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vorgarten
gypsy-tail-windich höre Aldana da eher in der Henderson/Shorter-Linie mit der engen Mirkophonierung, einem Ton der vermutlich grosse Projektionskraft hat – aber das lassen ihre Insta-Reels besser erahnen als die Studio-Produktion.
was ich sehr ernst nehme, ist, dass sie mit diesem projekt – so glaube ich – versucht, nicht mehr so „technisch“ zu klingen, sondern sich ein setting zu schaffen, wo man noch viel mehr zeigen kann (muss) als dass man mit komplizierten arrangements gut klarkommt. also: wie findet man nach all den exzessen wieder zu einer einfachen, überzeugenden, relativ direkten emotionalität? und das scheint mir ein kollektives projekt zu sein, dann auch rubalcaba und mclorin salvant neigen ja sonst auch zu sportlichen übungen. aber mich interessiert schon, wie viel technik man dann an anderer stelle (aufnahme) einsetzt, um diese einfachheit zu unterstützen. das ergebnis finde ich jedenfalls total überzeugend.
sowas ähnliches hatte ich oben schonmal versucht zu sagen, als ich meinte, so ein Album habe es Chris Potter oder Mark Turner noch nicht gegeben… aber bei dir liest es sich klarer ;)
was den Ton betrifft, ja das ist zunächst mal Henderson-Shorter Schule… aber die Art, wie sie auf dem Album mit verschiedenen Weisen den gleichen Ton zu spielen arbeitet, hatte ich jetzt bei Byas abgelegt… Richtigerweise muss man hier wohl mindestens genauso sehr Lester Young nennen… aber: es ist auf jeden Fall was älteres… und sie selbst hat sich auf beide bezogen, ich hatte beim Schreiben auch an ein insta Video von ihr gedacht, wo sie ein Byas Solo übt… („I transcribe Sonny Rollins, Wayne Shorter, John Coltrane, Joe Henderson, Lester Young, Charlie Parker, and Don Byas, among many others“). Und ja, ich versteh schon auch, dass einem das von der Aufnahme her zu nah dran sein kann, hab das Problem zum Glück selber nicht…
und ja Abadey ist ihr Partner, das wird auf insta gelegentlich klar (auch wenn 95% der privateren Posts von ihr Fotos von selbstgebackenen Broten sind)
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Paul Quinichette – Moodsund auch Paul Quinichette hätte ein schönes Balladenalbum machen können – das hier ist vom Konzept gar nicht so weit weg, zwei Bands mit fl/ts in der Frontline, die eine Seite mit afro-kubanischen Rhythmen, die andere mit normalem Jazz… von Quinichette hab ich tatsächlich in meiner aktiven Zeit auch mal was transkribiert, das Solo ab 1:10 oder so hier
Dinah Washington – I could write a book--
.soulpope
hurley
soulpope@ „hurley“ : https://www.discogs.com/release/1566559-Charles-Tyler-Saga-Of-The-Outlaws Solltest Du auch unbedingt in Betracht ziehen ….
Lieben Dank für den Tipp. Ist notiert. Das Nessa Label war bis eben auch gänzlich unbekannt.
Gerne …. „gypsy“ hat schon was zu Nessa Records geschrieben …. mein Fave zu Deinem aktuellen Hörprogramm passend https://www.discogs.com/release/1091748-Air-Air-Time und grundsätzlich: https://www.discogs.com/release/2800336-Von-Freeman-Have-No-Fear https://www.discogs.com/release/3236958-Von-Freeman-Serenade-Blues Enjoy ….
….das sind natürlich exzellente vorschläge, die vor allem bei der ersten im vinylformat ins geld gehen könnte….
zuletzt geändert von lotterlotta--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
Free Unfold Trio – Ballades--

John Klemmer – Involvementeinloggen im Forum scheint nicht mehr zu funktionieren… falls es mein letzter Post wird, well, war eine grosse Zeit… die Platte fand ich vorhin, Klemmer machte später Smooth Jazz aber hier noch nicht, die Band hätte man so eher bei Nessa erwartet, Jodie Christian (p) oder der legendäre Sam Thomas (g), Melvin Jackson (b) und Wilbur Campbell (dr)…
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 57,363
Vorerst (nur) das „Chicago Breakdown“ ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
St. Louis Breakdown--
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Marty Grosz – Hooray For Bix!was man so hört, wenn jeder Post der letzte sein kann…
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soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 57,363
Ein „Klassiker“ zum Thema geht noch ….
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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)@all:
Meldet ihr euch alle bei Radio Stone FM im Forum an, um dort weiterzumachen, falls das Forum hier irgendwann nicht mehr nutzbar sein sollte? Oder in einem anderen Forum? Wenn ja welchem?Oder ist die Zeit der Foren für euch vorbei, wenn es hier nicht mehr weitergehen sollte?
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How does it feel to be one of the beautiful people?vorgarten
gypsy-tail-wind
Melissa Aldana – Filin | Ich finde es wunderbar … also glaub ich noch eine Spur besser als @redbeans … trotz McLorin-Salvant, mit der ich sonst gar nicht klarkommen will, hier gefällt sie mir recht gut. Rubalcaba ist super, sehr sparsam, und für meine Ohren auch ein Fortschritt gegenüber den letzten beiden Alben (ich kenne nur die) mit Piano und Gitarre: Rubalcabas Piano klingt oft fast wie ein Rhodes (oder: eher wie ein Wurlitzer, ohne den Rhodes-typischen Waber-Sound) und wenn er sparsam compt manchmal fast wie eine Gitarre … da kommt also alles zusammen, was Lage Lund mit Sullivan Fortner bzw. Fabian Almazan macht, und es wird dabei nur ein Viertel so viel gespielt, was mir sehr entgegenkommt, und was auch für den unfassbar schönen Ton von Aldana viel mehr Räume öffnet.und heute noch drei Mal, es wächst und wächst, wen wir noch gar nicht so hervorgehoben haben, ist Peter Washington, der passt hier perfekt zu Rubalcaba, und ja, der Ton von Aldana ist wahnsinnig schön, auf die eine Art bild ich mir ein, dass sie wirklich sehr eigen ist, von dem wie sie klingt, auf die andere gefällt mir total gut, wie sie mit Tonfarben und so arbeitet, wie man es eigentlich vor allem von den alten Meistern wie Lockjaw Davis oder Don Byas kennt… friedrich, hast du schon reingehört? So klingt das, wenn man Don Byas in die Gegenwart holt… es gibt eine Chance, dass dir das auch gefällt, und falls ja, willst du sicher das Konzert in Berlin in ein paar Wochen nicht verpassen…
ich habe das album zwischendurch auch gehört, und, was ihr schreibt – sehr schön, toller ton, rubalcaba überrascht mich in seiner pointierten sparsamkeit total, man hört, dass beide eine gemeinsame sprache sprechen, mclorin salvant spart sich ihre quetsch- und knödelstudien diesmal… ich bleibe trotzdem noch kurz vor der begeisterung. aldana ist so eng mikrofoniert, dass ich das fast als ASMR empfinde – das haben byas oder davis anders hingekriegt, glaube ich, aber man kann ja auch eigene wege finden… am 20.3. bin ich leider nicht in berlin, sonst würde ich hingehen.
Danke für den Tipp!
Ich hatte mich letztes Jahr an diesen Saxophonisten aus der guten alten Zeit, die mit ihrem vollen, geschmeidigen, unendlich gefühlvollen Ton, mal kühl, mal ausschweifend, je nachdem, ein bisschen satt gehört. Vielleicht habe ich daher aktuell eher Sehnsucht nach neuem und unentdeckten oder nach Obskuritäten, Kuriositäten und Raritäten. Habe aber gerade noch mal Don Byas aufgelegt und das funtioniert bei mir auf Anhieb: Der Klang, die Melodiosität, der Swing!
Werde bei Melissa Aldana mal reinhören!
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Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
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