Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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    gypsy-tail-wind
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    Gestern im Kino ein Kurzfilmprogramm mit fünf Filmen von Víctor Erice:

    Alumbramiento (ES 2002, 11′)
    La morte rouge (ES 2006, 32′)
    Ana, tres minutos (JP 2011, 3′)
    Vidros partidos (PT 2012, 35′)
    Plegaria (ES, 2018, 6′)

    Das grosse Highlight ist sicher „La morte rouge“, eine Meditation über das Kino und die Erinnerung. Um letztere kreist ja eh Erices ganzes Werk, im zweiten längeren Film führt Erice Gespräche mit Ehemaligen einer zehn Jahre davor geschlossenen Textilfabrik im Norden Portugals – und da gibt er das Szepter aus der Hand und lässt die Menschen sich erinnern und darüber sprechen. Ana Torrent spricht vor einem Auftritt in einer griechischen Tragödie Backstage über den Tsunami. Im ersten Film wird ein Kind geboren in eine seltsame Welt der Kontinuitäten und Brüche – und stirbt fast, tut das vielleicht, wenn die Kamera dann wieder weg ist, wer weiss … zum Abschluss gibt es Aufnahmen von Fotos, die Gläubige bei einer Madonna-Statue hinlegen, begleitet von Musik von Arvo Pärt, die auch in „La morte rouge“ eine zentrale Rolle spielt.

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    #12574865  | PERMALINK

    cleetus

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    Elf (2003) – Der Cringe-Faktor ist scheinbar so hoch, dass sich meine Kinder vor lauter Fremdschämen auf dem Sofa winden. Meine absolute Lieblingsrolle von Bob Newhart.

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    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #12575275  | PERMALINK

    pfingstluemmel
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    Außerdem gesehen:

    Knuckledust (Regie: James Kermack – Großbritannien, 2020) 5,5/10
    Des hommes et des dieux (Regie: Xavier Beauvois – Frankreich, 2010) 7/10
    La mala educación (Regie: Pedro Almodóvar – Spanien, 2004) 7,5/10

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    Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
    #12576199  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

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    Und der Film des Jahres ist …

    Soundtrack to a Coup d’Etat von Johan Grimonprez

    Wir haben es hier mit einem Essay-Film zu tun, der die Regierung von Patrice Lumumba und seine Ermordung mit der Rolle des Jazz einerseits als Propagandainstrument, andererseits als musikalischen Ausdruck afroamerikanischer Wut verwebt. Nein, zusammenwirft. Aufeinander prallen lässt. Der Film ist wütend, präzise, messy, polemisch, anstrengend, ausufernd. Starring Louis Armstrong, Dizzy Gillespie, Abbey Lincoln, Max Roach, Miriam Makeba, Andrée Blouin, Dag Hammarskjöld, Nikita Chruschtschow, In Koli Jean Bofane, Malcolm X, Allen Dulles usw. usf.
    So ein bis drei aktuelle Filme will ich dieses Jahr noch schauen, aber ich denke, dass da keiner mehr drüber kommt.

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    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #12576309  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Den Film von Grimonprez sah ich im Herbst 2024 und war ebenfalls begeistert!

    Hier, gestern Nachmittag im Kino (früh in den Weihnachtsurlaub verduftet):

    El sol del membrillo (ES 1992) – ich kannte ja die zwei grossen Klassiker und den neusten Film von Víctor Erice, aber die Kurzfilme sind eine echte Offenbarung, und das gilt auch für diesen Film – was ist das überhaupt, ein Spielfilm ist es so wenig wie ein Dokumentarfilm und ein Essay ist es auch nicht … ein Kinofilm! Der Maler Antonio López will ein Ölbild des Quittenbaums anfertigen, den er ein paar Jahre früher in den kargen Hof seines Hauses gepflanzt hat. Er stellt Anfang Oktober Stäbe auf, spannt Schnüre, besonders eine horizontale für seine Augenhöhe, hängt auch ein Lot auf und beginnt, die Abmessungen auf die Leinwand zu übertragen, markiert fortlaufend Früchte und Blätter, die immer tiefer hängen, damit er ihren Stand nachträglich korrigieren bzw. im entstehenden Gemälde den Zustand von Tag 1 festhalten kann. Er überlegt, ob er die Morgen-, die Mittag- oder die Abendsonne einfangen will. Seine Frau arbeitet auch im Haus, ebenfalls ein weiterer Künstler, gleichzeitig sind drei Maurer aus Polen mit Umbauarbeiten beschäftigt. Die Töchter schauen vorbei (bringe Kleider und Schuhe zum Anprobieren), Freunde schauen vorbei, besonders Enrique Gran, der gegen Ende der sich wegen schlechten Wetters hinziehenden Arbeiten auch mal Zweige halten muss, damit López sie malen kann, wie sie fünf, sechs Wochen früher ausschauten. Irgendwann stellt er das unfertige Ölbild in den Keller, es geht nicht mehr weiter, und natürlich kann er ein Jahr später nicht weitermalen, weil die Blätter und Früchte dann natürlich anders hängen. Er fertigt stattdessen als zweites – verkehrte Reihenfolge, auch für ihn – eine Bleistiftzeichnung des Baumes an. Dazwischen schwenkt die Kamera über die Häuser rundherum, die vorbeiratternde Bahn, die Strasse, begleitet López und seine Frau, wenn sie das Haus verlassen, rückt die Polen beim Arbeiten, Pause machen, Spanisch lernen ins Bild, den Hund des Hauses ein paar Aufnahmen von Madrid, dem Fernsehturm, Gegenstücke zu Aufnahmen von draussen in die Häuser, in denen abends im Dunkeln die Fernsehgeräte blau flackern.

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    #12576631  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Gestern im Kino: Pool of London (Basil Dearden, GB 1951). Anscheinend der erste britische Film, der eine – zaghafte, sehr berührende – aufkeimende Liebe zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe thematisiert. Dazu eine Hommage an den alten Hafen von London, seine Docks und Gassen und Bars und die Menschen dort, zudem ein ziemlich elaborierter Heist-Movie … aber der grosse Star ist Earl Cameron (1917-2020), der aus Bermuda stammende Schauspieler, der den Johnny verkörpert.

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    #12576779  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Dem Vorweihnachtstrubel ins Kino entfliehen, Tag 3 – heute Nachmittag zum ersten Mal Atlantic City (CA/FR 1980) von Louis Malle gesehen.

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    #12576799  | PERMALINK

    pfingstluemmel
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    Weiterhin gesehen:

    jOBS (Regie: Joshua Michael Stern – USA, 2013) 4/10
    Rollerball (Regie: John McTiernan – USA/Japan/Deutschland, 2002) 3/10
    Memoir of a Snail (Regie: Adam Elliot – Australien, 2024) 7/10

    Im Vergleich zu Mary & Max fällt Memoir of a Snail doch enttäuschend aus. Der Humor blitzt nur äußerst selten auf, dafür machen sich Kalenderweisheiten viel zu breit, noch dazu in einem kindlicheren Ton. Die Stop-Motion-Gestaltung ist natürlich wieder toll, die Sprecher (u.a. Nick Cave) auch. Vielleicht nervt das Pianothema hin und wieder…

    Niemand hat es so sehr verdient wie Steve Jobs in seinem Biopic von Ashton Kutcher dargestellt zu werden. Dazu noch dieser Acid-Trip in Caro-Landkaffee-Werbeoptik zur Musik von Cat Stevens (obwohl der Apple-Guru laut Film ein beinharter Dylan-Ultra zu sein scheint) und ich wusste früh, wohin diese Reise führt: Ins Vergessen. Blatant corporate cringe.

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    #12577207  | PERMALINK

    mangels

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    Arne Willander behauptet im neusten RS (Januar 2026), dass Kathryn Bigelows „A House Of Dynamite“ der wohl beste Film des Jahres ist. Starke These.
    Das es sich hier um eine Netflix-Produktion handelt, habe ich mir diesen Streifen gestern auf eben dieser Plattform angeschaut.
    Natürlich ist diese Sache mit dem besten Film immer subjektiv. Aber „A House Of Dynamite“ gehört jedenfalls zu den richtig guten Streifen in diesem Jahr.
    Ich sag nichts weiter dazu. Jedenfalls spoilere ich nicht auf Teufel komm raus, wie es der gute Arne in seiner Welten-Rubrik leider getan hat. Macht man nicht Herr Willander! Trotzdem „Danke“ für den Tipp.
    Ich sage nur: Wer ihn noch nicht gesehen hat, unbedingt anschauen.

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    #12577243  | PERMALINK

    pfingstluemmel
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    Ebenfalls gesehen:

    The Scribbler (Regie: John Suits – USA, 2014) 5,5/10
    Das wilde Leben (Regie: Achim Bornhak – Deutschland, 2007) [Re-Watch] 5,5/10

    Als ich vor 15 Jahren im deutschen Fernsehen zum ersten Mal über Das wilde Leben stolperte, fiel mein Urteil vernichtend aus: Rainer Langhans, ohnehin schon ein seltsamer Clown, wirkte in Gestalt von Matthias Schweighöfer gleich noch eine ganze Ecke dümmlicher, Dieter Kunzelmann wie aus einem Badesalz-Sketch entsprungen und der große Keith Richards glich einer Rio-Reiser-Parodie, über der stets mehr als ein Hauch Martin Semmelrogge lag.
    Dabei entging mir, dass Achim Bornhak recht gut einfängt, was von 1968 übrigblieb: Nicht das Politische, sondern das Private, Hedonistische und Boulevardeske. Uschi Obermaier war nie eine Revolutionärin, sondern ein Mädchen mit Jet-Set-Ambitionen, eine Provinznudel, die von der großen Welt träumte. In Gestalt von Natalia Avelon exorziert er das Fiese und Gewöhnliche, das in Obermaier immer unter der Oberfläche hindurchschimmerte, oft grotesk durch ihren bäuerlichen Akzent verstärkt – und erschafft auf diesem Weg eine Hochglanz-Oberfläche, die dem Wesen der Obermaier mehr entspricht als ihre Einbettung in revolutionäre gesellschaftliche Kontexte.
    Das wilde Leben mag oberflächlich und auf den Körper der Hauptdarstellerin fixiert sein, kommt Uschi Obermaier damit jedoch näher als jede „tiefgehende“ soziologische Analyse. Immer noch kein guter Film, doch lange nicht so furchtbar wie ich ihn in Erinnerung hatte.

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    #12577317  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    „House of Dynamite“ fand ich eher mittelmässig, aber schon ganz okay. Bessere Filme dieses Jahr, finde ich, grob gerankt: „In die Sonne schauen“, „Caught by the Tides“, „Seeds“, „It Was Just an Accident“, „Sirāt“, „O Agente secreto“, „One Battle after Another“, „Left-Handed Girl“, „Black Dog“, „Before the Bright Day“, „Queer“ und „Sinners“ (einige sind wohl von 2024, aber kamen hier halt erst 2025 ins Kinos).

    Gestern Nachmittag im Kino:

    Odd Man Out (GB 1947) von Carol Reed. James Mason flieht verletzt und als Mörder, nachdem er beim Überfall (Geld für die IRA, alles immer für eine gute Sache) einen Wachmann erschossen hat und in seinem Unterschlupf entdeckt wird, verletzt durch Belfast … die gespenstischen Kulissen werden oft geradezu expressionistisch beleuchtet und gefilmt. Toll.

    Mal schauen, ob ich noch einen aus der Reihe der britischen Nachkriegsfilme schaffe bis zum Jahresende – wieder mal „The Third Man“ wäre schon toll, auch wegen der Welles-Ausstellung, die ich in Paris gesehen habe. Ansonsten steht noch zweimal Erice an, heute die „Correspondences“ mit Abbas Kiarostami und nächsten Sonntag ein Wiedersehen mit „El espíritu de la colmena“. Und vielleicht als zweiter Film der ebenfalls endenden Piccoli-Reihe (in der ich nur „Atlantic City“ sah) noch ein Wiedersehen mit „La belle noiseuse“.

    Im Januar Stummfilmfestival, eine Reihe mit „Freelance Women: Female Stars Fight the Hollywood Studios“, Tárr/Krasznahorkai, sowie eine grosse Coen-Retro, in der auch ein oder zwei Filme laufen, die es nicht regulär ins Kino geschafft haben (gestern schon den Trailer zu „Baby, Don’t“ gesehen – möchte ich gucken, wenn es geht).

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    #12577667  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Gestern spät im Kino: Víctor Erice – Abbas Kiarostami: Correspondencias (ES/IR 2007) – Zehn filmische „Briefe“, die die beiden innert einer Woche geborenen Regisseure sich in den Jahren 2005 bis 2007 schicken – sie beziehen sich auf die eigenen und des Anderen Werke, spinnen verspielt Fäden fort … und heraus kommt in der Montage der zehn sehr unterschiedlich langen Kapitel ein mäandernder, aber enorm poetischer Film. Erice besucht das Quittenbäumchen wieder (die Enkelkinder von López malen es ab und klar, es beginnt zu regnen), Kiarostami filmt eine Kuh von ganz Nah … verweigert sich erst dem Gesprächsfaden, blickt nicht wie Erice auf das eigene Werk zurück – die zwei haben unterschiedliche Vorstellungen vom Kino als Imaginationsraum. Erice besucht auch eine Grundschule in der Extremadura, in der die Lehrer Unterrichtsmaterialien für „Where Is the Friend’s House?“, den Film Kiarostamis aus dem Jahr 1987 entwickelt haben. Er filmt die Reaktionen der Kinder, die Antworten auf die Fragen des Lehrers. Danach spinnt Kiarostamei den Faden fort mit einem poetischen Kurzfilm über eine Quitte – Erice sei bei der Konzentration auf López beim Filmen gar nicht aufgefallen, dass ein Zweig über die Mauer reichte und die über der Strasse hängende Frucht daher gemäss dem Brauch im Iran allen gehöre. Zwei Jungen schiessen aus dem Off mit Steinen eine Frucht vom Baum. Als das endlich gelingt, rollt die Frucht einen Hang hinab in einen Bach, und zu generischem Swing à la Glenn Miller verfolgt die Kamera minutenlang, wie die Frucht durch das Wasser hüpft und schliesslich von einem Schäfer eingefangen und gemeinsam mit seinen Schafen verspeist wird. Den Faden wiederum greift Erice auf, indem er einen Schafhirten besucht und diesem – auf dem iPod – den Film vorspielt (der Schäfer meint, der Kollege mache alles falsch und hält die Quitte für eine Zitrone – das Display war ja bloss 4 oder 5 Centimeter breit). Später fährt Kiarostami mit dem Auto fort – und filmt den im Iran seltenen Regen durch die Windschutzscheibe, mal als Video, dann als Montage von Fotos – auch das minutenlang, dazu klassische Musik (Bach?). Zum Abschluss schickt Erice – er reist seinerseits auf eine Insel – dem Kollegen dann einen Brief in einer Flasche, und den langen ersten Teil dazu spinnen die beiden weiter fort: noch einmal das Objekt im Wasser bei Erice (der Faden von der Quitte im Bach), Fischer, die die Flasche finden (bei beiden), am Ende öffnet sie jemand im Iran und der Brief wird ungelesen vom Wind davongetragen – das Geheimnis bleibt bewahrt. Unverhofft Toll! Einzelne Segmente (v.a. das Segment mit der Quitte im Bach und die Autofahrt im Regen) sind für sich genommen eigenständige Kurzfilme geworden.

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    gypsy-tail-wind
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    Gestern im Kino: The Third Man (GB 1949) von Carol Reed – natürlich ein grossartiges Vergnügen, und es war schön, den Saal recht gut besucht zu sehen.

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    latho
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    gypsy-tail-wind Gestern im Kino: The Third Man (GB 1949) von Carol Reed – natürlich ein grossartiges Vergnügen, und es war schön, den Saal recht gut besucht zu sehen.

     
    Im Original und auf Leinwand kommt der wirklich gut. Welles soll ja bei den Dreharbeiten ordentlich den Dicken gemacht haben und Reed auf die Nerven gegangen sein, aber gelohnt hat es sich, wenn sein zynisches Lächeln aus dem Halbschatten auftaucht.

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    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #12579459  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    latho

    gypsy-tail-wind Gestern im Kino: The Third Man (GB 1949) von Carol Reed – natürlich ein grossartiges Vergnügen, und es war schön, den Saal recht gut besucht zu sehen.

    Im Original und auf Leinwand kommt der wirklich gut. Welles soll ja bei den Dreharbeiten ordentlich den Dicken gemacht haben und Reed auf die Nerven gegangen sein, aber gelohnt hat es sich, wenn sein zynisches Lächeln aus dem Halbschatten auftaucht.

    Ja, die Szene ist phantastisch … die lief in Paris in der Welles-Ausstellung in Schleife. Überhaupt ist die Kamera-Arbeit im ganzen Film hervorragend!

    Und ja, sogar auf 35mm gestern :good:

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