Lesefrüchte

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  • #10937395  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 5,574

    Ruprecht, der Engländer. :heart:

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    Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10937815  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 84,756

    cleetusLouis III died on 5 August 882, aged around 18, at Saint-Denis in the centre of his realm. Whilst mounting his horse to pursue a girl who was running to seek refuge in her father’s house he hit his head on the lintel of a low door and fell, fracturing his skull.

    Und trotz dieses denkwürdigen Abgangs und seines Sieges über die Wikinger, der sogar im althochdeutschen „Ludwigslied“ verewigt wurde, hat er es noch nicht mal zu einem ordentlichen Beinamen gebracht wie sein Vater Ludwig der Stammler und sein Bruder Karl der Einfältige … Mir gefällt auch, dass der Autor des englischen Wiki-Artikels sich die Mühe gemacht hat nachzuzählen, dass Ludwig „the 33rd Great grand uncle of Queen Elizabeth II.“ ist.

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    #10966271  | PERMALINK

    stormy-monday
    We Shall Overcome

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 19,704

     

    Interessanter Artikel:

    https://edition.faz.net/faz-edition/feuilleton/2020-01-04/1b5080650436bee837e4fac2f65f54ba/?GEPC=s9

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    I would go in chains just to see you free  (Buffy)
    #10998345  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Lektüre heute: Vladimir Jankélévitch, Von der Lüge, Hamburg 2016 [geschrieben 1942], S. 56:

    „Der Ort eines Geistes bleibt unbestimmt, wenn man von ihm sagt, er sei entweder im Wahren oder im Falschen; unser komplizierter Geist, die tausend Nuancen der Empfindlichkeit, der Koketterie und der schamhaften Ambivalenz gehen nicht auf im polaren Gegensatz von Wahrheit und Irrtum. Wer würde leugnen, dass man unrecht und dabei recht haben kann? Zwei leidenschaftliche Bewusstseine, zwei Personen treten in Beziehung zueinander, und schon spannen sich von der einen zur anderen die unentwirrbaren Fäden der Lüge, der Eigenliebe und der Eitelkeit; alles verstrickt sich: Das Gleiche wird zum anderen und das Gegenteil zum eigenen Gegenteil; die Worte haben keinen Sinn mehr, noch das Prinzip der Identität und selbst der kühlste Kopf, benebelt vom Wind des Wahnsinns, von diesem Genie der Verwirrung, weiß nicht mehr, was er denkt. Daher rührt die Schwierigkeit, eine klare und eindeutige Aussage worüber auch immer zu erhalten. Die Evidenz ist nicht länger unbestritten und selbst unsere Überzeugung wird nicht nur von den Spuren unseres Begehrens geprägt, sondern auch von denen des Glaubens, den wir anderen unterstellen oder den uns andere unterstellen.“

    Und S. 103, wenigstens mit deutlicherem Musik-Bezug:

    „Ohne Zweifel inszeniert auch der Opernsterbende die Umstände und Präliminarien seines Hinscheidens, jedoch nicht den Moment des Sterbens selbst; die ‚letzten Augenblicke‘, wie man würdevoll sagt, nicht aber den großen Sprung ins Leere. Diesen Sprung, der immer schweigend ist. Wie beim Tod der Melisande – niemand hat etwas gesehen noch gehört. So ist auch in der Erzählung des Phädon [Platos] der erhabene Tod des Sokrates, dieser Tod, göttlich gerade, weil so prosaisch. Er spricht keine historischen Worte, sondern er sagt: Opfert Äskulap einen Hahn – so wie er auch hätte sagen können, vergesst nicht, den Briefträger zu bezahlen. Abgesehen davon, dass ein Tod, selbst ein pathetischer, ein würdevoller Protest gegen die Verkommenheit und Lüge der Menschen sein kann und dass auch die hochtrabende Ausdrucksweise einen tiefen Ernst aufweisen kann. Andererseits ist der Tod nicht nur der Eingriff, das reine Fremde, noch einzig die totale Tragödie: Er ist auch die Isolierung der Selbstheit, er löst ihre sämtlichen Verbindungen zur Welt, das heißt zur Fiktion auf; er lässt sie allein, nackt, hilflos, nicht einmal in der Lage, sich als etwas auszugeben …

    Tu descends là-bas seulette / Dans le froid royaume des morts.“

    [Du steigst mutterseelenallein dort hinab / Ins kalte Reich der Toten. – Pierre Ronsard, „À son âme“]

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    #11482633  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Könnt’s auch unter „Druckfrisch“ einstellen, aber keine Ehre dem Typen dort.

    Also:

    „Es handelt sich um einen Kulturkampf. Die aus den USA stammende Welle der cancel culture hat bizarre Ausmaße angenommen. Ästhetik und Klarheit der deutschen Sprache gehen im Trommelfeuer der Identitäts-Eiferer und Sprachverächter unter. Ihnen ist die vollkommene Schönheit eines Heine-Gedichts oder eines Prosatextes von Thomas Mann vollkommen gleichgültig. Auch die Warnungen der Betroffenen verhallen ungehört: »Wenn man von Jüdinnen und Juden, kurz Jüd*innen, sprechen muss, weil das Wort Juden als Sammelbegriff unzulässig geworden ist, dann bekommen Leute wie ich auf neue Weise einen Stern verpasst«, so Ellen Presser, die Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.“

    Von hier.

    Da geht althergebrachte Kulturkämpferei etwas durcheinander, Chomskys, allerdings eigenartige Tiefengrammatik – obwohl die völlig bei Humboldt ist, den der Autor, Götze, ständig gegen Chomsky verteidigt. Nicht wichtig, insgeheim finde ich den Artikel für etliche Worte lesenswert, obwohl ich das Gefühl habe, ständig hinterher- und beikommen zu müssen, und was das generische Maskinulum ist, haben schon Hundert Leute erklärt. Und Hundert Leute haben gesagt, das sei nicht wichtig.

    Find’s ungelenk die wichtigste Stimme am Ende zu nennen: die von Presser.

    Und erst wenn es keine Betroffenen mehr – ai, Betroff*innen – mehr gibt. Usw. Das alte Lied.

    Über die „vollkommene Schönheit“ eines Gedichts von Heine: Diese Schlichtheit des Autors hat mich erstaunt. Heine ist ja grad nicht schön, weshalb Schumann Heine mochte, usw.

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    #11626587  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

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    #11714461  | PERMALINK

    stormy-monday
    We Shall Overcome

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 19,704

    Der gute Otto Reutter:
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-ist-ja-so-jrooooss-li.207836

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    I would go in chains just to see you free  (Buffy)
    #11898145  | PERMALINK

    stormy-monday
    We Shall Overcome

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 19,704

    Carl Zuckmayer zur kalten Wohnung

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    I would go in chains just to see you free  (Buffy)
    #12256167  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 17,235

    Im Nazi-Thread gings kürzlich um verseuchte Youtube-Algorithmen, hier meine Amazon-Vorschläge. Da steht:
    <h2 class=“as-title-block-left“>Inspiriert durch deine Wünsche:</h2>

    Völlig abgefahrenes Zeug, obacht:

    Selbst hartgesottene Navy SEALs haben eine Schwäche für Babys …

    Mach es dir gemütlich mit neun knallharten und sexy Navy SEALs, die ihr Leben riskieren, um die Kleinen in ihrer Obhut und die Unerwarteten, die auf dem Weg sind, zu schützen. Diese emotionsgeladene 9-Bücher-Sammlung von Katie Knight bietet stundenlange Unterhaltung mit Herzklopfen!

    Das Vertragsbaby des SEALs
    Um zu verhindern, dass ihr schrecklicher Cousin ihr Land bekommt, muss Esme Hollycombe heiraten. Und einen männlichen Erben zeugen. Die einzige Person, der sie eine vorübergehende Ehe zutraut, ist ihr Leibwächter, Navy SEAL Zachary Raybourn. Werden sie merken, dass daran gar nichts vorgetäuscht ist?

    Der SEAL: Schwangere Weihnachten
    Nachdem Amelia Cafferty ihre Kleinstadtbäckerei eröffnet hat, beginnen mysteriöse Ereignisse ihr Geschäft zu schädigen. Zu allem Überfluss hat sie gerade herausgefunden, dass ihr heißer One-Night-Stand mit dem Navy SEAL Maxwell Bloom zu einer Schwangerschaft geführt hat. Kann ein bisschen Weihnachtszauber noch zu einem Happy End führen?

    Der Familiendeal des SEALs
    Zwei Wochen Freiheit und eine heiße Affäre mit einem sexy Navy SEAL sind alles, was Prinzessin Cassandra von George Ward will. Selbst nachdem sie entdeckt hat, dass sie mit seinem Kind schwanger ist. Aber die beiden können ihre Anziehung zueinander nicht ignorieren. Können Menschen aus so unterschiedlichen Welten gemeinsam ihr Glück finden?

    Die Zufallsschwangerschaft des SEALs
    Navy SEAL Demetri Lewis verbrachte eine unvergessliche Nacht mit Diana, der kleinen Schwester seines besten Freundes. Wochen später erhält Demetri eine schockierende Nachricht. Diana ist schwanger … mit seinem Baby. Doch als ihr Leben bedroht wird, wird der Schutz von Diana zur wichtigsten Aufgabe in Demitris Leben …

    Der Verteidiger seiner Scheinfamilie
    Der ehemalige Navy SEAL Jackson Sheppard ist vollkommen damit überfordert, einen Säugling zu beschützen. Also greift er auf die Fähigkeiten seiner neuen Angestellten, Aurora Sunshine, zurück. Doch je mehr Zeit er mit Aurora verbringt, desto mehr wird ihm klar, wie schön es wäre, nach dem Ende der Mission ein Leben mit ihr aufzubauen …

    Der Beschützer seiner schwangeren Ex
    Das Leben von Navy SEAL Brock Hardy nimmt eine überraschende Wendung, als eine Sozialarbeiterin auftaucht, um ein Baby abzugeben, für das sich seine verstorbene Schwester als Pflegemutter angeboten hatte. Dann kommt Monica Ingram, die einzige Frau, die er je geliebt hat, mit einer noch schockierenderen Nachricht an. Sie ist schwanger – und er ist der Vater!

    Der Beschützer seiner Scheinfamilie
    Simon Stone, ein ehemaliger SEAL, arbeitet mit der smarten, sexy Reporterin Alisha Lewis an einer hochriskanten Observation. Nach einer Nacht voller ungezügelter Leidenschaft stellt Alisha fest, dass sie schwanger ist und sich in diesen sexy SEAL verliebt hat. Aber fühlt er auch so?

    Der Beschützer der Zwillings-Babys
    Nachdem ihr Chef und Ex, Devon Shepperton, tot aufgefunden wird, fürchtet Lake Bailey um ihre eigene Sicherheit und die ihres ungeborenen Kindes. Aber als Devons Zwilling auftaucht, der Navy SEAL Drake, um den Nachlass seines Bruders zu regeln, wird Lake klar, dass die größte Gefahr darin besteht, sich in diesen ruppigen, sexy SEAL zu verlieben …

    Schwanger mit dem Baby des SEALs
    Navy SEAL Jeremy Quinn hatte schon immer eine Schwäche für Gina Greenwood, die kleine Schwester seines Kameraden. Als ihr Bruder vermisst wird, wendet sich Gina an Jeremy – und eine kleine emotionale Unterstützung führt zu einer heißen Nacht voller Leidenschaft. Sie vertraut Jeremy ihr Leben an, aber kann sie ihm auch ihr Herz anvertrauen …

     

    Die Autorin hat außerdem noch eine Reihe über ungewollte Schwangerschaften auf einer Ranch geschrieben, quasi Yellowstone und es hagelt dauernd Säuglinge, und, auch schön, „Die unbeabsichtigte Schwangerschaft des Scheichs“. Hoffentlich schlägt Hallmark da bald zu und verfilmt das gesamte Opus, dann muss ich sie nicht alle lesen.

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    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
    #12259721  | PERMALINK

    cleetus

    Registriert seit: 29.06.2006

    Beiträge: 17,235

    Wie ich gerne schreiben können würde:

    Rentner – Tod im Paradies (Spiegel, 2009)

    Was für ein Text!

    Später wird Horst Thalwitzer bei Inas großer Frühschoppenlotterie wieder das Spanferkel gewinnen wie fast jedes Mal. Er hat einen Deal mit Ina Buschhüter, der Wirtin. Er bringt Kunden aus der Villa in ihren Biergarten, heute sind es 30. Sie lost ihm das Schwein zu.

    Ina Buschhüter hat keine Zeit für den kleinen Heinz, sie sitzt mit Axel Borsdorf im Nebenzimmer, einem großen, angetrunkenen Herrn mit Boxernase und einem TUI-Namensschild am Hemd. Borsdorf sagt, dass er seit 30 Jahren Tourismus in Pattaya macht. Am Anfang gab’s hier nur Wasserbüffel und Elefanten, sagt er, dann kam Neckermann. „Her mit dem Bumsbomber, zurück mit dem Tripperclipper“, sagt Axel Borsdorf, kippt einen Schnaps in seinen roten Kopf und spült mit Bier nach.

    „Ich war ein Klassenkamerad von Ottmar Hitzfeld“, sagt er. Ina Buschhüter sieht ihn mitleidig an.

    Sie leben in einer Zeitglocke, ihr Kanzler ist Helmut Schmidt, ihr Kapitän Franz Beckenbauer, ihr Land ist die Bundesrepublik in den Grenzen von 1989. Die Villa Germania ist ein Wirtschaftswunderkinderheim. Der einzige ostdeutsche Mieter heißt René Herzel, ist 42 Jahre alt, schwul und körperbehindert und damit so ungefährlich, anders und hilfebedürftig, wie sie den Osten des Landes in guter Erinnerung haben.

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    Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the block
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