Umfrage: Die 20 besten Tracks von Die Ärzte

Startseite Foren Fave Raves: Die definitiven Listen Die besten Tracks Umfrage: Die 20 besten Tracks von Die Ärzte

Ansicht von 15 Beiträgen - 16 bis 30 (von insgesamt 108)
  • Autor
    Beiträge
  • #12595345  | PERMALINK

    talkinghead2

    Registriert seit: 12.12.2019

    Beiträge: 5,522

    Kennst du eigentlich die To The Max Version von Westerland?

    Wenn nicht bitte unbedingt reinhören!

    --

    Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!
    Highlights von Rolling-Stone.de
    Werbung
    #12595351  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 28,763

    talkinghead2Kennst du eigentlich die To The Max Version von Westerland?
    Wenn nicht bitte unbedingt reinhören!

    Ja, ist auf dem 2 CD Best Of von 1994, werde ich im Zuge der Umfrage mal wieder hören.

    --

    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #12595355  | PERMALINK

    talkinghead2

    Registriert seit: 12.12.2019

    Beiträge: 5,522

    Ich finde die Metal-Einlage einfach nur köstlich :yahoo:

    --

    Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!
    #12595359  | PERMALINK

    wolfgang

    Registriert seit: 19.07.2007

    Beiträge: 28,763

    Das ist ja das schöne an den Ärzten, sie nehmen sich nicht so wichtig, wie manche deutsche Kollegen.

    --

    Savage bed foot-warmer of purest feline ancestry
    #12595365  | PERMALINK

    talkinghead2

    Registriert seit: 12.12.2019

    Beiträge: 5,522

    Die beste Band der Welt eben ;-)

    Beim Konzert am 07.06.2022 in der Wuhlheide haben sie mich ganz besonders gerührt, denn sie hatten damals tatsächlich meine alten Helden The Ruts (natürlich nicht mehr in Originalbesetzung) im Vorprogramm!

    --

    Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!
    #12595753  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 11,567

    Wir schreiben das Jahr 1980. Der Ort: Das Ballhaus Spandau. Hier beginnt die Geschichte der Ärzte. Beim Ballhaus Spandau, das, wie im Thread bereits erwähnt, immer noch existiert, handelte es sich jedoch um keinen Szene-Treff. Vielmehr versuchten die Betreiber ein breites Publikum zu erreichen. Unter der Woche widmeten sich die DJs stündlichen kleinen Themenblöcken, darunter auch: Punkrock. An jenem geschichtsträchtigen Abend hingen die Jung-Punks Dirk Felsenheimer, Hussi Kutlucan und Bernd van Huizen wie gewohnt in dem Laden herum, um auf die Punk-Stunde zu warten. Gemeinsam spielten sie in der Punkband Soilent Grün, die vor kurzem ihren Gitarristen gefeuert hatte, weil der sich dummerweise die Gitarre hatte klauen lassen. Im Ballhaus fiel ihnen ein großgewachsener, braungebrannter, blonder Punk auf, der sich dann auch, als endlich die Hits von Bands wie The Clash, den Buzzcocks und Stiff Little Fingers aus den Boxen dröhnten, auf die Tanzfläche gesellte.

    Die Anzahl der Punks war im spießigen Spandau überschaubar, also sprach Dirk den fremden Gleichgesinnten an, der sich als Jan Vetter vorstellte. Jan war aus dem fernen Frohnau extra nach Spandau gefahren, um einmal eine Stunde zu seiner Lieblingsmusik feiern zu können. Die beiden verstehen sich auf Anhieb blendend, vor allem Jans Humor sagt Dirk zu. Als Dirk, scheinbar beiläufig, erwähnt, dass er in einer Punkband spielt, die auf der Suche nach einem Gitarristen ist, erhält er sofort die erhoffte Antwort: „Ich spiele Gitarre“, rief Jan sofort aus. „Was maßlose Übertreibung war, aber ich hatte zumindest eine“, wie er zwei Jahrzehnte später in der (ersten) offiziellen Bandbiographie Ein überdimensionales Meerschwein frisst die Erde auf kommentieren wird.

    Dirk hingegen war nach Jans ersten Proben mit Soilent Grün positiv überrascht von den Fähigkeiten des Neumitglieds. Er habe „ein für Punkrock gänzlich untypisches Fingerpicking“ gehabt, meinte er in der (zweiten) offiziellen Bandbiographie Das Buch Ä. „Es war ein Glück, dass er nicht vorher schon von den vielen Punk-Klischees versaut worden war.“ Nachdem Bernd van Huizen durch Roman Stoyloff ersetzt worden war, finanzierten Soilent Grün 1982 aus eigener Tasche ihre erste und einzige Veröffentlichung, Die Fleisch EP, die gleichzeitig zum Schlusspunkt der Bandgeschichte werden sollte. Während Hussi sich immer stärker von der stark politisierten Hardcore-Szene angezogen fühlte, konnten Dirk und Jan mit dem eher stumpfen Scheiß-Staat-Gestus, von dem seine Songs immer mehr geprägt wurden, nicht viel anfangen. Man entscheidet sich, aufgrund künstlerischer Differenzen getrennte Wege zu gehen. Nach einem letzten Konzert im Kreuzberger SO 36, das inzwischen zum Stammclub der Band und der Berliner Punk-Szene geworden war (und ebenfalls immer noch existiert), lösten sich Soilent Grün auf. Zu dem Zeitpunkt hatten Dirk und Jan bereits beschlossen, eine neue Band zu gründen: Die Ärzte. Hussi Kutlucan ist heute übrigens ein mit dem Grimme-Preis ausgezeichneter Filmemacher.

    Hier noch der vielleicht größte „Hit“ von Soilent Grün: „FDJ Punks“, eine Nummer aus der Feder von Jan Vetter, der man durchaus anhören kann, dass es sich hier um die Vorgängerband der Ärzte handelt:

    Eher weniger verwandt mit DÄ ist der die andere Seite von Soilent Grün repräsentierende Song „Ich hasse euch alle“, der hier über – eigentlich tonlose – Super-8-Aufnahmen gelegt wurde, die den allerersten gemeinsamen Auftritt von Jan Vetter (alias – Spoiler! – Farin Urlaub) und Dirk Felsenheimer (alias – das hätte niemand erraten – Bela B.) zeigen. Ein echtes Stück deutscher Musikgeschichte also. Gefilmt hat das Ganze Jans vermutlich bärenstolze Mutter:

    zuletzt geändert von jan-lustiger

    --

    #12595989  | PERMALINK

    krauspop
    Oo and Drums

    Registriert seit: 01.05.2004

    Beiträge: 3,662

    1. Zu Spät
    2. Teenager Liebe
    3. Du willst mich küssen
    4. Grace Kelly
    5. Paul
    6. Radio brennt
    7. Buddy Holly’s Brille
    8. Westerland
    9. Kamelrallye
    10. Mädchen
    11. Sweet Sweet Gwendoline
    12. Schrei nach Liebe
    13. Ich weiß nicht, ob es Liebe ist
    14. Mein kleiner Liebling
    15. Roter Minirock
    16. Alleine in der Nacht
    17. Wie am ersten Tag
    18. Sommer, Palmen, Sonnenschein
    19. Ist das alles
    20. Rebell

    --

    (We Don't Need This) Fascist Groove Thang
    #12596019  | PERMALINK

    mahoney

    Registriert seit: 29.08.2012

    Beiträge: 1,114

    1. Der Graf
    2. El Cattivo
    3. 3 Tage Bart
    4. Zu Spät
    5. Madonnas Dickdarm
    6. Ich ess‘ Blumen
    7. N 48.3
    8. Teenager Liebe
    9. No Future (Ohne neue Haarfrisur)
    10. Elektrobier
    11. Du willst mich küssen
    12. …und es regnet
    13. Sweet Sweet Gwendoline
    14. Die Allerschürfste
    15. West Berlin
    16. Mit dem Schwert nach Polen, warum René?
    17. Kopfhaut
    18. Paul
    19. Ohne Dich
    20. Rebell

    --

    #12596131  | PERMALINK

    ford-prefect
    Most of my heroes still don't appear on no stamp

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 11,535

    Diese Liste, genau in dieser Reihenfolge, floss mir leicht aus der Feder, da ich ab 1993 mit den Alben „Die Bestie in Menschengestalt“ und „Planet Punk“, mein erstes eigens erworbenes Ärzte-Album, des Berliner Punk-Rock-Trios aufgewachsen bin. Hab BelaFarinRod bislang erst 1x live erlebt, auf dem 1. Rock’n’Heim-Festival 2013 auf dem Hockenheimring, mit einem staubigen zweistündigen Auftritt. Den Song „Männer sind Schweine“ hab ich bewusst nicht in die Liste aufgenommen, da mir der Song schon bei VÖ 1998 nicht richtig gefiel. Das Lied „Claudia hat ’nen Schäferhund“ hab ich aus pophistorischen Gründen in die Liste aufgenommen, wegen seines Skandal-Potentials, den der Song damals erregte, verbunden mit seiner Indizierung 1987, drei Jahre nach Veröffentlichung auf dem Album „Debil“. In der feurigen Nummer „Meine Ex(plodierte Freundin“ von 1995, die einem südländisch-karibischen Rhythmus folgt und wunderbar verdeutlicht, wie musikalisch vielfältig Die Ärzte sind, hört man den Schriftsteller und Studio Braun-Komiker Heinz Strunk den trockenen Satz „Im Raum verteilt!“ sagen. Und der Songtext davon … ist eben sehr Die Ärzte-like schwarzhumorig.

    1. Kopfüber in die Hölle
    2. Friedenspanzer
    3. Unrockbar
    4. Schrei nach Liebe
    5. Westerland
    6. Ein Song namens Schunder
    7. Radio brennt
    8. Hurra
    9. Sweet Sweet Gwendoline
    10. Deutschrockgirl
    11. Zu spät
    12. Claudia hat ’nen Schäferhund
    13. Mach die Augen zu
    14. Rebell
    15. Meine Ex(plodierte Freundin)
    16. Straight outta Bückeburg
    17. Vermissen, Baby
    18. Langweilig
    19. Teenager Liebe
    20. Mein Baby war beim Frisör

    --

    Wayne's World, Wayne's World, party time, excellent!
    #12596241  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 11,567

    Sieben Listen haben sich bereits in den ersten beiden Tagen aufgetan. Das kann sich sehen lassen und darf gerne so weiter gehen!

    Den Anfang macht @pipe-bowl mit einen Hit-Feuerwerk: 12 der 20 Songs aus seiner Liste wurden auch als Singles veröffentlicht – und elf der Tracks, weil er sich nicht für den Single-Mix von „Zu spät“ entschied, sondern für die Album-Version des 1984 veröffentlichten Debütalbums Debil. Die Liste zeugt für eine leichte Präferenz für die BELAFARINROD-Formation: 15 Tracks stammen aus den Jahren ab der Reunion im Jahr 1993, dem stehen fünf Tracks aus den 1980ern gegenüber. „Leichte Präferenz“ schreibe ich deswegen, weil das Schaffen nach der Reunion natürlich inzwischen deutlich umfangreicher ist. Trotzdem: Dass Geräusch mit genauso vielen Tracks vertreten ist wie die kompletten 1980er würde manch einer als Ansage werten.

    Außerdem auffällig: Es gibt nur einen einzigen „reinen“, also nur von ihm komponierten, Bela-Song und der ist mit „Wilde Welt“ (Das ist nicht die ganze Wahrheit…, 1988) ein Deep Cut, von dem ich nicht erwartet hätte, dass er überhaupt genannt werden wird. Dem stehen mit „Anti-Zombie“ (Geräusch, 2003) und „½ Lovesong“ (13, 1998) zwei Rod-Songs gegenüber, was angesichts des Anteils der Kompositionen im Gesamtwerk umso mehr wiegt – noch dazu befindet sich ersterer sogar auf Platz 2. Allerdings ist Bela Co-Komponist nicht nur von „½ Lovesong“, sondern auch von pipes Nummer Eins, die sicherlich als einer der Top-Favoriten ins Rennen geht: dem Anti-Nazi-Klassiker „Schrei nach Liebe“ (Die Bestie in Menschengestalt, 1993), mit dem sich Die Ärzte 1993 mit einer mit A-Wort unterstrichenen Ansage zurückmeldeten.

    Die Hits werde ich sicher noch im Laufe meiner History-Posts anreißen, deswegen möchte ich bei der Kommentierung der Listen Songs highlighten, die man eher nicht aus dem Radio kennt. In pipes Fall wäre das die bereits erwähnte Misfits-Hommage „Anti-Zombie“ (Musik: Rodrigo González / Text: Rodrigo González, Donna Blitz) aus dem Doppelalbum Geräusch (2003), hier live in ihrem Erscheinungsjahr bei einem für die Live-DVD Die Band, die sie Pferd nannten aufgezeichneten Konzert in Oberhausen:

    zuletzt geändert von jan-lustiger

    --

    #12596251  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 65,546

    Klasse!

    --

    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #12596265  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 11,567

    Die Liste von @liam1994 hat einen ähnlich hohen Singles-Anteil wie die von pipe, wenn auch mit Ansage: Laut eigener Aussage sind aus den späteren Alben hauptsächlich die Hits bekannt, während das Debütalbum Debil (1984) eine größere Rolle bei der eigenen musikalischen Sozialisierung gespielt zu haben scheint. Da wundert es auch nicht, dass es mit vier Tracks mit Abstand die meisten Nennungen auf sich vereinen kann. Eine weitere Gemeinsamkeit: Auch hier gibt es nur einen puren Bela-Song, mit „Manchmal haben Frauen…“ (Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!, 2000) jedoch einen von seinen größten Hits.

    Allerdings hatte ich nach der Ankündigung einen stärkeren Fokus auf die 80er-Ära erwartet. Das hat sich nicht bestätigt, im Gegenteil: Von der Vorliebe für Debil abgesehen, verteilen sich die Nennungen wunderbar auf das Gesamtwerk. Aus jedem Jahrzehnt, in dem Die Ärzte aktiv waren, ist mindestens ein Track vertreten. Die einzigen Alben, die übergangen wurden: Das letzte Album mit Sahnie, Im Schatten der Ärzte (1985), und die bei pipe überrepräsentierte Geräusch (2003) (und 5, 6, 7, 8 – Bullenstaat!, die jedoch nur über den Fanclub und auf Konzerten verkauft wurde und somit eher unter „Ärzte für Fortgeschrittene“ einzuordnen ist).

    In der Top 3 findet sich mit „Wie am ersten Tag“ (Musik/Text: Farin Urlaub) vom Album Die Ärzte (1986) einer der schönsten „ernsten“ Ärzte-Songs der 80er. Farin Urlaub mit Herzschmerz im Pop-Rock-Modus, produziert wurde der Track, wie das ganze Album, von Manne Praeker (Spliff, Nina Hagen Band).

    --

    #12596401  | PERMALINK

    lysol

    Registriert seit: 07.01.2018

    Beiträge: 1,104

    01.Mädchen
    02.Junge
    03.Buddy Holly’s Brille
    04.Roter Minirock
    05.Radio Brennt
    06.Ohne Dich (Live- Nach Uns Die Sintflut)
    07.Paul
    08.Anneliese Schmidt
    09.Teenager Liebe (Echt)
    10.Madonnas Dickdarm
    11.Zu Spät (Live- Nach Uns Die Sintflut)
    12.El Cattivo
    13.Du Willst Mich Küssen
    14.Grace Kelly
    15.Goldenes Handwerk
    16.Schrei Nach Liebe
    17.Unrockbar
    18.Jag Älskar Sverige!
    19.Westerland
    20.Sommer,Palmen,Sonnenschein

    --

    #12596569  | PERMALINK

    liam1994

    Registriert seit: 31.12.2002

    Beiträge: 1,946

    lysol01.Mädchen 02.Junge

    Das hast du doch nur wegen des Gags gemacht ;-)

    --

    Nie mehr Zweite Liga!!!
    #12596603  | PERMALINK

    lysol

    Registriert seit: 07.01.2018

    Beiträge: 1,104

    liam1994

    lysol01.Mädchen 02.Junge

    Das hast du doch nur wegen des Gags gemacht

    Nur ein bisschen. „Junge” ist schon das Meisterstück ihres Spätwerks. Aber weil es so schön aussah in der Liste ist es vielleicht ein , zwei Plätze nach oben gerutscht.

    --

Ansicht von 15 Beiträgen - 16 bis 30 (von insgesamt 108)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.