ctte gibt Senf dazu – VÖ-Betrachtungen mit leichtem Prog-Überhang

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  • #11676401  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

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    8. Mono – Pilgrimage Of The Soul

    Postrock aus Japan, inzwischen auch schon seit über 20 Jahren eine Bank. Und auf diesem Album liegt der Schwerpunkt nicht auf gewaltigem Getöse, das gibt es selbstverständlich auch, sondern im Herausarbeiten von Kontrasten. Mono zeigen sich hier oft zerbrechlich und symphonisch. (4,4)

    7. Kauan – Ice Fleet

    Ein erhabenes Werk thematisiert ein wahres, aber mysteriöses Drama im Polarmeer. Das Album funktioniert wahrscheinlich bei 30 Grad am Stand eher weniger. Dafür kann die Intensität dieser Platte per Kopfhörer und Dunkelheit geradezu bedrohlich wirken. Sehr spannende russische Band mit sehr interessanter Historie. (4,5)

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    #11676495  | PERMALINK

    sparch
    MaggotBrain

    Registriert seit: 10.07.2002

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    Mono habe ich irgendwie verpasst, da muss ich noch ran. Bei den beiden Vorgängern war das Laut-Leise-Prinzip ja auch schon gut ausgearbeitet.
    Kauan war auch bei mir eine der Entdeckungen des vergangenen Jahres. Die (wahre) Geschichte wurde hier musikalisch perfekt umgesetzt.

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    Totale Zerstörung!
    #11676947  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

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    Und wo habe ich Kauan natürlich entdeckt? In der Sparch-Liste, die später noch einmal eine Rolle spielen wird. Aber jetzt erstmal:

    6. Frost* – Day and Age

    Keine Jahreswertung ohne John Mitchell. Nach seinem Mitwirken an Fishs Weltschmerz war also mal wieder das Projekt mit Gem Godfrey dran. Nach dem ziemlich elektronisch und chaotisch ausgefallenen Album von 2016, Falling Satellites, kommt hier eine großartige Arbeit. Tolle Songs, eine sehr opulente Produktion  und ein schöner roter Faden durch die gesamte Platte. Day and Age wurde nicht mal eben als Pflichtveranstaltung zwischen zwei Termine gequetscht, sondern planvoll und akribisch entwickelt. Und das hat bei Mitchell noch immer funktioniert.(4,5)

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    #11676977  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,164

    Die Frost* finde ich insgesamt befriedigend, der Titelsong ist überragend. John Mitchell hat seine Gänsehaut Soli für das diesjährige Arena Album aufgehoben und singen kann er leider immer noch nicht.

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11676987  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,164

    Übrigens habe ich mir aufgrund deiner Empfehlung die älteren Lee Abraham Alben besorgt. Bin gespannt.

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11677291  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Ganz schwere Vorwürfe befürchte ich nicht.  Aber im Falle des Falles abnehmen kann ich sie dir nicht, da ich sie auch hier stehen habe.

     

    5. Dordeduh – Har

    Ich hätte ganz schön blöd geschaut,  wenn man mir Anfang des Jahres prognostiziert hätte, dass in der Top 5 meiner Jahresliste 2021 ein Album aus Rumänien zu finden sein würde. Da ich nach der Vorgeschichte mit Katla (aus heutiger Sicht mein Album des Jahres 2020, aber erst kurz vor Jahresende entdeckt) die Updates von sparch zeitnah verfolge, kam die Empfehlung schnell bei mir an. Bis dahin hatte ich von Metal Musik aus Rumänien überhaupt noch nichts gehört. Ich wäre allerdings auch nie auf Rumänien gekommen, denn die Sprache beherrsche ich natürlich nicht, und die folkloristischen Elemente in der Musik sind zwar nicht zu überhören, für mich aber kaum zuzuordnen. Und die meist dominierenden scharfkantigen Gitarren und wunderbaren Keyboardflächen würden auch als skandinavisch oder britisch durchgehend.  Die Songs habe viel Luft zum Atmen, nehmen sich Zeit für den Aufbau, und sind perfekt produziert. Das sehr schöne Artbook enthält zudem kernige Umsetzungen auf der Bühne. Die Band arbeitet sehr souverän und virtuos. Ich bin etwas unschlüssig, ob die englische Sprache Dordeduh das besondere Etwas nehmen würde, der Band dafür aber deutlich mehr Aufmerksamkeit einbringen sollte. (4,5)

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    #11677343  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    4. Dream Theater – A View From The Top Of The World

     

    Die sichere Bank. Bei Dream Theater gibt es keine schwachen Alben. Eigentlich steht immer die 4 vor dem Komma, lediglich beim vorletzten Werk „The Astonishing“ hatte sie sich ein bisschen verzettelt. Dieses Album war trotzdem eine Überraschung, weil es vor Kreativität sprüht wie lange nicht mehr. Und das ist bei der stilistischen Klarheit und routinierten künstlerischen Elegance gar nicht so leicht. Der Katalog ist schließlich umfassend. Für eine sehr treffende Rezi und weitere Details verweise ich auf Wolfgangs Thread. (4,6)

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    #11677381  | PERMALINK

    sparch
    MaggotBrain

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 34,542

    close-to-the-edge
    Ich hätte ganz schön blöd geschaut, wenn man mir Anfang des Jahres prognostiziert hätte, dass in der Top 5 meiner Jahresliste 2021 ein Album aus Rumänien zu finden sein würde.

    Bei mir sind es sogar 3. Hätte mir das vor einem Jahr jemand vorausgesagt, hätte ich ihn vermutlich für verrückt erklärt. Musik aus Rumänien kannte ich allenfalls vom ESC. Aber diese ganze Szene rund um Negură Bunget zählt schon mit zum Faszinierendsten, was ich in den letzten Jahren so entdeckt habe.

    Wo ist denn Zău am Ende bei Dir gelandet?

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    Totale Zerstörung!
    #11677697  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Ich habe sie aktuell bei ***1/2, bin damit aber längst noch nicht durch. Ich konnte sie bis jetzt auch nur streamen, da ich mich noch nicht abschließend für das Format entschieden habe.

     

    3. Ray Wilson – The Weight Of Man

    Das war für mich auch eine ziemliche Überraschung. Auf seinen Soloalben waren eigentlich immer einige schöne Sachen, aber auch viel Langeweile. Folglich kam auch niemals mehr als ***1/2 dabei raus. Und sein Platz ist ja eigentlich auch nicht das Studio, sondern die Bühne. Der spielt ja überall, wo man ihm ein Mikro hinstellt. Und wenn das kaputt ist spielt er trotzdem. Nur diesmal war Pandemie. Und da war richtig Zeit für die neue Platte. Und so hat er mit seiner Band eine Reihe von Songs zusammengetragen, quasi im Homeoffice aufgenommen, immer weiter veredelt, und quer über den Erdball umher geschickt. Jeder für sich. Den letzten Feinschliff gab es dann bei Yogi Lang.

    Und der Hörer wundert sich. Schon beim ersten Durchlauf fällt auf, dass die Qualität dieses Albums nach hinten raus nicht nachlässt. Früher hatte Wilson immer gern die starken Songs am Anfang, und spätestens in der Mitte schlief man dann ein. Bei weiteren Durchgängen kristallisieren sich dann die großartigen Arrangements heraus. Tolle Chöre, tolle Solis, alle Musiker dürfen ihre Stärken voll auskosten. Zu sagen hat Ray auch einiges, zudem gibt es zu einigen Songs tolle Videos, ich empfehle hier nur mal I, Like You“ und „Amelia“. Vinyl gibt es leider bisher nicht, das Hardcover Booklet der CD ist aber auch schön gemacht. (4,7)

     

     

    --

    #11677701  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 14,943

    close-to-the-edge  3. Ray Wilson – The Weight Of Man  Schon beim ersten Durchlauf fällt auf, dass die Qualität dieses Albums nach hinten raus nicht nachlässt … Bei weiteren Durchgängen kristallisieren sich dann die großartigen Arrangements heraus. Tolle Chöre, tolle Solis, alle Musiker dürfen ihre Stärken voll auskosten.  (4,7)

    Vollste Zustimmung. Jeder Ton sitzt an der richtigen Stelle. Top Album!

    --

    There is a green hill far away I'm going back there one fine day. I am free because I am the soul bird
    #11677823  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Heute morgen hat übrigens mit ZDF bei mir angerufen. Die wollten mich für morgen fürs Morgenmagazin buchen, und dafür sogar Adel Tawil rauswerfen, wenn ich meine Top 3 exclusive dort enthülle. Ich habe aber abgelehnt, weil ich hier im Wort stehe.

    2. Bruit< – The Machine Ist Burning And Now Everyone Knows It Could Happen Again.

    Platz 2 geht nach Frankreich, und wir haben es noch einmal mit Postrock zu tun. Ich hatte mich bei YouTube mit einem älteren Kauan Werk befasst, als mich ein längeres Telefonat störte. Das Album lief im Hintergrund weiter, endete, es folgte ein neuer Clip, und nach Beendigung des Telefonats befand ich mich mitten im sinfonischen Teil des Titelstücks und war sehr schnell geflasht. Danach Kopfhörer auf, die 40 Minuten nun konzentriert noch einmal, und das visuell befördert von dem Schwarzweißfilm, der das Album bebildert. Volltreffer. Wundersame Keyboards, sich kunstvoll aufbauende Streicher, ein Schlagwerker mit irrem Stil, und ganz vielseitige Gitarrenarbeit von Kammermusik bis Ekstase. Wahre Klangkünstler basteln an überwältigenden Strecken.

    Viele Informationen über die Band waren nicht zusammen zu tragen. Es gibt eine Seite bei Bandcamp, wo zu erfahren war, dass man dieses magische Album leider nur noch als Stream erwerben könne. Eine EP ging diesem ersten Album voraus, und die ganz schmalen Vinyl Auflagen waren lange vergriffen. Jedoch, wie an anderer Stelle schon erwähnt, stehen die Franzosen inzwischen bei Pelagic unter Vertrag. In Kürze dürfte eine neue Auflage angekündigt werden, die möglicherweise noch im Februar erscheint. Ach, noch was. Bei Bandcamp gibt es ist inzwischen noch eine phänomenalen Live-Version des finalen Songs. Aufgenommen in einer Kirche. Atemberaubend. (4,7)

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    #11677855  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Hilfe, mein Zettel ist weg. Mir fällt gerade nicht ein, was eigentlich auf Platz 1 war. Kann jemand helfen?

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    #11678263  | PERMALINK

    sparch
    MaggotBrain

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 34,542

    close-to-the-edgeIch habe sie aktuell bei ***1/2, bin damit aber längst noch nicht durch. Ich konnte sie bis jetzt auch nur streamen, da ich mich noch nicht abschließend für das Format entschieden habe.

    Das Artbook ist dieses Mal nicht ganz so reich bebildert wie bei den ersten beiden Teilen und der musikalische Mehrwert ist überschaubar, es gibt lediglich die 3 Clips. Da hatte Har mit dem Konzertfilm natürlich mehr zu bieten, wenngleich dieser auch etwas seltsam geraten ist.

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    Totale Zerstörung!
    #11679695  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Heute Abend gegen 23 Uhr wird Platz 1 enthüllt. Bei zwei britischen Wettanbietern kann man noch bis 21 Uhr Wetten abgeben.

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    #11680013  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Die aktuellen Wettquoten auf den möglichen Sieger

    Liquid Tension Experiment 20 für 1

    Big Red Machine 17 für 1

    Billie Eilish 750 für 1

    Lee Abraham 22 für 1

    Leprous 14 für 1

    Abba 275 für 1

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