Jackie Leven

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  • #576237  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Fang mit der ersten Platte an : The Mystery of Love is greater than the Mystery of Death (Was für ein Titel !).

    --

    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #576239  | PERMALINK

    conny

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,721

    Allerdings, Klassetitel :twisted:

    #576241  | PERMALINK

    hasenschnitte

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 5

    Hi Conny,

    empfehlen kann ich Dir als Einstieg:
    Forbidden Songs of the Dying West und
    Argyll Cycle

    Das aktuelle Album ist:
    Shining Brother – Shining Sister

    Aber mir als Jackie-Fan gefällt natürlich fast alles :D .

    Auch sehr schön:
    The Mystery of Love ist greater then the Mystery of Death (mit dem „Kult“-Song: „Call Mother A Lonely Field“
    Neues von Jackie erfährt man schon mal unter: www.jackieleven.com

    Viele Grüße
    Hase

    --

    Das die Frauen das letzte Wort haben, beruht hauptsächlich darauf, daß den Männern nichts mehr einfällt. - Hanne Wieder
    #576243  | PERMALINK

    conny

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,721

    Oh, gleich so ausführliche Auskunft hier :D
    Besten Dank, die Homepage gefällt mir schonmal gut :twisted:

    #576245  | PERMALINK

    feelflows

    Registriert seit: 07.01.2003

    Beiträge: 37

    Hallo Conny,

    auch ich kann Dir als Einstieg „Mystery of Love“ empfehlen.
    Und direkt danach „Forbidden Songs of the dying West“ und
    „Fairy Tales for hard Man“.

    Die ersten beiden Alben sind musikalisch eher bombastisch und stark vom hymnenartigen schottischen Folk geprägt, wohingegen das dritte Album, „Fairy Tales“, meiner Ansicht nach produktionstechnisch angenehm reduziert ist und sich eher dem akustischen Folk widmet.

    Gruß

    feelflows

    --

    I´m crazy, but I get the job done.
    #576247  | PERMALINK

    conny

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,721

    Ja, ich glaub von der „Fairy Tales“ hab ich vor einiger Zeit schonmal was gehört, was mir ganz gut gefallen hat …

    #576249  | PERMALINK

    henry-l

    Registriert seit: 22.08.2003

    Beiträge: 15

    Also, ich hab‘ Jackie Leven vor zwei Jahren in Nürnberg beim Bardentreffen gesehen und fand ihn sehr, sehr gut.
    Deshalb hab‘ ich mir dann das intime Live-Album „For Peace Comes Dropping Slow“ gekauft.
    Besonders schön finde ich natürlich „Call Mother a Lonely Field“, aber auch die tolle Cover-Version von „Slim Slow Slider“ (hat er in Nürnberg auch gespielt) und das improvisierte „Pale Blue Eyes“.
    Lustige Geschichte vom Sex in der Antarktis.
    Empfehlenswert.

    --

    #576251  | PERMALINK

    conny

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,721

    Auch hier nochmal: Jackie ist heute ab 21:00 bei Radio Eins zu Gast und stellt dabei sein neues Album „Elegy For Johnny Cash“ vor. Bin mal gespannt.

    #576253  | PERMALINK

    stefane
    Silver Rider

    Registriert seit: 24.07.2006

    Beiträge: 5,623

    Freue mich sehr auf die Würdigung von Jackie Leven im Radioprogramm von NDR Info heute abend:

    NRD Info
    14.1.2012, 23.05 – 24.00 Uhr
    Nachtclub Classics
    Elegie für den „Celtic Soulman“ – Ein Nachruf auf den schottischen Songwriter Jackie Leven
    Von Uli Kniep

    NDR Info schreibt dazu in der Sendungsankündigung:
    „Der Schotte Jackie Leven begann seine musikalische Karriere in den späten 60ern unter dem Pseudonym John St. Field und nahm 1971 das Album „Control“ auf. 1978 gründete er die Band Doll By Doll, die aber trotz guter Kritiken nie den wirklichen Durchbruch schaffte. Nach dem Split der Gruppe schrieb Jackie Leven autobiographische Songs über den alltäglichen Wahnsinn. Seine Drogensucht überwand er durch eine sogenannte holistische Behandlungsmethode ohne Medikamente, aber mit Akupunktur und Gesprächstherapie.
    Doch der Start in eine Solokarriere erlitt einen jähen Rückschlag, als er überfallen wurde und bei einem Messerangriff Verletzungen seiner Stimmbänder erlitt. Erst 1994 erschien das Debüt-Album „The Mystery of Love Is Greater Than the Mystery of Death“, das ihm viel Kritikerlob einbrachte. 1997 wurde Leven für das Album „Fairy Tales for Hard Men“ mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Seitdem erarbeitet sich der Schotte aus dem „Kingdom of Five“ einen treuen Fankreis gerade in Deutschland.
    Bei seinen Auftritten zeigte er auch seine Qualitäten als „Storyteller“. Oft waren es obskure Kleinigkeiten des Alltags, die ihn zu seinen humorvollen Geschichten inspirierten. Doch Levens hünenhafte Erscheinung und seine oft derben Scherze täuschten über den sensiblen Charakter hinweg. „Ich kann den Tod fühlen …“ sang der Rilke-Bewunderer 2010 in seinem „Song for Bassguitar and Death“. Er mag sein Schicksal geahnt haben. Vielleicht ist so auch zu erklären, dass Levens Output an Texten und Kompositionen beinahe inflationär war. Er spürte wohl, daß seine Zeit begrenzt war und daß er alle Ideen und Gedanken sofort veröffentlichen musste. Am 14. November 2011 ist Jackie Leven an Krebs verstorben.
    Die Nachtclub Classics erinnern an den „Celtic Soulman“, der hier auch noch einmal im Interview zu hören sein wird.“

    http://www.ndr.de/info/programm/musik/nachtclub/classics115.html

    --

    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    #576255  | PERMALINK

    thomas-zimmer

    Registriert seit: 03.03.2009

    Beiträge: 550

    Ich hatte ihn ein einziges Mal live erlebt, 2008.
    Und war schwer beeindruckt. Die Konzertkritik von damals trifft’s ganz gut, was den Mann ausmachte. ich stell’s mal da her:

    Weil er gut befreundet ist mit Rich Olivier, dem Sohn des großen Sir Laurence Olivier, wurde ihm die Patenschaft für dessen Sohn angetragen. Und so ergab es sich, dass Olivier junior den Sänger Jackie Leven eines Tages dem alten Vater, der nicht mehr lange zu leben hatte, vorstellte. Jackie Leven erzählt die Geschichte der Begegnungen mit Olivier vor seinem Song „Oliviers Blues“. Sie ist zugelich die Entstehungsgeschichte des Songs: Da saß er also, der Alte nannte ihn „Green Giant“ (wegen seines T Shirts und seiner Leibesfülle), er titulierte den Alten respektvoll „Sir“. Nachdem die amerikanische Schwiegertochter dem Alten Cognac verweigerte, sorgte Leven für da gewünschte, man trank und Olivier wollte wissen, was er denn so treibe. Musiker sei er. Ah, seit der Zusammenarbeit mit Marilyn Monroe habe er, Laurence Olivier eine gewisse Vorlieb für amerikanischen Blues, und ob der „Green Giant“ denn mal einen spielen könnte. Der improvisierte, und bat Olivier um Textvorschläge.
    Wenn Jackie Leven auf der Bühne über den Abschied an diesem Tag sagt, „I never saw that man again“, dann ist das einer dieser Momente, in denen man meint, der Mann da oben auf der Bühne könne einem die Angst vorm Tod nehmen, oder aber alle Fragen des Lebens beantworten. Oder sich zumindest einen passenden Reim auf ein improvisiertes Blues-Schema machen. Jackie Leven ist ein Mann voller Geschichten. 1950 in Fife in Schottland geboren, hat er die dunklen Seiten des Lebens zur Genüge kennen gelernt: Als Sohn einer Roma-Familie mit knappem Budget wuchs er als „geborener Außenseiter“ auf, 1983 wurde er Opfer eines Überfalls, der ihm für lange Zeit die Fähigkeit zu singen und sogar zu sprechen nahm, danach erlebte er eine Zeit der Heroinabhängigkeit, aus der er sich selbst befreite.
    Viele dieser Songs, die er an dem Abend im Jubez zusammen mit Michael Cosgrave an den Keyboards vorstellt sind Gratwanderungen zwischen Trauer und Freude, Verlorenheit und Optimismus. Vor allem handeln sie von Menschen, die in den Songs zusammen mit den ausschweifenden Ansagen (die allein abendfüllend wären) lebendig werden. Keine Tricks, kein doppelter Boden. Der Mann ist gnanz bei sich. Der rührt an, ohne auch nur einen Moment sentimental zu werden. Der singt von der Erinnerung an eine Liebe, die Freundschaft wurde. Und von dem plötzlichen Tod der Frau. Die Musik: Eine klare Gitarrenlinie, ein verhaltener Refrain. Der singt mit „Museum of Childhood“ ein Lied, das sich mit Leichtigkeit erhebt, Flügel bekommt und Ohrwurm wird, und damit aufs zauberlichste den Text kontrastiert. Da sitzt der Boxer
    Roberto Duran in der sehr einsamen Ecke im Ring, im Kampf gegen Sugar Ray Leonard und will nach Hause „I’m a tired fighter
    And I want to go home“ beschwört Leven eindringlich über aufsteigenden Klangkaskaden seines Begleiters. Wenn es denn für Leven die Kategorie „Hit“ gäbe „dieser Song aus dem Jahr 2005 hätte einer werden können, vielleicht 1973. Er hat die Gabe, das unglaubliche da zu lassen, wo es musikalisch gut aufgehoben ist: In der Bescheidenheit, der Bodenständigkeit. Aber er weiß genauso, wo Ausrufezeichen der Emphase zu setzen sind, dann aber mit Nachdruck, wie in „Elegy To Johnny Cash“, das von weitem an Eric Andersen erinnert. Und der kann richtig witzig sein, sogar ohne doppelten Boden. Indem er bei der Zugabe (die keine Zugabe ist) „I’ve Been Everywhere“ alle deutschen Tourorte runterbetet, abgelesen versteht sich, aber mit großem Lausbubencharme. Warum das keine Zugabe ist? Er hat es vorher erklärt: Zugaben sind Bullshit. Es ist einfach nur ein Song, den er „vergessen hat, zu spielen“.

    --

    #576257  | PERMALINK

    moody

    Registriert seit: 16.10.2005

    Beiträge: 770

    +

    --

    #576259  | PERMALINK

    boni-ver

    Registriert seit: 06.03.2011

    Beiträge: 3

    R.I.P. Jackie!

    --

    #10239773  | PERMALINK

    captain-kidd

    Registriert seit: 06.11.2002

    Beiträge: 4,140

    Höre ihn derzeit wieder rauf und runter. Was für ein wunderbarer Musiker er war. Jackie, danke für alles.

    --

    Do you believe in Rock n Roll?
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