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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Nochmals Hr. Shepp und wie der gute Mann hier hinter den gesummten Vocals von Lady Krog aus dem Schatten tritt hat schon ganz große Güte ….
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Manu Dibango & Fania All Stars „Viva Tirado“ (Fania) 1972
Beginnt mit einem überlässigen „Fania All Star“ Groove (Larry Harlow and der Orgel, Nicky Marrero auf den Timbales !) und nachdem man es sich schon so richtig bequem gemacht hat bricht bei 2.10 plötzlich Manu Dibango wie eine Wildsau aus dem Gebüsch und bildet – nachdem er schon mal das aufgestaute Testoteron abgedrückt hat – scheibchenweise ein wirklich klasses Solo …. ich hörte das mal im Hintergrund und als dieses Solo (dessen Einstieg ich verpasst hatte) meine Ohren aufrichtete wäre ich beim Rätseln nie auf Manu Dibango gekommen ….
P.S Sorry falls ich den Jazzbegriff hier zu extensiv interpretiert haben sollte ….Kein Anlass für eine Entschuldigung! Ich mag solch Latin-Sachen recht gern.
Ja, Manu Dibango (von dem ich ansonsten wirklich nur den Namen kenne) versteht es wirklich, sich hier Gehör zu verschaffen, indem er sich völlig unbescheiden in den Vordergrund drängt – aber er bleibt immer im groove und damit absolut mannschaftsdienlich.
Viva Tirado ist die allseits bekannte und beliebte Gerald Wilson Komposition, von der es sicher noch unzählige anderes covers gibt. GW beschäftigte auch gute Solisten. Da ließe sich wohl auch das eine oder andere schöne Solo finden.
zuletzt geändert von friedrich--
„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)Ich hätte noch was anzubieten, von dem ich wieder nicht weiß, ob es ein wirklich musikalisch gutes Solo ist. Offen gesagt weiß ich auch nicht, ob es ein besonders herausragendes Beispiel dieses Musikers ist. Es gefällt mir aber im Zusammenhang sehr gut:
Gil Evans – Remember (von: Gil Evans & Ten, 1957)
Das erste Stück auf dem ersten Gil Evans-Album als Leader. Und ab ca. 2:09 min hebt sich mit dem ersten Solo Steve Lacy auf dem Sopransaxophon aus dem pastellfarbenenm Klanggemisch hervor, das Gil Evans hier schichtweise aufgetragen hat und setzt ein paar funkelnd schimmernde Glanzpunkte. Eigentlich zieht es sich durch das gesamte Album, dass Steve Lacy Akzente setzt. Ganz großartig, wie Gil Evans hier mit den Klangfarben arbeitet und so eine eher ungewöhnliche Stimme, wie das manchmal etwas spitz klingende Sopransax, einsetzt. Ein anderer herausragender Solist auf der Platte ist der Posaunist Jimmy Cleveland, fast so wie ein Gegenpol zu Lacy. Und Gil Evans spielt auf diesem Stück ein sehr schönes Piano. Auch das solistisch eine feine Sache.
Insgesamt eine tolle Platte!
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„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)charlie mariano auf dem letzten track von „black saint and the sinner lady“ (track f ?)
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i don't care about the girls, i don't wanna see the world, i don't care if i'm all alone, as long as i can listen to the Ramones (the dubrovniks)Oh ja … ein Album voller grossartiger Momente … mein liebster solistischer ist vielleicht das Sopransax von Jerome Richardson im ersten Teil!
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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Gil Evans Orchestra „Alyrio + Variations On The Misery“ (Gil Evans Orchestra „Live At The Public Theatre“ Trio Records Japan) 1980
Ein dunkler, fasr bedrohlicher Einstieg bei „Alyrio“ dominiert von Masubimo Kikuchis + Pete Levins elektronischen Gedankengängen, dann ein massiv orchestraler Donnerhall und als dieser sich wieder im Dunkel zu verlieren beginnt erstrahlt bei 4.13 ein kristallklares Arthur Blythe Solo der Sonderklasse (kurz ist man versucht zumeinen er stimme da „In A Sentimental Mood“ an und als im Verlauf Billy Cobham einsetz wirkt sein Rhythmus wie Glockenschläge) … …. ich bin bekennender Arthur Blythe Fan der späten 70er/frühen 80er und dieses Solo wohnt tief in meinem Herzen …..
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)soulpope
Gil Evans Orchestra „Alyrio + Variations On The Misery“ (Gil Evans Orchestra „Live At The Public Theatre“ Trio Records Japan) 1980
Ein dunkler, fasr bedrohlicher Einstieg bei „Alyrio“ dominiert von Masubimo Kikuchis + Pete Levins elektronischen Gedankengängen, dann ein massiv orchestraler Donnerhall und als dieser sich wieder im Dunkel zu verlieren beginnt erstrahlt bei 4.13 ein kristallklares Arthur Blythe Solo der Sonderklasse (kurz ist man versucht zumeinen er stimme da „In A Sentimental Mood“ an und als im Verlauf Billy Cobham einsetz wirkt sein Rhythmus wie Glockenschläge) … …. ich bin bekennender Arthur Blythe Fan der späten 70er/frühen 80er und dieses Solo wohnt tief in meinem Herzen …..Man kann Gil Evans wirklich nicht vorwerfen, er sei nicht experimentierfreudig gewesen und hätte sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Ganz schön schräg das Ganze, und in dieser Umgebung wirkt Arthur Blythe vergleichsweise straight. Eigenartige Besetzung auch.
Masabumi Kikuchi wäre btw die korrekte Schreibweise. Musste ich ich aber auch erst wieder googeln.
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„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)Gil Evans Orchestra „Alyrio + Variations On The Misery“ (Gil Evans Orchestra „Live At The Public Theatre“ Trio Records Japan) 1980
Ein toller Hinweis, vielen Dank!….Habe mir sofort die CD bestellt.
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
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abnickerGil Evans Orchestra „Alyrio + Variations On The Misery“ (Gil Evans Orchestra „Live At The Public Theatre“ Trio Records Japan) 1980 Ein toller Hinweis, vielen Dank!….Habe mir sofort die CD bestellt.
Sehr schön …. wenn Dir dieser Auszug gefällt wirst Du mit der gesamten Aufnahme (da gibt`s noch ein Vol.2) sicherlich viel Freude haben ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
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Apropos Arthur Blythe in 1978 …. :
Arthur Blythe + Amina Myers „BBB“ (LP „The 5th Power“ Black Saint) 1978
Das hier bei 16.00 beginnende Duostück dokumentiert Arthur Blythe wiederum als lyrischen Solisten mit scharfem Kanteneinsatz …. und Amina Myers ist hier schlichtwegs wunderbar ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)Hank Mobleys Solo bei „Remember“
Erfreut mich jedes Mal, wenn ich das Album höre. Da passt einfach jeder Ton und jede Phrasierung.
zuletzt geändert von nicht_vom_forum--
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away. Reality denied comes back to haunt. Philip K. DickOh ja, geht mir auch so – unsterblich!
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