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Bender RodriguezISoll heissen, unsere Beweggründe waren wohl ähnlicher Natur – allerdings das Vehikel ein anderes. Obwohl sich Independent und HM damals auch in etwa so „grün“ waren wie Hund und Katz…
Auf alle Fälle ist zu diesem Thema anzumerken, daß ein leichter Altersunterschied zwischen uns wohl doch spürbar ist…
Ich fand Indie damals noch nichtmal richtig doof, ich kannte einfach kaum was davon, und es war mir irgendwie zu lasch und schraddelig. Wenn man voll auf „ride the lightning“ und Flemming Rassmussen-Sound ist, dann ist es schwer, Sonic Youth und die Pixies für rockbar zu halten. In meinem Freundeskreis gab es auch einfach keine Leute, die mir das hätten schmackhaft machen können. Der einzige, der in meiner Klasse damals einen guten Indiegeschmack hatte, war ein arroganter Idiot, den man nicht für voll nehmen konnte. Zu Abizeiten habe ich mich dann etwas mit ihm versöhnt und das erste Mal von Paul Roland und Element of Crime gehört…
Nirvana und Grunge waren damals tatsächlich die perfekte Zusammenführung der beiden Szenen: Der Härtegrad des Metal mit dem Stilbewußtsein und Intellekt des Indie vereint.
NIN damals im Vorprogramm von GnR (haben noch vor Skid Row gespielt, die Armen!) habe ich damals ´92 allerdings überhaupt nicht verstanden. Die wurden gnadenlos ausgebuht von der Meute. Und heute trete ich mir selbst in den Hintern, dass ich von dem NIN-Konzert überhaupt nichts mitbekommen habe!
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