Da hatten sich zwei gefunden.
Ansonsten bin ich da allerdings nicht mehr informiert. Mein Infos sind immer noch auf dem Stand von ca. 1995. Seitdem lese ich kein Rock Hard mehr. Und habe auch kaum mehr einschlägige Mucke erworben.
Keine Sorge. Was Slayer angeht hast du seit ’95 nicht sonderlich viel verpasst. Nach der von dir angesprochenen Cover-Scheibe „Undisputed Attitude“ hat es die Band lediglich auf zwei durchwachsene Alben gebracht.
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Das Alben- und Singles-Archiv[/URL] des Rolling Stone Forums[/COLOR] Skraggy's Gamer TagsHerr RossiDer Thread war von Void jedenfalls nicht ernstgemeint, er wollte nur mal sehen, was passiert.
Ich bin nicht The Void’s Psychoanalytiker. Daher entzieht es sich meiner Kenntnis, was The Void „ernst“ meint oder nicht…
Auf alle Fälle würde ich es ihm jedoch tatsächlich auch zutrauen, diesen Threadtitel ernst zu meinen…;-)Auf alle Fälle haben wir doch mitbekommen, was aus diesem Thread wurde: es entwickelte sich keine „Mülleimerpalaverei“, sondern eine durchaus brauchbare Diskussion (natürlich mit vorhersehbarem „80s-Bashing“, wie gehabt…:krank: ). Von daher ist, wenn schon nicht der „Titel“, so doch zumindest der Thread an sich „ernst“ zu nehmen…
Aber, by the way, kommen wir auf The Void’s mögliche Beweggründe zurück, auch eine schöne Nebenerscheinung/Entdeckung hier in diesem Forum: Narrenfreiheit existiert! Macht mir das Forum doch gleich sympathischer…:lach:
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I mean, being a robot's great - but we don't have emotions and sometimes that makes me very sadSonic Juice Der einzige, der in meiner Klasse damals einen guten Indiegeschmack hatte, war ein arroganter Idiot, den man nicht für voll nehmen konnte. Zu Abizeiten habe ich mich dann etwas mit ihm versöhnt und das erste Mal von Paul Roland und Element of Crime gehört…
Nirvana und Grunge waren damals tatsächlich die perfekte Zusammenführung der beiden Szenen: Der Härtegrad des Metal mit dem Stilbewußtsein und Intellekt des Indie vereint.
Wie goldisch! Die klischeehafte Einzelgängerabgehobenheit eines Aussenseiters. Bei dem man sicher Schüchternheit mit Arroganz verwechselte? Zwei Meter groß, struppiges Haar und dicke Hornbrille? Jeden Tag mit einem anderen seltsamen Band-T-Shirt („Kastrierte Philosophen“, „Legendary Pink Dots“, „Nurse With Wound“, „Rasende Leichenbeschauer“…) anrückend? Entschuldige, aber deine Beschreibung ist köstlich, ich hätte schon konkrete Vorstellungen, einen Film davon zu machen – natürlich so klischeehaft wie möglich…;-)
Tja, die legendär verklärten Nirvana und Grunge! Entweder war ich zu alt für diesen Hype (jawohl!) – oder ich war bereits an soviel Independentculture gewöhnt, daß ich die „Genialität“ dieser „Rock’n’Roll-Wiedergeburt“ nicht wahrnehmen konnte… Ich suche noch heute nach dem Intellekt des Grunge…
Diese Rolle der Zusammenführung von Underground/Indie/breitenwirksameren Metal in „mainstreamigere“ Gefilde hatte ich mir schon in den Achtzigern gewünscht – und vor allem von englischen Bands (um dieses R’n’R-Messiastum abzuwehren). Killing Joke wären eigentlich für diese Rolle nicht zu verachten gewesen. Die Hinderungsgründe: zu früh dran, der breiten Masse (noch) zu eckig, tatsächlich zu intellektuell. Und Jaz Coleman war ganz einfach (damals noch) ein richtiger Kinderschreck…;-)--
I mean, being a robot's great - but we don't have emotions and sometimes that makes me very sadSonic Juice Und mich ab und zu geärgert, dass ich keine coole Indie-Jugend hatte.
Jaja, das waren noch Zeiten, als ich noch bei der „IJ“ (Indie Jugend) Mitglied war. Ich erinnere mich noch gerne an die Tanzsportübungen (schwummrige Indieschuppen), „IJ“-Freizeitfahrten (zu fünft in einem rostigen alten Simca „1100“ 500 km weit, zu einem Indiefestival, bei dem die Hälfte der Bands abgesagt wurden…), „IJ“-Wettkämpfe (wer hat zuerst die neue Bauhaus-LP und kann den anderen schon mal ’ne lange Nase machen…) und das „IJ“-Gemeinschaftsgefühl natürlich (die „RalfistjetztmitIlonazusammen?nösagbloss…“-Cliqueninzucht…).
Ja, da hast was verpasst…:lach:
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I mean, being a robot's great - but we don't have emotions and sometimes that makes me very sadBender RodriguezWie goldisch! Die klischeehafte Einzelgängerabgehobenheit eines Aussenseiters. Bei dem man sicher Schüchternheit mit Arroganz verwechselte? Zwei Meter groß, struppiges Haar und dicke Hornbrille?
Fast richtig! 1,60 Meter klein, stuppiges Haar und dicke Hornbrille. Und ein Klaviergenie. Als ich das letzte Mal von ihm gehört habe, war er allerdings ein ewiger Student, der hoffnungslos an der Wasserpfeife hing.
Bender Rodriguez
Ich suche noch heute nach dem Intellekt des Grunge…Jedenfalls hat Grunge an Stelle des extrovertierten Männlichkeits- und Agressionskults des Metal die Introvertiertheit und Autoaggression gesetzt. Schon mal ein kultureller Fortschritt an Reflektion.
Kurt Cobain war sicherlich nicht der dümmsten einer. Seine Tagebuchnotizen sind tatsächlich lesenswert auch jenseits der Drogen- und Courtney-Love-Stellen (die man dort eh kaum findet).
Die Musik hatte an diversen Stellen Übergänge zum „seriösen“ Muckertum, etwa dem Songwriter- (Screaming Trees, Mark Lanegan, die EPs von Alice In Chains, Mad Season!) und sogar Jazzgenre (man höre nur mal das atemberaubende, jazzgeschulte Schlagzeug von Jimmy Chamberlin bei den Smashing Pumpkins!). Dass Pearl Jam (aber auch Nirvana) recht anständig, niveauvoll und ansprechend getextet haben, wird ihnen wohl auch niemand absprechen.
Auch die Solomanie des Metal, das demonstrative: ich kann schneller und komplizierter (aber kann leider keine Songs schreiben: a la Steve Vai), wurde sympathischerweise durch das Understatement des Indierocks ersetzt. Usf.
Naja, und das Styling war letztlich auch unpeinlicher als das der Spandexhosen-Fraktion, in dem Sinne als es nahezu kein Styling gab. Auch wenn heute nur noch die Holzfällerhemden aus jener Zeit erinnerbar sind.
Um das wichtigste aber nicht zu vergessen: Grunge hat dem Indierock die Eier gegeben! So fett wie „Nevermind“ hat halt aus der Indiefraktion vorher nichts gerockt.(Hüsker Dü oder die Pixies jedenfalls bestimmt nicht.)--
I like to move it, move it Ya like to (move it)Edit
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I like to move it, move it Ya like to (move it)Sonic Juice
Nirvana und Grunge waren damals tatsächlich die perfekte Zusammenführung der beiden Szenen: Der Härtegrad des Metal mit dem Stilbewußtsein und Intellekt des Indie vereint.Eine schöne, treffende Beschreibung.
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hmm
also ich persönlich interessiere mich schon für „neue musik“ wenn sie gut ist
und viele sagten hier dass syntetischen music mist ist
aber dem ist nicht so
es ist nur anders!um nur ein beispiel zu benennen: „Fat Boy Slim“ macht Alles aber auch alles selbst
und er macht es gut!wenn leute hergehen und sagen „Kraftwerk“ ist konserve
denken ich – sie kennen es eben nicht
ich muss mir das ja nicht immer anhören- wirklich nicht – genausowenig hören ich mir st#ndig
irgendwelche 60is an
aber im vergleich zu einem todlangweiligen gitarrengott – wie Clapton
war Kraftwerk ein „sinnesrausch“ so ungefähr eine perfekte show!!
du kannst mal angucken die site hier – Sonic:
http://www.kraftwerk.com/
dann siehst du – dass alleine die visuellen effekte auch zu kunst gehören – meine ich mal
übrigens die bestgestylte site überhaupt IMHOmein freund unten – der ein studio hat und filmusik macht
lädt heute nichtmehr alle musiker ein um etwas zu produzieren..tagelang ..wochenlang..
er hat 3 riesige bildschirme ein board und das läuft – seitdem hat er erfolg
manchmal mischt er 2 oder 3 echten guitars dazu – aber selten
und du kannst das kaum hören – ob die geigen echt sind oder nichtdiese musiker beherrschen auch normale instrumenten sehrgut
anders wäre es nicht möglich die syntetische variante sogut hineinzubringen
ya?
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Off Topic
weil ist 2005--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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Bender Rodriguez Rasende Leichenbeschauer
Vagtazo Halottkemek :doh:
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