ctte gibt Senf dazu – VÖ-Betrachtungen mit leichtem Prog-Überhang

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  • #11672765  | PERMALINK

    themagneticfield

    Registriert seit: 25.04.2003

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    close-to-the-edgeIch starte dann mal mit meiner 2021 Top 25 mit kleinen Erläuterungen. 25. Glasvegas – Godspeed Wir erinnern uns, das Debut der Schotten im Jahr 2011 wurde hier im Forum ganz schön abgefeiert. Aber die nächsten beiden Alben versandeten völlig, obwohl sie sicher nicht schlechter waren. aber in der Folgezeit sprang das Label ab, es gab allerlei juristischen Zirkus, und mit viel Verspätung veröffentlicht man das vierte Album nun an in Eigenregie. Außerdem hat sich Schlagzeugerin Jonna Lövgrenn verabschiedet, die auch für die Tasten verantwortlich war. Die Songs sind schon okay, aber die rohe und ungeschliffene Produktion irritiert schon ein wenig. Erschienen im Frühjahr, physische Tonträger gab es erst im August, und irgendwie lief das ganze ziemlich unterm Radar. (3,5) 24. The Notwist – Version Days Bund wie das geschmackvolle Cover, detailverliebt, und songorientierter als gewohnt. Ich tu mich ja mit der Stimme schwer, aber zu viel Wohlklang würde wohl auch nicht passen. Kam im Januar mitten im Winter Lockdown und spendete irgendwie Trost. (3,5) 23. Yes – The Quest Der Schock des Vorgängers ist überwunden. Das klingt wie Yes, Songs sind größtenteils passabel, und vor allem diesmal besser ausgearbeitet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (3,6)

     

    Deine 24 heißt Vertigo Days @close-to-the-edge und war eine Riesen Enttäuschung für mich **½- (in etwa).

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    "Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!
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    #11672827  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

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    Ich bringe diese Autokorrektur noch mal um. Thanks.

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    #11673615  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

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    17. Amarok – Hero

    Wenig Polen dieses Jahr in der Liste. Nur dieser einsame mystische Riesenwolf. Das Titelstück ist absolut zum niederknien, aber auf der ganzen Reise gerät diese Klangwunderwelt  leider auch mal ein wenig in Treibsand.  Und zwar immer dann, wenn es nicht ganz für einen Song reicht, sondern Fragment bleibt. Nach drei Durchgängen hat man ein wenig den Eindruck,  der ganz große Wurf sei knapp verpasst worden, weil dann doch zu viel experimentiert wurde. (4,1)

     

    16. This Winter Machine – Kites

    TWM zum Dritten. Zweimal hatten wir sie bei ****1/2, diesmal werden die inzwischen hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt. Nach dem fantastischen Debut 2017, und dem Nachfolger mit dem unglaublich hässlichen Cover, der sich ungewöhnlich kreativ an den frühen Marillion orientierte, hat man dieses Mal eine Art Mischung aus beiden ausprobiert. Der unverkennbare authentische Sound bleibt damit erhalten, inklusive der charmanten Eigenart, immer etwas unsauber zu spielen, also auf den gelegentlichen Zuckerguss im Genre zu verzichten, aber die Songs sind diesmal nicht so erlesen. Es bleibt deutlich weniger hängen, es stellt sich öfter das Gefühl ein,  das hatten wir doch schon mal. Und das kostet das erfrischende Elemente Vorgänger. (4,1)

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    #11673619  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 14,943

    themagneticfield

    close-to-the-edge 24. The Notwist – Version Days Bund wie das geschmackvolle Cover, detailverliebt, und songorientierter als gewohnt. Ich tu mich ja mit der Stimme schwer, aber zu viel Wohlklang würde wohl auch nicht passen. Kam im Januar mitten im Winter Lockdown und spendete irgendwie Trost. (3,5)

    Deine 24 heißt Vertigo Days @close-to-the-edge und war eine Riesen Enttäuschung für mich **½- (in etwa).

    Ganz im Gegenteil zu mir. Für mich eine der größten positiven Überraschungen des Jahres. Ich mag das Album sehr.

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    There is a green hill far away I'm going back there one fine day. I am free because I am the soul bird
    #11673647  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,164

    Hero von Amarok hat sehr schöne Passagen, auf Dauer etwas langweilig, fehlt ein bisschen der Drive, bei mir auf Platz 33.

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11673655  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

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    close-to-the-edge  23. Yes – The Quest Der Schock des Vorgängers ist überwunden. Das klingt wie Yes, Songs sind größtenteils passabel, und vor allem diesmal besser ausgearbeitet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (3,6)

    close-to-the-edge19. Poverty’s No Crime – A Secret To Hide Die haben jetzt auch schon ihren 30. Geburtstag gefeiert. Und das mit einer sehr schönen Platte, der ersten in dieser Liste mit der 4 vorm Komma. Das Werk ist angenehm und solide, vielleicht etwas klischeebeladen. Das ist auch für ganz oben reicht, zeigt die Band aber erst in dem Zehnminuter zum Schluss. (4,0) )

    Yes, I like it ;-)

    Poverty’s No Crime reicht bei mir für sehr weit oben.

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    There is a green hill far away I'm going back there one fine day. I am free because I am the soul bird
    #11673661  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

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    Yes auf Platz 47 und Poverty’s No Crime auf 2, das ist die bittere Wahrheit.

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    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #11673663  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 14,943

    close-to-the-edge17. Amarok – Hero Wenig Polen dieses Jahr in der Liste. Nur dieser einsame mystische Riesenwolf. Das Titelstück ist absolut zum niederknien, aber auf der ganzen Reise gerät diese Klangwunderwelt leider auch mal ein wenig in Treibsand. Und zwar immer dann, wenn es nicht ganz für einen Song reicht, sondern Fragment bleibt. Nach drei Durchgängen hat man ein wenig den Eindruck, der ganz große Wurf sei knapp verpasst worden, weil dann doch zu viel experimentiert wurde. (4,1)

    Kann ich weitgehend zustimmen. Feines Album, aber eine Top 20 Platzierung ist nicht ganz sicher, könnte auch knapp scheitern.

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    #11673671  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 14,943

    wolfgang Poverty’s No Crime auf 2

    Könnte bei mir auch so auskommen. Habe ja noch nicht finalisiert.

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    #11673679  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 18,164

    Dann hau rein, haben wir wenigstens ein Album gemeinsam vorne.

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    #11674937  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Immerhin haben wir von der etwas progressiveren Fraktion dieses Jahr zumindest ein Konsensalbum für die Gesamtwertung. Aber dazu später mehr. Jetzt erstmal…

     

    15. The Besnard Lakes – Are The Last Of The Great Thunderstorm Warnings

    Rüber nach Kanada. Avantgarde Pop, nicht nur von der Eclipsed mit Talk Talk in Verbindung gebracht. Ein Mitglied der Band versucht nämlich nicht nur wie Mark Hollis zu klingen,  er sieht auch noch so aus. Das Album ist sehr lang und sehr langsam. Es hat wunderschöne fließende Passagen, die auch sehr schön zum Corona Blues des Januar passen, fordert aber auch viel Geduld vom Hörer. Der Soundtrack für die Entschleunigung.(4,1)

     

    14. Iron Maiden – Senjutsu

    Auch dieses Album ist vielleicht ein bisschen lang geraten, die alten Herren musizieren aber auf hohem Niveau. Natürlich ist das Werk einigermaßen berechenbar, bei einer Metalband in ihrem fünften Jahrzehnt darf man das aber positiv verbuchen. Es wird abgeliefert. (4,1)

     

    13. Swallow The Sun – Moonflowers

    Jetzt sind die Finnen dran. Damit keine Verwechslung aufkommt, ich hätte sehr gern mal wieder ein Lebenszeichen von Moonsorrow, aber hier steckt der Mond im Titel. Auch hier sind wir in einem berechenbaren Genre des Gothic Metal, wo man ein gewisses Korsett voraussetzt, dieses sitzt auch zunächst ganz gut, große Freude macht das Album aber erst in der zweiten Hälfte, wo die Songs zerbrechlicher werden. Hier breitet die Band ihr beachtliches Spektrum aus und geht richtig in die Tiefe. (4,1)

     

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    #11675193  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    12. Transatlantic – The Absolute Universe

    Wie wertet man so etwas überhaupt? Dieses Album gibt es ja quasi doppelt. Ich habe jetzt einfach mal alles in einen Topf geworfen und umgerührt. Und heraus kommt ein sehr schönes Teil mit ganz vielen extended Versions als Bonus. (4,2)

     

    11. Halloween – Halloween

    Schon wieder Metal. Das diesjährige Avantasia Album kommt aus einer Metallschmiede aus den Achtzigern. Warum Avantasia? Weil hier zahlreiche Sänger zum Einsatz kommen und ganz wundervolle Chorarrangements geboten werden. Dazu ein ausgefeilter, perfekt produzierter, und mitunter sogar progressiver Metal.  Ein regelrechtes Allstar Projekt und einem dramaturgischen Höhepunkt in einem phänomenalen Finale. (4,3)

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    #11675233  | PERMALINK

    klausk

    Registriert seit: 17.05.2008

    Beiträge: 14,943

    close-to-the-edge 12. Transatlantic – The Absolute Universe Wie wertet man so etwas überhaupt? Dieses Album gibt es ja quasi doppelt. Ich habe jetzt einfach mal alles in einen Topf geworfen und umgerührt. Und heraus kommt ein sehr schönes Teil mit ganz vielen extended Versions als Bonus. (4,2)

    Also, ich habe die lange Forevermore-Version genommen, die aus meiner Sicht doch mehr Hörqualität zu bieten hat. Bei der kürzeren Version würde mir einiges fehlen. Vielleicht zwei, drei Stücke, auf die ich verzichten könnte, aber das kann ich noch verkraften. :-)

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    There is a green hill far away I'm going back there one fine day. I am free because I am the soul bird
    #11675249  | PERMALINK

    dengel

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 65,889

    Ich habe beide. Von beiden das Beste auf einem Album, dann wäre es eine sehr gute Veröffentlichung. So kam nur wieder der übliche Neal Morse-Einheitsbrei  zusammen.

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    #11675443  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 24,996

    Eben wegen dem Einheitsbrei hat die zweite Albumversion meinen Gesamteindruck aufgewertet. Da hört man öfter mal raus, dass Neal nicht immer das letzte Wort hatte.

    So, jetzt geht es in die Top Ten, die dann auch so an Sommer übermittelt wird.

     

    10. Wolfgang Müller – Die Nacht ist zu Ende

    Ich habe es überprüft, das ist nicht unser Wolfgang hier. WM ist Wahl-Hamburger, und das hier ist sein sechstes Album. Tatsächlich für das gesamte Jahr 2021 das einzige deutschsprachige in der Liste. Und eigentlich auch das einzige Singer-Songwriter Album. Müller malt in seinen Texten Bilder die im Gedächtnis bleiben. Beim Umgang mit Sprache ist besonders, die Musik begleitet immer nur so viel, dass sie nicht der Mittelpunkt bildet. Dabei ist das hier nicht ausschließlich akustisch. Dezent und schön dosiert finden auch elektronische Elemente Einlass, durchaus auch häufiger und flächendeckender als auf den bisherigen Platten, und malen damit an der Atmosphäre der Bilder mit. (4,3)

     

    9. Soen – Imperial

    Cover mit Schlangen kommen immer mehr in Mode. Hier hat man das besonders prägnant hinbekommen. Ziemlich perfekt ist auch das Album, am Ende vielleicht sogar zu perfekt. Im Januar war ich schnell begeistert, aus heutiger Sicht würde ich den Vorgänger sogar wieder knapp vorziehen. Es stimmt eigentlich alles, aber deshalb ist die Platte eigentlich auch schon Mainstream. Quasi ein gezähmtes Monster. Mit eingebauter Fernsteuerung.(4,4)

     

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