get happy!? #4 – VÖ 05.04.2013

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  • #8816939  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 20,329

    Leider habe ich das große Bar-Set verpasst, da ich mehr so der Club-Typ bin. Dort waren die Sets allerdings vorzüglich. Toller Abend, danke!

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    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #8816941  | PERMALINK

    get-happy

    Registriert seit: 13.07.2011

    Beiträge: 77

    #8816943  | PERMALINK

    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

    Beiträge: 3,284

    Wieder eine sehr gelungene und qualitativ absolut hochwertige Ausgabe mit einer wohl einzigartigen Mischung an Themen. Ich bin noch nicht ganz durch, möchte aber dennoch ein kleines Feedback geben.

    Es gibt viele Highlights im Heft, insbesondere die längeren Artikel, also z.B. die Scott Walker – Erkundungen, aber auch Howlin‘ Wolf, Curtis Mayfield, Thrill Jockey. Die Jazzbereiche sind – wie im Forum – sowieso eine Quelle andauernder und lang dauernder Hinweise und Inspirationen. Was mir gefällt ist glaube ich vor allem das selbstverständliche Nebeneinander verschiedenster Kulturbereiche, sei es Comic, Film, Literatur, Musik oder auch Berichte über Finanzierungsmöglichkeiten von Kunst im allgemeinen, wie der tolle Crowdfunding Artikel. Nicht alles interessiert mich unbedingt gelcihermaßen, aber ich lese doch alles mit Erkenntnisgewinn und viel Spaß. Auch dass kleine, persönliche Texte wie der von Mikko ihren Platz im Heft finden, empfinde als bereichernd und sehr angenehm.

    Was ich mir für folgende Ausgaben wünschen würde, ist vielleicht noch ein wenig mehr Mut zu längeren Texten oder größeren Zusammenhängen (auch wenn ich weiß dass das gerade, wenn mehrere Autoren zusammen an einem Thema arbeiten schwierig ist). Gerade in dieser letzten Ausgabe gab es doch sehr viele Themen, die eher durch Kurzrezensionen behandelt wurden, und wo ich lieber einen Fließtext zur besseren Einordnung und zum besseren Verständnis gelesen hätte. (Besonders auffällig zum Beispiel im zweiteiligen Songwriter – Special- auch wenn ich die Albenrezensionen sehr gerne gelesen habe, bleibt mir der Sinn und die Auswahlkriterien dieser Seiten eher verborgen; auch hier hätte ich gerne einen Text zu Selbstverständnis und Wandel des Singer- Songwriters gelesen).

    Alles in allem aber wieder ein wirklich tolles Heft mit einer enormen Bandbreite und fundierten, sehr lesbaren Texten.
    Ich freue mich auf die nächste Ausgabe!

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    so little is fun
    #8816945  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    Ich kann mich meinem Vorredner da weitestgehend anschließen. Auch mir gefällt die Mischung sehr gut. Und die oft eher persönliche Sichtweise der Autorinnen und Autoren ist ein zusätzlicher Gewinn. Der Scott Walker Artikel hat mir den Künstler – besonders auch wegen der erneuten gut nachvollziehbaren Plattenvorstellungen – wieder ein Stück näher gebracht.
    Die Film Abteilung las ich ebenfalls wieder mit viel Freude und Erkenntnisgewinn.
    Bei get happy!? lese ich übrigens meist auch die Artikel zu den Themen, die ich für gewöhnlich überblättere. Einfach deshalb, weil es hier Spaß macht, etwas dazu zu lernen.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #8816947  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 10,445

    Das ging schnell: Gestern Nachmittag bestellt, heute Mittag aus dem Briefkasten gefischt. Respekt! Freue mich auf die Lektüre, die Auswahl der beiden Titelhelden ist schon mal vielversprechend.

    Edit: Eine Anmerkung noch. Auf der Homepage steht zur aktuellen Ausgabe noch „Aktuell sind nur Vorbestellungen möglich. Das Heft erscheint am 05.04.2013“. Da wäre vielleicht ein kleines Update fällig.

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    #8816949  | PERMALINK

    tina-toledo
    Moderator

    Registriert seit: 15.06.2005

    Beiträge: 13,392

    Jan Lustiger
    Edit: Eine Anmerkung noch. Auf der Homepage steht zur aktuellen Ausgabe noch „Aktuell sind nur Vorbestellungen möglich. Das Heft erscheint am 05.04.2013“. Da wäre vielleicht ein kleines Update fällig.

    Danke für den Hinweis, ist angepasst. Und viel Freude mit dem Heft! (Wir würden uns natürlich über weiteres Feedback jeglicher Art freuen, beizeiten. Danke auch an UDW und Mikko an der Stelle!)

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    Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!
    #8816951  | PERMALINK

    staggerlee

    Registriert seit: 04.02.2007

    Beiträge: 738

    Natürlich hätte Chess Records ein eigenes Heft verdient (bedenkt man wer dort alles aufnahm und deren Einfluß auf die weitere Entwicklung)- aber gerade die umfassende Betrachtung der ungemein vielfältigen Musikszene dieser Stadt über die Jahrzehnte findet man so in keinem anderen Heft und trifft meinen (eklektischen) Ansatz und meine Vorgehensweise bei Musik. Im Gegensatz zu UDW ist meiner Meinung nach auch der größere Kontext in Ansätzen hergestellt, indem Stilrichtungen (Blues, House, Jazz..), herausragende Künstler (Curtis Mayfield), der Radio DJ E. Rodney Jones, das Jazzlabel von Chuck Nessa etc. vorgestellt werden. Ansonsten schließe ich mich Mikko an- erhellend der Beitrag über Scott Walker bei dem kenntnisreich dessen künstlerische Entwicklung anhand seiner Aufnahmen nachvollzogen wird.
    Minimaler Kritikpunkt: Warum ausgerechnet bei dem Beitrag über Gene Clark „sein melodiöses Meisterwerk und eine der strahlendsten Singer/Songriter Lps des Jahres 1971“ „White Light“ bei den „Author`s Picks“ fehlt, erschließt sich mir nicht.

    --

    #8816953  | PERMALINK

    get-happy

    Registriert seit: 13.07.2011

    Beiträge: 77

    Der Triumph des Proberaums: Robert Forster in Berlin

    Ex-Go-Between Robert Forster hat in den vergangenen Jahren nur sehr selten Konzerte gegeben. Eine der wenigen Gelegenheiten, ihn live zu sehen, bot am Samstagabend das Wassermusik-Festival auf dem Dach des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin. get happy!? war dabei – und hat einen begeisternden Abend erlebt.

    Wenn Musik vom Band aus den Boxen schallt, ist das normalerweise das Signal zum Aufbruch: Jetzt kommt nichts mehr, das Konzert ist endgültig vorbei. Doch an diesem Abend liegt ein Hauch von freundlicher Ekstase in der vom Regen zugleich abgekühlten und durchtränkten Luft. Anderthalb Ron-Sexsmith-Stücke johlt und pfeift das Publikum entschieden nieder, noch nicht bereit den Abend als beendet hinzunehmen – und dann ist er auf einmal wieder da. Robert Forster, bekannt für seine makellose Distinguiertheit, hat sein weißes Hemd abgelegt. Zur Anzughose trägt er jetzt das hellblaue T-Shirt des Wassermusik-Festivals, das ihn auf die Dachterrasse verschlagen hat. Nichts stimmt eigentlich an diesem Outfit, das man in seiner Nachlässigkeit so gar nicht mit Forster in Verbindung bringt – und doch passt es perfekt in den Moment. Offenkundig überwältigt, geradezu befreit lachend, tapert er auf das Mikrofon zu.

    Gute drei Stunden zuvor: Noughts and Exes müssen ihren gut durchdachten und selbstbewusst dick aufgetragenen Indie-Folk noch bei Nieselregen spielen. Hätten Damien Rice und Glen Hansard ihr Pathos ein bisschen besser im Griff, würden sie vielleicht klingen wie diese mit konzentrierter Musikalität und dem Gespür für das richtige Maß an Pomp gesegnete Band aus Hongkong. „Sorry about the rain“, entschuldigt sich Sänger Joshua Wang – und kann letztlich doch ein paar anerkennend applaudierende Zuschauer unter den Schirmen der Bierstände in die ungeschützte Fläche vor der Bühne locken.
    Nach der Pause aber ist der Himmel aufgeklart. Robert Forster kommt zunächst allein auf die Bühne und singt zwei Lieder zur Gitarre: Mit „Baby Stones“, der trotzig-ätzenden Schmähung einer Verflossenen, setzt er geschickt einen crowdpleaser von seinem Solodebüt an den Anfang. „Spirit“ vom 2000er Reunion-Album der Go-Betweens klingt dann allerdings noch karger als auf der Platte, aber eben auch intensiver. Weil es sich so leicht als Liebeserklärung an den zweiten Go-Between Grant McLennan lesen lässt, weist es auf das Loch hin, das seit dessen Tod vor mittlerweile sieben Jahren klafft.

    McLennan ist allgegenwärtig an diesem Abend, auch wenn sein Name nur ein einziges Mal fällt, als Forster „Too Much of One Thing“ als „The Ballad of the Go-Betweens“ ankündigt. Doch sein Fehlen drückt die Stimmung nicht. Der Respekt seiner Leistung gegenüber scheint unausgesprochener Konsens auf der Bühne zu sein, auch als zum dritten Song Forsters Band dazukommt. Die drei Berliner Musiker, zwei von ihnen Mitglieder der Band Die Türen, drängen sich nicht in die Lücke, die Grant McLennan hinterlassen hat. Die backing vocals etwa sind so dezent in den Hintergrund gemischt, dass man nie versucht ist, Vergleiche anzustellen.

    Die drei erstarren aber auch nicht in Ehrfurcht, setzen mit Paraphrasen, eingeworfenen Licks oder rhythmischen Variationen kleine eigene Akzenten. Und das hat einen erfrischenden Effekt. Jeder Song bleibt im Direktvergleich mit dem Original klar erkennbar. Doch die kleinen Ergänzungen sorgen mit dafür, dass der Abend niemals Gefahr läuft, Forsters und McLennans musikalisches Erbe nur zu verwalterisch auszustellen.

    Auch die Songauswahl trägt dazu bei. Forster und seine Band spielen kraftvolle Versionen offenkundiger Hits wie „Spring Rain“, „Heart Out to Tender“ oder „Here Comes a City“, bringen aber auch sperrigere Songs wie „Draining the Pool for You“ oder „Your Turn My Turn“ zum Schimmern. Mit „People Say“ hat er ein ganz frühes Stück aus den 1970er Jahren auf die Setlist gesetzt, die neuesten Stück stammen vom letzten Go-Betweens-Album Oceans Apart (2005). Forsters mittlerweile fünf Jahre altes jüngstes Soloalbum The Evangelist wird ausgespart, ebenso wie die neuen Songs, die er im nächsten Jahr auf der nächsten Platte zu veröffentlichen hofft.

    Die ganze Woche über hat Forster mit Bassist und Keyboarder Michael Mühlhaus (ehemals Blumfeld), Schlagzeuger Robert Kretzschmar und Gitarrist und Bassist Ramin Bijan in Berlin für diesen Abend geprobt. Nicht alles läuft glatt. Mal drosselt Forster mit Gesten die Lautstärke, mal erkundigt er sich, welches Lied als nächstes dran ist, immer wieder sagt er spontan an, wenn ein Refrain noch einmal wiederholt werden soll. Und als er die drei ganz am Ende ausführlicher vorstellen will, muss er sich zweimal mit Nachfragen an Bijan wenden.

    Gerade dieses Unfertige, diese Spontaneität, diese durchschimmernde Proberaumatmosphäre machen das Konzert zu einem der besten der vergangenen Jahre. Das Publikum ist begeistert, die Band lässt ihre Coolness fallen und freut sich bisweilen wie eine Gruppe Schuljungs. Und auch Forster wirkt überaus zufrieden.

    (auch hier nachzulesen, inklusive einiger Bilder)

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    #8816955  | PERMALINK

    get-happy

    Registriert seit: 13.07.2011

    Beiträge: 77

    Und wer noch mehr über den großen Ex-Go-Between erfahren möchte, sollte unbedingt im Herbst unser neues Heft kaufen. Darin wird es nämlich zu lesen geben, was Forster uns am Nachmittag vor dem Konzert beim Interview erzählt hat – über seine Pläne und über seine Zeit mit den Go-Betweens.

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    #8816957  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 57,939

    Große Vorfreude hier!

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    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #8816959  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Klingt sehr gut, wird gekauft.

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